Aktuelle Hochwasserlage im Liveticker

Die Hochwasserlage im Ostalbkreis hat sich stabilisiert

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Täferrot: Einsatzkräfte sind in einer Notunterkunft für Evakuierte im Einsatz.
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Die Hochwassersituation im Ostalbkreis entspannt sich allmählich: Die Evakuierungen wurden aufgehoben.

Aalen/Heuchlingen/Täferrot. Die Hochwasserlage im Ostalbkreis spitzt sich nach einer zwischenzeitlichen Entspannung wieder dramatisch zu. Wir berichten im Liveticker.

Aktuelle Hochwasserlage im Liveticker

+++Update 16:46 Uhr+++ Im Laufe des Nachmittags hat sich die Hochwasserlage im Leintal weiter verbessert. Das teilt das Landratsamt mit. Aktuell wird für den Kocher in Abtsgmünd ein maximal 100-jährliches Hochwasser prognostiziert. Ebenso für den Kocher flussabwärts bis Untergröningen. Die Landkreisverwaltung hat deshalb den von Sonntag auf Montag einberufenen Verwaltungsstab wieder aufgelöst. Der Führungsstab der Hilfsorganisationen des Ostalbkreises wird noch im Aalener Landratsamt eingerichtet bleiben, bis die Pegelspitzen in Abtsgmünd erreicht sein werden. Dieser sogenannte Peak der Welle wird bis etwa 17 Uhr erwartet. Stand jetzt ist in Abtsgmünd weder die Lein noch der Kocher über die Ufer getreten.

+++Update 16:15 Uhr+++ In Schorndorf-Miedelsbach hat die Feuerwehr beim Auspumpen eines vom Hochwasser überfluteten Kellers in der Mühlstraße zwei Leichen entdeckt. Die Todesursache ist bisher noch unklar.

+++Update 16:08 Uhr+++ Der Brenztopf in Königsbronn – Die Brenz schüttet dort gewöhnlich 1200 Liter pro Sek. jetzt ist es das Doppelte.

+++Update 16:02 Uhr+++ Der ICE hat den Gmünder Bahnhof erreicht und steht auf Gleis 4. Dort bleibt er, bis klar ist, wie groß die Schäden sind und in welcher Werkstatt sie behoben werden können. 

+++Update 15:30 Uhr+++ Der nach dem Erdrutsch in Gmünd entgleiste ICE rollt wieder.

+++Update 15:16 Uhr+++ Heuchlingens Schultes Peter Lang gibt für seine Gemeinde Entwarnung: „Es entspannt sich. Der Höhepunkt des Wasserstands ist erreicht und bleibt stabil. Tendenz ist dann hoffentlich kontinuierlich sinkend.“

+++Update 14:55 Uhr+++ Stimmen und Bilder aus Leinzell. Feuerwehrkommandant Sascha Bollin äußert sich zur extremen Hochwasserlage an der Lein. Anwohner berichten über vollgelaufene Keller und der Lage in der kleinsten Gemeinde im Ostalbkreis.

+++Update 14:34 Uhr+++ Die Wassermassen in der Lein haben Abtsgmünd erreicht. Minütlich steigt dort der Pegel. Wie Gesamtkommandant Heiko Bernthaler mitteilt, wird der Höhepunkt wohl gegen 16 Uhr erreicht. Trotz des aktuell steigenden Wasserpegels zeigen sich die Rettungskräfte aber optimistisch. „Der Kocher führt gerade nur wenig Wasser“, meint Bernthaler. Dadurch könnte der Kocher das komplette Wasser aus der Lein „sehr gut aufnehmen“, weswegen weitere Überschwemmungen vielleicht erspart bleiben. Zum weiteren Schutz haben THW und Feuerwehr rund 2000 Sandsäcke an den neuralgischen Punkten gestapelt.

Derweil sind etwa 200 Personen im Bereich der Lein und des Kochers von der Feuerwehr evakuiert worden. Größtenteils sind sie in der Notunterkunft in Neubronn sowie bei Bekannten und Freunden untergekommen.   

+++Update 13:15 Uhr+++ Der Zweckverband Wasserversorgung Rombachgruppe ruft die Bevölkerung in Abtsgmünd zum
Wassersparen auf. Aufgrund der starken Regenfälle und Überflutungen sind laut Zweckverband die Quellen zur Trinkwasseraufbereitung im Bereich Abtsgmünd nicht oder nur noch teilweise nutzbar. Die Trinkwasserversorgung wird über Noteinspeisungen aufrechterhalten.

Derzeit sei die Trinkwasserversorgung aber noch gewährleistet. Es komme zu keiner hygienischen Beeinträchtigung. Da die Situation jedoch länger anhalten wird, bittet der Zweckverband Wasserversorgung Rombachgruppe die Bevölkerung der Gemeinde Abtsgmünd, Wasser zu sparen und sehr sorgsam mit dem verfügbaren Trinkwasser umzugehen. Betroffen sei der Gesamtbereich der Gemeinde Abtsgmünd.

+++Update 11:52 Uhr:+++ Der Blick über Heuchlingen:

+++Update 11:36 Uhr:+++ Die Lein tritt über die Ufer: Drohnenflug über Roßnagel und Leinroden.

+++Update 11:34 Uhr:+++ Nach Informationen unserer Redaktion wird die Weiterfahrt des ICE „aus eigener Kraft“, wenn sie denn möglich ist, wohl erst am Nachmittag starten. 

+++UPDATE 11:30 Uhr:+++ Heuchlingens Schultes Peter Lang kann zwar noch keine Entwarnung geben, zeigt sich aber vorsichtig optimistisch. Es werde keine unberechenbare Welle erwartet, aber man müsse eben schauen, wie stark die Lein noch ansteige. Glücklicherweise komme kein neuer Regen nach, so dass das Ganze nach jetzigem Stand wohl handelbar bleibe.

+++ UPDATE 11:03 Uhr:+++ Die Deutsche Bahn prüft, ob der entgleiste ICE-Zug noch „aus eigener Kraft“ fahren kann. Wenn sich dies bestätigt, soll der Zug noch vor Mittag in den Gmünder Bahnhof fahren. Dort wäre zunächst Endstation für ihn.

+++ UPDATE 11:02 Uhr: +++ Aktueller Stand in Heuchlingen: Die Lein tritt an der Schule in Heuchlingen etwas über das Ufer, ansonsten ist noch „ein bisschen Platz“.

+++UPDATE 10:34 Uhr:+++ Lage entlang der Lein bessert sich: Der Führungsstab und Landratsamt haben entschieden, die für die Anliegergemeinden geltende Evakuierungswarnung aufzuheben und die Hochwasserwarnstufe von einem Extremereignis“ HQ extrem“ auf ein Hochwasserereignis „HQ 100“ zurückzustufen. Damit können evakuierte Bürgerinnen und Bürger die Notunterkünfte wieder verlassen. „Erfreulicherweise können wir ein deutliches Signal der Verbesserung geben“, sagte Landrat Dr. Joachim Bläse und dankte gleichzeitig allen Bürgermeistern, Feuerwehren und ehrenamtlich bei der Vorbereitung und beim Betrieb der Notunterkünfte Tätigen für ihr Engagement. Führungsstab und Landratsamt sprechen zeitgleich allerdings eine Vorwarnung für ein hundertjährliches Hochwasser für den Kocher, in welchen die Lein mündet, ab Abtsgmünd und weiter über Algishofen und Fach bis Untergröningen aus.

Dramatische Hochwasserlage im Ostalbkreis

Einsatzkräfte evakuieren das Dorf Täferrot, es wird ein Dammbruch sowie eine Überschwemmung erwartet wegen Hochwasser in der Lein.
Einsatzkräfte evakuieren das Dorf Täferrot, es wird ein Dammbruch sowie eine Überschwemmung erwartet wegen Hochwasser in der Lein. © Jason Tschepljakow
 Eine Luftaufnahme zeigt die Überschwemmungen in Leinzeill.
Eine Luftaufnahme zeigt die Überschwemmungen in Leinzeill. © Jason Tschepljakow
Täferrot: Einsatzkräfte sind in einer Notunterkunft für Evakuierte im Einsatz.
Hochwasser in Täferrot (Baden-Württemberg) © dpa/ Jason Tschepljakow
Eine Luftaufnahme zeigt die Überschwemmungen in Täferrot.
Eine Luftaufnahme zeigt die Überschwemmungen in Täferrot. © Jason Tschepljakow
Eine Luftaufnahme zeigt die Überschwemmungen in Leinzeill.
Eine Luftaufnahme zeigt die Überschwemmungen in Leinzeill. © Jason Tschepljakow
Täferrot: Evakuierte werden in einer Notunterkunft untergebracht.
Hochwasser in Täferrot (Baden-Württemberg) © dpa/ Jason Tschepljakow
Hochwasser Leinzell: Lein tritt über die Ufer
Hochwasser Leinzell: Lein tritt über die Ufer © Jason Tschepljakow
Täferrot: Einsatzkräfte sind in einer Notunterkunft für Evakuierte im Einsatz.
Hochwasser in Täferrot (Baden-Württemberg) © dpa/ Jason Tschepljakow
Ortsdurchfahrt Heuchlingen von Richtung Mögglingen aus gesperrt.
Ortsdurchfahrt Heuchlingen von Richtung Mögglingen aus gesperrt. © David Wagner
Die Waldhäuser Steige in Unterkochen ist auf Höhe der Papierfabrik Munksjö halbseitig gesperrt.
Die Waldhäuser Steige in Unterkochen ist auf Höhe der Papierfabrik Munksjö halbseitig gesperrt.  © Oliver Giers
Die Waldhäuser Steige in Unterkochen ist auf Höhe der Papierfabrik Munksjö halbseitig gesperrt.
Die Waldhäuser Steige in Unterkochen ist auf Höhe der Papierfabrik Munksjö halbseitig gesperrt.  © Oliver Giers
Das Täferroter Rückhaltebecken.
Das Täferroter Rückhaltebecken. © Bernd Stäb
Im Leintal wird‘s immer voller, der Fluss spickt schon aus dem Bett.
Im Leintal wird‘s immer voller, der Fluss spickt schon aus dem Bett. © Anke Schwörer-Haag
Das zweite Bild zeigt die Straßenmeisterei, die seit Freitag rund um die Uhr im Einsatz ist, um Kiesreste von den Straßen zu fegen und Abläufe freizuschaufeln.
Die Straßenmeisterei, die seit Freitag rund um die Uhr im Einsatz ist, um Kiesreste von den Straßen zu fegen und Abläufe freizuschaufeln. © Anke Schwörer-Haag
Teile von Leinzell sind überflutet, nachdem der Fluss Lein über die Ufer getreten war.
Teile von Leinzell sind überflutet, nachdem der Fluss Lein über die Ufer getreten war.  © Jason Tschepljakow/dpa
Ein Anwohner legt Sandsäcke im Bereich des Flusses Lein zum Schutz von Häusern vor Überschwemmungen aus. In Leinzell war der Fluss Lein über die Ufer getreten.
Ein Anwohner legt Sandsäcke im Bereich des Flusses Lein zum Schutz von Häusern vor Überschwemmungen aus. In Leinzell war der Fluss Lein über die Ufer getreten.  © Jason Tschepljakow/dpa
Lein tritt an der Schule in Heuchlingen etwas über das Ufer, ansonsten ist noch „ein bisschen Platz“.
Lein tritt an der Schule in Heuchlingen etwas über das Ufer, ansonsten ist noch „ein bisschen Platz“. © David Wagner
Die Lein in Heuchlingen.
Die Lein in Heuchlingen. © David Wagner
Die Lage an der Lein in Heuchlingen am Montagmorgen.
Die Lage an der Lein in Heuchlingen am Montagmorgen. © David Wagner
Bei Roßnagel/Leinroden von oben.
Bei Roßnagel/Leinroden von oben. © Oliver Giers
Kurz vor Heuchlingen um 11.30 Uhr am Montagmorgen.
Kurz vor Heuchlingen um 11.30 Uhr am Montagmorgen. © Oliver Giers
Das Wasser in Heuchlingen steigt weiter.
Das Wasser in Heuchlingen steigt weiter. © Oliver Giers
An der Kocherbrücke in Abtsgmünd wartet man auf die Welle. Mitarbeiter vom Sägewerk mussten die Firmenfläche räumen. (Stand 12 Uhr)
An der Kocherbrücke in Abtsgmünd wartet man auf die Welle. Mitarbeiter vom Sägewerk mussten die Firmenfläche räumen. (Stand 12 Uhr) © Oliver Giers
An der Kocherbrücke in Abtsgmünd wartet man auf die Welle. Mitarbeiter vom Sägewerk mussten die Firmenfläche räumen. (Stand 12 Uhr)
An der Kocherbrücke in Abtsgmünd wartet man auf die Welle. Mitarbeiter vom Sägewerk mussten die Firmenfläche räumen. (Stand 12 Uhr) © Oliver Giers

+++UPDATE 10:27 Uhr:+++

Sperrung wegen Hochwasser

  • B 290 Ellwangen – Crailsheim: Ortsdurchfahrt Jagstzell gesperrt          
  •  K 3291 Unterkochen – Brastelburg (Waldhäuser Steige) / Überflutung der Waldhäuser Straße in der Ortsdurchfahrt Unterkochen/Stadtgebiet              
  • B 298 Leinhäusle – Amandusmühle, Umleitung über L 1155/ L 1153 Richtung Alfdorf
  • K 3252 zwischen L 1080 und Horlachen
  • Ortslage Täferrot gesperrt - alle zuführenden Straßen:
  • -       K 3328 aus Richtung L 1156
  • -       K 3328 aus Richtung Tierhaupten
  • -       K 3258 aus Richtung Leinzell
  • -       K 3256 aus Richtung Durlangen

Sperrung wegen Erdrutsch

  • L 1160 Furtlepass, Weiler i. d. Bergen – Degenfeld
  • K 3334 Schwäbisch Gmünd – Lorch
  • K 3331 Wildgarten – Rauhenzeinbach
  • K 3247 Ottenried – Kreisgrenze

+++UPDATE 10:26 Uhr:+++ Seit dem Morgen wird aufgrund der ursprünglichen Hochwasserprognosen, die noch von einem Extremereignis ausgegangen werden, aber auch aufgrund der Lage nahe der Lein präventiv das Pflegeheim St. Lukas evakuiert. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden interimsweise nach Schechingen verlegt. Wie lange sie dort bleiben werden, hängt von der weiteren Entwicklung der Lage ab.

+++UPDATE 10:20 Uhr:+++ Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App Nina, ruft im Namen des Wasserversorgers Rombachgruppe Bürger der Gemeinde Abtsgmünd zum „sparsamen Umgang mit Trinkwasser“ auf. Die Trinkwasserqualität sei jedoch aktuell nicht beeinträchtigt.

+++UPDATE 10.14 Uhr:+++ Das Wasser ist auf dem Weg. Aktuell hat die Flutwelle die Lein auf Höhe der Gemeinde Leinzell passiert und schwappt weiter in Richtung Osten. Wie Armin Kiemel, Bürgermeister der Gemeinde Abtsgmünd und Vorsitzender des Wasserverbandes, mitteilt, werden die Wassermaßen schätzungsweise zwischen 11.30 Uhr und 12 Uhr die Gemeinde Abtsgmünd erreichen. Kurz davor werden sie Heuchlingen passieren.

+++UPDATE 10:07 Uhr:+++ Das Hochwasser verhinderte in vielen Gemeinden, dass die Tagespost-Austräger die Montagsausgabe zustellen konnten. Betroffen waren die Lein-Anlieger Täferrot, Leinzell, Mulfingen, Horn, Heuchlingen und Holzleuten. Wenn die Situation es zulässt, soll die Montagsausgabe am Dienstag nachgeliefert werden. 

+++UPDATE 10:02 Uhr:+++ Die NINA WarnApp meldet: Warnung vo einem möglichen 100-jährigen Hochwasserereignis in Abtsgmünd (Talsole entlang der Lein), Heuchlingen, Leinzell, Göggingen Ortsteile Mulfingen und Horn.

+++UPDATE 09:58 Uhr:+++ Für einige Weiler und Gehöfte rund um Alfdorf hat sich die Hochwasserlage in der Nacht zum Montag so zugespitzt, dass das Rote Kreuz vorsorglich im Bürgerzentrum in Pfahlbronn eine Notunterkunft eingerichtet hat. Rund 30 Personen fanden sich hier zeitweise ein, teilt Alfdorfs Bürgermeister Ronald Krötz mit. 

+++UPDATE 09:50 Uhr:+++ In Heuchlingen in der Hütte des Schwäbischen Albvereins sind rund 20 Menschen in der Notunterkunft untergekommen. Das Schlimmste sei die Ungewissheit. Man könne derzeit nur abwarten und das Beste hoffen.

+++UPDATE 08:50 Uhr:+++ In Untergröningen sei die Lage aktuell „noch komplett entspannt“, meint Oliver Schön, Abteilungskommandant der Untergröninger Feuerwehr, und fügt hinzu: „Wir warten aber alle, ob das Wasser kommt oder nicht.“ Im Abtsgmünder Teilort könnte es im schlimmsten Fall zu einem hundertjährigen Hochwasser kommen. Für den Fall der Fälle haben Gemeinde und Rettungskräfte in der Turnhalle eine Notunterkunft eingerichtet. Wie viele Menschen ihre Häuser verlassen müssen, kann Schön zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, zumal die Evakuierung freiwillig ist.

Aufgrund der unsicheren Hochwasserlage stehen nach Informationen der Feuerwehr aktuell auch die Maschinen der Firma Rommelag still, da das Gelände im potenziellen Überflutungsgebiet liegt.

+++UPDATE 08:30 Uhr:+++ Aufatmen in Aalen. Nach Aussage des Sozial- und Verwaltungsbürgermeisters, Bernd Schwarzendorfer, „entspannt sich die Hochwasserlage in der Stadt“. Die Straßensperrungen werden im Laufe des Tages aufgehoben. Vollgelaufene Keller beschäftigen die Rettungs- und Einsatzkräfte jedoch weiter.

+++UPDATE 08:20 Uhr:+++ Die Abtsgmünder Feuerwehr warnt die Bürger der Kochertalgemeinde nun auch über die Sozialen Medien vor möglichem Hochwasser. Darin heißt es, dass sich der Leinpegel „sehr stark erhöhen“ wird. Anwohner sollen umgehend ihr Haus oder ihre Wohnung verlassen und sich in höher gelegene Gebiete in Sicherheit bringen. Eine Notunterkunft ist das Dorfhaus in Neubronn. 

+++UPDATE 08:06 Uhr:+++ In der Abtsgmünder Nachbargemeinde hat sich die Situation dagegen „etwas entspannt“, sagt Hüttlingens Bürgermeisterin Monika Rettenmeier am frühen Montagmorgen. Der Pegel des Kochers liege aktuell bei 1,26 Meter und sinke weiter, so Rettenmeier. Am Sonntag lag der Pegel noch bei 1,42 Meter - normal sind etwa 50 Zentimeter.

„Wir haben soweit alles im Griff“, meint auch Feuerwehrkommandant Fabian Raab. Doch aktuell eine Prognose zu treffen, wie es weitergeht, sei schwer. Die Hüttlinger Wehr sei auf jeden Fall vorbereitet und überall präsent, um die Lage im Blick zu halten.

+++UPDATE 08:02 Uhr:+++ In der Gemeinde Abtsgmünd hat entlang der Lein die Evakuierung begonnen. Erste Anwohner haben ihre Häuser verlassen, weitere folgen. Personen, die schlecht zu Fuß sind, hilft die Feuerwehr. Unterstützung erhält die Abtsgmünder Feuerwehr dabei von den Kameraden aus Hüttlingen. Auch sämtliche Straßen entlang der beiden Flüsse in Abtgsgmünd werden komplett gesperrt.

Noch sei die Lage allerdings „halbwegs entspannt“, meint Gesamtkommandant Heiko Bernthaler. Doch das könne sich schnell ändern, wenn das Wasser kommt. Aktuell rechnen die Experten für die Gemeinde mit einem „HQextrem“ .

+++UPDATE 07:35 Uhr:+++ In Heuchlingen wurde der Bereich, der nach dem Kriterium „HQextrem“ als besonders hochwassergefährdet gilt, evakuiert, teilt Bürgermeister Peter Lang am Montagmorgen (7.30 Uhr) mit. Dazu habe es vom Krisenstab des Landkreises die entsprechende Anordnung gegeben. „Das haben wir nun gemacht“, berichtet Lang. In Heuchlingen seien zwei Notunterkünfte eingerichtet, zum einen im Gemeindehaus in der katholischen Kirche und zum anderen an der Hütte des Schwäbischen Albvereins. Schule und Kindergarten wurden, wie vom Landkreis angeordnet, „komplett abgesagt“. Zudem seien verschiedene Gebäude im Hochwassergefahrenbereich vorsorglich geschützt worden. „Jetzt warten wir, was kommt“, meint Peter Lang. Wie viele Personen in Heuchlingen von der Evakuierung konkret betroffen seien, kann der Bürgermeister am Montagmorgen noch nicht genau sagen, er gehe von rund 60 bis 80 Menschen aus. 

+++UPDATE 07:03Uhr:+++ Wie die Landkreisverwaltung mitteilt, wurde die Anweisung zur Evakuierung von Tallagen der Gemeinde Täferrot inzwischen auch auf die Tallagen der Gemeinden Heuchlingen, Leinzell, der Ortsteile Mulfingen und Horn der Gemeinde Göggingen sowie die Talsole entlang der Lein in der Gemeinde Abtsgmünd ausgeweitet.

Neben den bereits bekannten Notunterkünften in Heuchlingen, Leinzell und Täferrot wurden in Abtsgmünd-Neubronn das Dorfhaus in der Kapellenstraße 5 und in Abtsgmünd-Pommertsweiler die Turnhalle in der Oberen Straße 23 vorbereitet

In den Gemeinden Täferrot, Heuchlingen und Leinzell bleiben Schulen und Kindergärten heute geschlossen. In der Gemeinde Abtsgmünd bleiben nur die Schulen im Hauptort geschlossen.

Landrat Dr. Joachim Bläse hat in der Nacht den Verwaltungsstab einberufen. Außerdem wurde um 1 Uhr die "Außergewöhnliche Einsatzlage" ausgerufen. Grund ist die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bevorstehende Entlastung des Täferroter Stausees und des Rehnenmühlenstauses, die als Hochwasserrückhaltebecken dienen, mit der Folge von Überflutungen im Leintal.

Notunterkünfte vorbereitet

Betroffen sind die Gemeinden Täferrot, Leinzell, Heuchlingen und Abtsgmünd. Um 1:29 Uhr wurde via Warn-Apps, Cellbroadcast und Radiomeldungen die Vorbereitung der Evakuierung / Räumung des Leintals (Gemeinden Abtsgmünd, Heuchlingen, Leinzell und Täferrot) angekündigt. Von der Gemeinden Göggingen ist der Teilort Mulfingen betroffen.

Notunterkünfte wurden bereits vorbereitet:

  • Heuchlingen: Albvereinshaus in der Brackwanger Straße und im Gemeindehaus
  • Leinzell: Mensa der Schule in der Rosensteinstraße
  • Täferrot: Turnhalle im Schulweg

Die Notunterkünfte können im Bedarfsfall direkt aufgesucht werden, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
In den Gemeinden wurden Evakuierungen von Anliegern entlang der Lein inzwischen bereits durchgeführt. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, die aktuellen Warnmeldungen weiterhin aktiv zu verfolgen.

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