Blick in die USA

Mondfinsternis ist beendet – der Vollmond ist aus dem Erdschatten herausgetreten

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Die totale Mondfinsternis am 14. März ist in Deutschland nur partiell zu sehen. Doch trotzdem muss man auf den „Blutmond“ nicht verzichten. Die „Mofi“ im Ticker.

Update vom 14. März 2025, 9.50 Uhr: Das war es mit der Mondfinsternis vom 14. März 2025. Der Kernschatten der Erde hat den Mond wieder freigegeben, bis 11 Uhr dauert es jetzt noch, bis auch der Halbschatten sich vom Mond verzogen hat. Wer eine totale Mondfinsternis mit den eigenen Augen am Himmel sehen will, muss gar nicht mehr lange warten: Die nächste Mondfinsternis in Deutschland findet am 7. September statt – dabei geht der Mond bereits als „Blutmond“ auf.

Die schönsten Bilder der totalen Mondfinsternis vom 14. März

Der zunehmende Mond, nur wenige Tage vor der totalen Mondfinsternis am 14. März 2025 lässt noch nichts ahnen – nur wenige Tage später ist der Mond voll – und wird vom Erdschatten vorübergehend „verschluckt“.
Der zunehmende Mond, nur wenige Tage vor der totalen Mondfinsternis am 14. März 2025 lässt noch nichts ahnen – nur wenige Tage später ist der Mond voll – und wird vom Erdschatten vorübergehend „verschluckt“. © IMAGO/Linda Brotkorb
Der Vollmond am 14. März 2025. Der Vollmond im März wird auch „Wurmmond“ genannt – es ist der letzte Vollmond des Winters.
Der Vollmond am 14. März 2025. Der Vollmond im März wird auch „Wurmmond“ genannt – es ist der letzte Vollmond des Winters. © Ringo Chiu/dpa
Die Mondfinsternis, fotografiert in London. Der Mond ist etwa zur Hälfte vom Erdschatten bedeckt. Eine Mondfinsternis verrät übrigens, dass die Erde rund ist: Schauen Sie sich den Schatten auf dem Mond genau an – er hat eine Rundung, weil er von einem runden Objekt stammt.
Die Mondfinsternis, fotografiert in London. Der Mond ist etwa zur Hälfte vom Erdschatten bedeckt. Eine Mondfinsternis verrät übrigens, dass die Erde rund ist: Schauen Sie sich den Schatten auf dem Mond genau an – er hat eine Rundung, weil er von einem runden Objekt stammt. © Yui Mok/dpa
Genau wie in Deutschland war auch in London keine totale Mondfinsternis zu sehen. Allerdings war der Mond in der britischen Hauptstadt fast komplett verfinstert – in Deutschland dagegen nur zu einem winzigen Teil.
Genau wie in Deutschland war auch in London keine totale Mondfinsternis zu sehen. Allerdings war der Mond in der britischen Hauptstadt fast komplett verfinstert – in Deutschland dagegen nur zu einem winzigen Teil. © Yui Mok/dpa
Der Vollmond ist zu mehr als der Hälfte vom Erdschatten verdeckt und nimmt bereits eine leicht rötliche Färbung an. Das kommt daher, dass das Licht, das den Mond auf seiner abgedunkelten Seite erreicht, durch die Erdatmosphäre gefiltert wird. Nur noch rotes, langwelliges Licht kommt hindurch – so entsteht der „Blutmond“.
Der Vollmond ist zu mehr als der Hälfte vom Erdschatten verdeckt und nimmt bereits eine leicht rötliche Färbung an. Das kommt daher, dass das Licht, das den Mond auf seiner abgedunkelten Seite erreicht, durch die Erdatmosphäre gefiltert wird. Nur noch rotes, langwelliges Licht kommt hindurch – so entsteht der „Blutmond“. © Jordan Pettitt/dpa
Die partielle Teil der Mondfinsternis in Seattle.
Die partielle Teil der Mondfinsternis in Seattle. © Lindsey Wasson/dpa
Der beinahe voll verdeckte Mond steht über der Space Needle in Seattle.
Der beinahe voll verdeckte Mond steht über der Space Needle in Seattle. © Lindsey Wasson/dpa
Ein kleines Stückchen fehlt, sonst wäre der „Blutmond“ perfekt.
Ein kleines Stückchen fehlt noch, dann ist der „Blutmond“ perfekt. © Jenny Kane/dpa
Der kleine Teil des Mondes, der nicht vom Erdschatten bedeckt ist, strahlt am Himmel über Oregon.
Der kleine Teil des Mondes, der nicht vom Erdschatten bedeckt ist, strahlt am Himmel über Oregon. © Jenny Kane/dpa
Der „Blutmond“ steht im US-Bundesstaat Oregon am Himmel.
Der „Blutmond“ steht im US-Bundesstaat Oregon am Himmel. © Jenny Kane/dpa
Der „Blutmond“, aufgenommen in Charlevoix, Kanada.
Der „Blutmond“, aufgenommen in Charlevoix, Kanada. © Thomas Koehler/dpa
Der „Blutmond“ am 14. März 2025 über Mexiko.
Der „Blutmond“ am 14. März 2025 über Mexiko. © IMAGO/Carlos Tischler/ Eyepix Group
Alle Phasen der Mondfinsternis vom 14. März 2025, aufgenommen in Mexiko.
Alle Phasen der Mondfinsternis vom 14. März 2025, aufgenommen in Mexiko. © IMAGO/Carlos Tischler/ Eyepix Group
Die Mondfinsternis in Seattle, fotografiert durch eine Lichterkette.
Die Mondfinsternis in Seattle, fotografiert durch eine Lichterkette. © Lindsey Wasson/dpa
Der Erdschatten lässt nur ein kleines Stück des Mondes frei.
Der Erdschatten lässt nur ein kleines Stück des Mondes frei. © Julio Cortez/dpa
Am Ende gibt der Erdschatten den Mond wieder frei.
Am Ende gibt der Erdschatten den Mond wieder frei. © Thomas Koehler/dpa

Update vom 14. März 2025, 9.25 Uhr: In etwa zwanzig Minuten ist der Mond wieder komplett am Himmel zu sehen – zumindest, wenn man in den USA lebt. Hierzulande ist er bereits vor einigen Stunden untergegangen und nur der Anfang der Mondfinsternis war zu sehen.

Update vom 14. März 2025, 9.00 Uhr: Noch etwa eine Dreiviertelstunde dauert die partielle Mondfinsternis an, dann ist auch in den USA so gut wie nichts mehr von dem Phänomen zu sehen.

Update vom 14. März 2025, 8.31 Uhr: Wenn man genau hinschaut, hat der Vollmond schon einiges seiner roten Farbe verloren. Deutlich ist zu sehen, dass der Erdschatten sich von einem Teil der Mondscheibe bereits zurückgezogen hat. Das heißt: Die totale Phase der Mondfinsternis ist zu Ende – wir befinden uns wieder in der Phase der partiellen Mondfinsternis, die noch bis 9.47 Uhr anhält.

Das passiert bei einer Mondfinsternis

Mehrmals im Jahr kann man auf der Erde eine Mondfinsternis beobachten. Doch was passiert bei diesem Himmelsereignis eigentlich? Und wie kann man eine Mondfinsternis sehen?
Mehrmals im Jahr kann man auf der Erde eine Mondfinsternis beobachten. Doch was passiert bei diesem Himmelsereignis eigentlich? Und wie kann man eine Mondfinsternis sehen?  © IMAGO/LausitzNews.de/Felix Leda
Damit eine Mondfinsternis entsteht, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Zuerst muss ein Vollmond am Himmel stehen. Mit dem Vollmond ist automatisch auch die zweite Bedingung erfüllt…
Damit eine Mondfinsternis entsteht, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Zuerst muss ein Vollmond am Himmel stehen. Mit dem Vollmond ist automatisch auch die zweite Bedingung erfüllt… © Marios Lolos/dpa
… denn die ist, dass die Erde zwischen Sonne und Mond stehen muss. Beim Vollmond ist das der Fall: Die Sonne strahlt die komplette “Mondscheibe” an und die Erde hat einen freien Blick darauf.
… denn die ist, dass die Erde zwischen Sonne und Mond stehen muss. Beim Vollmond ist das der Fall: Die Sonne strahlt die komplette “Mondscheibe” an und die Erde hat einen freien Blick darauf. © Victoria Jones/dpa
Die dritte Bedingung für eine Mondfinsternis ist etwas komplizierter: Sonne, Erde und Mond müssen so positioniert sein, dass der Mond durch den Schatten wandert, den die Erde ins Weltall wirft. Diese Bedingung wird nicht bei jedem Vollmond erfüllt – sonst gäbe es 12 bis 13 Mondfinsternisse pro Jahr.
Die dritte Bedingung für eine Mondfinsternis ist etwas komplizierter: Sonne, Erde und Mond müssen so positioniert sein, dass der Mond durch den Schatten wandert, den die Erde ins Weltall wirft. Diese Bedingung wird nicht bei jedem Vollmond erfüllt – sonst gäbe es 12 bis 13 Mondfinsternisse pro Jahr. © Axel Seidemann/dpa
Stattdessen gibt es jedes Jahr mindestens zwei Mondfinsternisse – immer dann, wenn der Vollmond durch den Schnittpunkt zwischen Mondbahn und Erdbahn wandert, durch einen der sogenannten Drachenpunkte.
Stattdessen gibt es jedes Jahr mindestens zwei Mondfinsternisse – immer dann, wenn der Vollmond durch den Schnittpunkt zwischen Mondbahn und Erdbahn wandert, durch einen der sogenannten Drachenpunkte. © Christophe Gateau/dpa
In den zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis kann man irgendwo auf der Erde auch immer eine Sonnenfinsternis sehen. Das hängt mit den Bewegungen von Erde, Sonne und Mond zusammen.
In den zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis kann man irgendwo auf der Erde auch immer eine Sonnenfinsternis sehen. Das hängt mit den Bewegungen von Erde, Sonne und Mond zusammen. © Jair Cabrera Torres/dpa
Eine Mondfinsternis ist ganz einfach zu beobachten: Überall dort, wo man den Mond am Himmel stehen sieht, während die “Mofi” stattfindet, ist das Himmelsereignis zu sehen.
Eine Mondfinsternis ist ganz einfach zu beobachten: Überall dort, wo man den Mond am Himmel stehen sieht, während die “Mofi” stattfindet, ist das Himmelsereignis zu sehen. © Victoria Jones/dpa
Eine Mondfinsternis wird in mehrere Phasen unterteilt. Zuerst schiebt sich langsam der Halbschatten der Erde über den Mond.
Eine Mondfinsternis wird in mehrere Phasen unterteilt. Zuerst schiebt sich langsam der Halbschatten der Erde über den Mond. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Dieses Phänomen ist mit bloßem Auge nur zu sehen, wenn man genau hinschaut. Der Halbschatten ist nämlich nur ein heller grauer Schatten, der sich über den Vollmond legt.
Dieses Phänomen ist mit bloßem Auge nur zu sehen, wenn man genau hinschaut. Der Halbschatten ist nämlich nur ein heller grauer Schatten, der sich über den Vollmond legt. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Nach dem Halbschatten kommt der Kernschatten. Dieser ist deutlich dunkler und man kann mit bloßem Auge gut erkennen, wie er sich über den Mond legt. Es scheint, als würde der Vollmond von einer Seite “angeknabbert” werden.
Nach dem Halbschatten kommt der Kernschatten. Dieser ist deutlich dunkler und man kann mit bloßem Auge gut erkennen, wie er sich über den Mond legt. Es scheint, als würde der Vollmond von einer Seite “angeknabbert” werden. © Boris Roessler/dpa
Der Kernschatten der Erde schiebt sich nach und nach über den Mond und lässt den Vollmond immer mehr wie eine Mondsichel aussehen.
Der Kernschatten der Erde schiebt sich nach und nach über den Mond und lässt den Vollmond immer mehr wie eine Mondsichel aussehen. © Sven Hoppe/dpa
Handelt es sich um eine totale Mondfinsternis, schiebt sich der Kernschatten über die gesamte Mondscheibe. Dadurch verschwindet der Mond jedoch nicht vollständig – stattdessen entsteht ein etwas überraschendes Phänomen.
Handelt es sich um eine totale Mondfinsternis, schiebt sich der Kernschatten über die gesamte Mondscheibe. Dadurch verschwindet der Mond jedoch nicht vollständig – stattdessen entsteht ein etwas überraschendes Phänomen. © Uli Deck/dpa
Ist der Vollmond komplett vom Erdschatten verfinstert, kann man den „Blutmond” sehen. Statt komplett zu verschwinden, ist der gesamte Vollmond in rötlichem Licht wieder am Himmel zu sehen.
Ist der Vollmond komplett vom Erdschatten verfinstert, kann man den „Blutmond” sehen. Statt komplett zu verschwinden, ist der gesamte Vollmond in rötlichem Licht wieder am Himmel zu sehen. © Marcus Brandt/dpa
Das Phänomen entsteht, weil das Sonnenlicht durch die Luftschichten der Erdatmosphäre gebrochen wird. Kurzwelliges blaues Licht wird dadurch geschwächt, während das rote Licht bis zum Mond durchdringt. Der Mond wird also weiter vom langwelligen roten Licht erreicht – und bleibt so schwach sichtbar.
Das Phänomen entsteht, weil das Sonnenlicht durch die Luftschichten der Erdatmosphäre gebrochen wird. Kurzwelliges blaues Licht wird dadurch geschwächt, während das rote Licht bis zum Mond durchdringt. Der Mond wird also weiter vom langwelligen roten Licht erreicht – und bleibt so schwach sichtbar. © Marcel Kusch/dpa
Bei einer partiellen Mondfinsternis wird der Mond dagegen nur teilweise verfinstert. Den „Blutmond” kann man dann nicht sehen.
Bei einer partiellen Mondfinsternis wird der Mond dagegen nur teilweise verfinstert. Den „Blutmond” kann man dann nicht sehen. © Robert Michael/dpa
Eine wissenschaftliche Tatsache, die bei jeder Mondfinsternis aufs Neue bewiesen wird, ist übrigens, dass die Erde eine Kugel ist. Das kann man erkennen, wenn man sich anschaut, wie der Schatten geformt ist, der über den Mond zieht: Er ist gebogen – wie bei einer Kugel, die einen Schatten wirft.
Eine wissenschaftliche Tatsache, die bei jeder Mondfinsternis aufs Neue bewiesen wird, ist übrigens, dass die Erde eine Kugel ist. Das kann man erkennen, wenn man sich anschaut, wie der Schatten geformt ist, der über den Mond zieht: Er ist gebogen – wie bei einer Kugel, die einen Schatten wirft. © Peter Kneffel/dpa
Im Gegensatz zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis benötigt man für die Mondfinsternis keinen Schutz für die Augen.
Im Gegensatz zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis benötigt man für die Mondfinsternis keinen Schutz für die Augen.  © Francisco Canedo/dpa
Man kann den Mond mit bloßem Auge beobachten, mit einem Fernglas oder Teleskop und nach Herzenslust Bilder machen, ohne das eigene Augenlicht zu gefährden.
Man kann den Mond mit bloßem Auge beobachten, mit einem Fernglas oder Teleskop und nach Herzenslust Bilder machen, ohne das eigene Augenlicht zu gefährden. © Uwe Anspach/dpa
Der Grund dafür ist ganz einfach: Der Mond reflektiert das Licht der Sonne. Das wird dadurch aber so sehr „entschärft”, dass es die Augen nicht mehr gefährdet.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Der Mond reflektiert das Licht der Sonne. Das wird dadurch aber so sehr „entschärft”, dass es die Augen nicht mehr gefährdet. © Robert Michael/dpa
Aus diesem Grund kann man den Mond gefahrlos beobachten und auch fotografieren – allerdings ist es nicht einfach, gute Aufnahmen des Mondes zu machen.
Aus diesem Grund kann man den Mond gefahrlos beobachten und auch fotografieren – allerdings ist es nicht einfach, gute Aufnahmen des Mondes zu machen. © Frank Molter/dpa
Der Mond erscheint dem menschlichen Auge nämlich größer, als er in Wirklichkeit ist – das heißt: auf Fotografien erscheint der Mond immer deutlich kleiner als man es erwarten würde.
Der Mond erscheint dem menschlichen Auge nämlich größer, als er in Wirklichkeit ist – das heißt: auf Fotografien erscheint der Mond immer deutlich kleiner als man es erwarten würde. © Angelika Warmuth/dpa
Bei einer Mondfinsternis kommt noch dazu, dass der dunkler werdende Mond am dunklen Himmel steht – eine echte fotografische Herausforderung.
Bei einer Mondfinsternis kommt noch dazu, dass der dunkler werdende Mond am dunklen Himmel steht – eine echte fotografische Herausforderung. © Maurizio Gambarini/dpa
Wer sein Handwerk jedoch versteht, kann solche Aufnahmen von der Mondfinsternis machen: Der teilweise verfinsterte Mond am 16. Mai 2022 neben der Frauenkirche in Dresden.
Wer sein Handwerk jedoch versteht, kann solche Aufnahmen von der Mondfinsternis machen: Der teilweise verfinsterte Mond am 16. Mai 2022 neben der Frauenkirche in Dresden. © Robert Michael/dpa
Der „Blutmond” neben einem angestrahlten Hochofen im Landschaftspark Duisburg am 21. Januar 2019.
Der „Blutmond” neben einem angestrahlten Hochofen im Landschaftspark Duisburg am 21. Januar 2019. © Marcel Kusch/dpa
Alle Phasen einer Mondfinsternis in der Übersicht.
Alle Phasen einer Mondfinsternis in der Übersicht. © Thomas Rensinghoff/dpa

Update vom 14. März 2025, 8.22 Uhr: In knapp zehn Minuten ist die Totalität beendet. Der Vollmond wird dann langsam wieder aus dem Kernschatten der Erde heraustreten und dabei seine rote Farbe „verlieren“. Anschließend ist er noch vom Halbschatten der Erde bedeckt – was man jedoch kaum wahrnehmen kann.

Update vom 14. März 2025, 8.00 Uhr: Bei einer Mondfinsternis zieht der Vollmond durch den Schatten, den die Erde ins Weltall wirft. Falls Sie sich jetzt fragen, warum wir nicht jeden Monat eine Mondfinsternis sehen können: Das liegt an der Umlaufbahn des Mondes.

Update vom 14. März 2025, 7.26 Uhr: Da ist er, der „Blutmond“! Es handelt sich um den Höhepunkt der Mondfinsternis, wenn der gesamte Vollmond im Erdschatten verschwunden ist. Zu sehen ist das rostrote Phänomen bis etwa 8.31 Uhr, also etwas mehr als eine Stunde.

Der „Blutmond“ bei der totalen Mondfinsternis am 14. März 2025 über Los Angeles.

Update vom 14. März 2025, 7.07 Uhr: Wenn man sich die Mondfinsternis genau anschaut, erscheint die Seite des Mondes, die bereits vom Kernschatten der Erde bedeckt ist, bereits etwas rötlich. Wenn der Mond ab 7.26 Uhr vollständig im Schatten liegt, wird er komplett rostrot erscheinen. Das liegt daran, dass das Licht, das noch zum Mond durchdringt, durch die Erdatmosphäre hindurch muss. Die lässt nur langwelliges rotes Licht hindurch – der Mond erscheint rot und wird „Blutmond“ genannt.

Update vom 14. März 2025, 6.41 Uhr: Falls Sie den Mond in Deutschland sehen konnten, dürfte er jetzt langsam untergegangen sein. Aber die Mondfinsternis ist damit noch lange nicht beendet – anderswo auf der Erde wird ab 7.26 Uhr eine totale Mondfinsternis mit „Blutmond“ zu sehen sein.

Die Mondfinsternis am 14. März 2025 ist in vollem Gang.

Update vom 14. März 2025, 6.30 Uhr: Eine Mondfinsternis kann übrigens zeigen, dass die Erde tatsächlich eine Kugel ist: Wenn Sie sich den Schatten, den die Erde auf den Mond wirft, genau anschauen, ist er rund. Und damit ist es eindeutig: Die kugelförmige Erde wirft einen runden Schatten ins Weltall – völlig egal, von welcher Seite sie beleuchtet wird.

Update vom 14. März 2025, 6.05 Uhr: Langsam geht es los – am linken Rand scheint dem Vollmond bereits ein kleines Stückchen zu „fehlen“. Was man hier beobachten kann, ist Himmelsmechanik in Echtzeit: Der Vollmond wandert in den Schatten, den die Erde (angestrahlt von der Sonne) ins Weltall wirft. Aus unserer irdischen Sicht scheint der Mond dadurch zu verschwinden.

Update vom 14. März 2025, 5.45 Uhr: Bald ist der Vollmond komplett vom Halbschatten der Erde verdeckt – dann beginnt der gut sichtbare Teil der Mondfinsternis: von links wird der Vollmond vom Kernschatten der Erde „angeknabbert“. Um 6.09 Uhr wird es so weit sein. Falls Sie den Mond in Deutschland sehen können, können Sie diesen Teil der Mondfinsternis noch live an Ihrem Himmel beobachten, kurz bevor der Vollmond untergeht.

Update vom 14. März 2025, 5.12 Uhr: Wer den Vollmond gerade sehen kann und etwas Erfahrung hat, kann vielleicht sehen, dass sich ein leicht gräulicher Schleier langsam über ihn schiebt. Es handelt sich um den Halbschatten der Erde, in den der Mond jetzt langsam eintaucht. Das Himmelsspektakel kann man auch im Mondfinsternis-Livestream verfolgen – garantiert wolkenfrei.

Erstmeldung vom 13. März 2025: Frankfurt – Kurz bevor sich der Vollmond (auch genannt Wurmmond) am 14. März vom Himmel verabschiedet, hat er noch einmal ein Highlight auf Lager: In Deutschland kann man dann den Beginn einer totalen Mondfinsternis sehen. Leider nur den Beginn, denn bereits kurze Zeit später geht der Mond im Westen unter.

Totale Mondfinsternis ist in Deutschland nicht zu sehen – nur der Beginn ist möglich

Wer es nicht schafft, die Mondfinsternis am Himmel zu sehen – sei es wegen Wolken oder einem verstellten Blick nach Westen – kann die gesamte Mondfinsternis im Livestream aus den USA bewundern. Dabei kann man auch das Highlight einer totalen Mondfinsternis sehen: den sogenannten „Blutmond“. Der entsteht, wenn der Mond vollständig vom Kernschatten der Erde bedeckt ist. Dann dringt nicht mehr das gesamte Sonnenlicht zum Mond durch, sondern nur noch etwas Licht, das durch den Schatten der Erde gefiltert wird. Es handelt sich dabei um langwelliges rotes Licht – der Vollmond erscheint blut- oder rostrot am Himmel.

UhrzeitPhase der Mondfinsternis
4.57 Uhr:Die Halbschattenfinsternis beginnt.
6.09 Uhr:Die partielle Mondfinsternis beginnt – der Vollmond wird von links vom Kernschatten der Erde angeknabbert.
6.46 Uhr:Der Mond geht in Frankfurt am Main unter.
7.26 Uhr:Die totale Mondfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar).
7.58 Uhr:Der Vollmond ist jetzt maximal verfinstert. Wer den Mond jetzt sehen kann, sieht einen Blutmond.
8.31 Uhr:Die totale Mondfinsternis ist zu Ende, der Kernschatten der Erde gibt den Mond nach und nach wieder frei.
9.47 Uhr:Die partielle Mondfinsternis ist zu Ende, jetzt liegt nur noch der Halbschatten der Erde auf dem Mond. Das ist kaum zu erkennen.
11.00 Uhr:Auch die Halbschattenfinsternis ist jetzt zu Ende – der Erdschatten hat den Vollmond wieder komplett freigegeben.
Quelle: timeanddate.de

Am 14. März kann man dieses Phänomen gut eine Stunde lang beobachten – von etwa 7.26 Uhr bis 8.31 Uhr (MEZ) leuchtet der rote „Blutmond“ über dem Himmel der USA. Dann wird der Mond langsam wieder vom Erdschatten freigegeben und nimmt seine eigentliche Farbe wieder an. Insgesamt dauert die Mondfinsternis von 4.57 Uhr bis 11.00 Uhr – allerdings kann man den Anfang und das Ende der Finsternis mit bloßem Auge nur schwer erkennen. Denn zu Beginn legt sich nur der Halbschatten der Erde über den Mond – zu sehen als ein leicht gräulicher Schatten, der nur geübten Beobachtenden auffallen dürfte.

Bei einer Mondfinsternis taucht der Vollmond in den Erdschatten ein. (Archivbild)

Dieser Halbschatten ist auch der letzte Überrest der Mondfinsternis, bevor diese um 11 Uhr endet. Wer die aktuelle Mondfinsternis in Deutschland etwas enttäuschend findet, muss glücklicherweise gar nicht mehr lange warten, bis es hierzulande etwas Besseres zu sehen gibt: Am 29. März findet eine partielle Sonnenfinsternis statt und am 7. September eine totale Mondfinsternis, bei der der Mond bereits als „Blutmond“ aufgeht. (tab)

Rubriklistenbild: © Gianni Gattus/dpa

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