VonPatrick Huljinaschließen
Im Mai stehen für Verbraucher in Deutschland wieder viele Veränderungen an. Von der Biomüll-Regelung bis hin zu einem neuen Regierungschef – ein Überblick.
Hamm – „Alles neu macht der Mai“, heißt es in einem bekannten Frühlingslied. Für Verbraucher ändert sich im neuen Monat zwar nicht alles, doch es gibt einige neue Regelungen und Änderungen, die zu beachten sind. Unter anderem gibt es neue Möglichkeiten bei der Wahl des Nachnamens. Für Passbilder tritt im neuen Monat eine wichtige Änderung in Kraft, gleiches gilt für die Regeln beim Biomüll. Diese Änderungen bringt der Mai.
Änderungen ab Mai 2025: Strengere Regeln beim Biomüll – Bußgelder drohen
Ab dem 1. Mai gelten für Verbraucher strengere Regeln für die Entsorgung von Biomüll. Wenn bei einer Kontrolle durch die Müllabfuhr oder ein Entsorgungsunternehmen ein höherer Störstoffanteil als drei Prozent festgestellt wird, soll die Biotonne künftig ungeleert stehengelassen werden.
Als Störstoffe in der Biotonne gelten unter anderem Plastik, Glas, Metalle, Windeln, Zigarettenkippen und Asche. Sie können den Verrottungsprozess stören und die Kompostqualität beeinträchtigen. Bei Verstößen gegen die neuen Biomüll-Regeln ab Mai drohen auch Bußgelder – bei besonders schweren Verstößen sogar in Höhe von bis zu 2500 Euro.
Änderungen beim Nachnamen: Diese Regelung gilt ab dem 1. Mai
Eine weitere Änderung gibt es zum neuen Monat beim Namensrecht. Ab dem 1. Mai dürfen Ehepartner einen gemeinsamen Doppelnamen mit oder ohne Bindestrich führen. Bislang konnte nur ein Ehepartner einen solchen Namen annehmen.
Nach dem neuen Namensrecht können auch Kinder einen Doppelnamen bekommen, selbst wenn sich ihre Eltern gegen einen Doppelnamen entschieden haben. Wenn die Eltern nach der Geburt ihres Kindes keinen Familiennamen bestimmen, bekommt das Kind automatisch einen Doppelnamen. Außerdem gilt der erste Familienname, den Eltern für ein Kind festlegen, auch für weitere gemeinsame Kinder.
Änderungen beim Pass und Personalausweis: Das ist neu ab dem 1. Mai
Verbraucher, die ab dem 1. Mai einen neuen Personalausweis oder Reisepass beantragen, müssen dafür kein ausgedrucktes Foto mehr mitbringen. Das Passfoto soll ab dem neuen Monat in elektronischer Form an die Bürgerämter übermittelt werden.
Die Bundesregierung wollte mit diesem Schritt die Entbürokratisierung und Digitalisierung im Pass- und Ausweiswesen vorantreiben und das Verfahren beschleunigen. Zum Beginn der neuen Regelung soll es allerdings noch Ausnahmen geben: Bis zum 31. Juli dürfen nach Angaben des Bundesinnenministeriums noch Papierfotos in Ausnahmefällen akzeptiert werden.
Wichtige Änderungen im Mai: Wahl des Bundeskanzlers – Skype wird abgeschaltet
Eine weitere Änderung im Mai: Microsoft stellt den Betrieb seines Videotelefonie-Programms Skype ein. Der Fokus solle in Zukunft vermehrt auf Microsoft Teams liegen, teilte das Software-Unternehmen mit. Skype ist demnach nur noch bis zum 5. Mai verfügbar.
Nur einen Tag später soll in Deutschland ein neuer Bundeskanzler gewählt werden. Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD steht, doch die Regierungsbildung dauert noch. Abgeschlossen wird sie durch die Kanzlerwahl und die Ernennung seines Kabinetts. Friedrich Merz (CDU) soll am 6. Mai zum Bundeskanzler gewählt werden – davor müssen die drei Parteien allerdings noch dem schwarz-roten Koalitionsvertrag zustimmen.
Die kommende Merz-Regierung plant eine Änderung beim Rentenausweis, die Millionen betrifft. Bereits im April sind zahlreiche Änderungen in Kraft getreten: Eine Führerschein-Änderung betraf zahlreiche Fahranfänger. Darüber hinaus gab es Änderungen beim Elterngeld. (ph/dpa)
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