Wann ist die partielle Mondfinsternis in Deutschland am besten zu sehen?
VonTanja Banner
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Früh am Freitag (14. März) zeigt sich eine partielle Mondfinsternis über Deutschland. Wer sie sehen will, muss wissen, wann und wo man hinschauen muss.
Frankfurt – Eine Mondfinsternis ist eigentlich sehr einfach zu beobachten: Man schaut in einem mehrstündigen Zeitfenster zum Himmel, sucht den Mond und beobachtet, wie dieser sich durch den Erdschatten bewegt. Doch bei der partiellen Mondfinsternis am 14. März 2025 ist die Beobachtung in Deutschland und einigen Nachbarstaaten nicht so einfach. Um von der „Mofi“ überhaupt etwas zu sehen zu bekommen, muss man genau wissen, wann und wo man zum Himmel schauen sollte – die partielle Mondfinsternis stellt nämlich eine echte Herausforderung dar.
Wann man die partielle Mondfinsternis in Deutschland am 14. März sehen kann
Der Grund dafür liegt an dem Zeitpunkt, zu dem der Vollmond beginnt, durch den Erdschatten zu wandern: Zu dieser Zeit ist der Mond hierzulande nämlich bereits im Begriff, unterzugehen. Um mit den eigenen Augen zu sehen, wie der Mond vom Kernschatten der Erde „angeknabbert“ wird, bleiben in Deutschland nur wenige Minuten Zeit. In Frankfurt am Main beispielsweise liegen zwischen dem Beginn der partiellen Mondfinsternis und dem Monduntergang lediglich etwa 37 Minuten (die Mondfinsternis im Liveticker).
Uhrzeit
Phase der Mondfinsternis
4.57 Uhr:
Die Halbschattenfinsternis beginnt.
6.09 Uhr:
Die partielle Mondfinsternis beginnt – der Vollmond wird von links vom Kernschatten der Erde angeknabbert.
6.46 Uhr:
Der Mond geht in Frankfurt/Main unter.
7.26 Uhr:
Die totale Mondfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar).
7.58 Uhr:
Der Vollmond ist jetzt maximal verfinstert. Wer den Mond jetzt sehen kann, sieht einen Blutmond.
8.31 Uhr:
Die totale Mondfinsternis ist zu Ende, der Kernschatten der Erde gibt den Mond nach und nach wieder frei.
9.47 Uhr:
Die partielle Mondfinsternis ist zu Ende, jetzt liegt nur noch der Halbschatten der Erde auf dem Mond. Das ist kaum zu erkennen.
11.00 Uhr:
Auch die Halbschattenfinsternis ist jetzt zu Ende – der Erdschatten hat den Vollmond wieder komplett freigegeben.
Quelle: timeanddate.de
Wann und wo man die partielle Mondfinsternis beobachtet, ist entscheidend
Diese kurze Zeitspanne zu einer sehr frühen Uhrzeit macht die Beobachtung schwierig – doch im Fall der partiellen Mondfinsternis ist neben dem Wann auch noch das Wo wichtig: Da der Mond bereits sehr tief am Himmel steht, wenn die Mondfinsternis beginnt, ist er nicht mehr gut zu beobachten. „Man braucht einen wirklich freien Blick zum Westhimmel, um etwas davon zu sehen“, sagt auch Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde gegenüber IPPEN.MEDIA.
Beobachtungsort
Monduntergang am 14. März 2025
Berlin
6.29 Uhr
München
6.34 Uhr
Hamburg
6.43 Uhr
Stuttgart
6.44 Uhr
Frankfurt
6.46 Uhr
Bremen
6.47 Uhr
Köln
6.54 Uhr
Quelle: timeanddate.de
Wann man das Mondfinsternis-Spektakel wenigstens einige Minuten lang beobachten kann
Wer einen geeigneten Beobachtungsplatz mit freier Sicht nach Westen findet und zur passenden Zeit den Mond betrachtet, kann das Spektakel der partiellen Mondfinsternis wenigstens einige Minuten lang genießen. Auch der Monduntergang selbst kann ein beeindruckendes Schauspiel sein, wenn man ihn sehen kann.
Den weiteren Verlauf der Mondfinsternis kann man dann allerdings nur noch im Livestream verfolgen. In den USA beispielsweise wird gegen 8 Uhr (MEZ) der „Blutmond“ zu sehen sein, der Höhepunkt einer totalen Mondfinsternis. In Deutschland kann man das im März 2025 nicht sehen – die nächste Chance, den „Blutmond“ in Deutschland zu beobachten, gibt es dafür schon bald: am 7. September 2025 geht der Mond bereits total verfinstert auf. (tab)