Start am 12. Juni

Attacke „eines östlichen Angreifers“: Worum es eigentlich bei Air Defender geht

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Bei Air Defender trainieren 25 Staaten die Verteidigung des Nato-Luftraums. Die Abwehr eines fiktiven Angriffs „eines östlichen Angreifers“ ist Teil der Übung.

Köln – Am 12. Juni startet mit Air Defender die bis dato größte Luftoperationsübung der Nato. Bis zum 23. Juni düsen dann 220 Flugzeuge aus 25 Nato-Staaten über den Himmel Europas. In Deutschland sind die Kampfjets beim Luftwaffenmanöver in gleich mehreren Regionen zu sehen. Unzählige Flugzeuge werden während Air Defender an sechs deutschen Fliegerhorsten stationiert. Auch die Nato Airbase Geilenkirchen ist darin involviert. Wenige Tage vor Beginn der Nato-Großübung erklärte die Bundeswehr nun, worum es bei Air Defender eigentlich geht.

Air Defender befasst sich mit Attacke „eines östlichen Angreifers“

Bei der Air Defender-Übung bereiten sich die Nato-Staaten auf einen möglichen Angriff eines östlichen Angreifers vor (Archivfoto)

Air Defender beschäftigt sich laut Bundeswehr mit einem konkreten Szenario. So soll ein „fiktiver Angriff eines östlichen Angreifers“ trainiert werden. Dieser wird als „OCCASUS“ bezeichnet, sagte ein Sprecher der Bundeswehr gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Geübt werden Szenarien, wie zum Beispiel die Bekämpfung von Drohnen und Marschflugkörpern. Und auch die Verteidigung von Flughäfen und auch Seehäfen“, erklärte der Bundeswehrsprecher.

Das Luftwaffenmanöver steht unter dem Motto „Train as you fight“ (deutsch: Trainiere, wie du kämpfen würdest). So sollen laut Bundeswehr die Übungen bei Air Defender so realistisch wie möglich gestaltet werden. Dazu werden viele Flugzeuge am Himmel über Deutschland sein. Dabei kann es durch die Nato-Übung auch vermehrt zu Fluglärm kommen. Der Überschallknall soll bei Air Defender aber nicht zu hören sein, teilte die Luftwaffe mit.

Tornado, Eurofighter, F16: Fotos zur Kampfjet-Übung „Air Defender“

Ein A-10 Thunderbolt II-Erdkampfjet startet zu Beginn des internationalen Luftwaffenmanövers „Air Defender 2023“ am Fliegerhorst Schleswig/Jagel.
Ein A-10 Thunderbolt II-Erdkampfjet startet zu Beginn des internationalen Luftwaffenmanövers „Air Defender 2023“ am Fliegerhorst Schleswig/Jagel. © Gregor Fischer/dpa
Die Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe haben einem Tornado ein besonderes Design verpasst.
Die Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe haben einem Tornado ein besonderes Design verpasst. © Falk Bärwald
Auf dem Seitenruder des Tornado-Kampfjets prangt die amerikanische Flagge mit der Freiheitsstatue.
Auf dem Seitenruder des Tornado-Kampfjets prangt die amerikanische Flagge mit der Freiheitsstatue. © Falk Bärwald
Die Tornado-Kampfjets stehen am Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein für Air Defender 2023 bereit.
Die Tornado-Kampfjets stehen am Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein für Air Defender 2023 bereit. © Falk Bärwald
Auch der sonderfolierte Eurofighter „Eagle Star 2.0“ stand vor dem Start des Air Defender 2023 auf dem Fliegerhorst Rostock-Laage.
Auch der sonderfolierte Eurofighter „Eagle Star 2.0“ stand vor dem Start des Air Defender 2023 auf dem Fliegerhorst Rostock-Laage. © Bernd Wüstneck/dpa
Zwei Kampfjets des Typs F-18 der US-Streitkräfte landen auf dem Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein.
Zwei Kampfjets des Typs F-18 der US-Streitkräfte landen auf dem Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein. © Falk Bärwald
Im Gegensatz zu den meisten Kampfjets, die am Air Defender 2023 beteiligt sind, stammen die F-18 Kampfjets nicht aus dem Bestand einer klassischen Luftwaffe, sondern von der US Navy.
Dieser F-18 Kampfjet gehört zum Bestand der US Navy. © Falk Bärwald
Insgesamt sind acht der F-18-Kampfjets am Air Defender 2023 beteiligt, je vier aus den USA und Finnland.
Insgesamt sind acht der F-18-Kampfjets am Air Defender 2023 beteiligt, je vier aus den USA und Finnland. © Sherifa Kästner
Ein Kampfjet vom Typ A-10 Thunderbolt II der US-Air Force steht kurz vor Beginn der multinationalen Großübung Air Defender 2023 auf dem Stützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 in Jagel.
Ein Kampfjet vom Typ A-10 Thunderbolt II der US-Air Force steht kurz vor Beginn der multinationalen Großübung Air Defender 2023 auf dem Stützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 in Jagel.  © Nikito/Imago
Ein Flugzeug vom Typ Tornado der Luftwaffe mit einer Sonderlackierung steht während eines Medientags zur Luftwaffen-Übung "Air Defender 2023" über den Luftwaffenstützpunkt Jagel.
Ein Tornado der Luftwaffe mit Sonderlackierung anlässlich des „Air Defender“ steht am Luftwaffenstützpunkt Jagel. © Daniel Bockwoldt/dpa
Bundeswehrangehörige laufen bei einem Medientag zum Internationalen Luftwaffen-Manöver "Air Defender 2023" vor einem Kampfflugzeug F-16 der griechischen Luftwaffe entlang.
Eine F-16 der griechischen Luftwaffe. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ein türkischer Soldat steht kurz vor Beginn der multinationalen Großübung Air Defender 2023 auf dem Stützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 in Jagel neben einem Kampfjet vom Typ F-16 der türkischen Luftwaffe.
Ein türkischer Soldat steht kurz vor Beginn der Großübung Air Defender 2023 auf dem Stützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 in Jagel neben einem Kampfjet vom Typ F-16 der türkischen Luftwaffe. © Nikito/Imago
Angehörige der US-amerikanischen Luftwaffe stehen bei einem Medientag zum Internationalen Luftwaffen-Manöver "Air Defender 2023" vor einem Kampfflugzeug A10 der Airforce.
Vor Air Defender 2023: Angehörige der US-amerikanischen Luftwaffe stehen vor einem Kampfflugzeug A10 der Airforce. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ein Flugzeug vom Typ F-16 der US Air Force steht während eines Medientags zur Luftwaffen-Übung „Air Defender 2023“ auf dem Luftwaffenstützpunkt Jagel.
Ein Flugzeug vom Typ F-16 der US Air Force steht vor Beginn der Übung „Air Defender 2023“ auf dem Luftwaffenstützpunkt Jagel.  © Daniel Bockwoldt/dpa
Ein Flugzeug vom Typ Tornado der Luftwaffe fährt während eines Medientags zur Luftwaffen-Übung "Air Defender 2023" über den Luftwaffenstützpunkt Jagel.
Ein Kampfjet vom Typ Tornado der Luftwaffe auf dem Luftwaffenstützpunkt Jagel. © Daniel Bockwoldt/dpa
Ein Tornado-Kampfjet startet zu Beginn des internationalen Luftwaffenmanövers „Air Defender 2023“ am Fliegerhorst Schleswig/Jagel.
Ein Tornado-Kampfjet startet zu Beginn des internationalen Luftwaffenmanövers „Air Defender 2023“ am Fliegerhorst Schleswig/Jagel. © Gregor Fischer/dpa
Ein Kampfflugzeug A10 der US-Airforce überfliegt vor dem Kampfjet-Manöver Air Defender den Fliegerhorst.
Ein Kampfflugzeug des Typs A-10 der US-Airforce überfliegt drei Tage vor dem Beginn des Kampfjet-Manövers Air Defender den Fliegerhorst Schleswig. Es gehört zu den wichtigsten Erdkampfflugzeugen der amerikanischen Streitkräfte. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Brad Lynch, ein Pilot der US-Airforce, hält eine 30 Millimeter große Patrone in den Händen. Mit dieser ist der Kampfjet des Typs A-10 ausgestattet.
Brad Lynch, ein Pilot der US-Airforce, hält eine 30 Millimeter große Patrone in den Händen. Mit dieser ist der Kampfjet des Typs A-10 ausgestattet. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Zwei Kampfflugzeuge A10 der US-Airforce überfliegen vor dem internationalen Luftwaffen-Manöver „Air Defender 2023“ den Fliegerhorst Schleswig.
Insgesamt hat die US-Luftwaffe zehn der Kampfjets des Typs A-10 für die Luftwaffenübung Air Defender 2023 nach Deutschland entsandt.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Zwei Kampfflugzeuge A10 der US-Airforce rollen bei einem Medientag zum Internationalen Luftwaffen-Manöver „Air Defender 2023“ auf die Startbahn.
412462327.jpg © Karl-Josef Hildenbrand/Imago
Journalisten stehen bei einem Medientag zum Internationalen Luftwaffen-Manöver „Air Defender 2023“ um ein Kampfflugzeug F-16 der griechischen Luftwaffe herum.
Auch Kampfjets des Typs F-16 sind bereits auf dem Fliegerhorst Lechfeld in Bayern angekommen. Hier ein Exemplar der griechischen Luftwaffe, von denen insgesamt drei der Flieger an dem Manöver Air Defender beteiligt sind. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ein Flugzeug vom Typ F-16 der türkischen Luftwaffe startet während eines Medientags zur Luftwaffen-Übung Air Defender 2023 auf dem Luftwaffenstützpunkt Jagel.
Die Türkei hat genauso viele Kampfjets des Typs F-16 für Air Defender nach Deutschland verlegt. Diese sind auf dem Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein stationiert. © Daniel Bockwoldt/dpa
Ein Kampfflugzeug F-16 der griechischen Luftwaffe steht für das Internationale Luftwaffen-Manöver „Air Defender 2023“ bereit.
Die Allwetter-Mehrzweckflugzeuge F-16 waren und sind stark gefragt. Seit Beginn der Serienproduktion im Jahr 1976 wurden über 4.500 der Maschinen gebaut. Vor einigen Jahren wurde die Maschine von 25 Staaten eingesetzt, etwa 15 Prozent aller weltweit aktiven Kampfjets waren die Flieger des US-Herstellers Lockheed Martin. Kein Kampfjet wurde zu diesem Zeitpunkt häufiger verwendet. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
C17 beim Landeanflug auf Wunstorf
Am Dienstag (6. Juni) kam am Fliegerhorst in Wunstorf eine Transportmaschine des Typs Boeing C17 der US Air Force an. © Droese/Imago
A400M auf dem Fliegerhorst in Wunstorf
Ein weiterer Airbus A400M der Luftwaffe landete am Dienstag (6. Juni) auf dem Fliegerhorst in Wunstorf.  © Rainer Droese/Imago
C130 hercules in wunstorf
Auch eine Transportmaschine des Typs Lockheed C130 Hercules kam auf dem Fliegerhorst in Wunstorf an.  © Droese/imago
Mehrere C17 Maschinen am Fliegerhorst Wunstorf
Mehrere Transportmaschinen des Typs Boeing C17 aus den USA stehen nun bereits auf dem Fliegerhorst Wunstorf bereit.  © Droese/Imago
Flugzeuge und Militärfahrzeuge am Fliegerhorst Wunstorf
Parallel zu den ankommenden Flugzeugen laufen die Vorbereitungen zu Air Defender am Fliegerhorst auf Hochtouren. © Droese/Imago
Mitarbeiter der Bundeswehr am Feldtanklager in Wunstorf
Am Fliegerhorst Wunstorf wurde ein neues Feldtanklager für bis zu 2,4 Millionen Liter Kerosin eröffnet. © Julian Stratenschulte/dpa
Feuerwehr und Bundeswehr bei der Befüllung des Tanklagers
Mitarbeiter von Feuerwehr und Bundeswehr befüllten das neue Feldtanklager in Wunstorf. © Julian Stratenschulte/dpa
Soldaten betanken den A400M der Bundeswehr
Als erstes wurde der Airbus A400M der Bundeswehr mit Kerosin aus dem neuen Feldtanklager beliefert. © Droese/Imago
A400M landet in Wunstorf
Der Airbus A400M mit Sonderlackierung landete bereits mehrere Tage vor dem Start der Air Defender-Übung in Wunstorf. © Droese/Imago
F16-Kampfjets aus den USA für Luftwaffenübung landet in Jagel
Ein F-16-Kampfjet aus den USA kam gemeinsam mit weiten sechs Jets am Samstag (3. Juni) auf dem Fliegerhorst Jagel an.  © Georg Wendt/dpa
F16-Kampfjet aus den USA für Luftwaffenübung in Jagel gelandet
Die Flieger kamen am Samstag (3. Juni) auf dem Stützpunkt des taktischen Luftwaffengeschwaders 51 in Schleswig-Holstein an. © Georg Wendt/dpa
Drei F16-Kampfjets aus den USA fliegen in Formation
Drei F-16-Kampfjets flogen vor ihrer Landung am Samstag (3. Juni) am Fliegerhorst Jagel/Hohn noch in Formation. © Georg Wendt/dpa
Kampfjets des Typs „F-18“ sind für Air Defender 2023 auf dem Luftwaffenstützpunkt Hohn gelandet.
Anders als die meisten teilnehmenden Flugzeuge und Kampfjets bei Air Defender 2023, stammen die US-amerikanischen „F-18“-Flieger nicht aus dem Bestand einer klassischen Luftwaffe, sondern gehören zur Marine-Streitkraft, der US Navy.  © Markus Scholz/dpa
Kampfjets des Typs „F-18“ sind für Air Defender 2023 auf dem Luftwaffenstützpunkt Hohn gelandet.
Acht Kampfjets des Typs „F-18“ von McDonnell Douglas werden am Air Defender 2023 beteiligt sein, jeweils vier Flieger aus den USA und dem Nato-Neumitglied Finnland. Erste Maschinen sind am Mittwoch (31. Mai) auf dem Fliegerhorst Jagel/Hohn in Schleswig-Holstein gelandet. © Markus Scholz/dpa
Vier F-18-Kampfjets parken auf dem Flugfeld des Fliegerhorstes Hohn
Gleich mehrere F-18-Kampfjets parken nach ihrer Ankunft auf dem Flierghorst Hohn. © Markus Scholz/dpa
Eine A400M beim Medientag der Luftwaffe mit Air Defender-Logo
Von der deutschen Luftwaffe nimmt eine Transportmaschines des Typs Airbus A400M an der Air Defender-Übung teil. Sie wird in Wunstorf stationiert sein. © Droese/Imago
Der A400M der Luftwaffe auf dem Fliegerhorst in Wunstorf
Dem A400M wurde anlässlich von Air Defender eine Sonderlackierung verpasst. Neben dem Air Defender-Logo mit allen Teilnehmern finden sich am Heck der Airbus-Maschine auf je einer Seite die deutsche und amerikanische Flagge.  © Droese/Imago
A400M auf dem Fliegerhorst Wunstorf
Im Airbus A400M der Luftwaffe finden bis zu 116 Soldatinnen und Soldaten Platz. Außerdem verfügt der A400M über Windabweiser an den seitlichen Springertüren.  © Droese/Imago
Am Mittwoch (31. Mai) sind sieben US-amerikanische Transportflugzeuge des Typs „C-130 Hercules“ des Herstellers Lockheed für die Übung Air Defender auf dem Fliegerhorst Wunstorf gelandet.
Rund 20 Tonnen kann das Transportflugzeug „C-130 Hercules“ des Herstellers Lockheed an Transportlast tragen. Insgesamt sieben der US-Flieger sind am Mittwoch (31. Mai) auf dem Fliegerhorst Wunstorf gelandet, drei weitere werden noch erwartet.  © Droese/localpic/Imago
Am Mittwoch (31. Mai) sind sieben US-amerikanische Transportflugzeuge des Typs „C-130 Hercules“ des Herstellers Lockheed für die Übung Air Defender auf dem Fliegerhorst Wunstorf gelandet.
Bereits vor rund 70 Jahren hob erstmalig jemand mit dem Transportflugzeug ab, damals noch mit einer Basisversion. Nach zahlreichen Weiterentwicklungen gehört die „C-130 Hercules“ heutzutage zu den am längsten gebauten Flugzeugen der Welt. © Droese/localpic/Imago
Soldaten laden militärisches Gerät aus einer C-130 Hercules Maschine
Nach der Ankunft der C-130 Hercules Maschinen wurde am Fliegerhorst Wunstorf militärisches Gerät ausgeladen.  © Droese/Imago
Die ersten US-Transportmaschinen sind für Air Defender 2023 in Deutschland gelandet, hier eine McDonnell Douglas C-17A. Sie haben Personal und Material für die Übung der Luftwaffe an Bord.
Mit die ersten Flieger, die für die Militärübung Air Defender 2023 in Deutschland gelandet sind, sind US-Transportmaschinen des Typs „C-17A“ des Herstellers Boeing. Zwei der Flugzeuge sind am Dienstag (30. Mai) auf dem Fliegerhorst im niedersächsischen Wunstorf angekommen. © Droese/localpic/Imago
C17A auf dem Rollfeld des Fliegerhorsts Wunstorf
Vom Typ Boeing C-17A nehmen bei Air Defender 2023 insgesamt zwei Flieger aus den USA teil. Sie werden beide über die Dauer der Übung in Wunstorf (Niedersachsen) stationiert sein. © IMAGO/Droese
Die ersten US-Transportmaschinen sind für Air Defender 2023 in Deutschland gelandet, hier eine McDonnell Douglas C-17A. Sie haben Personal und Material für die Übung der Luftwaffe an Bord.
Die Transportflieger haben Personal und Material für Air Defender an Bord. Und davon passt einiges in die C-17A rein: Fast 80 Tonnen können ihn einem solchen Flieger zugeladen werden.  © Droese/localpic/Imago

Kritik an Air Defender wird lauter – Boris Pistorius verteidigt Nato-Übung dennoch

Zuletzt war die Kritik an der Übung „Air Defender“ immer lauter geworden. Gleich mehrere Friedensinitiativen sehen in der Luftwaffen-Übung eine weitere mögliche Eskalation für den Ukraine-Krieg. Sie fordern mehr diplomatische Lösungen, statt die Probe der Kriegssituation. Am Samstag (10. Juni) soll es zudem eine Demonstration vor dem Haupttor des Fliegerhorsts Wunstorf (Region Hannover) geben.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) verteidigte indes die Air-Defender-Übung. „Mit ‚Air Defender 2023‘ als größte Verlegungsübung von Luftstreitkräften seit Gründung der Nato stärken wir das Bündnis und die transatlantischen Beziehungen. Gemeinsam mit unseren Verbündeten zeigen wir, dass wir das Bündnisgebiet reaktionsschnell und schlagkräftig verteidigen können“, so der SPD-Politiker. Deutschland als Gastgeber beweise, „dass wir nicht nur von internationaler Verantwortung reden, sondern diese als logistische Drehscheibe in Europa und Führungsnation bei so einer großen Übung auch übernehmen“, so Pistorius weiter.

Air Defender: Immer mehr Flugzeuge kommen an – großes Feldtanklager eröffnet

In den letzten Tagen kamen an den einzelnen Fliegerhorsten immer mehr Flugzeuge für Air Defender an. Im niedersächsischen Wunstorf landeten Transportmaschinen des Typs Boeing C17 und Lockheed C130 Hercules. Auch ein Airbus A400M mit Sonderlackierung der Luftwaffe ist dort während Air Defender stationiert. Außerdem sind auch Eurofighter und Tornados bei Air Defender am Start.

Damit die Kampfjets und alle anderen Flugzeuge immer genügend Kerosin bekommen, hat die Bundeswehr am Fliegerhorst ein zusätzliches Feldtanklager eingerichtet. Darin können bis zu 2,4 Millionen Liter Kerosin aufbewahrt werden. (jr mit dpa) Tipp: Täglich informiert, was in Deutschland und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Björn Trotzki/imago

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