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Bjarne Kommnick
Julian Mayr
Kai Hartwig- Carmen Mörwald
Karolin Schaefer
Maximilian Kettenbach
Nachdem Hurrikan „Melissa“ Jamaika erreicht hat, wurde das Land zum „Katastrophengebiet erklärt“. Überschwemmungen bereiten dem Karibikstaat sorgen.
Update vom 31. Oktober: Nach heftigen Verwüstungen durch Hurrikan „Melissa“ in der Karibik ist die Zahl der Toten auf rund 50 gestiegen. Allein im besonders stark getroffenen Jamaika wurden nach Angaben von Informationsministerin Dana Morris Dixon vom Donnerstagabend (Ortszeit) 19 Todesopfer bestätigt. In Haiti wurden 30 Tote gezählt. Mittlerweile steuert „Melissa“ etwas abgeschwächt auf die Bermudainseln zu.
Aufnahmen von Satelliten aus dem All zeugen von der Wucht, mit der „Melissa“ Anfang der Woche auf Jamaika getroffen ist. Der Rekord-Tropensturm hinterlässt auf der Insel eine Spur der Verwüstung. Laut Meteorologe Dominik Jung dürfte die Restenergie des Hurrikans auch das Wetter in Europa im November beeinflussen.
Hurrikan „Melissa“ zieht über die Karibik: Hunderte Inseln evakuiert
Update vom 30. Oktober, 8.20 Uhr: Hurrikan „Melissa“ hat inzwischen die Bahamas erreicht und sich dabei auf Kategorie 1 abgeschwächt. Die Regierung der Bahamas hatte präventiv sechs der über 700 Inseln evakuiert und rund 1.500 Menschen per Flugzeug aus den gefährdeten Gebieten gebracht, bevor der Flugverkehr eingestellt wurde. Nach den Prognosen der Meteorologen soll „Melissa“ als nächstes in Richtung der Bermuda-Inseln ziehen, wo er am späten Donnerstag nahe oder westlich vorbeiziehen wird .
Update vom 29. Oktober, 22:28 Uhr: Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten, waten die Menschen in Santiago de Cuba im Osten von Kuba durch überflutete Häuser und Straßen, die von Trümmern übersät sind. Auf den Straßen liegen entwurzelte Bäume, umgekippte Strommasten und heruntergerissene Dächer. Im größten Hotel der Stadt sind Fenster zerbrochen und einige Decken eingestürzt. Laut der staatliche Zeitung Granma gab es einen Erdrutsch in der Stadt El Cobre. Der Zivilschutz versuche dort, 17 festsitzende Menschen zu befreien, heißt es in einem Bericht.
Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, die Bundesregierung sei „angesichts der Bilder und Berichte von enormen Schäden in der Karibik sehr besorgt“. Die Lage sei derzeit unübersichtlich. „Wir prüfen als Bundesregierung, wie wir bedarfsgerecht gegebenenfalls auch schnell Hilfe leisten können.“
Update vom 29. Oktober, 21:05 Uhr: Mindestens 30 Menschen sind nach vorläufigen Behördenangaben in verschiedenen Karibikländern aufgrund des Hurrikans „Melissa“ ums Leben gekommen. Die höchste Opferzahl wird bisher in Haiti mit mindestens 23 gemeldet. In Jamaika wurde eine weitere, vierte Leiche entdeckt. Mindestens zehn Menschen werden weiterhin vermisst.
Der Hurrikan hat in Jamaika nach UN-Angaben ein nie dagewesenes Ausmaß an Zerstörung verursacht. Der Wirbelsturm habe zu einer „gewaltigen und beispiellosen Zerstörung der Infrastruktur, von Eigentum, Straßen und Netzverbindungen“ geführt, sagte der UN-Koordinator in Jamaika, Dennis Zulu, bei einer Pressekonferenz. Überall im Land seien Menschen in Notunterkünften untergebracht. Ersten Einschätzungen zufolge sei das Land „in einem noch nie dagewesenen Ausmaß verwüstet worden“.
Rekord-Hurrikan „Melissa“ fegt mit fast 300 km/h über Karibik-Insel – Die Bilder des verheerenden Tropensturms




Update vom 29. Oktober, 18:53 Uhr: Im Karibikstaat Haiti sind bei schweren Überschwemmungen mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens zehn weitere werden vermisst, nachdem ein Fluss aufgrund der anhaltenden Regenfälle während des Hurrikans „Melissa“ über die Ufer getreten war, wie der Leiter des Zivilschutzes, Emmanuel Pierre, örtlichen Medien sagte. Die Hälfte der Todesopfer seien Kinder. Die Suchaktionen dauern an.
Der Fluss La Digue war am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) im Westen des Landes über die Ufer getreten, wie unter anderem die Zeitung Le Nouvellist berichtetet. Zunächst war von acht Toten die Rede gewesen, die Zahl wurde später erhöht und könnte noch weiter steigen.
In Jamaika wurden nach dem Durchzug von „Melissa“ drei Leichen entdeckt, wie örtliche Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Aus Kuba liegen bislang keine Angaben zu Todesopfern vor.
Hurrikan „Melissa“ setzt seinen verheerenden Kurs durch den Atlantik fort. Nachdem er bereits zweimal auf Land getroffen ist – zuerst auf Jamaika und danach auf Kuba – zieht der Sturm nun in Richtung der Bahamas und anschließend auf Bermuda zu. Laut dem US-Hurrikanzentrum in Miami ist „Melissa“ derzeit ein Hurrikan der zweitstärksten Kategorie mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Kilometern pro Stunde.
Der Sturm sollte noch am Mittwoch (29. Oktober, Ortszeit) über den südöstlichen oder zentralen Teil des Archipels der Bahamas ziehen. Die Meteorologen warnten vor zerstörerischen Windböen und heftigen Niederschlägen auf den Bahamas und Kuba. Auch sei auf den Bahamas mit einer gefährlichen Sturmflut zu rechnen. Am späten Donnerstag sollte „Melissa“ nahe oder westlich von Bermuda vorbeiziehen. Auch die Turks- und Caicosinseln werden die Auswirkungen des Sturms zu spüren bekommen.
Update vom 29. Oktober, 16:33 Uhr: Stunden nach dem Eintreffen von Hurrikan „Melissa“ auf Jamaika ist das genaue Ausmaß noch ungewiss. Bilder zeigen zertrümmerte Häuser in überschwemmten Straßenzügen. Mehr als 530.000 Haushalte waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Zu möglichen Opfern äußerte sich die Regierung bislang noch nicht.
Auch Haiti spürte die Auswirkungen des Tropensturms. Medienberichten zufolge starben elf Menschen bei heftigen Regenfällen und Erdrutschen. Wie die Zeitung Le Nouvelliste berichtete, gab es mindestens acht Tote in der Gemeinde Petit-Goâve im Westen des Landes. Die Nachrichtenagentur AP berichtete von 25 Opfern. Einige Menschen seien noch immer in eingestürzten Häusern im Hafen von Petit-Goâve eingeschlossen.
Update vom 29. Oktober, 15:27 Uhr: Hurrikan „Melissa“ hat eine Schneise der Verwüstung auf Kuba hinterlassen. Präsident Miguel Díaz-Canel sprach beim Onlinedienst X von „erheblichen Schäden“. Behördenangaben zufolge sind 241 Gemeinden mit 140.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Straßen sind blockiert. Inzwischen ist Hurrikan „Melissa“ auf dem Weg zu den Bahamas. Der Tropensturm wurde zu einem Hurrikan der Kategorie 2 und ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde abgeschwächt.
Jamaika beginnt allmählich mit den Aufräumarbeiten. Dabei sei jeder einzelne gefordert, hieß es seitens der jamaikanischen Polizei. Schulen und Häuser wurden teils völlig zerstört. Wie CNN berichtete, will das US-Außenministerium ein Katastrophenteam zur Unterstützung in die Karibik entsenden.
Update vom 29. Oktober, 13:02 Uhr: „Unser Land wurde von Hurrikan Melissa verwüstet, aber wir werden es wieder aufbauen, und zwar noch besser als zuvor“, schrieb Regierungschef Andrew Holness beim Onlinedienst X. Bislang wollten die Behörden auf Jamaika noch keine Angaben zu möglichen Opfern machen. Sie sprachen aber von Menschen, die aufgrund der extremen Bedingungen während des Sturms nicht mehr aus ihren beschädigten Häusern gerettet werden konnten.
In der Nacht zu Mittwoch vor Ort (MEZ morgens) traf der Hurrikan auf Kuba. Noch sind die Schäden nicht absehbar. In den sozialen Netzwerken sind jedoch bereits erste Ausmaße zu erahnen. Videos zeigen: Menschen waten in ihren Häusern durch fast knietiefes Wasser, es sind Hilferufe zu hören. Draußen haben sich Straßen in reißende Flüsse verwandelt. Später soll „Melissa“ die Bahamas erreichen. Inzwischen wurden sechs der mehr als 700 Inseln evakuiert.
Update vom 29. Oktober, 11:08 Uhr: Obwohl sich „Melissa“ zu einem Hurrikan der Kategorie 3 abgeschwächt hat, traf er mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde die Provinz Santiago de Cuba, teilte das Hurrikanzentrum mit. Nach Angaben der staatlichen Zeitung Granman ist ein Fluss über die Ufer getreten. In der Stadt El Cobre gab es einen Erdrutsch. Der Zivilschutz versuchte dort 17 festsitzende Menschen zu befreien. Derweil warnen die Behörden auf Jamaika vor einer weiteren Gefahr.
Update vom 29. Oktober, 9:27 Uhr: Hurrikan „Melissa“ hat Land erreicht. Nach Jamaika hat es nun Kuba getroffen. Mehr als 735.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel auf der Plattform X. In dem sozialistischen Karibikstaat ist laut dem Hurrikanzentrum mit „lebensbedrohlichen und möglicherweise katastrophalen Sturzfluten mit zahlreichen Erdrutschen“ zu rechnen.
Am Mittwochnachmittag (30. Oktober) soll „Melissa“ dann die Bahamas erreichen. Auch hier wurden bereits Evakuierungen veranlasst, berichtete CNN. Überschwemmungen und Sturmfluten drohen. Auf Jamaika ist die Gefahr aber noch nicht gebannt. Der Hurrikan richtete erhebliche Schäden an. Eine Opferzahl lag zunächst nicht vor.
Update vom 29. Oktober, 6:02 Uhr: Hurrikan „Melissa“ ist wiedererstarkt: Am Dienstag hatte der Wirbelsturm Jamaika als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 mit Windböen von bis zu 295 Kilometern pro Stunde erreicht. Er brachte Sturmfluten, zerstörerische Winde und heftige Regenfälle mit sich. Die Behörden rechneten mit Überschwemmungen und Erdrutschen. Über Land schwächte er sich dann zeitweise zu einem Sturm der Kategorie 3 ab. Laut US-Hurrikanzentrum bewegt „Melissa“ sich derzeit langsam als Wirbelsturm der Stärke 4 auf die Südostküste Kubas zu. Das Sturmsystem bringt demnach Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Kilometern pro Stunde mit sich.
Update vom 29. Oktober, 5:29 Uhr: Hurrikan Melissa hat Jamaika schwer getroffen. Ministerpräsident Andrew Holness hat den Karibikstaat inzwischen zum „Katastrophengebiet“ erklärt. Wie groß das Ausmaß der Schäden ist, war zunächst unklar. Ein Großteil Jamaikas war ohne Strom, die Kommunikationsnetze waren stark gestört.
Desmond McKenzie, Minister für lokale Entwicklung, sagte, mehrere Krankenhäuser seien beschädigt worden. Dies gelte auch für den schwer getroffenen Bezirk Saint Elizabeth, der „unter Wasser“ stehe. „Nach dem, was wir gesehen haben, sind die Schäden in Saint Elizabeth erheblich“, sagte er.
Hurrikan „Melissa“ wütet auf Jamaika – Ministerpräsident erklärt Land zu „Katastrophengebiet“
Update vom 28. Oktober, 22:35 Uhr: Der Hurrikan „Melissa“ hat „katastrophale Auswirkungen“ auf Jamaika gehabt, erklärte Matthew Samuda, der Minister für Klimawandel des Landes, gegenüber CNN. Zugleich wies er darauf hin, dass Regionen auf der gesamten Insel „von Überschwemmungen heimgesucht“ worden seien. Die Behörden erhielten Berichte über „schwer beschädigte öffentliche Infrastruktur, Krankenhäuser und Schutzräume“, wobei viele Häuser „überflutet und überschwemmt“ seien, so Samuda.
Derzeit befinden sich etwa 25.000 Touristen in Jamaika, wie Tourismusminister Edmund Bartlett mitteilte. „Die Sicherheit unserer Besucher hat oberste Priorität“, sagte er. Demnach sei die Tourism Emergency Operations Centre (TEOC) aktiviert worden, um die Hilfsmaßnahmen für „alle im Tourismussektor Tätigen“ zu koordinieren. Besucherinnen und Besuchern, die ihren Aufenthalt auf der Insel verlängern müssen, werden „Notfalltarife“ angeboten, heißt es in der Erklärung. Die derzeit geschlossenen Flughäfen würden wieder geöffnet, sobald die Wetterbedingungen es zuließen.
Update vom 28. Oktober, 22:10 Uhr: Wegen des Hurrikans „Melissa“ haben die Behörden des Karibikstaats Jamaika die Bewohnerinnen und Bewohner neben Sturm sowie Überschwemmungen vor einer weiteren Gefahr gewarnt – umherwandernden Krokodilen. Steigende Pegelstände in Flüssen und Sümpfen könnten dazu führen, dass Krokodile in Wohngegenden vordringen, erklärte die regionale Gesundheitsbehörde Serha auf der Social-Media-Plattform Instagram.
Anwohnerinnen und Anwohner von Wasserläufen sollten daher „wachsam“ sein und Hochwasser meiden. Vor allem Kinder und Haustiere sollten von überschwemmten Gebieten ferngehalten werden.
Mittlerweile handelt es sich um einen Hurrikan der Kategorie 4. Der Wirbelsturm zog mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde über den Nordwesten der Karibikinsel, wie das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) in Miami mitteilte. Trotzdem bestehe weiterhin Lebensgefahr, warnte das NHC. Die Menschen sollten ihre Häuser nicht verlassen. Die Regierung warnte vor „katastrophalen Schäden“ bei Sturmfluten, Überschwemmungen und Erdrutschen. Auf Videos in den sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie Dächer abgedeckt wurden, Bäume umstürzten und Straßen überflutet wurden.
Update vom 28. Oktober, 21:43 Uhr: Aus dem Südwesten Jamaikas werden schwere Schäden gemeldet – unter anderem aus dem Bezirk St. Elizabeth, wie ein Vertreter der nationalen Katastrophenschutzbehörde CNN sagte. Betroffen seien Schulen, Wohnhäuser und Krankenhäuser. Richard Thompson, Generaldirektor des Amts für Katastrophenvorsorge und Notfallmanagement (ODPEM), erklärte: „Es gibt umfangreiche, weitreichende Schäden im Südwesten, in St. Elizabeth, große Schäden in St. Elizabeth, viele Überschwemmungen, umfangreiche Windschäden an Schulen, Krankenhäusern und Häusern.“
Auch das Black River Hospital in St. Elizabeth sei in Mitleidenschaft gezogen worden, so Thompson. Das genaue Ausmaß werde noch geprüft. „Wir haben in unserer Einsatzzentrale Schäden am Black River Hospital bestätigt. Wir rechnen mit erheblichen Schäden an diesem Krankenhaus.“ Die Feuerwehr führe derweil Rettungseinsätze in der benachbarten Gemeinde Manchester durch.
Update vom 28. Oktober, 21:25 Uhr: Auch Kuba wappnet sich für den bevorstehenden Durchzug des gefährlichen Wirbelsturms „Melissa“. Der Hurrikan werde „mit voller Wucht“ bereits in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) oder am frühen Mittwoch (29. Oktober) auf Land treffen, sagte Präsident Miguel Díaz-Canel. Der Sturm gelte als einer der stärksten, wenn nicht der stärkste, der Kuba jemals getroffen habe.
Díaz-Canel rief die Bevölkerung des sozialistischen Karibikstaates dazu auf, den Anweisungen der Behörden zu folgen. Zahlreiche Menschen seien bereits evakuiert und in Sicherheit gebracht worden. Niemand solle in seine Häuser zurückkehren, bis die Behörden es für sicher halten.
Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami bewegte sich das Zentrum des Sturms mit einer Geschwindigkeit von 13 Kilometern pro Stunde nordwärts über Land auf Jamaika, nur 370 Kilometer von Guantánamo in Kuba entfernt. Gerade das langsame Voranschreiten, mache den Hurrikan so gefährlich, wie Meteorologe Jörg Andreas Kachelmann auf der Plattform X erklärt. „Die Folgen eines tropischen Wirbelsturms sind so furchtbar, weil er so langsam ist. Würde er rasen, wären die Schäden zehn Prozent und weniger von einem langsam ziehenden Sturm.“
Update vom 28. Oktober, 19:58 Uhr: Wegen des extrem gefährlichen Hurrikans „Melissa“ haben auf Jamaika rund 6000 Menschen Schutz in 382 Notunterkünften gesucht. Trotz der Aufrufe der Behörden galten die Zahlen der Schutzsuchenden in hochgefährdeten Gebieten wie Saint Elizabeth im Süden des Landes als niedrig. „Jetzt ist nicht die Zeit, mutig zu sein“, sagte der Minister für lokale Verwaltung, Desmond McKenzie. „Wettet nicht gegen Melissa, das ist eine Wette, die wir nicht gewinnen können“. Die Regierung rechnete damit, dass über 50.000 Menschen wegen der Schäden durch den Wirbelsturm vorübergehend ihre Häuser verlassen müssen.
Die Streitkräfte riefen neben den regulären Soldaten auch Reservisten zum Dienst ein, um bei Rettungsarbeiten zu helfen, wie die Zeitung The Gleaner berichtete. „Unsere Truppen, einschließlich der Reserve, werden vor Ort sein, um Hilfsmaßnahmen zu unterstützen, Gemeinden zu schützen und wichtige Versorgungsleistungen so schnell wie möglich wiederherzustellen“, sagte der amtierende Militärchef O‘Neil Bogle.
Den Vorhersagen zufolge wird „Melissa“ Jamaika von der Südküste bis zur Nordküste durchqueren. Ebenfalls als „starker Hurrikan“ werde „Melissa“ später am Dienstag über den Südosten Kubas ziehen, hieß es vom National Hurricane Center (NHC). Für die östlichen Provinzen Granma, Santiago de Cuba, Guantánamo und Holguín gilt eine Hurrikan-Warnung. Nach Angaben der staatlichen Zeitung Granma verließen mehr als 119.000 Menschen wegen der drohenden Gefahr ihre Häuser.
Auch für Teile der Bahamas, die der Hurrikan am Mittwoch (29. Oktober) erreichen soll, gilt eine Hurrikan-Warnung. Die Behörden bereiteten sich darauf vor, Tausende Menschen aus den besonders gefährdeten Regionen in Sicherheit zu bringen.
Update vom 28. Oktober, 19:35 Uhr: Laut dem National Hurricane Center (NHC) verliert Hurrikan „Melissa“ etwas an Stärke. Um 14 Uhr (Ortszeit) lag die maximale Windgeschwindigkeit bei 265 Kilometern pro Stunde – das sind 30 Kilometer pro Stunde weniger als noch vor einer Stunde. Trotzdem bleibt der Hurrikan in der Kategorie 5. Das Hurrikanzentrum warnt immer noch eindringlich vor katastrophalen Winden, Sturz- und Sturmfluten auf Jamaika.
Nach Informationen von ABC News zieht „Melissa“ derzeit in Richtung Nord-Nordost. Am Dienstagnachmittag wird der Sturm im Westen der Insel seinen Höhepunkt erreichen. Danach nimmt der Hurrikan Kurs auf Kuba.
Update vom 28. Oktober, 18:30 Uhr: Hurrikan „Melissa“ ist in Jamaika angekommen. Die Folgen könnten verheerend sein. „Es gibt in dieser Region, oder vielleicht sogar weltweit, keine Infrastruktur, die einem Hurrikan der Kategorie 5 ohne Schäden standhalten könnte“, erklärte Jamaikas Premierminister Andrew Holness dem US-Sender CNN. „Für Jamaika wird ein Hurrikan der Kategorie 5, insbesondere dort, wo er direkt auf Land trifft, katastrophale Schäden verursachen“, fuhr er fort.
Update vom 28. Oktober, 18 Uhr: Hurrikan „Melissa“ ist gegen 18 Uhr MEZ als Kategorie-5-Sturm mit einer Windgeschwindigkeit von 295 Kilometern pro Stunde in der Nähe von New Hope auf Jamaika auf Land getroffen. Das berichtet der US-amerikanische Sender CNN unter Berufung auf das National Hurricane Center (NHC). Damit ist „Melissa“ der stärkste Hurrikan, der jemals in der Geschichte Jamaikas auf die Insel getroffen ist.
Der Sturm ist zudem einer der stärksten Hurrikane, die jemals im Atlantikbecken auf Land getroffen sind. „Melissa“ steht damit auf einer Stufe mit nur zwei anderen Stürmen: Hurrikan Dorian von 2019 und dem Labor Day Hurricane von 1935 – alle drei erreichten ähnliche Windgeschwindigkeiten bei ihrem Landfall. Bisher war Hurrikan Gilbert von 1988 der stärkste Sturm, der Jamaika getroffen hatte. Gilbert war ein Kategorie-4-Hurrikan, als er westlich von Kingston auf Land traf. „Melissa“ übertrifft diesen Rekord nun deutlich.
Update vom 28. Oktober, 16:46 Uhr: Hurrikan „Melissa“ dürfte schon bald auf das jamaikanische Festland treffen. Bereits vor dem Eintreffen des extrem gefährlichen Hurrikans sind auf Jamaika starke Winde zu spüren. Die Stromversorgung der Insel ist bereits jetzt vielerorts zusammengebrochen, berichtet CNN. Energieminister Daryl Vaz teilte mit, dass etwa 35 Prozent der Kundinnen und Kunden – rund 240.000 Menschen – ohne Strom sind.
Mehrere wichtige Kraftwerke, Hochspannungsanlagen und Leitungen wurden durch orkanartige Winde und Blitze außer Betrieb gesetzt. Die meisten Krankenhäuser erhalten noch Strom, außer die Klinken in den südwestlichen Bezirken Manchester und St. Elizabeth, die auf Notstromaggregate angewiesen sind.
Hurrikan „Melissa“ erreicht Festland von Jamaika: „Letzte Chance, Ihr Leben zu schützen“
Update vom 28. Oktober, 15:45 Uhr: Erneut hat Hurrikan „Melissa“ an Stärke gewonnen. Laut Hurrikanzentrum liegen die Windgeschwindigkeiten nun bei 295 Kilometern pro Stunde. „Dies ist die letzte Chance, Ihr Leben zu schützen“, warnte das Institut. Anwohnende sowie Touristinnen und Touristen sollten jetzt unbedingt Schutz suchen. Der sicherste Ort seien Gebäude. Das Zentrum rät, sich mit einer Matratze zu bedecken und, wenn möglich, einen Helm zu tragen. Die äußeren Ränder von Hurrikan „Melissa“ erreichen inzwischen Jamaika. Um die Mittagszeit soll das Auge des Sturms den Inselstaat treffen.
Update vom 28. Oktober, 14:28 Uhr: Hurrikan „Melissa“ hat weiter an Stärke gewonnen. Laut nationalem Hurrikanzentrum erreicht der Wirbelsturm anhaltende Windgeschwindigkeiten von 290 Kilometern pro Stunde. Damit bleibt „Melissa“ in der höchsten Kategorie 5. Vizepräsident der gemeinnützigen Organisation United Cajun Navy, Brian Trascher, warnte vor verheerenden Auswirkungen. „Keine Vorsicht ist zu groß oder übertrieben. Die Windgeschwindigkeiten werden sehr traumatisch sein, lebensbedrohlich“, sagte er zu CNN. Laut ABC News wird der Landfall zur Mittagszeit (Ortszeit) erwartet.
Hurrikan „Melissa“ nur noch wenige Kilometer vor Jamaikas Küste: „Wird der Sturm des Jahrhunderts“
Update vom 28. Oktober, 13:17 Uhr: Anwohnende sowie Touristinnen und Touristen warten darauf, dass Hurrikan „Melissa“ auf Land trifft. Unter ihnen ist auch Sturmjäger Josh Morgerman. Er befindet sich auf der Karibikinsel Jamaika und hat sich eine Unterkunft gesucht, über die seiner Ansicht nach das Zentrum des Wirbelsturms rauscht. „Die Instrumente sind alle aufgestellt. Draußen beginnt der Wind in der Dunkelheit zu heulen. Und ich sitze still da und warte“, teilte Morgerman beim Onlinedienst X.
„In den nächsten Stunden werden katastrophale Orkanböen erwartet“, so das Hurrikanzentrum. „Melissa“ befindet sich noch etwa 88 Kilometer vor der jamaikanischen Küste. Die Windgeschwindigkeiten liegen bei 280 Kilometern pro Stunde. Die Geschwindigkeit des Hurrikans hat allerdings zugenommen. Der Wirbelsturm bewegt sich mit elf Kilometern pro Stunde nordostwärts. „Für Jamaika wird es mit Sicherheit der Sturm des Jahrhunderts werden“, sagte Tropensturm-Expertin Anne-Claire Fontan von der WMO auf einer Pressekonferenz.
Update vom 28. Oktober, 11:46 Uhr: Jetzt steht fest: Hurrikan „Melissa“ wird Jamaika zwischen Mittag und frühen Nachmittag (Ortszeit) treffen. Anwohnende sowie Urlauberinnen und Urlauber müssen sich dann auf Sturmfluten, Orkanböen und anhaltende Niederschläge einstellen. Auch für Provinzen im Osten Kubas und Teile der Bahamas wurden Hurrikan-Warnungen herausgegeben.
Update vom 28. Oktober, 10:54 Uhr: Hurrikan „Melissa“ nähert sich der Karibikinsel Jamaika. Darauf bereitet sich auch das jamaikanische Militär vor. „Da Hurrikan Melissa voraussichtlich verheerende Auswirkungen auf Jamaika haben wird, werden auf der ganzen Insel dringend Hilfsgüter benötigt“, heißt es beim Onlinedienst X. Der Zivilschutz hat mehr als 800 Notunterkünfte bereitgestellt. Allerdings seien nur 133 davon in Benutzung, sagte Tannecia Stephenson, Professorin für Klimawissenschaften an der University of the West Indies, zu CNN. „Wir hoffen, dass es daran liegt, dass die Menschen ihre Vorbereitungen getroffen haben.“
Hurrikan „Melissa“ kurz vor Landfall: Premierminister warnt vor „lebensgefährlichen Sturmfluten“
Update vom 28. Oktober, 9:53 Uhr: Laut dem Hurrikanzentrum wird „Melissa“ den Inselstaat Jamaika als „extrem gefährlicher Hurrikan“ erreichen. Premierminister Andrew Holness warnte beim Onlinedienst X vor „lebensgefährlichen Sturmfluten“ an der Südküste. Die Wellen könnten eine Höhe von zwei bis vier Metern erreichen. Besonders schwer könnte es den Hafen der Hauptstadt Kingston sowie den Flughafen treffen, die sich nur knapp über dem Meeresspiegel befinden. Da sich der Hurrikan nur sehr langsam bewegt, könnte der Wirbelsturm stundenlang über Jamaika verharren.
Update vom 28. Oktober, 8:57 Uhr: Hurrikan „Melissa“ nähert sich Jamaika. Schon bald wird der Wirbelsturm mit der höchsten Stufe 5 auf Land treffen. Nach Angaben der US-Luftwaffe sollen die Windgeschwindigkeiten derzeit bei 280 Kilometern pro Stunde liegen. Laut der Nachrichtenagentur AP gibt es schon jetzt Tote. Auf Jamaika und Haiti sind jeweils drei Menschen ums Leben gekommen, in der Dominikanischen Republik gibt es einen Todesfall und eine Person wird noch vermisst.
Viele Menschen haben sich auf Jamaika bereits in Notunterkünfte begeben. Andere wiederum wollen ihr Zuhause nicht verlassen. „Ich werde nicht gehen“, sagte etwa ein 64-jähriger Fischer der AP. „Meine einzige Sorge sind Überschwemmungen, da wir in der Nähe des Meeres leben“, erklärte eine Anwohnerin.
Hurrikan „Melissa“ steuert auf Jamaika zu: Rotes Kreuz warnt vor „beispiellosen Folgen“
Update vom 28. Oktober, 5:23 Uhr: Der Hurrikan „Melissa“ rast auf Jamaika zu. Er erreichte die laut CNN seltene Kategorie 5 und gilt als einer der stärksten Hurrikane, die jemals über dem Atlantik registriert wurden. Jamaika wappnet sich aktuell für den wahrscheinlich schwersten Hurrikan, der den Karibikstaat je direkt getroffen hat. „Melissa“ soll am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) mit der höchsten Hurrikan-Stärke 5 die Küste erreichen.
„Ein Sturm der Kategorie 5 wäre eine verheerende Katastrophe“, sagte Regierungschef Andrew Holness. Das Rote Kreuz warnte vor „möglicherweise beispiellosen Folgen“ für das Land mit 2,8 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern, weil der Inselstaat noch nie zuvor von einem Wirbelsturm solcher Stärke getroffen worden sei.
Hurrikan gewinnt weiter an Stärke: Kreuzfahrt-Schiffe müssen „Melissa“ ausweichen
Update vom 27. Oktober, 22:30 Uhr: Laut dem National Hurricane Center könnte sich „Melissa“ in den kommenden Stunden weiter verstärken. Der Hurrikan ist in den vergangenen Stunden etwas westlich von seiner vorhergesagten Bahn abgekommen. Nun wird erwartet, dass er am Dienstagmorgen (Ortszeit) nach Sonnenaufgang in der Nähe von Black River im Südwesten der Insel auf Land trifft.
Nach Jamaika wird „Melissa“ voraussichtlich noch am späten Dienstagabend oder am frühen Mittwochmorgen als Hurrikan auf Kuba treffen. Von dort aus wird er Teile der Bahamas und der umliegenden Gebiete heimsuchen. Für den Südosten und die Mitte der Bahamas gilt derzeit eine Hurrikanwarnung, während für die Turks- und Caicosinseln eine Tropensturmwarnung ausgegeben wurde. Diese Warnungen deuten darauf hin, dass innerhalb von 36 Stunden mit starken Windböen zu rechnen ist.
Wie CNN berichtet, sind auch mehrere Kreuzfahrten von dem Hurrikan betroffen. Demnach hat die Kreuzfahrtreederei Carnival die Routen seiner Schiffe Carnival Liberty, Carnival Celebration, Carnival Dream, Carnival Sunrise und Carnival Vista geändert. Das Unternehmen teilte mit, dass sein Flottenbetriebszentrum in Miami die Vorhersagen genau beobachtet. Auch die Disney Treasure und die Disney Wish haben ihre Routen geändert, um dem Hurrikan auszuweichen.
Update vom 27. Oktober, 21:05 Uhr: Bereits vor Erreichen des Festlandes hinterlässt „Melissa“ eine Schneise der Verwüstung. Nachdem in Haiti drei Menschen ums Leben gekommen waren, wurde nun auch in der Dominikanischen Republik wurde eine Person getötet. In Jamaika sorgte der Sturm für Stromausfälle, nachdem umstürzende Bäume Stromleitungen beschädigt hatten. Mehr als 50.000 Anschlüsse waren ohne Elektrizität, wie Jamaikas Energieminister Daryl Vaz mitteilte. „Es gibt Regionen in Portland und St. Thomas, in denen es zu Stromausfällen kam, aber die Mitarbeitenden konnten aufgrund der unsicheren Wetterbedingungen nicht sofort etwas unternehmen“, so Vaz.
Jamaikas Regierungschef Andrew Holness ordnete obligatorische Evakuierungen für mehrere Ortschaften an und rief die gesamte Bevölkerung dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben und den Anweisungen der Behörden zu folgen. Der Flughafen von Kingston wurde geschlossen. Auch in Kuba bereiteten sich die Behörden darauf vor, Tausende Menschen aus den besonders gefährdeten Regionen in Sicherheit zu bringen. „Unsere Priorität ist der Schutz der Bevölkerung“, sagte Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez bei einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrats.
Hurrikan „Melissa“ nimmt an Geschwindigkeit zu – Aufklärungsflug abgebrochen
Update vom 27. Oktober, 19:17 Uhr: Laut dem National Hurricane Center hat die Stärke von Hurrikan „Melissa“ zugenommen. Mittlerweile beträgt die Windgeschwindigkeit 280 Kilometer pro Stunde. Der US-amerikanische Fernsehsender CNN spricht mittlerweile von dem stärksten Sturm des Jahres.
Ein Flugzeug der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) wollte am Montag weitere Wetterdaten zum Hurrikan sammeln. Ihre Mission musste jedoch vorzeitig abgebrochen werden. „Das Flugzeug der NOAA verließ den Sturm vorzeitig, nachdem es in der südwestlichen Augenwand starken Turbulenzen ausgesetzt war“, schrieb die Wetter- und Ozeanografiebehörde. Die Teams der NOAA fliegen regelmäßig in die stärksten Stürme der Welt, um Wettervorhersagen zu verbessern.
Laut aktuellen Prognosen wird der Hurrikan am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) auf Land treffen. Die schwersten Zerstörungen werden allerdings bereits am Montag erwartet. Die Menschen vor Ort müssen sich darauf einstellen, dass Gebäude einstürzen könnten, insbesondere in höher gelegenen Gebieten.
Jamaika muss sparsam mit Ressourcen umgehen – „Jeder Tropfen zählt“
Update vom 27. Oktober, 18:15 Uhr: Der Hurrikan „Melissa“ bewegt sich weiter auf die Insel zu. Die Zeit für Vorbereitungen sei laut Jamaikas Umweltminister Matthew Samuda deswegen „so gut wie vorbei“. „Jetzt ist es an der Zeit, den Anweisungen zu folgen“, sagte er bei einer Pressekonferenz. In dieser forderte er die Menschen der Insel zugleich auf, sparsam mit Ressourcen umzugehen. Demnach könne es bereits am Abend zu Störungen im Wasserversorgungssystem kommen. „Wir gehen davon aus, dass es im Laufe des Abends und bis in die frühen Morgenstunden des morgigen Tages zu Störungen im Wasserversorgungssystem kommen wird“, so Samuda. „Jetzt ist definitiv der Zeitpunkt gekommen, Wasservorräte anzulegen und sparsam damit umzugehen. Jeder Tropfen zählt.“
Indes wurden 1000 Mitarbeitende aus der Marinebasis Guantanamo Bay evakuiert, wie ABC News berichtet. „Wir beobachten den Verlauf des Sturms sehr genau und ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um die Sicherheit unseres Personals und die Einsatzbereitschaft unserer Stützpunkte zu gewährleisten“, erklärte der Kommandeur der Navy Region Southeast, John Hewitt, in einer Stellungnahme.
Umweltminister rechnet mit „erheblichen Schäden“ – 900 Notunterkünfte bereit
Update vom 27. Oktober, 17:13 Uhr: „Begeben Sie sich in die Schutzräume. Begeben Sie sich auf höher gelegenes Gelände, denn dies kann Menschenleben kosten“, warnte Umweltminister Matthew Samuda vor Hurrikan „Melissa“. Der Zivilschutz richtete fast 900 Notunterkünfte ein. Der Wirbelsturm droht die Infrastruktur auf der Karibikinsel zu zerstören. „Ich glaube, es gibt weltweit keine Infrastruktur, die für solche Risiken ausgelegt ist“, sagte Samuda zu CNN. „Wir gehen davon aus, dass wir mit erheblichen Schäden rechnen müssen, wenn der Sturm auf Land trifft.“ Anwohnerinnen und Anwohner verbarrikadieren sich bereits und bringen Bretter an Fenstern an. Laut ABC News sind in der Hauptstadt Kingston teilweise die Supermarkt-Regale leergefegt.
Update vom 27. Oktober, 16:18 Uhr: Hurrikan „Melissa“ hat sich zur höchsten Warnstufe 5 verstärkt. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist noch kein Sturm dieser Stärke auf Jamaika getroffen. Das Zentrum des Wirbelsturms liegt noch rund 160 Kilometer von der Karibik-Insel entfernt. Und „Melissa“ hat weiter an Geschwindigkeit zugelegt. Laut dem National Hurricane Center herrschen derzeit anhaltende Windgeschwindigkeiten von 265 Kilometern pro Stunde. Bereits vor der Ankunft des Sturms erwartet das Hurrikanzentrum „zerstörerische Winde, Sturmfluten und katastrophale Überschwemmungen“.
Hurrikan „Melissa“ rauscht auf Karibik zu: Höchste Warnstufe erreicht
Erstmeldung: Kingston – Ein möglicherweise verheerender Wirbelsturm bedroht die Karibik: Hurrikan „Melissa“ hat sich binnen weniger Stunden von einem Tropensturm zu einem Monster der Kategorie 5 entwickelt und steuert mit gewaltiger Kraft auf beliebte Urlaubsinseln in der Karibik zu. Das Auswärtige Amt warnt. „Melissa“ wird voraussichtlich im Laufe des Montags, 27. Oktober 2025, als Hurrikan der höchsten Stufe in Jamaika auf Land treffen und bis Dienstagnacht über Jamaika hinwegziehen.
„Dieser sehr langsam ziehende und extrem starke Hurrikan wird viel Leid und Zerstörung bringen“, heißt es in einem Tweet der Meteorologen von Kachelmannwetter. In einem anderen: „Das wird wohl leider eine historisch schlimme Naturkatastrophe für Jamaika und evtl. auch für Haiti und Teile von Kuba werden.“
„Wirbelmonster“ bedroht Karibik-Inseln – „maximale Verwüstung“ durch Hurrikan Melissa befürchtet
Meteorologe Dominik Jung nennt das Ungetüm einen „Hurrikan der Superlative“ und spricht gleichzeitig von einem „Wirbelmonster“. Die geringe Geschwindigkeit macht ihm besondere Sorgen: „Das bedeutet, dass die extremen Windfelder über viele Stunden nahezu stationär über denselben Regionen liegen werden – ein Szenario, das wir Meteorologen als maximale Verwüstung einstufen.“ Durch meterhohe Sturmfluten drohen durch „Melissa“ ganze Landstriche zu verschwinden.
Es drohen neben Windgeschwindigkeiten von weit über 200 km/h vor allem sintflutartige und lebensbedrohliche Regenmengen, Überschwemmungen und Erdrutsche. Dieser sehr langsam ziehende und extrem starke Hurrikan wird viel Leid und Zerstörung bringen.https://t.co/ViS7i2Sji5
— Kachelmannwetter (@Kachelmannwettr) October 26, 2025
Recht viel dramatischer kann man es kaum formulieren. Doch was den Inseln droht, ist wohl nicht ganz abzusehen. Die Prognosen allerdings sind erschreckend: Mit Windgeschwindigkeiten von bereits über 260 km/h und der Aussicht auf eine weitere Verstärkung droht Jamaika, Haiti und Teilen Kubas eine Katastrophe.
Auswärtiges Amt warnt deutsche Urlauber auf Karibik-Inseln
„Besonders bedrohlich sind jedoch nicht allein die Windgeschwindigkeiten, sondern die Regenmengen“, so Jung. Das europäische Wettermodell rechnet mit bis zu 1000 Litern pro Quadratmeter binnen weniger Tage. Zum Vergleich: In Deutschland fallen im gesamten Jahr durchschnittlich rund 800 Liter. Und: Während der Ahrtalflut 2021 kamen in zwei Tagen rund 200 Liter Regen vom Himmel, erklärt Jung. Das US-Hurrikanzentrum NHC warnte am Montag vor „katastrophalen Überschwemmungen“. 2024 sorgte Hurrikan Milton für Tote und Zerstörung in Florida.
Deutsche Behörden haben ihre Reisehinweise für Jamaika, die Dominikanische Republik und Haiti verschärft. Tausende deutsche Urlauberinnen und Urlauber sind betroffen. Staatsangehörige werden vom Auswärtigen Amt eindringlich aufgefordert, sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen und bei bereits gebuchten Reisen Kontakt zu ihren Veranstaltern aufzunehmen. „Mit Extremwetter, sehr starken Winden, Starkregen, Überschwemmungen und ggf. Sturmfluten ist zu rechnen. Es besteht zudem Erdrutschgefahr. Die Flughäfen haben seit Sonntag, 26. Oktober, den Betrieb vorübergehend eingestellt“, heißt es in dem Reise- und Sicherheitshinweis.
So warnt das Auswärtige Amt
• Verfolgen Sie regelmäßig die örtlichen Nachrichten zu aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen der Behörden. Die jamaikanischen Behörden haben verpflichtende Evakuierungsanordnungen für einige küstennahe Gebiete, inklusive Teile von Kingston erlassen.
• Leisten Sie den Warn- und Sicherheitshinweisen der lokalen Behörden unbedingt Folge.
• Machen Sie sich mit den Informationen zu Notunterkünften vertraut.
• Wenn Sie sich in Jamaika aufhalten, registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind.
Die jamaikanischen Behörden haben Notunterkünfte geöffnet und rufen zur sofortigen Evakuierung gefährdeter Gebiete auf. In der Hauptstadt Kingston wurden bereits mehrere Straßen durch heftige Regenfälle überschwemmt. Haiti hat bereits drei Todesopfer zu beklagen, nachdem frühe Ausläufer des Sturms zu tödlichen Erdrutschen geführt hatten. (Quellen: Eigene Recherche, dpa, wetter.net, Kachelmannwetter, Auswärtiges Amt, CNN, ABC News, National Hurricane Center, National Oceanic and Atmospheric Administration) (mke)
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