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Warum in Gelsenkirchen mehrere Pferde im Stadtgebiet stehen

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Mehr als hundert Pferde wurden einst in Gelsenkirchen aufgestellt. Sie waren Teil einer besonderen Aktion. Manche von ihnen sind noch heute zu sehen.

Gelsenkirchen – Dieser Tankstellenbesucher ärgert sich nicht über hohe Sprit-Preise. Reglos steht er da und blickt auf die Fahrbahn. Die vier Hufe stehen fest auf dem Boden, der haarige Schweif wirkt, als bewege er sich hin und her. Die Pferde-Skulptur an der Tankstelle in Gelsenkirchen Bismarck steht dort seit mehr als zwei Jahrzehnten. Es ist nicht das einzige Pferd, das in Gelsenkirchen in NRW zu sehen ist und bei weitem nicht die einzige kuriose Sehenswürdigkeit in der Stadt.

NRW: Deswegen stehen bemalte Pferdeskulpturen überall in Gelsenkirchen

Auf dem Körper des schwarzen Pferdes sind Zechen, Häuser und Bäume zu sehen – typische Bergwerk-Motive eben. Es steht auf einem Sockel, direkt neben den Zapfsäulen. Es ist eine von 125 Pferdestatuen, die die im ganzen Stadtgebiet von Gelsenkirchen und darüber hinaus aufgestellt wurden. Die meisten davon sind bunt bemalt. So steht etwa ein blaues Pferd mit goldenen Rauten auf dem Dach einer Apotheke in Gelsenkirchen-Bismarck oder ein silbernes Pferd mit goldener Mähne an der Ückendorfer Straße.

Die bunten Pferde von Gelsenkirchen

► Insgesamt entstanden bei der Aktion „auf-GE-zäumt“ 125 bunte und bemalte Pferde.

► Sie fand zum 125-jährigen Bestehen von Gelsenkirchen im Rahmen der City-Offensive NRW „Ab in die Mitte“ im Jahr 2000 statt.

► Daran waren 123 Privatpersonen und Gruppen beteiligt.

► Die bunten Pferde wurden an mehr als hundert Orten im ganzen Stadtgebiet verteilt – manche davon stehen noch heute.

►Gelsenkirchen hat einige kuriose Orte und Kunstwerke: So gibt es einen schwebenden Stein im Stadtgebiet, einen Geistertunnel unter der Stadt und eine brennende Halde, in deren Inneren es mehr als 400 Grad heiß werden kann. Einem anderen Pferd in Gelsenkirchen wurde sogar ein eigenes Denkmal gebaut.

In Gelsenkirchen und der Region stehen an mehreren Orten bemalte Pferde. Hier zum Beispiel vor einer Tankstelle im Stadtteil Bismarck.

Sie alle sind bei der Aktion mit dem Motto „auf-GE-zäumt“ entstanden, die zum 125-jährigen Bestehen der Stadt durchgeführt wurde. Sie war Teil der City-Offensive NRW „Ab in die Mitte“, die im Jahr 2000 stattfand. Dabei wurden die 125 Statuen von Privatpersonen, Kindern oder Gruppen bemalt und gestaltet. Insgesamt arbeiteten 123 Personen und Gruppen dabei mit. Die fertig gestalteten Pferde wurden dann an mehr als hundert Orten im ganzen Stadtgebiet und darüber hinaus verteilt. So schafften es einige Pferde auch nach Essen, Düsseldorf, Bochum oder Bottrop.

Gelsenkirchen ist nicht die einzige Stadt mit „tierischen Stadtbewohnern“

Noch heute sind einige davon zu finden: Neben dem Pferd an der Tankstelle in Gelsenkirchen-Bismarck, gibt es noch Skulpturen an der Willy-Brandt-Allee, am Bahnhofscenter und am Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Der Titel der Aktion „auf-GE-zäumt“ beinhaltet die Abkürzung „GE“, die für Gelsenkirchen steht. Sie ist nicht die einzige Stadt, in der pferdeartige Tiere in der Gegend herumstehen. Gut 45 Kilometer von Gelsenkirchen entfernt, stehen in Wesel dutzende Esel im Stadtgebiet. (ebu)

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/imago

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