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Anschlag auf Kölner Dom geplant: Terror-Islamist soll ausgeliefert werden – und bleibt deswegen in Haft

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Für den Kölner Dom gab es für Silvester Anschlagspläne. Seitdem herrschen in Köln besondere Sicherheitsmaßnahmen.

Update vom 7. Januar, 12:30 Uhr: Ein im Zusammenhang mit der Terrorwarnung für den Kölner Dom festgesetzter Mann kommt wegen eines europäischen Haftbefehls aus Österreich nicht wieder frei. Das Amtsgericht Köln habe eine sogenannte Festhalteanordnung aufgrund des Haftbefehls erlassen, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe ein Auslieferungsverfahren.

Der 30 Jahre alte Tadschike war an Heiligabend in Wesel festgesetzt worden. Die Polizei hatte angekündigt, ihn bis zu diesem Sonntag in Langzeitgewahrsam zu behalten.

Nach Terrorwarnung für den Kölner Dom: Verdächtiger bleibt in Polizeigewahrsam

Update vom 7. Januar, 10:06 Uhr: Ein im Zusammenhang mit der Terrorwarnung gegen den Kölner Dom festgesetzter Mann ist nicht wieder frei. Der 30 Jahre alte Tadschike sei nicht entlassen worden, teilte die Kölner Polizei am Sonntag mit. Der Mann war an Heiligabend in Wesel festgesetzt worden. Die Polizei hatte angekündigt, ihn bis zu diesem Sonntag in Langzeitgewahrsam zu behalten. Auf welcher Grundlage der Verdächtige nun weiter festgehalten wird, will die Polizei später mitteilen.

Nach Terrorwarnung: Gottesdienst für Karnevalisten unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen

Update vom 3. Januar, 19:20 Uhr: Der Gottesdienst für Karnevalisten hat am Mittwochabend (3. Januar) unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden. Grund dafür ist der anhaltende Terroralarm nach einem Gefahrenhinweis für den Kölner Dom. Die Teilnehmer mussten sich wie schon in den vorhergehenden Tagen seit Weihnachten vor Besuch der Kathedrale kontrollieren lassen. Außerdem durften sie keine waffenähnlichen Gegenstände mitnehmen. Das reiche von Plastikpistolen bis zu den Säbeln der Gardisten, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Nach der Terror-Drohung mussten sich die Karnevalisten vor dem traditionellen Gottesdienst im Dom kontrollieren lassen.

Nach Terrorwarnung für Köln – Kölner Dom bleibt für Touristen geschlossen

Erstmeldung vom 2. Januar: Köln – „Aufgrund eines Gefahrenhinweises für den Kölner Dom wird die Polizei Köln ab heute Abend (23. Dezember) besondere Schutzmaßnahmen ergreifen“, teilte die Polizei Köln mit. Seitdem stehen rund um den Kölner Dom und den Hauptbahnhof Köln zahlreiche Polizeiwagen und im Bereich der Domtreppe sind massive Absperrgitter aufgebaut. „Die Polizei hat die Maßnahmen inzwischen reduziert, zeigt weiterhin im Domumfeld Präsenz und kontrolliert die Besucherinnen und Besucher der Messen“, heißt es am 2. Januar.

Anschlagspläne auf Kölner Dom: „Wird weiter Sicherheitskontrollen geben am Dom“

„Nach dem Hinweis auf ein mögliches Anschlagsszenario für den Kölner Dom haben wir alles in unserer Macht Stehende getan, um die Bevölkerung zu schützen. Wir sind froh, dass wir in Köln ein friedliches Weihnachtsfest erlebt haben und die Menschen gemeinsam rund um den Dom auch mit verstärkten Schutzmaßnahmen Silvester feiern konnten“, betont Polizeipräsident Johannes Hermanns am 1. Januar.

Am Kölner Dom gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen (Symbolbild).

Die Sicherheitsmaßnahmen für den Kölner Dom gelten jedoch auch weiterhin. „Die Ermittlungen der Polizei Köln zur aktuellen Gefährdungslage für den Kölner Dom und das unmittelbare Umfeld werden weiter mit Hochdruck geführt“, so die Polizei am 2. Januar. Bis auf Weiteres soll die Kathedrale am Rhein von Beamten beschützt werden. Damit wird es auch weiterhin Sicherheitskontrollen am Dom geben. Wie lange, das werde aktuell geprüft. 

Nach Terroralarm in Köln: Diese Sicherheitsmaßnahmen gelten am Kölner Dom

Gottesdienst: Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage öffnet der Dom bis auf Weiteres nur zu den Gottesdiensten und zur Beichte geöffnet. Außerhalb der Gottesdienstzeiten bleibt der Dom bis auf Weiteres geschlossen. Auch ist es derzeit nicht möglich, die Domkrippe zu besuchen oder eine Kerze für ein Gebetsanliegen in der Kirche anzuzünden.

Führungen und touristische Besuche: Touristische Besuche der Kathedrale sind nicht möglich. Ebenfalls bis auf Weiteres geschlossen bleiben die Turmbesteigung und die Schatzkammer des Domes. Innenraumführungen finden jedoch statt. Allerdings müssen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst kontrolliert werden.

Kontrollen: Vor dem Einlass gibt es strenge Kontrollen. Dafür wurden Zelte und Absperrgitter aufgebaut. Rollkoffer, Kabinentrolleys, Tagesrucksäcke und andere große Gepäckstücke können nicht mit in den Dom genommen oder dort verwahrt werden. Die Polizei ist verstärkt im Einsatz und kontrolliert den Bereich.

Unter anderem gibt es Absperrungen und Polizeibeamte vor dem Kölner Dom. Bis auf Weiteres ist zudem der Dom nur zu den Gottesdiensten und zur Beichte geöffnet. Und auch dort gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen. Die Gottesdienstteilnehmer mussten zunächst durch eine Sicherheitsschleuse in Zelten, die vor dem Dom aufgestellt waren. Dort werden sie kontrolliert. Große Taschen oder Laptops durften nicht mit in den Dom genommen werden.

Rund um den Kölner Dom gelten besondere Schutzmaßnahmen.

Bei dem Karnevalsgottesdienst am 3. Januar gibt zusätzliche Maßnahmen: „Für die morgige Messe der Karnevalsgesellschaften trifft die Polizei besondere Sicherheitsvorkehrungen. So ist mit den Vertretern der teilnehmenden Gesellschaften vereinbart, dass die zu Uniformen getragenen Säbel nicht mitgeführt werden“, so die Polizei am Dienstag. Zudem sollen die mitgebrachten Fahnen lediglich innerhalb der Kathedrale geschwenkt werden.

Auch ist es derzeit leider nicht möglich, die Domkrippe zu besuchen oder eine Kerze für ein Gebetsanliegen anzuzünden. Besondere Führungen wurden ebenfalls abgesagt, wie es auf der Internetseite des Kölner Doms heißt.

„Es ist ein Bild, das sich niemand von uns wünscht, wenn Einsatzkräfte Besucher christlicher Messen durchsuchen und wir hoffen alle, dass wir möglichst bald wieder in eine gewisse Normalität zurückkehren können. Solange erforderlich, werden wir die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Menschen und des Doms aufrechterhalten. Eine Vorhersage des Zeitpunkts, ab wann wir gegebenenfalls Maßnahmen weiter zurücknehmen können, ist aktuell nicht möglich“

Martin Lotz, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz

Terror-Drohung in Köln: Anschlagspläne für Kölner Dom – mehrere Personen in Gewahrsam

Nach aktuellen Ermittlungen gab es für den Kölner Dom ein Anschlagsszenario: Ein Anschlag habe mit einem Auto verübt werden sollen, sagte der Kölner Polizeipräsident Johannes Hermanns an Silvester. Die Polizei geht von einem großen Netzwerk hinter den möglichen Anschlagsplänen aus.

Am Kölner Dom gelten weiterhin erhöhte Sicherheitsvorkehrungen (Symbolbild).

Terror-Drohung in Köln

► Bereits an Heiligabend hatten Einsatzkräfte zunächst einen 30 Jahre alten Tadschiken in Wesel „zur Gefahrenabwehr“ in einen sogenannten Langzeitgewahrsam genommen.

► Am Sonntagmorgen (31. Dezember) hatten Ermittler dann im Zusammenhang mit den möglichen Anschlagsplänen zeitweise drei weitere Männer (25, 30, 38) mit tadschikischer bzw. usbekischer Staatsangehörigkeit in NRW in Gewahrsam genommen. Am Abend wurde zusätzlich ein weiterer deutsch-türkischer Mann (41) in Bochum festgesetzt.

► Mittlerweile sind drei Männer wieder auf freiem Fuß. Lediglich der 30-jährige Tadschike, der am 24. Dezember festgenommen worden ist und der 25-jährige Tadschike, der am 31. Dezember festgenommen worden ist, befinden sich weiterhin in Gewahrsam. Sie sollen laut aktuellem Stand am 7. Januar, beziehungsweise am 14. Januar entlassen werden. Denn dann enden die freiheitsentziehenden Maßnahmen, so die Polizei. Die Polizei betont jedoch auch: „Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden in allen Fällen fortgeführt.“

Oberbürgermeisterin Reker dankt Polizei nach Terror-Gefahr

Auf X dankte Oberbürgermeisterin Henriette Reker der Polizei für ihren Einsatz. „Der Rechtsstaat ist nicht wehrlos. Wir Kölnerinnen und Kölner lassen uns nicht einschüchtern“, so Reker in dem emotionalen Statement weiter. (jw mit dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Köln, Düsseldorf und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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