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Unweit von Meran: In einer beliebten Urlaubsregion Südtirols kommt es in Italien zum nächsten Felssturz auf eine stark frequentierte Straße.
Meran - Marling, Hafling, Schenna: Die Dörfer oberhalb von Meran sind in Südtirol wie die Kleinstadt selbst bekannt für erholsamen und hochwertigen Wellness-Urlaub inmitten der italienischen Alpen.
Unwetter in Norditalien: Steinschlag blockiert Straße bei Meran in Südtirol
Wer von Meran aus nördlich die Strada Statale 44 del Passo di Giovo in Richtung Sterzing fährt, die oder der kommt derweil durch das Passeier Tal. Etwa auf halber Strecke liegt dort das „Quellenhof Luxury Resort Passeier“, ein bekannter Hotspot für luxuriösen Spa-Urlaub. Joshua Kimmich vom FC Bayern war schon mehrmals da, auch Bundestrainer Julian Nagelsmann gilt als Fan des Resorts im äußersten Norden von Italien.
Dieses Norditalien hat zuletzt unruhige Ostertage mit heftigem Starkregen im Flachland und über 60 Zentimetern Neuschnee in den Bergen erlebt. Und: Auch das Passeier Tal beim mondänen Städtchen Meran blieb von den Unwettern an Ostern nicht verschont.
Passeier Tal in Südtirol: Felssturz sorgt für Feuerwehr-Einsatz bei Meran
Konkret: Wenige Kilometer nördlich des beschriebenen Quellenhofs kam es am Ostermontag (1. April) zwischen Sankt Martin in Passeier und der benachbarten (in Italien) sogenannten Handwerkerzone, einem Sammelpunkt für Handwerksbetriebe, ähnlich eines deutschen Industriegebiets, zu einem heftigen Felssturz auf die viel befahrene Straße. Fotos dazu teilte die Freiwillige Feuerwehr von St. Martin im Passeier bei Facebook.
„Alarmstufe 4, Erdrutsch, Steinschlag zwischen St. Martin und Brücke Handwerkerzone, zum Glück kein Personen-Sachschaden“, schrieben die Feuerwehrler zu ihrem Beitrag in den Sozialen Medien. Zu sehen war ein riesiger Felsbrocken, der sich am Hang gelöst hatte, und der mitten auf der Straße lag. Nicht auszudenken, hätte ein Autofahrer oder eine Autofahrerin in voller Fahrt dieses schwere Hindernis übersehen. Die Feuerwehr beseitige den Felsbrocken schließlich mit Hilfe eines Radladers, während die Straße mitten in der Ferienzeit vorübergehend voll gesperrt war.
#Udine, dalle 6.45 #vigilidelfuoco impegnati sull'autostrada #A23, al km 64, per una frana dopo la galleria Campiolo: i detriti hanno invaso la carreggiata, nessun veicolo colpito dai massi. Intervento in corso, autostrada chiusa in entrambe le direzioni [#1aprile 9:30] pic.twitter.com/ujtPbbsFNf
— Vigili del Fuoco (@vigilidelfuoco) April 1, 2024
Steinschläge, Erdrutsche, Lawinen: Unwetter in Italien rund um Ostern
Nicht nur Südtirol, wo Urlaub seit Monaten immer teurer wird und sich Vertreter des italienischen Alpenvereins über das Verhalten mancher Touristen aufregen, war in diesen Tagen mit einem gefährlichen Felssturz konfrontiert. Am Montagmorgen ging laut italienischer Feuerwehr-Behörden (siehe Tweet oben) zudem ein Erdrutsch auf die Autobahn A23 nieder, die auch „Alpen-Adria-Autobahn“ genannt wird.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa ereignete sich der Abgang an Ostern nahe der Gemeinde Amaro in der nordostitalienischen Provinz Udine. Und erst kürzlich hatte ein Felssturz eine Bergstraße blockiert, die von Gargnano am Gardasee zum Idrosee in der lombardischen Provinz Brescia führt. (pm)
Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook/ffstmartinpasseier

