Pegel steigen

Hochwasser an der Hunte: Laut Vorhersage neuer historischer Höchststand erwartet

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Der Wasserstand der Hunte bei Oldenburg soll in den kommenden Stunden enorm ansteigen. Dauerregen in Niedersachen könnte zu einem neuen Extremstand des Flusses führen.

Landkreis Oldenburg – Die Hochwasser-Lage an der Hunte im Landkreis Oldenburg ist weiter angespannt und könnte sich in den kommenden Stunden weiter verschlimmern. Denn laut einer Vorhersage des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) soll der Pegel des Flusses steigen – über den einstigen historischen Höchststand.

Hochwasser: Historischer Höchststand der Hunte aufgrund von Dauerregen droht

Während der Pegel der Hunte in den vergangenen Tagen leicht sank, soll der Wasserstand nun bis zum Freitag, 5. Januar, enorm zunehmen. Laut Daten der NLWKN Betriebsstelle Brake-Oldenburg, wird aufgrund des anhaltenden Dauerregens in Niedersachsen in der Hunte bei Huntlosen ein Zuwachs des Wasserstandes um mehr als 20 bis 30 Zentimeter erwartet.

Fotos aus Niedersachsen zeigen Ausmaß der dramatischen Hochwasser-Lage im neuen Jahr

Hochwasser in Niedersachsen - Ems
Blick auf das Hochwassergebiet, nachdem der Fluss Ems über die Ufer getreten ist steht das Wasser auf vielen flachen im Landkreis Emsland. © Lars Penning/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Lilienthal
Sandsäcke liegen auf einem Deich vor evakuierten Wohnhäusern an der Wörpe. In Lilienthal dürfen wegen des Hochwassers auch die Deichanlagen und die deichnahen Bereiche nicht betreten werden. © Sina Schuldt/dpa
Blick auf einen überfluteten Weg.
In Oldenburg werden noch einmal deutlich höhere Pegelstände erwartet – wegen des aktuellen Dauerregens. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Hochwasser-Sicherung: Mehrere Tonnen stehen nebeneinander und bilden ein Deichsystem.
Ein mobiles Deichsystem, bestehend aus zahlreichen mit Wasser gefüllten Behältern, steht in Oldenburg, um ein Wohngebiet vor dem drohenden Hochwasser zu schützen. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Ein Traktor fährt über eine überflutete Straße im Hochwassergebiet. Nachdem der Fluss Ems über die Ufer getreten ist, steht das Wasser auf vielen Flächen unter Wasser.
Ein Traktor fährt über eine überflutete Straße im Hochwassergebiet. Nachdem der Fluss Ems über die Ufer getreten ist, steht das Wasser auf vielen Flächen unter Wasser. © Lars Penning
Ein Hof im Bremer Ortsteil Timmersloh steht unter Wasser (Aufnahme mit einer Drohne).
Ein Hof im Bremer Ortsteil Timmersloh steht unter Wasser (Aufnahme mit einer Drohne).  © Sina Schuldt/dpa
Weite Teile des Deichvorlandes sind überschwemmt. Wasser steht auf den Feldern und zerstört das Saatgut.
Weite Teile des Deichvorlandes sind überschwemmt. Wasser steht auf den Feldern und zerstört das Saatgut. © Bartz
An der Sandkruger Straße wird der mobile Deich aufgebaut.
An der Sandkruger Straße in Oldenburg wird ein mobiler Deich aufgebaut. © Sascha Stüber/Stadt Oldenburg
Mit schwerem Gerät wurden die Deiche gesichert.
Mit schwerem Gerät wurden vielerorts in Niedersachsen die Deiche gesichert.  © dpa/Uwe Arndt
Eine kräftige Pumpe entlastet in Kirchwahlingen das örtliche Schöpfwerk.
Eine kräftige Pumpe entlastet in Kirchwahlingen das örtliche Schöpfwerk. © Meyer
Einige Regionen sind nach wie vor von Überschwemmungen betroffen. Dazu gehört unter anderem der Landkreis Verden.
Einige Regionen sind nach wie vor von Überschwemmungen betroffen. Dazu gehört unter anderem der Landkreis Verden. © Str/dpa
Luftaufnahme: Auf einem Deich bei Haren bilden zahlreiche Menschen eine Sandsand-Kette.
In Haren an der Ems bildeten Hunderte Freiwillige eine Menschenkette und halfen den Einsatzkräften beim Platzieren von Sandsäcken. © dpa/Nord-West-Media TV/Torsten Albrecht
Faeser besucht Hochwassergebiet
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) triff in Sandkrug Einsatzkräfte von Technischem Hilfswerk (THW) und der Bundespolizei.  © Markus Hibbeler
Hochwasser - Niedersachsen
Wasser steht in einer evakuierten Wohnstraße nahe der Wörpe in Lilienthal. © Focke Strangmann/dpa
Hochwasser in Niedersachsen - Achim
Bäume ragen aus dem Hochwasser der Weser in Achim-Baden. © dpa
Hochwasser - Niedersachsen
Sandsäcke und Bigbacks liegen bereit, um mit einem Hubschrauber an die Hunte bei Oldenburg gebracht zu werden. © Jörn Hüneke/xoyo/dpa
Silvester auf dem Deich: Der DLRG ist seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz.
Silvester auf dem Deich: Der DLRG ist in Niedersachsen seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz.  © DLRG Landesverband Niedersachsen / Facebook / Screenshot
Blick auf einen unter Wasser stehenden Spielplatz im Butendieker Gehölz.
In Lilienthal im Landkreis Osterholz steht ein Spielplatz im Butendieker Gehölz unter Wasser. © Sina Schuldt/dpa
Der DLRG ist seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz, hier in Wathlingen, wo mit über 10.000 Sandsäcken ein Deich per Menschenkette gesichert wurde.
Der DLRG ist seit Tagen im Hochwasser-Dauereinsatz, hier in Wathlingen, wo mit über 10.000 Sandsäcken ein Deich per Menschenkette gesichert wurde. © DLRG Landesverband Niedersachsen / Facebook / Screenshot
Hochwasser in Achim: Ein Ortsschild von Baden unter Wasser.
Im Landkreis Verden, hier bei Achim-Baden, ist die Hochwasser-Lage weiterhin kritisch. © dpa

Damit könnte der einstige Hochwasser-Extremwert vom 30. Oktober 1998 von 648 Zentimetern überschritten werden. Zurzeit beträgt der Pegel etwa 625 Zentimeter (Stand Mittwoch, 3. Januar, 11:30 Uhr).

Starkregen, Sandsäcke und Einsätze der Feuerwehr: Situation in Oldenburg weiter angespannt

Die Hochwasser-Situation an der Hunte bei Oldenburg bleibt angespannt. Der Fluss könnte laut Vorhersagen weiter steigen. Ein neuer historischer Höchststand droht. (Montage)

Einsetzender Starkregen am Dienstagabend ließ die Hunte in Oldenburg bereits enorm ansteigen. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten in der Nacht zu Mittwoch einige Wohnhäuser mit Hochwasser-Barrikaden schützen. Die Stadt Oldenburg verteilt Sandsäcke an Anwohner, die akut von der Hochwasser-Situation betroffen sind.

Derweil berät sich auch der Hochwasser-Krisenstab in Wildeshausen über die Auswirkungen des steigenden Hunte-Pegels. Verschiedene Maßnahmen an der Hunte wie Straßensperrungen und eine Hochwasser-Hotline sind bereits eingerichtet worden.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/Christian Charisius/dpa

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