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Abseits der „Arena auf Schalke“ gibt es einiges zu erleben in Gelsenkirchen. Die Tipps im Überblick, was man während der Fußball-EM entdecken kann.
Gelsenkirchen – Die Fußball-EM 2024 rückt näher: Ab dem 14. Juni rollt der Ball in zehn deutschen Städten. Einer der Austragungsorte ist Gelsenkirchen. In der Stadt im Ruhrgebiet wird am 16. Juni das erste Spiel in der Arena auf Schalke angepfiffen. Während der Zeit des Turniers wird in der Stadt einiges geboten: Verschiedene Spiele, Fanfeste und mehr finden in Gelsenkirchen zur Fußball-EM statt. Doch auch fernab des Stadions gibt es in der Stadt viel zu erleben. wa.de zeigt, was man in Gelsenkirchen sonst noch entdecken kann.
5 Fakten – Das ist Gelsenkirchen
► Einwohner: 263.000 (2022)
► Fläche: 104,8 km²
► Großstadt in NRW: Platz 12 der 30 Großstädte in NRW
► Stadtteile: 18 Stadtteile in 5 Bezirken
► Heimatverein: FC Schalke 04, aktuell in der 2. Bundesliga.
Der Nordsternpark in Gelsenkirchen – Natur, Fanfest und Programm
Der Nordsternpark gehört zu den Orten in Gelsenkirchen, wo Fanfeste und Public Viewing zur Fußball-EM stattfinden werden. Ausgewählte Partien werden dort auf einer großen Leinwand übertragen. Doch es lohnt sich, bereits vor Anpfiff in den Park zu kommen. Rund um die Spiele wird es nämlich ein buntes Programm geben. Unter anderem wird es Live-Musik vom deutschen ESC-Teilnehmer Isaak und weiteren Künstlern geben. Zudem stehen Talkrunden und mehr auf dem Programm. Der Eintritt in den Nordsternparkpark ist frei. Ob Programm stattfindet oder nicht – die großen Grünflächen laden zum Flanieren oder Picknicken ein. Für Kinder gibt es mehrere Spielplätze, auf denen sie sich austoben können.
Fanzone Nordsternpark Gelsenkirchen
Das Fanfest im Nordsternpark findet rund um ausgewählte Spiele der Fußball-EM statt. Unter anderem werden die vier EM-Partien, die in der Arena auf Schalke ausgetragen werden, gezeigt.
Doch noch etwas zeichnet den Park aus: Die einzelnen Teile des Parks werden durch außergewöhnliche Brücken miteinander verbunden. Insgesamt fünf Brücken kann man im Park finden. Diese ermöglichen es Besucherinnen und Besucher, zwischen den Parkteilen hin- und herzukommen. Denn es fließen gleich zwei Gewässer durch den Nordsternpark: die Emscher und der Rhein-Herne-Kanal. Unter anderem kann man über die Doppelbogenbrücke laufen oder Rad fahren. Sie führt über den Rhein-Herne-Kanal und verbindet die Stadtteile Horst und Heßler. Schon von weitem fallen die roten, asymmetrischen Bogenrohre auf, an denen die Trageseile befestigt sind.
Gelsenkirchen – wo ein Pferd ein eigenes Denkmal hat
Nicht weit entfernt von der Arena auf Schalke kann man sich ein besonderes Denkmal anschauen – für ein Pferd. Doch das Tier ist nicht irgendein Pferd gewesen. „Alex“ war das letzte Grubenpferd. Bis in die 1940er Jahre zog er Förderwägen durch die Schächte der Bergwerke. Ein großer kohlschwarzer Grabstein mit einem Porträt aus Kupfer erinnert an Alex und stellvertretend auch an alle Grubenpferde, die vor Alex unter Tage eingesetzt wurden.
Besucherinnen und Besucher in Gelsenkirchen sollten sich auf jeden Fall etwas Zeit nehmen und das Denkmal zu besuchen. Es steht für die Geschichte des Bergbaus in der Stadt, aber auch im gesamten Ruhrgebiet.
- Adresse: Horster Str. 290, 45899 Gelsenkirchen
- Entfernung zur Arena: Vom Denkmal kann man gut zur Arena spazieren. Etwa eine halbe Stunde braucht man zu Fuß. Der Weg führt durch einen Park und eignet sich gut für einen Spaziergang.
Schlösser in Gelsenkirchen
Bei gutem Wetter ist das Schloss Berge einen Besuch wert. Im Inneren des Schlosses befinden sich ein Hotel und ein Restaurant. Es ist daher nicht zu besichtigen. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn der große Schlosspark um das Wasserschloss herum bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Während einem gemütlichen Spaziergang durch die Gartenanlage laden Bänke zum Verweilen ein. In unmittelbarer Nähe zum Schloss liegt der gleichnamige Berger See. Auf einer 1,8 Kilometer langen Strecke ist er gut zu umrunden. An der Strecke entlang befinden sich mehrere Liegewiesen und Spielplätze für Kinder.
Sollte das Wetter nicht mitspielen, kann man das Schloss Horst in Gelsenkirchen besuchen. Im Inneren des alten Schlosses, das heute auch als Kultur- und Bürgerzentrum dient, befinden sich zudem eine Ausstellung sowie die Stadtbibliothek.
- Schloss Berge: Adenauerallee 103, 45894 Gelsenkirchen
- Schloss Horst: Turfstraße 21, 45899 Gelsenkirchen
Weitere Ausflugsziele in Gelsenkirchen
Gelsenkirchen hat neben dem Nordsternpark und dem Pferde-Denkmal noch einiges mehr zu bieten: Unter anderem gibt es zahlreiche kuriose Ausflugsziele in Gelsenkirchen. Dazu zählt auch eine brennende Halde. Das Bild, was durch den Namen wohl in vielen Köpfen erzeugt wird, gibt es so aber leider nicht zu sehen. Denn die Halde brennt lediglich im Inneren des Hügels. Chemische Reaktionen, die die Reste der Kohle an den Steinen verursachen, erzeugen hin und wieder kleine Schwelbrände.
Auch wenn man an der Oberfläche nichts von den Bränden im Inneren mitbekommt, ist die brennende Halde, die eigentlich Halde Rheinelbe heißt, ein beliebtes Ausflugsziel. Um die Halde herum kann man schöne Spaziergänge machen. Einer der Wege führt auch auf den Hügel hinauf, auf dem man einige besondere Skulpturen entdecken kann. Von oben hat man zudem einen guten Blick auf Gelsenkirchen.
Wenn man vor den EM-Spielen noch etwas mehr Zeit hat, kann man auch in den Zoo gehen: Die ZOOM-Erlebniswelt nimmt Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise um die Welt. In mehreren Themenwelten kann man verschiedene Kontinente entdecken. Neben exotischen Tieren kann man auch die Lebensräume auf den jeweiligen Kontinenten kennenlernen. Die Erlebniswelt ist eines von zahlreichen Ausflugszielen für Familien in NRW.
Nicht nur in Gelsenkirchen können Fans schöne Ausflüge machen: Auch in Dortmund, einem weiteren Austragungsort im Ruhrgebiet, gibt es währen der EM einiges zu erleben. (may)
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