Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana

Erster DFB-Kader im WM-Jahr: Nagelsmann nominiert Stach und Vagnoman

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Wer ist dabei, wer muss zu Hause bleiben? Bundestrainer Julian Nagelsmann hat sein Aufgebot für die anstehenden Länderspiele bekannt gegeben.

18.47 Uhr: Und auf den Flügeln? Hier fehlt vor allem ein Name: Maximilian Beier. Der junge Angreifer zeigt sich beim BVB zuletzt gut in Form, muss aber dennoch zu Hause bleiben. Ebenso wie BVB-Kollege Karim Adeyemi. Stattdessen setzt Nagelsmann auf Kevin Schade. Nagelsmann betont, dass er mit allen Betroffenen telefoniert habe und „die Tür nicht zu ist“, also auch für Beier nicht.

17.15 Uhr: Wie wird Deutschlands Sturm künftig aussehen? Im aktuellen Kader finden sich Kai Havertz, Nick Woltemade und Deniz Undav. Tim Kleindienst von Borussia Mönchengladbach ist weiterhin verletzt. Ex-BVB-Star Niclas Füllkrug muss einen Dämpfer hinnehmen und in Mailand bleiben, wo er nun beim AC spielt. Derweil offenbart Julian Nagelsmann einen klaren DFB-Plan im Sturm.

Nach Nagelsmann-Nominierung: Diese DFB-Stars müssen um ihr WM-Ticket zittern

Finn Dahmen gehört mittlerweile zu den besten Torhütern der Bundesliga. Doch die Nominierung von Jonas Urbig zeigt, dass der Weg zur WM für ihn lang werden könnte.
Finn Dahmen gehört mittlerweile zu den besten Torhütern der Bundesliga. Doch die Nominierung von Jonas Urbig zeigt, dass der Weg zur WM für ihn lang werden könnte.  © IMAGO/Maximilian Koch
Auch Noah Atubolu ist eigentlich einer der ganz großen DFB-Hoffnungsträger. Der langjährige Stammtorhüter des SC Freiburg muss nun allerdings mehr denn je um sein WM-Ticket bangen.
Auch Noah Atubolu ist eigentlich einer der ganz großen DFB-Hoffnungsträger. Der langjährige Stammtorhüter des SC Freiburg muss nun allerdings mehr denn je um sein WM-Ticket bangen.  © IMAGO/Arne Amberg
Moritz Nicholas wurde immer wieder als Überraschungs-Kandidat im Tor genannt. Doch der Gladbach-Keeper hat trotz einer starken Saison spätestens jetzt keine Chance mehr.
Moritz Nicholas wurde immer wieder als Überraschungs-Kandidat im Tor genannt. Doch der Gladbach-Keeper hat trotz einer starken Saison spätestens jetzt kaum eine Chance mehr.  © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Thomas Haesler
Auch der Name Stefan Ortega geistert immer wieder im Dunstkreis der Nationalmannschaft herum. Doch trotz seiner fußballerischen Qualitäten setzt Nagelsmann wohl nicht auf ihn als erfahrene Nummer drei.
Auch der Name Stefan Ortega geistert immer wieder im Dunstkreis der Nationalmannschaft herum. Doch trotz seiner fußballerischen Qualitäten setzt Nagelsmann wohl nicht auf ihn als erfahrene Nummer drei.  © IMAGO/Joe Toth/Shutterstock
Dass Eintracht-Kapitän Robin Koch nicht für die Nationalmannschaft nominiert wird, hätte im letzten Jahr wohl niemand gedacht. Doch die schwierige Saison und starke Leistungen seiner Konkurrenten senken nun die Chance auf ein WM-Ticket rapide.
Dass Eintracht-Kapitän Robin Koch nicht für die Nationalmannschaft nominiert wird, hätte im letzten Jahr wohl niemand gedacht. Doch die schwierige Saison und starke Leistungen seiner Konkurrenten senken nun die Chance auf ein WM-Ticket rapide.  © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Gawlik
Eine ähnlich schwierige Saison wie Robin Koch durchlebt Robert Andrich. Der Leverkusen-Star gehörte in den letzten Jahren eigentlich auch zu den sicheren Kaderspielern des DFB-Teams, nun muss er allerdings zittern.
Eine ähnlich schwierige Saison wie Robin Koch durchlebt Robert Andrich. Der Leverkusen-Star gehörte in den letzten Jahren eigentlich auch zu den sicheren Kaderspielern des DFB-Teams, nun muss er allerdings zittern.  © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn
Der vielleicht größte Shootingstar auf der Innenverteidiger-Position ist Finn Jeltsch. Der Stuttgarter zeigt tolle Leistungen in dieser Saison, doch für den 19-Jährigen könnte die WM trotzdem zu früh kommen.
Der vielleicht größte Shootingstar auf der Innenverteidiger-Position ist Finn Jeltsch. Der Stuttgarter zeigt tolle Leistungen in dieser Saison, doch für den 19-Jährigen könnte die WM trotzdem zu früh kommen.  © IMAGO/DeFodi.de
Auch Yann Bisseck hat sich in den letzten Wochen und Monaten wohl große Hoffnungen auf eine Zukunft im DFB-Team gemacht. Der Stammverteidiger von Inter Mailand muss nach seiner Nichtnominierung nun aber den nächsten Rückschlag hinnehmen.
Auch Yann Bisseck hat sich in den letzten Wochen und Monaten wohl große Hoffnungen auf ein WM-Ticket gemacht. Der Stammverteidiger von Inter Mailand muss nach seiner Nichtnominierung nun aber den nächsten Rückschlag hinnehmen.  © IMAGO
Thilo Kehrer hat seine Karriere in Monaco wieder auf einen grünen Zweig gebracht. Für Julian Nagelsmann scheint es aber nun nicht mehr zu reichen. Auch die WM wird nun immer unrealistischer.
Thilo Kehrer hat seine Karriere in Monaco wieder auf einen grünen Zweig gebracht. Für Julian Nagelsmann scheint es aber nun vorerst nicht mehr zu reichen. Auch die WM wird nun immer unrealistischer.  © IMAGO/Laurent Coust
Auch Ridle Baku hat sich berechtigte Hoffnungen auf die WM gemacht. Doch vor allem die Nominierung von Vagnoman ist ein Fingerzeig, dass es für den Leipziger eng werden könnte.
Auch Ridle Baku hat sich berechtigte Hoffnungen auf die WM gemacht. Doch vor allem die Nominierung von Vagnoman ist ein Fingerzeig, dass es für den Leipziger eng werden könnte.  © IMAGO/DeFodi.de
Für Bakus Teamkollegen Benjamin Henrichs gibt es eigentlich kaum noch Chancen auf eine Nominierung. Selbst im Verein läuft es nicht mehr richtig. Der frühere Abo-DFB-Spieler kann sich wohl auf einen langen Urlaub im Sommer einstellen.
Für Bakus Teamkollegen Benjamin Henrichs gibt es eigentlich kaum noch Chancen auf eine Nominierung. Selbst im Verein läuft es nicht mehr richtig. Der frühere Abo-DFB-Spieler kann sich wohl auf einen langen Urlaub im Sommer einstellen.  © IMAGO/DeFodi.de
Bei Maximilian Mittelstädt ist primär die Konkurrenzsituation das große Problem. David Raum und Nathaniel Brown sind in Nagelsmanns Gunst mittlerweile vor dem starken Stuttgarter.
Bei Maximilian Mittelstädt ist primär die Konkurrenzsituation das große Problem. David Raum und Nathaniel Brown sind in Nagelsmanns Gunst mittlerweile vor dem starken Stuttgarter.  © IMAGO/Malte Ossowski / SVEN SIMON
Tom Bischof hat zwar den Vorteil, dass er flexibel einsetzbar ist, trotzdem reicht Julian Nagelsmann die Einsatzzeit des Bayern-Stars wohl nicht.
Tom Bischof hat zwar den Vorteil, dass er flexibel einsetzbar ist, trotzdem reicht Julian Nagelsmann die Einsatzzeit des Bayern-Stars wohl nicht.  © IMAGO/DeFodi.de
Julian Nagelsmann ist nicht der größte Fan von Angelo Stiller. Das hat man in den letzten Monaten gemerkt. Zurzeit sieht es nicht so aus, als ob er mit auf den WM-Zug aufspringt.
Julian Nagelsmann ist nicht der größte Fan von Angelo Stiller. Das hat man in den letzten Monaten gemerkt. Zurzeit sieht es nicht so aus, als ob er mit auf den WM-Zug aufspringt.  © IMAGO/DeFodi.de
Rocco Reitz hat bestimmt gehofft, mit seinem Wechsel zu RB Leipzig auch ein kleines Signal an Julian Nagelsmann zu senden. Doch die WM-Chancen sind vor allem aufgrund der Konkurrenz miserabel.
Rocco Reitz hat bestimmt gehofft, mit seinem Wechsel zu RB Leipzig auch ein kleines Signal an Julian Nagelsmann zu senden. Doch die WM-Chancen sind vor allem aufgrund der Konkurrenz miserabel.  © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Thomas Haesler
Julian Brandt verlässt den BVB im Sommer und muss sich einen neuen Verein suchen. Dafür wird er wahrscheinlich Zeit haben, denn eine WM-Teilnahme ist nach dieser Saison nahezu ausgeschlossen.
Julian Brandt verlässt den BVB im Sommer und muss sich einen neuen Verein suchen. Dafür wird er wahrscheinlich Zeit haben, denn eine WM-Teilnahme ist nach dieser Saison nahezu ausgeschlossen.  © IMAGO/Celina Leiers
Trotz aufsteigender Form sind die WM-Chancen für Maxi Beier nicht gerade gestiegen. Nach der Nichtnominierung von Julian Nagelsmann, sieht es für den Offensivspieler, der vor allem in der Rückrunde aufdreht, schlecht aus.
Trotz aufsteigender Form sind die WM-Chancen für Maxi Beier nicht gerade gestiegen. Nach der Nichtnominierung von Julian Nagelsmann, sieht es für den Offensivspieler, der vor allem in der Rückrunde aufdreht, schlecht aus.  © IMAGO/Anke Waelischmiller/Sven Simon
Karim Adeyemi galt vor ein paar Monaten noch als aussichtsreicher WM-Kandidat, allerdings sind seine Leistungen wohl einfach zu schwankend.
Karim Adeyemi galt vor ein paar Monaten noch als aussichtsreicher WM-Kandidat, allerdings sind seine Leistungen wohl einfach zu schwankend.  © IMAGO/Dennis Ewert/RHR-FOTO
Als die Köln-Fans auf die Nominierungen schauten, konnten sie es nicht fassen: Said El Mala wurde von Nagelsmann nicht berücksichtigt. Für den Shootingstar der Bundesliga kommt die WM wohl noch zu früh.
Als die Köln-Fans auf die Nominierungen schauten, konnten sie es nicht fassen: Said El Mala wurde von Nagelsmann nicht berücksichtigt. Für den Shootingstar der Bundesliga kommt die WM wohl noch zu früh.  © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Tonhäuser
Nadiem Amiris Weg in die Nationalmannschaft war eine echte Märchen-Story. Der Star, der Mainz nach Europa führte, fällt allerdings verletzt aus. Überzeugt die Konkurrenz, wird es schwer.
Nadiem Amiris Weg in die Nationalmannschaft war eine echte Märchen-Story. Der Star, der Mainz nach Europa führte, fällt allerdings verletzt aus. Überzeugt die Konkurrenz, wird es schwer.  © IMAGO/Fotostand / Racocha
Eigentlich hat Jamal Musiala das WM-Ticket sicher. Doch seine alte Verletzung macht ihm wieder zu schaffen. Kann er bis zur WM wirklich fit genug werden?
Eigentlich hat Jamal Musiala das WM-Ticket sicher. Doch seine alte Verletzung macht ihm wieder zu schaffen. Kann er bis zur WM wirklich fit genug werden? © IMAGO/Giuseppe Maffia
Eigentlich war schon fast klar, dass Julian Nagelsmann Jonathan Burkardt nicht nominieren würde. Trotzdem sind die Eintracht und der Stürmer, der sich in Topform präsentiert, darüber nicht glücklich. Die Verletzungsanfälligkeit von Burkardt ist vielleicht am Ende einfach zu groß.
Eigentlich war schon fast klar, dass Julian Nagelsmann Jonathan Burkardt nicht nominieren würde. Trotzdem sind die Eintracht und der Stürmer darüber nicht glücklich, denn Burkardt präsentiert sich in Topform. Vielleicht ist seine Verletzungsanfälligkeit am Ende einfach zu groß. © IMAGO/Jürgen Kessler
Ex-96-Stürmer Nicolo Tresoldi spielt eine fabelhafte Saison in Belgien und konnte auch in der Champions League überzeugen. Viele hatten ihn als Überraschungskandidaten auf dem Zettel, daraus wird aber wohl nichts.
Ex-96-Stürmer Nicolo Tresoldi spielt eine fabelhafte Saison in Belgien und konnte auch in der Champions League überzeugen. Viele hatten ihn als Überraschungskandidaten auf dem Zettel, daraus wird aber wohl nichts. © IMAGO/Tomas Sisk
Früher war er die einzig ernstzunehmende Neuner-Alternative, heute hat er kaum noch WM-Chancen. Niclas Füllkrug überzeugt beim AC Mailand nicht und wird wohl auch nicht mit zur WM reisen.
Früher war er die einzig ernstzunehmende Neuner-Alternative, heute hat er kaum noch WM-Chancen. Niclas Füllkrug überzeugt beim AC Mailand nicht und wird wohl auch nicht mit zur WM reisen.  © IMAGO/Giuseppe Maffia
Tim Kleindienst muss sich so langsam wohl auch damit arrangieren, die WM zu verpassen. Zu lange plagt er sich schon mit seinen Verletzungsproblemen herum.
Tim Kleindienst muss sich so langsam wohl auch damit arrangieren, die WM zu verpassen. Zu lange plagt er sich schon mit seinen Verletzungsproblemen herum.  © IMAGO/Malte Ossowski / SVEN SIMON

16.45 Uhr: Für weniger Freude sorgte DFB-Coach Nagelsmann bei den Fans des VfB Stuttgarts. Zwar ist Tor-Garant Deniz Undav dabei, der Bundestrainer sieht dennoch einen Maßnahmenkatalog für ihn vor. Erneut fehlen wird darüber hinaus Angelo Stiller, der wiedermal ignoriert wurde.

15.15 Uhr: Im Mittelfeld dabei ist dafür Pascal Groß. Der Ex-BVB-Star spielt seit dem Winter für Brighton & Hove Albion in England und kann sich gute WM-Chancen ausrechnen. Schließlich schwärmte Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz in den höchsten Tönen vom „selbstlosen“ Groß.

15 Uhr: Da auch der Konkurrenzkampf im Mittelfeld immens ist, wird es im DFB-Kader mit Blick auf die WM auch für Leverkusen-Spielführer Robert Andrich eng. Neben den namhaften Innenverteidigern wurde zudem Anton Stach nominiert, der ebenso wie Andrich auch in der Innenverteidigung der Dreierkette aushelfen kann. Andrich muss zu Hause zuschauen.

14.30 Uhr: Rüdigers Konkurrenz in der Innenverteidigung ist groß. Neben dem BVB-Duo Nico Schlotterbeck und Waldemar Anton nominiert Nagelsmann auch Jonathan Tah (Bayern München) und Malick Thiaw (Newcastle United). Hinten anstellen müssen sich namhafte Kandidaten wie Eintracht-Kapitän Robin Koch, Niklas Süle und Yann Aurel Bisseck.

14.15 Uhr: Nagelsmann warf ein besonderes Auge auf Antonio Rüdiger. Der Star von Real Madrid fiel zuletzt eher durch rüde Tacklings auf. Der Bundestrainer setzt dennoch weiter auf den Innenverteidiger und betont die starke Verbindung zwischen ihm und seinem Schützling.

Update von 14.06 Uhr: Jonas Urbig ist dabei, mit Finn Dahmen und Noah Atubolu zwei weiteren Youngstern nicht. Die Zukunft im deutschen Tor bleibt somit spannend. Wird Urbig sogar die Nummer 1 bei der WM?

Update von 14 Uhr: Jetzt hat Nagelsmann das Geheimnis gelüftet. Der Bundestrainer sorgt mit seinem Aufgebot für zahlreiche Überraschungen. Unter anderem Anton Stach und Josha Vagnoman sind wohl die überraschendsten Namen auf der Kaderliste. Auch Antonio Rüdiger ist nach langer Verletzungspause zurück.

Update von 10.24 Uhr: Für Maximilian Mittelstädt ist erneut kein Platz im DFB-Aufgebot. Wie die Bild berichtet, ist der Linksverteidiger des VfB Stuttgart wie schon bei den letzten beiden Länderspielpausen nicht dabei. Gleiches gilt demnach für Angelo Stiller, auf den Nagelsmann zum zweiten Mal in Folge auf dem Weg zur WM 2026 verzichtet.

Update von 9.56 Uhr: Über einen Nagelsmann-Anruf freuen dürfen sich unterdessen Nathaniel Brown, Nick Woltemade und Jamie Leweling. Alle drei stehen laut Sky im Kader des Bundestrainers.

Update von 9.46 Uhr: Ebenfalls nicht mit dabei sind laut Sky Maximilian Beier und Said El Mala. Über Letzteren hatte Nagelsmann sich zuletzt bereits kritisch hinsichtlich seiner Einsatzzeit beim 1. FC Köln geäußert. Beier ist unter Niko Kovač gesetzt, hat im DFB-Team aber offenbar derzeit keinen Platz.

Said El Mala fehlt wohl im DFB-Aufgebot von Julian Nagelsmann.

Update von 9.40 Uhr: Laut Sky muss Finn Dahmen für Urbig weichen. Der Augsburg-Keeper, der in den letzten drei Abstellungsperioden dabei war, steht dem Pay-TV-Sender zufolge lediglich auf Abruf bereit.

Erstmeldung: Am Donnerstag (19. März, 14 Uhr) leitet Julian Nagelsmann das WM-Jahr offiziell mit seiner ersten Kader-Nominierung für die anstehenden Länderspiele in Basel gegen die Schweiz (27. März) und in Stuttgart gegen Ghana (30. März) ein. Wie gewohnt wartet Fußball-Deutschland gespannt auf das Aufgebot des Bundestrainers, der zuletzt in einem Interview schon verraten hat, dass der März-Kader dem für die Weltmeisterschaft sehr ähneln wird.

Julian Nagelsmann holt einem Bericht zufolge Lennart Karl in seinen Kader. (Archivfoto)

Wenig überraschend sind schon vor offizieller Bekanntgabe erste Details zum Kader durchgesickert. Für eine der wohl größten Überraschungen sorgte Nagelsmann bei seinem Ex-Klub. Berichten zufolge nominiert er sowohl Lennart Karl als auch Jonas Urbig, der den verletzten Manuel Neuer zuletzt des Öfteren vertreten hat.

DFB-Aufgebot für die Länderspiele: Wen nominiert Nagelsmann?

„Wenn es zu einer Nominierung kommen sollte, ist das etwas, worüber ich mich freue. Aber es ist jetzt noch nichts, worüber ich mir aktiv Gedanken mache“, sagte der Torhüter nach dem 4:1-Sieg der Münchner gegen Atalanta Bergamo. Sollte es so kommen, stellt sich die Frage, wer dafür weichen muss. Bei den letzten Länderspielen im Jahr 2025 waren mit Oliver Baumann, Alexander Nübel, Noah Atubolu und Finn Dahmen gleich vier Keeper nominiert.

Rückblick WM 2014 – Was können wir für 2026 lernen?

Zur Vorbereitung auf die WM wurden vier Freundschaftsspiele geplant, davon das letzte als Benefiz-Spiel. Zwischen dem zweiten und dritten Spiel fand vom 21. bis 31. Mai 2014 ein Trainingslager im Passeiertal in Südtirol statt.
Zur Vorbereitung auf die WM wurden vier Freundschaftsspiele geplant, davon das letzte als Benefiz-Spiel. Zwischen dem zweiten und dritten Spiel fand vom 21. bis 31. Mai 2014 ein Trainingslager im Passeiertal in Südtirol statt. © imago sportfotodienst
Geschlossen, konzentriert, ohne Allüren – so startete Deutschland 2014 ins Turnier. Schon hier war zu spüren, dass Hierarchien klar verteilt waren. 2014 gewann kein Star das Turnier, sondern eine funktionierende Ordnung.
Geschlossen, konzentriert, ohne Allüren – so startete Deutschland 2014 ins Turnier. Schon hier war zu spüren, dass Hierarchien klar verteilt waren. 2014 gewann kein Star das Turnier, sondern eine funktionierende Ordnung. © imago sportfotodienst
Thomas Müller eröffnete die WM mit brutaler Effizienz. Drei Tore erzielte der damals 24-Jährige im Auftaktspiel gegen Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo. Ein Turnierstart, den wir uns 2026 so auch wünschen würden.
Thomas Müller eröffnete die WM mit brutaler Effizienz. Drei Tore erzielte der damals 24-Jährige im Auftaktspiel gegen Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo. Ein Turnierstart, den wir uns 2026 so auch wünschen würden. © imago sportfotodienst
Plötzlich geriet Deutschland ins Wanken. Im zweiten Gruppenspiel gegen Ghana war das DFB-Team gefordert. Gegen Prince Boateng und Co. kamen die Deutschen nicht über 2:2 hinaus. Ein Spiel, das den Charakter der deutschen Elf testete.
Plötzlich geriet Deutschland ins Wanken. Im zweiten Gruppenspiel gegen Ghana war das DFB-Team gefordert. Gegen Prince Boateng und Co. kamen die Deutschen nicht über ein 2:2 hinaus. Ein Spiel, das den Charakter der deutschen Elf testete. © imago sportfotodienst
Miroslav Klose kam von der Bank – und traf zum 15. Mal bei einer WM. Erfahrung entschied in einem schwierigen Moment. Die Bedeutung eines verlässlichen Jokers wurde hier erstmals sichtbar.
Miroslav Klose kam von der Bank – und traf zum 15. Mal bei einer WM. Erfahrung entschied in einem schwierigen Moment. Die Bedeutung eines verlässlichen Jokers wurde hier erstmals sichtbar. © imago sportfotodienst
Gegen die USA mit Cheftrainer Jürgen Klinsmann gab es kein Spektakel, sondern eine wahren Arbeitssieg im Flut-Regen von Recife. Dank des vierten Turniertreffers von Müller gewann die DFB-Elf mit 1:0 und wurde Gruppensieger. Hier zeigte sich erstmals die Beharrlichkeit von Jogi Löws Team.
Gegen die USA mit Cheftrainer Jürgen Klinsmann gab es kein Spektakel, sondern einen wahren Arbeitssieg im Flut-Regen von Recife. Dank des vierten Turniertreffers von Müller gewann die DFB-Elf mit 1:0 und wurde Gruppensieger. Hier zeigte sich erstmals die Beharrlichkeit von Jogi Löws Team. © imago sportfotodienst
Im Achtelfinale gegen Algerien herrschte defensives Chaos in den deutschen Reihen. Kapitän Philipp Lahm wurde nach der Verletzung von Shkodran Mustafi aus dem Mittelfeld wieder nach hinten beordert – als Rechtsverteidiger. Die Abwehr wirkte dennoch ungewohnt offen.
Im Achtelfinale gegen Algerien herrschte defensives Chaos in den deutschen Reihen. Kapitän Philipp Lahm wurde nach der Verletzung von Shkodran Mustafi aus dem Mittelfeld wieder nach hinten beordert – als Rechtsverteidiger. Die Abwehr wirkte dennoch ungewohnt offen. © imago sportfotodienst
André Schürrle kam, sah, traf und erlöste Deutschland mit dem 1:0 in der Verlängerung. Die Kadertiefe der DFB-Elf war 2014 kein Schlagwort, sondern der entscheidende Unterschied. Jogi Löw konnte sich auf alle Spieler in seinem WM-Kader verlassen.
André Schürrle kam, sah, traf und erlöste Deutschland mit dem 1:0 in der Verlängerung. Die Kadertiefe der DFB-Elf war 2014 kein Schlagwort, sondern der entscheidende Unterschied. Jogi Löw konnte sich auf alle Spieler in seinem WM-Kader verlassen.  © imago sportfotodienst
Und dann war da ja noch Manuel Neuer! In dieser Partie wurde der Keeper des FC Bayern zur Legende. Er spielte wie ein zusätzlicher Innenverteidiger, seine Antizipationen, teilweise mehrere Meter vor seinem Strafraum, retteten Deutschland mehrfach. Mit dieser Leistung setzte Neuer neue Maßstäbe und veränderte das Torwartspiel für immer.
Und dann war da ja noch Manuel Neuer! In dieser Partie wurde der Keeper des FC Bayern zur Legende. Er spielte wie ein zusätzlicher Innenverteidiger, seine Antizipationen, teilweise mehrere Meter vor seinem Strafraum, retteten Deutschland mehrfach. Mit dieser Leistung setzte Neuer neue Maßstäbe und veränderte das Torwartspiel für immer. © IMAGO/Witters Sport-USA TODAY Sports
Das Spiel gegen Algerien kostete Kraft – physisch wie mental. Doch genau solche Siege schweißen zusammen. Danach wirkte das deutsche Team noch deutlich gefestigter. Am Ende gewann Deutschland mit 2:1.
Das Spiel gegen Algerien kostete Kraft – physisch wie mental. Doch genau solche Siege schweißen zusammen. Danach wirkte das deutsche Team noch deutlich gefestigter. Am Ende gewann Deutschland mit 2:1. © imago sportfotodienst
Im Viertelfinale wartete Frankreich. In einer Hitzeschlacht im Maracanã in Rio de Janeiro bot sich ein taktisch diszipliniertes Spiel. Deutschland kontrollierte Räume und Rhythmus. Diese strategische Geduld zeichnete die Mannschaft aus.
Im Viertelfinale wartete Frankreich. In einer Hitzeschlacht im Maracanã in Rio de Janeiro bot sich ein taktisch diszipliniertes Spiel. Deutschland kontrollierte Räume und Rhythmus. Diese strategische Geduld zeichnete die Mannschaft aus. © imago sportfotodienst
Mats Hummels entschied das Spiel per Kopfballtor und wurde damit zum Matchwinner. 2014 war Deutschland bei ruhenden Bällen brandgefährlich. Ein oft unterschätzter, aber turnierentscheidender Faktor, der in diesem Spiel die entscheidende Szene zum Sieg lieferte.
Mats Hummels entschied das Spiel per Kopfballtor und wurde damit zum Matchwinner. 2014 war Deutschland bei ruhenden Bällen brandgefährlich. Ein oft unterschätzter, aber turnierentscheidender Faktor, der in diesem Spiel die entscheidende Szene zum Sieg lieferte. © imago sportfotodienst
Das Halbfinale war sicher. Doch es gab keinen überschäumenden Jubel, sondern Fokus. Die Mannschaft wusste: Das Ziel war noch nicht erreicht. Diese Nüchternheit und der klare, zielgerichtete Fokus auf den WM-Pokal war Teil ihrer Stärke.
Das Halbfinale war sicher. Doch es gab keinen überschäumenden Jubel, sondern Fokus. Die Mannschaft wusste: Das Ziel war noch nicht erreicht. Diese Nüchternheit und der klare, zielgerichtete Fokus auf den WM-Pokal war Teil ihrer Stärke. © imago sportfotodienst
Was dann kam ist Fußball-Geschichte! Gegen Gastgeber Brasilien drehte Deutschland komplett auf. Müller traf früh nach Ecke zum 1:0. Das Selbstvertrauen der DFB-Elf war spürbar.
Was dann kam, ist Fußball-Geschichte! Gegen Gastgeber Brasilien drehte Deutschland komplett auf. Müller traf früh nach Ecke zum 1:0. Das Selbstvertrauen der DFB-Elf war spürbar. © imago sportfotodienst
Mit seinem 16. WM-Tor wurde Klose alleiniger Rekordhalter. Ein historischer Moment, eingebettet in mannschaftliche Dominanz. Das 2:0 nach nur 23 Minuten.
Mit seinem 16. WM-Tor wurde Klose alleiniger Rekordhalter. Ein historischer Moment, eingebettet in mannschaftliche Dominanz. Das 2:0 nach nur 23 Minuten. © imago sportfotodienst
Deutschland nahm Brasilien auseinander! Zwischen der 23. und 29. Minute wurden die Gastgeber förmlich zerlegt – jeder Angriff saß. Es war die vielleicht effizienteste Halbzeit der WM-Geschichte. Pausenstand: 5:0.
Deutschland nahm Brasilien auseinander! Zwischen der 23. und 29. Minute wurden die Gastgeber förmlich zerlegt – jeder Angriff saß. Es war die vielleicht effizienteste Halbzeit der WM-Geschichte. Pausenstand: 5:0. © imago sportfotodienst
Trotz des historischen Ergebnisses von 7:1 am Ende, blieb das deutsche Team respektvoll. Keine Provokation, kein Übermut. Souveränität zeigte sich auch im Verhalten der Löw-Truppe, was für noch mehr Sympathien bei den brasilianischen Fans sorgte.
Trotz des historischen Ergebnisses von 7:1 am Ende, blieb das deutsche Team respektvoll. Keine Provokation, kein Übermut. Souveränität zeigte sich auch im Verhalten der Löw-Truppe, was für noch mehr Sympathien bei den brasilianischen Fans sorgte. © imago sportfotodienst
Jogi Löw und seine Mannschaft hatten sich bis zu diesem Punkt wie ein echtes Spitzenteam präsentiert und wollten diesem Titel im Finale auch gerecht werden. Niemand stellte sich in den Mittelpunkt, das Team blieb das Gesicht des Erfolgs. Genau dieser kollektive Gedanke machte Deutschland damals zum wohl besten Team der Welt.
Jogi Löw und seine Mannschaft hatten sich bis zu diesem Punkt wie ein echtes Spitzenteam präsentiert und wollten diesem Titel im Finale auch gerecht werden. Niemand stellte sich in den Mittelpunkt, das Team blieb das Gesicht des Erfolgs. Genau dieser kollektive Gedanke machte Deutschland damals zum wohl besten Team der Welt. © imago sportfotodienst
Im Endspiel am 13. Juli 2014 stand man dann Argentinien mit Weltfußballer Lionel Messi gegenüber. Doch der wohl beste Fußballer der letzten Jahre wurde professionell in Schach gehalten und kam kaum zu Aktionen. Es bot sich kein Offensivfeuerwerk. Geduld wurde zur wichtigsten Tugend.
Im Endspiel am 13. Juli 2014 stand man dann Argentinien mit Weltfußballer Lionel Messi gegenüber. Doch der wohl beste Fußballer der letzten Jahre wurde professionell in Schach gehalten und kam kaum zu Aktionen. Es bot sich kein Offensivfeuerwerk. Geduld wurde zur wichtigsten Tugend. © imago sportfotodienst
Argentinien schockte die DFB-Elf früh – dachte man kurz. Gonzalo Higuaín traf nach einer Abseitsstellung zum vermeintlichen 1:0. Deutschland hatte hier das nötige Quäntchen Glück. Auf dem Weg zum Triumph entscheiden manchmal nur die kleinsten Details.
Argentinien schockte die DFB-Elf früh – dachte man kurz. Gonzalo Higuaín traf nach einer Abseitsstellung zum vermeintlichen 1:0. Deutschland hatte hier das nötige Quäntchen Glück. Auf dem Weg zum Triumph entscheiden manchmal nur die kleinsten Details. © imago sportfotodienst via www.imago-images.de
Einer, der die Aufopferung und den bedingslosen Willen der Deutschen so wie kein Anderer verkörperte, war Bastian Schweinsteiger. Der Mittelfeldspieler war überall auf dem Feld zu sehen, schmiss sich in jeden Zweikampf, wurde mehrfach hart gefoult, doch stand immer wieder auf und spielte mit blutendem Gesicht und Wadenkrämpfen bis zur maximalen Erschöpfung. Eine kämpferische Leistung, die es so vorher nie gegeben hatte.
Einer, der die Aufopferung und den bedingslosen Willen der Deutschen so wie kein Anderer verkörperte, war Bastian Schweinsteiger. Der Mittelfeldspieler war überall auf dem Feld zu sehen, schmiss sich in jeden Zweikampf, wurde mehrfach hart gefoult, doch stand immer wieder auf und spielte mit blutendem Gesicht und Wadenkrämpfen bis zur maximalen Erschöpfung. Eine kämpferische Leistung, die es so vorher nie gegeben hatte. © imago sportfotodienst
Mario Götze wartete lange auf seinen Moment. Trainer Löw brachte den jungen Angreifer erst kurz vor der Verlängerung in der 88. Spielminute ins Spiel. In der 113. Minute machte sich Götze dann unsterblich.
Mario Götze wartete lange auf seinen Moment. Trainer Löw brachte den jungen Angreifer erst kurz vor der Verlängerung in der 88. Spielminute ins Spiel. In der 113. Minute machte sich Götze dann unsterblich. © imago sportfotodienst
Ballannahme mit der Brust, nach Flanke von Schürrle, dann der Volley ins lange Eck und mitten ins argentinische Herz. Ein technisches Meisterstück unter maximalem Druck. Große Turniere brauchen diesen einen Moment – und jemanden, der ihn nutzt.
Ballannahme mit der Brust, nach Flanke von Schürrle, dann der Volley ins lange Eck und mitten ins argentinische Herz. Ein technisches Meisterstück unter maximalem Druck. Große Turniere brauchen diesen einen Moment – und jemanden, der ihn nutzt. © imago sportfotodienst
Götzes Tor war die Erlösung für Fußball-Deutschland. Nach 1990 waren wir zum vierten Weltmeister. Ein Triumph der jahrelangen Handschrift von Joachim Löw.
Götzes Tor war die Erlösung für Fußball-Deutschland. Nach 1990 waren wir zum vierten Weltmeister. Ein Triumph der jahrelangen Handschrift von Joachim Löw. © imago sportfotodienst
Ein Bild für die Geschichtsbücher. Deutschland war nach 24 Jahren wieder Weltmeister und als erste europäische Nation überhaupt, die auf dem südamerikanischen Kontinent den goldenen Pokal gewinnen konnte. Ein Bild, dass sich Julian Nagelsmann und die heutige Nationalmannschaft fest einprägen sollten.
Ein Bild für die Geschichtsbücher. Deutschland war nach 24 Jahren wieder Weltmeister und als erste europäische Nation überhaupt, die auf dem südamerikanischen Kontinent den goldenen Pokal gewinnen konnte. Ein Bild, dass sich Julian Nagelsmann und die heutige Nationalmannschaft fest einprägen sollten. © imago sportfotodienst
Hunderttausende Fans feierten den vierten Stern am 15. Juli 2014 in mit dem DFB-Team in Berlin. Der Titel verband Team und Land. Kontinuität zahlte sich aus, eine charakter- und fußballerisch- unglaublich starke Mannschaft zog ein in den Fußballhimmel.
Hunderttausende Fans feierten den vierten Stern am 15. Juli 2014 in mit dem DFB-Team in Berlin. Der Titel verband Team und Land. Kontinuität zahlte sich aus, eine charakterlich und fußballerisch unglaublich starke Mannschaft zog ein in den Fußballhimmel.  © imago sportfotodienst

Während das DFB-Team mit Karl und Urbig also zwei neue Bayern-Spieler begrüßen darf, bleibt einer weiterhin zu Hause: Jamal Musiala. Der Offensivstar klagt über Sprunggelenksprobleme, weshalb Nagelsmann als Vorsichtsmaßnahme auf ihn verzichtet. Sein letzter Einsatz in der Nationalmannschaft war im März 2025.

Offen ist derweil, wie Nagelsmann mit der Position im Sturm umgeht. Mit Nick Woltemade, Niclas Füllkrug, Tim Kleindienst und Deniz Undav hat er dort zahlreiche Optionen. Allerdings ist Undav der einzige, der in guter Form ist – doch der VfB-Stürmer klagte bis zuletzt darüber, dass er bislang noch keinen Kontakt zum Bundestrainer hatte. Ob sich das inzwischen geändert hat? (dwe)

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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