Einblicke in ETF-Investment

„32 Jahre lang im Minus“ – Experte warnt vor ETF-Fallgruben

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ETF sind eines der Trendthemen in der Geldanlage. Dabei gibt es jedoch massenhaft Fallstricke. Worauf sollte man achten?

Köln – Rente mit 69, 70 oder gar darüber: Das Vertrauen in die deutschen Rentenkassen ist deutlich angeschlagen. Wer eine ausreichende Altersvorsorge aufbauen will, stößt häufig auf das sogenannte Dreisäulenmodell. Gesetzliche, private und betriebliche Vorsorgemodelle bauen aufeinander auf und ergänzen einander. Gerade bei Aktien bieten Apps und Robo-Advisors aktuell erhebliche Erleichterungen. Schnell mal in ETFs investieren – noch nie war es so leicht wie jetzt. Dabei gibt es jedoch Fallstricke.

Welche das sind, verrät Johannes Hansen, Honorarberater mit Fokus auf Altersversorgung und Geldanlage bei der Kölner Honorarberatung Maiwerk.

Aktive Fonds performen schlechter als ETFs – das steckt dahinter

Mal ganz laienhaft gefragt: Was kann man sich unter einem ETF vorstellen?
Im Kern ist ein ETF ein Korb aus vielen verschiedenen Aktien und Anleihen, die man mit nur einem Klick kaufen kann. Wenn ich zum Beispiel in die 40 größten deutschen Unternehmen investieren will, kann ich, anstatt jede Aktie einzeln zu kaufen, einfach einen ETF auf den Deutschen Aktienindex finden. ETF steht dabei für Exchange Traded Fund, also ein börsengehandelter Fonds, und er bildet immer einen Index nach.
Bei ETFs gibt es keinen Fondsmanager, der aktiv entscheidet, welche Aktie in den Fonds kommt – man kauft immer das Gesamtpaket. Sie haben dabei weniger Risiken als Einzelaktien, weil sie eben so breit gestreut sind. Vereinfacht gesagt: Ein ETF ist eine simple und kostengünstige Möglichkeit, mit wenig Aufwand in viele Unternehmen gleichzeitig zu investieren.

Chancen und Risiken gehen miteinander einher.

Johannes Hansen, maiwerk
Das heißt, wenn der nachgebildete Index sinkt, geht auch der Kurs des ETFs nach unten, ohne dass man etwas dagegen tun kann?
Genau. Man investiert in die Unternehmen, die da hinterlegt sind. Das bietet natürlich Chancen, aber auch Risiken, das geht beides miteinander einher. Dabei muss man aber ganz klar sagen, dass über 95 Prozent der aktiven Fonds – also die, die versuchen, besser zu performen als der Markt – über einen Zehnjahreszeitraum schlechter abschneiden als ein ETF, der den Weltmarkt abbildet.
Warum das?
Wenn wir uns die Ergebnisse aus der Kapitalmarktforschung ansehen, dann zeigt sich, dass es einfach nicht möglich ist, exakte Prognosen darüber zu tätigen, wann der Markt herauf- und wann herabgeht. An der Börse wird immer die erwartete Zukunft gehandelt und diese ist eben nicht prognostizierbar. Wenn man aber die richtigen Anlagezeiträume wählt, dann kann man in der Tat von relativ gut planbaren Renditen ausgehen.

Crash-Airbags für schlechte Zeiten – Vorteile von ETFs in Krisenzeiten

Worauf muss ich als frischer Investor besonders achten, wenn ich in ETFs investieren will?
Man sollte sich auf jeden Fall das Ziel klarmachen: Wofür mache ich das Ganze eigentlich? Welchen Anlagehorizont habe ich? Geld, das ich innerhalb der nächsten vier Jahre benötige, würde ich nicht in Kapitalanlagen stecken. Ab Jahr fünf kann man das machen, unter der Voraussetzung, dass man auch Anleihen dazu nimmt.
Eine Aktienkurve an der Wallstreet (Symbolfoto).
Aktien-ETFs sind da gerade in aller Munde. Bei einem reinen ETF-Aktienportfolio ohne Anleihen würde ich aber einen Anlagenzeitraum von mindestens 13 Jahren nehmen.
Was hat es mit den Anleihen auf sich?
Anleihen sind sowas wie Crash-Airbags für schlechte Zeiten. Wenn Aktien fallen, dann steigen Anleihen normalerweise. Bei einer Aktienquote von 40 Prozent und 60 Prozent Anleihen sollte man mindestens einen Anlagezeitraum von fünf Jahren nehmen, wenn man an den Kapitalmärkten investiert.
Und dann sollte man sich genau anschauen, welche ETFs man auswählt. Welche Risiken will man eingehen und welche vermeiden? Themen-ETFs gehören dabei eher auf die „Spielwiese“, wir reden jetzt erstmal von weltweiten ETFs.

„32 Jahre im Minus“ – die Rolle von Anleihen in ETF

Was sind denn Themen-ETFs?
Das sind ETFs, die beispielsweise in bestimmte Technologie investieren, zum Beispiel Wasserstoff oder Clean Energy. Da kann man natürlich sehr gute Renditen erzielen, aber das kann auch extrem nach hinten losgehen. Wer investiert, muss sich genau überlegen, ob er wirklich Geld anlegen oder spekulieren will.
Sie hatten eben von Risiken gesprochen. Welche sind denn die häufigsten Fallgruben, in die man als neuer Anleger gerne mal fällt?
Man sollte sich das Marktrisiko bewusst machen. ETFs können stark im Wert schwanken, eben weil die Aktienkurse schwanken. Schauen wir uns mal den MCSI World an: Der ist in den vergangenen 50 Jahren dreimal um gute 50 Prozent gefallen. Dementsprechend ist es wichtig, die Anlagehorizonte auszudehnen und gegebenenfalls Anleihen-ETFs mit hereinzunehmen.

Bei Branchen-ETFs hat man schnell ein Klumpenrisiko, das extrem teuer werden kann.

Johannes Hansen
Der Anleihenmarkt ist insgesamt übrigens größer als der Aktienmarkt. Trotzdem werden Anleihen in der öffentlichen Diskussion, wenn es um Aktien geht, kaum erwähnt. Der dritte Punkt wäre die Auswahl der ETFs. Bei Branchen-ETFs oder Themen-ETFs hat man sehr schnell ein Klumpenrisiko, das extrem teuer werden kann.
Hätten Sie ein Beispiel für so ein Klumpenrisiko?
Das prominenteste Beispiel wäre Japan. Japan hat in den 80er Jahren 45 Prozent des Weltmarktes ausgemacht, mehr als die USA heute. Wenn man zum falschen Zeitpunkt ein ETF investiert hätte, der nur Japan abbildet, wäre man 32 Jahre lang im Minus gewesen.

Spitzenreiter mit fast 19 Millionen Euro – so viel verdienen Chefs der DAX-Unternehmen

Deutschland erlebt wirtschaftlich turbulente Zeiten. Wie wirkt sich das auf die Chefs der DAX-Konzerne aus? Hier kommt die Übersicht mit den Top 30
Deutschland erlebt wirtschaftlich turbulente Zeiten. Wie wirkt sich das auf die Chefs der DAX-Konzerne aus? Hier kommt die Übersicht mit den Top 30. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand
Platz 30: Der Rückversicherer Hannover Rück verbuchte 2024 einen Rekordgewinn von rund 2,3 Milliarden Euro. Das Gehalt des scheidenden Vorstandsvorsitzenden Jean-Jacques Henchoz kletterte um etwa ein Drittel auf 2,7 Mio. Euro
Platz 30: Der Rückversicherer Hannover Rück verbuchte 2024 einen Rekordgewinn von rund 2,3 Milliarden Euro. Das Gehalt des scheidenden Vorstandsvorsitzenden Jean-Jacques Henchoz kletterte um etwa ein Drittel auf 2,7 Mio. Euro. © localpic/Imago
Platz 29: DHL und die Deutsche Post erlitten 2024 einen deutlichen Gewinneinbruch. Auch die Vergütung mitsamt Boni des Vorstandschefs ist merklich gesunken: die Vergütung von Tobias Meyer schrumpfte auf 2,9 Mio. Euro
Platz 29: DHL und die Deutsche Post erlitten 2024 einen deutlichen Gewinneinbruch. Auch die Vergütung mitsamt Boni des Vorstandschefs ist merklich gesunken: die Vergütung von Tobias Meyer schrumpfte auf 2,9 Mio. Euro. © IMAGO/Zhang Fan
Platz 28: Der größte deutsche Immobilien-Konzern Vonovia sieht sich immer wieder Kritik ausgesetzt, angesichts von vermeintlich ungerechtfertigter Mieterhöhungen. 2024 schloss die Vonovia SE das Geschäftsjahr positiv ab. Vorstandschef Rolf Buch erhält aktuell Bezüge in Höhe von ca. 3,9 Mio. Euro
Platz 28: Der größte deutsche Immobilien-Konzern Vonovia sieht sich immer wieder Kritik ausgesetzt, angesichts von vermeintlich ungerechtfertigter Mieterhöhungen. 2024 schloss die Vonovia SE das Geschäftsjahr positiv ab. Vorstandschef Rolf Buch erhält aktuell Bezüge in Höhe von ca. 3,9 Mio. Euro. © IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON
Platz 27: Die Rüstungsindustrie boomt und Rheinmetall ist (abgesehen vom pan-europäischen Airbus-Konzern) Deutschlands größtes Unternehmen. CEO Armin Papperger kassierte 2024 rund 4,2 Mio. Euro
Platz 27: Die Rüstungsindustrie boomt und Rheinmetall ist (abgesehen vom pan-europäischen Airbus-Konzern) Deutschlands größtes Unternehmen. CEO Armin Papperger kassierte 2024 rund 4,2 Mio. Euro. © Funke Foto Services/Imago
Platz 25: Gute Geschäfte bei Deutschlands größter Klinikkette Helios und mit Arzneien haben Fresenius 2024 ein dickes Umsatzplus auf 21,5 Mrd. Euro gebracht. Ex-Siemens-Manager Michael Sen steht an der Spitze des Konzerns – und erhält für seine Dienste eine Vergütung von ca. 4,4 Mio. Euro.
Platz 25: Gute Geschäfte bei Deutschlands größter Klinikkette Helios und mit Arzneien haben Fresenius 2024 ein dickes Umsatzplus auf 21,5 Mrd. Euro gebracht. Ex-Siemens-Manager Michael Sen steht an der Spitze des Konzerns – und erhält für seine Dienste eine Vergütung von ca. 4,4 Mio. Euro.  © IMAGO/STAR-MEDIA
Platz 25: Fresenius Medical Care (FMC) ist ein weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen und legte im vergangenen Jahr ein Ergebniswachstum von rund 18 Prozent hin. Vorstandschefin Helen Giza erhielt ebenfalls 4,4 Mio. Euro an Vergütung
Platz 25: Fresenius Medical Care (FMC) ist ein weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen und legte im vergangenen Jahr ein Ergebniswachstum von rund 18 Prozent hin. Vorstandschefin Helen Giza erhielt ebenfalls 4,4 Mio. Euro an Vergütung. © IMAGO/Sepp Spiegl
Platz 24: Zwar sank der Gesamtumsatz von Continental 2024 um 4,1 Prozent auf 39,7 Milliarden Euro. Dennoch blieb der Konzerngewinn mit 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil. Vorstandschef Nikolai Setzer (2. v. l.) erhält eine Vergütung von etwa 4,5 Mio. Euro
Platz 24: Zwar sank der Gesamtumsatz von Continental 2024 um 4,1 Prozent auf 39,7 Milliarden Euro. Dennoch blieb der Konzerngewinn mit 1,2 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil. Vorstandschef Nikolai Setzer (2. v. l.) erhält eine Vergütung von etwa 4,5 Mio. Euro. © IMAGO
Platz 23: Die MTU Aero Engines AG erzielte im Geschäftsjahr 2024 neue Rekordwerte: Der bereinigte Umsatz stieg um 18 Prozent auf den neuen Höchstwert von 7,5 Mrd. Euro. Der bereinigte Gewinn erreichte mit 764 Mio. einen neuen Höchststand. CEO Lars Wagner erhält eine Vergütung von 4,7 Mio. Euro
Platz 23: Die MTU Aero Engines AG erzielte im Geschäftsjahr 2024 neue Rekordwerte: Der bereinigte Umsatz stieg um 18 Prozent auf den neuen Höchstwert von 7,5 Mrd. Euro. Der bereinigte Gewinn erreichte mit 764 Mio. einen neuen Höchststand. CEO Lars Wagner erhält eine Vergütung von 4,7 Mio. Euro. © IMAGO/Arnulf Hettrich
Platz 22: Der US-Amerikaner Bill Anderson ist seit Sommer 2023 an der Spitze der Bayer AG. Im vergangenen Jahr erlitt der Chemie- und Pharmakonzern jedoch einen Gewinnrückgang. Dementsprechend schrumpften die Bezüge des Managers von 6,5 auf 4,8 Mio. Euro
Platz 22: Der US-Amerikaner Bill Anderson ist seit Sommer 2023 an der Spitze der Bayer AG. Im vergangenen Jahr erlitt der Chemie- und Pharmakonzern jedoch einen Gewinnrückgang. Dementsprechend schrumpften die Bezüge des Managers von 6,5 auf 4,8 Mio. Euro. © IMAGO/Christoph Hardt
Platz 21: BASF muss nach einem schwachen Jahr 2024 seinen Gewinn im laufenden Jahr steigern. Belastungen aus Investitionen in China trüben laut Manager Magazin jedoch den Ausblick. CEO Markus Kamieth (r.) übernahm im Frühjahr von Martin Brudermüller. Die Bezüge sind mit 5,3 Mio. Euro angegeben
Platz 21: BASF muss nach einem schwachen Jahr 2024 seinen Gewinn im laufenden Jahr steigern. Belastungen aus Investitionen in China trüben laut Manager Magazin jedoch den Ausblick. CEO Markus Kamieth (r.) übernahm im Frühjahr von Martin Brudermüller. Die Bezüge sind mit 5,3 Mio. Euro angegeben. © IMAGO/STAR-MEDIA
Platz 20: Interessante Statistik über die Deutsche Bank: 647 der knapp 90.000 Mitarbeiter sollen 2024 mehr als eine Million Euro verdient haben. Vorstandschef Christian Sewing war mit 5,5 Mio. Euro nicht mal Spitzenverdiener. Wie das Unternehmen mitteilte, verdiente ein Manager sogar mehr als 17 Mio. Euro
Platz 20: Interessante Statistik über die Deutsche Bank: 647 der knapp 90.000 Mitarbeiter sollen 2024 mehr als eine Million Euro verdient haben. Vorstandschef Christian Sewing war mit 5,5 Mio. Euro nicht mal Spitzenverdiener. Wie das Unternehmen mitteilte, verdiente ein Manager sogar mehr als 17 Mio. Euro. © Political-Moments/IMAGO
Platz 19: Stromversorger RWE legte 2024 ein besseres Geschäftsjahr hin als erwartet. Insgesamt hat der Essener Energiekonzern Umsatzerlöse von 24,2 Mrd. Euro erzielt. Vorstandschef Markus Krebber erhält Bezüge von etwa 5,6 Mio. Euro
Platz 19: Stromversorger RWE legte 2024 ein besseres Geschäftsjahr hin als erwartet. Insgesamt hat der Essener Energiekonzern Umsatzerlöse von 24,2 Mrd. Euro erzielt. Vorstandschef Markus Krebber erhält Bezüge von etwa 5,6 Mio. Euro. © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON
Platz 18: BMW trotzt dem schwierigen Marktumfeld in China und Problemen beim Umstieg auf E-Mobilität. Mit einer Vergütung von über 5,7 Millionen Euro (inklusive Boni und Versorgungsleistungen) verpasst Oliver Zipse, Chef des Autobauers, klar die Top Ten
Platz 18: BMW trotzt dem schwierigen Marktumfeld in China und Problemen beim Umstieg auf E-Mobilität. Mit einer Vergütung von über 5,7 Millionen Euro (inklusive Boni und Versorgungsleistungen) verpasst Oliver Zipse, Chef des Autobauers, klar die Top Ten. © FrankHoermann/SVEN SIMON/Imago
Platz 17: Seit Monaten gibt es einen Übernahmekampf mit der italienischen Großbank Unicredit. Im vergangenen Jahr konnte die Commerzbank ein Rekordergebnis einfahren: Das Institut steigerte den Nettogewinn um knapp 20 Prozent auf 2,68 Milliarden Euro. Bettina Orlopp löste zum Oktober 2024 Vorgänger Manfred Knof an der Spitze des Kreditinstituts ab. Der Vorgänger erhielt Bezüge in Höhe von ca. 5,8 Mio. Euro
Platz 17: Seit Monaten gibt es einen Übernahmekampf mit der italienischen Großbank Unicredit. Im vergangenen Jahr konnte die Commerzbank ein Rekordergebnis einfahren: Das Institut steigerte den Nettogewinn um knapp 20 Prozent auf 2,68 Milliarden Euro. Bettina Orlopp löste zum Oktober 2024 Vorgänger Manfred Knof an der Spitze des Kreditinstituts ab. Der Vorgänger erhielt Bezüge in Höhe von ca. 5,8 Mio. Euro. © IMAGO/STAR-MEDIA
Platz 16: Im Geschäftsjahr 2024 betrug der weltweite Gewinn von Siemens Healthineers rund zwei Milliarden Euro. Das bedeutet ein Wachstum von etwa 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ex-Basketball-Profi und CEO Bernd Montag (r.) erhält aktuell Bezüge von 6,6 Millionen Euro.
Platz 16: Im Geschäftsjahr 2024 betrug der weltweite Gewinn von Siemens Healthineers rund zwei Milliarden Euro. Das bedeutet ein Wachstum von etwa 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ex-Basketball-Profi und CEO Bernd Montag (r.) erhält aktuell Bezüge von 6,6 Millionen Euro. © IMAGO/Dwi Anoraganingrum
Platz 14: Henkel lieferte im vergangenen Jahr eine starke Geschäftsentwicklung hin. Der Umsatz stieg auf 21,6 Milliarden Euro, das organische Wachstum betrug 2,6 Prozent. Das EBIT-Ergebnis des Multikonzerns wurde um 20,9 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro vergrößert. CEO Carsten Knobel erhielt eine Vergütung von rund 6,8 Mio. Euro
Platz 15: Henkel lieferte im vergangenen Jahr eine starke Geschäftsentwicklung hin. Der Umsatz stieg auf 21,6 Milliarden Euro, das organische Wachstum betrug 2,6 Prozent. Das EBIT-Ergebnis des Multikonzerns wurde um 20,9 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro vergrößert. CEO Carsten Knobel erhielt eine Vergütung von rund 6,8 Mio. Euro. © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON
Platz 14: Merck ist ein Pharma- und Technologiekonzern Merck aus Darmstadt. 2024 hatte der Konzern mit dem Vertrieb von Medikamenten und Elektronikmaterialien Erfolg. Vorstandschefin Belén Garijo musste laut Capital.de dennoch eine Minderung um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen, verdiente inklusive Boni 6,8 Mio. Euro
Platz 14: Merck ist ein Pharma- und Technologiekonzern Merck aus Darmstadt. 2024 hatte der Konzern mit dem Vertrieb von Medikamenten und Elektronikmaterialien Erfolg. Vorstandschefin Belén Garijo musste laut Capital.de dennoch eine Minderung um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen, verdiente inklusive Boni und Vorsorgeleistungen jedoch 6,8 Mio. Euro. © IMAGO/Sepp Spiegl
Platz 13: Leonhard Birnbaum ist der Chef von Deutschlands größtem Stromversorger und -netzbetreiber. 2024 durfte sich der CEO von Eon über 7,1 Millionen Euro inklusive Boni freuen
Platz 13: Leonhard Birnbaum ist der Chef von Deutschlands größtem Stromversorger und -netzbetreiber. 2024 durfte sich der CEO von Eon über 7,1 Millionen Euro inklusive Boni freuen. © Funke Foto Services /Imago
Platz 12: Der Umsatz von Adidas stieg um zwölf Prozent, den Gewinn konnte der deutsche Sportartikelriese verfünffachen. Der norwegische CEO Bjørn Gulden wird dafür mit 7,4 Mio. Euro belohnt
Platz 12: Der Umsatz von Adidas stieg um zwölf Prozent, den Gewinn konnte der deutsche Sportartikelriese verfünffachen. Der norwegische CEO Bjørn Gulden wird dafür mit 7,4 Mio. Euro belohnt.  © IMAGO/Dai Tianfang
Platz 11: Daimler-Truck-Chef Martin Daum (2. v. l.) wurde im Herbst 2024 durch die Schwedin Karin Radström (2 v. r.) an der Spitze des Nutzfahrzeugherstellers abgelöst. Der Manager kassierte eine Gesamtvergütung von ca. 8,1 Millionen Euro
Platz 11: Daimler-Truck-Chef Martin Daum (2. v. l.) wurde im Herbst 2024 durch die Schwedin Karin Radström (2 v. r.) an der Spitze des Nutzfahrzeugherstellers abgelöst. Der Manager kassierte eine Gesamtvergütung von ca. 8,1 Millionen Euro. © IMAGO/Bernhard Herrmann
Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re befindet sich auf einem finanziellen Höhenflug. 2024 gelang dem Dax-Konzern ein Rekordergebnis von 5,67 Milliarden Euro, im laufenden Jahr soll dies nochmal getoppt werden. CEO Joachim Wenning freut sich zudem über eine Vergütung von ca. 8,6 Millionen Euro
Platz 10: Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re befindet sich auf einem finanziellen Höhenflug. 2024 gelang dem Dax-Konzern ein Rekordergebnis von 5,67 Milliarden Euro, im laufenden Jahr soll dies nochmal getoppt werden. CEO Joachim Wenning freut sich zudem über eine Vergütung von ca. 8,6 Millionen Euro. © IMAGO/FrankHoermann/SVEN SIMON
Heidelberg Materials blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Obwohl die Nachfrage 2024 gesunken ist, stieg der Gewinn des Baustoffkonzerns aus Baden-Württemberg. CEO Dominik von Achten erhält eine Vergütung von etwa 8,7 Mio. Euro
Platz 9: Heidelberg Materials blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Obwohl die Nachfrage 2024 gesunken ist, stieg der Gewinn des Baustoffkonzerns aus Baden-Württemberg. CEO Dominik von Achten (r.) erhält eine Vergütung von etwa 8,7 Mio. Euro. © IMAGO/Ole Berg-Rusten
Platz 8: Der neue Chef der Deutsche Börse AG, Stephan Leithner, blickt nach einem Rekordjahr 2024 optimistisch in die Zukunft. Im vergangenen Jahr gab es an der Spitze zwischenzeitlich eine Doppellösung mit Theodor Weimer. An Vergütung flossen laut der Auswertung des HRI 9,0 Mio. Euro
Platz 8: Der Chef der Deutsche Börse AG, Stephan Leithner, blickt nach einem Rekordjahr 2024 optimistisch in die Zukunft. Kein Wunder: Der CEO erhielt an Bezügen einen Betrag in Höhe von etwa 9,0 Mio. Euro. © IMAGO/RAINER UNKEL
Platz 6: Die Anteilseigner der Deutschen Telekom wurden 2024 mit Erfolg verwöhnt. Die Aktie des größten europäischen Telekommunikationskonzerns stieg um fast 38 Prozent. Vorstandschef Tim Höttges kassiert dafür 9,4 Mio. Euro
Platz 6: Die Anteilseigner der Deutschen Telekom wurden 2024 mit Erfolg verwöhnt. Die Aktie des größten europäischen Telekommunikationskonzerns stieg um fast 38 Prozent. Vorstandschef Tim Höttges kassiert dafür 9,4 Mio. Euro. © IMAGO/Marc John
Platz 6: Für Siemens läuft es wirtschaftlich momentan eher mittelmäßig. Eine Veräußerung von Anteilen an Siemens Energy spülte dennoch viel Geld in die Kassen und sorgte für einen Rekordgewinn. Siemens-Chef Roland Busch wurde mit einer Steigerung der Bezüge auf 9,4 Mio. Euro belohnt
Platz 6: Für Siemens läuft es wirtschaftlich momentan eher mittelmäßig. Eine Veräußerung von Anteilen an Siemens Energy spülte dennoch viel Geld in die Kassen und sorgte für einen Rekordgewinn. Siemens-Chef Roland Busch wird mit einer Steigerung der Bezüge auf 9,4 Mio. Euro belohnt. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Die Allianz-Versicherung hat im vergangenen Jahr das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren. Die Vergütung des Allianz-Chefs stieg in der Folge um 44 Prozent auf 10,2 Mio. Euro. Hauptgrund sei die Auszahlung eines Langfrist-Bonus, der im 2019 gewährt wurde
Platz 5: Die Allianz-Versicherung hat im vergangenen Jahr das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren. Die Vergütung des Allianz-Chefs Oliver Bäte stieg in der Folge um 44 Prozent auf rund 9,2 Mio. Euro. Hauptgrund sei die Auszahlung eines Langfrist-Bonus, der im 2019 gewährt wurde.  © Sepp Spiegl/Imago
Oliver Blume führt mit VW und Porsche zwei DAX-Unternehmen an. Der Manager kommt insgesamt auf etwa 10,3 Mio. Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus in Höhe von fünf Prozent entspricht
Platz 4: Oliver Blume führt mit VW und Porsche zwei DAX-Unternehmen an. Der Manager kommt insgesamt auf etwa 9,2 Mio. Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus in Höhe von fünf Prozent entspricht. © IMAGO/Jens Schicke
Bei Mercedes-Benz lief es 2024 nicht allzu gut, so hat CEO Ola Källenius folgerichtig den Spitzenplatz im Ranking eingebüßt. Der Chef des Autobauers muss sich für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 11,9 Mio. Euro begnügen
Platz 3: Bei Mercedes-Benz lief es 2024 nicht allzu gut, so hat CEO Ola Källenius folgerichtig den Spitzenplatz im Ranking eingebüßt. Der Chef des Autobauers muss sich für das abgelaufene Geschäftsjahr mit 12,5 Mio. Euro begnügen. © Political Moments/IMAGO
Der Kosmetik-Konzern Beiersdorf umfasst bekannte Marken wie Nivea, Eucerin und Labello. Chef des Unternehmens ist Vincent Warnery, der Franzose erhielt für das Jahr 2024 eine Vergütung von etwa 13,2 Mio. Euro.
Platz 2: Der Kosmetik-Konzern Beiersdorf umfasst bekannte Marken wie Nivea, Eucerin und Labello. Chef des Unternehmens ist Vincent Warnery, der Franzose erhielt für das Jahr 2024 eine Vergütung von etwa 13,2 Mio. Euro.  © Beiersdorf
Spitzenverdiener bei den DAX-Unternehmen war im Jahr 2024 SAP-Chef Christian Klein mit fast 19 Millionen Euro
Platz 1: Spitzenverdiener bei den DAX-Konzernen war im Jahr 2024 SAP-Chef Christian Klein (r.). Beim wertvollsten Unternehmen Europas verdiente der Manager fast 19 Millionen Euro. © IMAGO/STAR-MEDIA
Wenn wir hier in Themen-ETFs investieren, die beispielsweise auf Cannabis-Aktien spezialisiert sind oder auf Clean Energy, dann sind die Risiken hier noch viel größer. Viele setzen genau auf solche Trends und das Interessante hierbei ist, dass solche Themen-ETFs von den Fondsgesellschaften oft erst dann aufgesetzt werden, wenn der Trend schon sehr populär ist.
Das heißt, wenn eine große Nachfrage da und der Kurs schon hoch ist. Dann steigt man ein und das ist der Grund, warum solche Themen-ETFs im Durchschnitt eben auch schlechter abschneiden als ein einfaches weltweit gestorbenes ETF-Portfolio – und dazu wesentlich höhere Risiken haben.

Trends um ETF – wer auf Geld angewiesen ist: „Finger weg“

Das heißt, man sollte die Finger von ETF-Trends lassen?
Da komme ich wieder zur „Spielwiese“. Plane ich die Anlage beispielsweise nicht für meine Altersvorsorge ein, dann sind solche Trend-ETFs vollkommen in Ordnung. Aber nur, wenn man sich bewusst macht: Das Ganze kann gut werden, man kann aber auch Geld verlieren, wenn man dieses Risiko bewusst eingeht. Wenn man aber auf das Geld angewiesen ist, würde ich sagen: Finger weg. In dem Fall würde ich nicht in Themen-ETFs und Trend-ETFs investieren.
Welche aktuellen Trends sehen Sie bei ETFs und wie schätzen Sie die ein?
Durch diese ganzen Neobroker wie Trade Republic oder Scalable ist es erstmal super einfach geworden, an den Kapitalmärkten und in ETFs zu investieren. Die Hürden werden immer niedriger. Das ist ein positiver Trend, finde ich, und es ist wichtig, dass man erst einmal ins Machen kommt. Soll heißen, man recherchiert nicht ewig herum, sondern einfach mal mit kleineren Summen anfängt. Wenn man klein anfängt, kann man auch durchaus Fehler verkraften. Daraus kann man dann lernen.
Johannes Hansen, Honorarberater mit Fokus auf Altersversorgung, Finanzplanung, Investment und Geldanlage bei Maiwerk.
Interessant sind auch Geldmarkt-ETFs als Tagesgeld-Ersatz. Bei der richtigen Auswahl hat man gar keine Schwankungen und die besten Tagesgeldzinsen. So kann man Tagesgeldhopping vermeiden. Man kommt innerhalb von drei Werktagen an sein Geld ran und es gibt eine unbegrenzte Einlagensicherung.
Bei größeren Summen sollte man schon genauer hinschauen. Was ich aber oft sehe – und das ist ein Fehler – ist das ständige Rein- und Rausgehen in oder aus ETFs.

Die größten Kurssprünge erfolgen in der Krise, wenn die Nachrichtenlage im Ungewissen ist.

Johannes Hansen
Aber kann man damit nicht schnelle Gewinne mitnehmen, wenn zum Beispiel ein Trump die Märkte auf Talfahrt schickt?
Das ist kontraproduktiv, weil es letztendlich nicht möglich ist, die Kurse zu prognostizieren. Wenn wir uns mal die größten Krisen seit 1987 anschauen, dann ist es so, dass die größten Kurssprünge oft gemacht wurden, wenn die Nachrichtenlage im Ungewissen ist. Das heißt, wenn die Aktienkurse abrauschen, verkaufen viele Anleger – sie haben Angst vor weiteren Einbrüchen.
Die großen Sprünge sind allerdings im Durchschnitt nur drei Tage entfernt, das heißt, diese Erholung verpasse ich dann. Außerdem fallen bei jedem An- und Verkauf Transaktionskosten an, und Steuern kosten nochmal extra Geld. Das ist ein nicht zu vernachlässigender Punkt.

Nachhaltige ETF und Trends – es gibt keine Altersgrenze

Wie ist Ihre Einschätzung zu nachhaltigen ETFs, angesichts dessen, dass die Merz-Regierung offenbar zunehmend von den Nachhaltigkeitszielen in verschiedenen Sektoren abrückt?
Das ist auf jeden Fall nachvollziehbar. Es ist gerade viel Umbruch in der Weltpolitik. Ein Blick in die letzten 50 Jahre zeigt aber, dass nachhaltige Investitionen im Schnitt besser abgeschnitten haben als nicht nachhaltige Investitionen. Die Kosten waren allerdings lange Zeit höher, was heutzutage nicht mehr der Fall ist.
Nur sind nachhaltige ETFs nicht unbedingt das Nachhaltigste, was es gibt – da wird viel Greenwashing betrieben. Aus Diversifikationsgründen sind sie dennoch eine Option. Nachhaltige ETFs haben sich in Krisenzeiten auch als resilienter herausgestellt als nicht nachhaltige ETFs.
Nehmen wir an, ich habe gerade geerbt oder im Lotto gewonnen und will anlegen. Was sind die größten Dos and Don'ts?
Was man auf keinen Fall machen sollte, ist, direkt einen Fonds oder eine Aktie oder einen ETF zu wählen und sofort einzusteigen. Es geht immer zuerst darum, die Geschichte der Menschen zu kennen. Heißt: Status Quo anschauen, Ziele definieren und einen entsprechenden Finanzplan machen, mit einem professionellen Finanzplanungstool, das auch Steuern und Inflation berücksichtigt. Im nächsten Schritt muss man dann schauen, wie man die zur Verfügung stehenden Vermögenswerte optimal einsetzt.
Gelder, die ich in fünf Jahren benötige, sollte ich defensiver anlegen – in einem Portfolio mit mindestens 60 Prozent Anleihenquote. Gelder, bei denen ich einen 20-jährigen Anlagenhorizont habe, können in ein anderes Portfolio mit einer riesigen Aktienquote, weil ich da mehr Spannung aushalten kann.
Gibt es da eine Altersgrenze, wo man zum Beispiel sagen muss: Jetzt lohnt das Anlegen nicht mehr?
Man kann durchaus immer einsteigen. Voraussetzung ist, dass man es handwerklich sauber macht. Jeder kann in ETFs investieren, aber man sollte eben sich genau überlegen, welche Ziele man hat und welche Risiken man eingehen will.

Rubriklistenbild: © IMAGO / UPI Photo

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