Kandidaten auf den Zahn gefühlt: Starke Wirtschaft, starke Demokratie

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Christa Hudyma ist die Kandidatin der Freien Wähler für den Wahlkreis 145. Die Medebacher Immobilienkauffrau tritt zum zweiten Mal bei einer Bundestagswahl an.

Christa Hudyma bewirbt sich im Wahlkreis 145 für die Freien Wähler um ein Bundestagsmandat. Die Medebacher Immobilienkauffrau ist zum zweiten Mal Direktkandidatin im Kreis Soest.

Kreis Soest – Christa Hudyma tritt im Wahlkreis 145 für die freien Wähler zur Bundestagswahl an. Die Medebacherin bewirbt sich um das Direktmandat, ihre Kandidatur ist nicht durch einen Listenplatz abgesichert. Die Freien Wähler sind als einzige Partei mit Wahlkreiskandidat bisher nicht im Bundestag vertreten. Mit Christa Hudyma setzen wir unsere Kandidatenserie fort.

In einem Satz: Warum halten Sie sich für einen geeigneten Kandidaten für den Bundestag?
Ein entscheidender Grund, warum Sie mich als Kandidaten der Freien Wähler wählen sollten, ist meine Unabhängigkeit von Partei-Ideologien und Lobby-Interessen, so biete ich eine authentische und glaubwürdige Alternative, die sich konsequent für Ihre Interessen einsetzt.
Im Falle einer Koalitionsbeteiligung, welche Partei wäre Ihr Lieblingspartner? Warum?
Eine vernünftige Koalitionspartei für die Freien Wähler wäre eine Partei, die ebenfalls für bürgernahe, pragmatische Politik ohne ideologische Extreme steht. Je nach politischer Ausrichtung und Themenschwerpunkten kommen insbesondere folgende Parteien in Frage: CDU, FDP und SPD.
Sie wollen für die Menschen im Kreis Soest in den Bundestag - welche sind die wichtigsten drei Probleme im Kreis, für die Sie sich in Berlin um Lösungen bemühen werden?
Von besonderer Bedeutung sind: Verkehrsinfrastruktur: Die Verbesserung des Verkehrsnetzes ist ein zentrales Anliegen. Der Beteiligungsbericht 2023 des Kreises Soest hebt „Verkehr“ als eines der vier politischen Handlungsfelder hervor. Wirtschafts- und Strukturförderung: Die Förderung der lokalen Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze sind essenziell. Der Beteiligungsbericht betont „Wirtschafts- und Strukturförderung“ als weiteres zentrales Handlungsfeld. Gesundheitsversorgung: Die Sicherstellung einer umfassenden medizinischen Versorgung für die Bevölkerung ist von großer Bedeutung. Auch „Gesundheit“ wird im Beteiligungsbericht als wichtiges Handlungsfeld genannt.
Die Menschen sorgen sich angesichts des Erstarkens der rechtspopulistischen Parteien und der Annäherung demokratischer Parteien an deren Inhalte um die Zukunft der Demokratie. Was glauben Sie, ist erforderlich, um die Demokratie zu stärken und zu schützen?   
Letztlich geht es darum, die Demokratie wehrhaft und gleichzeitig bürgernäher zu machen, damit extremistische Bewegungen weniger Zulauf bekommen. Diese Aufklärung beginnt in den Schulen, aber auch Erwachsene müssen besser über demokratische Prozesse, Fake News und Extremismus aufgeklärt werden. Programme zur Medienkompetenz und politischen Bildung müssen gestärkt werden. Bürgerbeteiligung intensivieren.Viele Menschen fühlen sich von der Politik nicht mehr vertreten. Direkte Demokratie, mehr Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten – z. B. Bürgerdialoge oder digitale Beteiligungsplattformen – können das Vertrauen in demokratische Institutionen stärken.
Der Automobilzulieferer Magna will Arbeitsplätze streichen, gleiches gilt für Hella in Lippstadt. Welche Möglichkeiten sehen Sie auf kommunaler Ebene, Arbeitgeber zu unterstützen und Arbeitsplätze zu erhalten? Mit welchen Argumenten wollen Sie Fachkräfte für den Kreis Soest gewinnen?
Es gibt mehrere Ansätze: Durch folgende Maßnahmen kann die Kommune ein wirtschaftsfreundliches Umfeld schaffen, das Unternehmen langfristig in der Region hält. Gewerbesteuer & Förderungen: Moderate Steuersätze und gezielte Förderprogramme können Investitionen am Standort attraktiver machen. Flächen & Infrastruktur: Bereitstellung von Gewerbeflächen mit guter Verkehrsanbindung und moderner Infrastruktur. Kooperationen mit Schulen & Hochschulen: Programme zur Ausbildung und Weiterbildung in relevanten Branchen fördern. Lebensqualität verbessern: Gute Wohnbedingungen, Freizeitangebote und Familienfreundlichkeit erhöhen die Attraktivität für Fachkräfte. Technologieparks & Innovationszentren: Räume schaffen, in denen Unternehmen neue Technologien entwickeln und testen können. Förderung digitaler Transformation: Unterstützung bei der Umstellung auf Industrie 4.0, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Verkehrsanbindung & Logistik verbessern. ÖPNV & Infrastruktur ausbauen: Pendlerfreundliche Verkehrsanbindungen.
Wie möchten Sie den Mittelstand und die kleinen Unternehmen in unserer Region unterstützen?
Als wirksame Maßnahmen auf kommunaler Ebene sehe ich: Bürokratieabbau und einfachere Genehmigungen, regionale Wirtschaftskreisläufe stärken, finanzielle Unterstützung und Förderprogramme, Fachkräftegewinnung und Ausbildung stärken. Innenstädte und lokale Märkte beleben.
Die Soester Börde ist stark von der Landwirtschaft geprägt. Im vergangenen Jahr sind auch die Börde-Bauern zum Protest nach Berlin gefahren. Inwiefern setzen Sie sich für die heimischen Landwirte ein?
Die Bauern in der Soester Börde stehen unter wirtschaftlichem Druck durchsteigende Kosten, Bürokratie und niedrige Erzeugerpreise. Um ihnen zu helfen, gibt es verschiedene Ansätze auf kommunaler und politischer Ebene: Bürokratie abbauen & praxisnahe Regeln schaffen. Schnellere Genehmigungen: Weniger bürokratische Hürden für Stallbauten, Direktvermarktung und nachhaltige Anbaumethoden. Flexible Umweltauflagen: Nachhaltigkeit fördern, ohne die Betriebe durch überzogene Vorschriften zu gefährden. Regionale Vermarktung stärken. Direktvermarktung fördern: Wochenmärkte, Hofläden und Online-Plattformen für regionale Produkte ausbauen. „Soester Börde“-Label: Ein regionales Qualitätssiegel für lokale Produkte kann die Nachfrage erhöhen. Kommunale Großabnehmer gewinnen: Schulen, Kitas und öffentliche Einrichtungen könnten gezielt regionale Lebensmittel nutzen. Faire Preise & Kostenentlastung. Steuersenkungen & Förderungen: Reduzierung der Grundsteuer für landwirtschaftliche Betriebe oder kommunale Zuschüsse für nachhaltige Investitionen. Faire Handelsbeziehungen: Politischer Druck auf Supermärkte und Lebensmittelkonzerne, um Landwirten bessere Preise zu sichern. Digitalisierung & Innovation nutzen. Smart Farming & Agrartechnologie fördern: Präzisionslandwirtschaft und digitale Lösungen können Effizienz und Erträge steigern. Förderung für erneuerbare Energien: Bauern können durch Solar- oder Biogasanlagen zusätzliche Einnahmequellen erschließen.
Wie kann die Verkehrswende (Autos mit erneuerbaren Energien, besserer ÖPNV) im Kreis Soest gelingen? Ist die aus Ihrer Sicht überhaupt notwendig?
Ja! Grund, hohe PKW-Abhängigkeit, da gerade im ländlichen Gebieten wenig öffentlichen Nahverkehr. Ohne umweltfreundliche Autos bleibt der Verkehr klimaschädlich. Für die Akzeptanz braucht es jedoch noch durchdachte Konzepte aus Ladeinfrastruktur und erneuerbarer Energienutzung.
Wie stehen Sie zum Lückenschluss der Autobahn A445 zwischen Werl und Hamm-Rhynern?
Die Vorteile sehe ich zum einen in der Entlastung der umliegenden Straßen und es gäbe eine direkte Verbindung zwischen der A445, A2 und A44. Wichtig für Pendler und dem Wirtschaftsverkehr. Daher ist der wirtschaftliche Nutzen sowie die Verkehrssicherheit, wie das erhöhte Unfallrisiko der Landstraße zeigt, Rechnung getragen.
In Möhnesee und Warstein sollen riesige Anlagen und Windparks entstehen. Wie stehen Sie dazu?
       Hier würde ich einen Bürgerentscheid herbeiführen.
Die Krankenhausreform hat auf den Kreis Soest erhebliche Auswirkungen, zwei große Krankenhausstandorte stehen vor Fusionen und damit vor gewaltigen Umstrukturierungen. Doch die Umsetzung hängt – in Soest wie in Lippstadt - am Förderbescheid. Wie bewerten Sie die Fusionschancen, wie werden sie sich für die Sicherung der Gesundheitsstandorte im Kreis Soest einsetzen?
Die Sicherung der Krankenhäuser vor Ort, insbesondere im ländlichen Raum, ist essenziell für eine gute medizinische Versorgung. Fusionen können Chancen, aber auch Risiken mit sich bringen. Um die Kliniken langfristig zu stärken und politisch zu begleiten, muss die Fusion strategisch begleitet werden: Sicherstellen, dass die wohnortnahe Grundversorgung erhalten bleibt, auch wenn Spezialbereiche zusammengelegt werden. Klares Konzept für Standorte und Fachbereiche entwickeln, damit keine Klinik komplett geschlossen wird. Transparente Kommunikation mit Bürgern und Mitarbeitern, um Vertrauen zu schaffen und Ängste vor Arbeitsplatzverlusten oder längeren Wegen abzubauen.

Kandidaten-Steckbrief

Name: Christa Hudyma

Wohnort: Medebach

Alter: 63

Politisch aktiv seit: 2005

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder

Beruf: Immobilienkauffrau

Politisches Vorbild: Nicola Beer, aufgrund ihres Einsatzes für Wirtsschaftsliberalismus und Bildungspolitik.

Leitmotiv: Gemeinsam für unsere Werte.

Landeslistenplatz: -

So erreichen Sie die Kandidatin: christa.hudyma@freiwaehler.eu

Kandidaten in Serie

11. Februar: Jens Behrens (SPD)

12. Februar: Sarah Gonschorek (Grüne)

13. Februar: Fabian Griewel (FDP)

14. Februar: Christa Hudyma (Freie Wähler)

18. Februar: Roland Linnhoff (Linke)

19. Februar: Oliver Pöpsel (CDU)

20. Februar: Ulrich von Zons (AfD)

In einer Podiumsdiskussion in Warstein haben sich die heimischen Vertreter von sechs im Bundestag vertretenen Parteien gestellt und debattiert.

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