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Air Defender: Oberstleutnant spricht von „klarem Signal an Russland“

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Im Juni startet in Deutschland die Luftwaffen-Übung Air Defender. Das hat Auswirkungen auf den zivilen Luftverkehr. Alle Infos im News-Ticker.

Update vom 9. Juni, 14:35 Uhr: Das gigantische Kampfjet-Manöver Air Defender 2023 kann starten. Die Vorbereitungen für die größte Luftoperationsübung in der 75-jährigen Historie der Nato seien abgeschlossen, sagte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, am Freitag (9. Juni) auf dem Stützpunkt des taktischen Luftwaffengeschwaders 51 im schleswig-holsteinischen Jagel. „Damit sind insgesamt 25 Nationen bereits, diese Übung am Montag zu beginnen“.

Gerhartz zeigte sich mit den Vorbereitungen zufrieden: „Diese einzigartige Verlegung in ihrem Umfang ist in weniger als einer Woche abgeschlossen worden. Damit haben wir, die verschiedenen Luftwaffen, gezeigt, dass wir sehr schnell reagieren und agieren können“. Mit über 100 Fliegern kommen die meisten aus den Vereinigten Staaten. Insgesamt sind 250 Flugzeuge an der Nato-Übung beteiligt, 190 davon sind Kampfjets.

Insgesamt dauert die Übung unter deutscher Führung zehn Tage. Um die Lärmbelästigung für die Anwohner möglichst gering zu halten, werden die einzelnen Übungsszenarien auf drei Lufträume aufgeteilt. Eine Karte der Bundeswehr zeigt, wo genau die Kampfjets unterwegs sein werden. Zu den Szenarien gehören laut dem Luftwaffeninspekteur der Kampf gegen Drohnen und Marschflugkörper, der Schutz von Städten, Flug- und Seehäfen sowie die direkte Unterstützung der Bodentruppen. Auch die Einschränkungen im zivilen Flugverkehr sollen so gering wie möglich gehalten werden.

Der Generalleutnant selbst machte 2018 bei seinem Amtsantritt in den USA den Vorschlag für Air Defender 2023. Auslöser sei damals die Annexion der ukrainischen Krim durch Russland gewesen: „Uns war klar in Deutschland, auch nach den vielen Jahren in Afghanistan, dass wir uns wieder zurückbesinnen müssen auf die Fähigkeit der Landes- und Bündnisverteidigung“.

Von einem Signal gegenüber Russland will Gerhartz jedoch nicht sprechen. Man sende mit der Übung „keinerlei Signale gegen jemanden. Das Signal ist an uns, an die Nato-Nationen, dass wir in der Lage sind, gerade auf der Seite der Luftwaffen äußerst schnell reagieren zu können“, so der Luftwaffeninspekteur.

Ein wenig anders äußerte sich auch Oberstleutnant Jürgen Schönhöfer am Freitag auf einem Pressetermin auf dem Fliegerhorst Lechfeld in Bayern: „Wir wollen hier eine glaubwürdige Abschreckung mit einem Article five-Szenario darstellen“. Der Artikel fünf bezeichnet den Nato-Beistandsfall, bei dem die Streitkräfte der Verbündeten einem militärisch angegriffenen Mitgliedsstaat helfen. „Logischerweise ist das auch ein klares Signal an Russland“, so Schönhöfer.

Air Defender: Luftwaffenübung laut Bundeswehr für Bevölkerung ungefährlich

Update vom 8. Juni, 16:55 Uhr: Die geplante Luftwaffenübung „Air Defender“ wird nach Angaben der Bundeswehr für die Zivilbevölkerung ungefährlich sein. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte, dass zwar alle Szenarien, darunter auch Luftkämpfe, real geflogen würden. Die Systeme der Luftstreitkräfte hätten aber die Möglichkeit, einen Luftkampf digital zu simulieren. Davon werde bei der Übung Gebrauch gemacht.

„Air Defender“ findet vom 12. bis zum 23. Juni unter deutscher Führung und mit Beteiligung von insgesamt 25 Nationen statt. Rund 250 Flugzeuge, darunter auch viele Kampfjets, sowie bis zu 10.000 Soldatinnen und Soldaten sollen daran teilnehmen. Es ist laut Bundeswehr die größte Verlegeübung von Luftstreitkräften seit Bestehen der Nato.

Air Defender: „Erhebliche Auswirkungen auf den Luftverkehr“ in NRW

Update vom 7. Juni, 16:13 Uhr: Welche Konsequenzen wird das Kampfjet-Manöver Air Defender 2023 auf den zivilen Flugverkehr in Nordrhein-Westfalen haben? Laut Landesverkehrsminister Oliver Krischer sind erhebliche Einschränkungen möglich, wie der Grünen-Politiker am Mittwoch (7. Juni) im Verkehrsausschuss des Landtags in Düsseldorf sagte. Alle Flughäfen in NRW müssten mit Verschiebungen von Starts und Landungen rechnen. Das Ende der Übung am 23. Juni falle zudem ausgerechnet auf den Start der NRW-Sommerferien.

Um die Probleme abzumildern, habe das Land Ausnahmeregelungen beschlossen. Beispielsweise dürfen an dem Flughafen Düsseldorf, dem Flughafen Weeze am Niederrhein und dem Flughafen Dortmund Maschinen trotz Nachtflugverbot während der Luftwaffen-Übung landen – vereinzelt und nach Prüfung durch die Flugaufsicht. Vorausgesetzt, die Verspätungen stehen im Zusammenhang mit dem Air Defender. Der Flughafen Köln/Bonn sowie der Flughäfen Münster/Osnabrück und der Flughafen Paderborn haben ohnehin keine eingeschränkten Flugzeiten in der Nacht.

Ohnehin werden die über 250 Flugzeuge und Kampfjets im deutschen Luftraum zweifelsohne für eine gewisse Geräuschkulisse am Tag sorgen. Das Aussetzen des Nachtflugverbots wird dann wohl auch zu zusätzlichem Fluglärm in der Nacht führen. Die Regierungskoalition unter Minister Hendrik Wüst (CDU) habe deshalb zwischen dem öffentlichen Interesse der Flugreisenden und den Interessen der Anwohner abgewogen: „Der Landesregierung ist bewusst, dass die Anwohner damit zusätzlichen Lärm hinnehmen müssen“, sagte der Verkehrsminister. Am Sinn beziehungsweise der Notwendigkeit der Militärübung bestehe aus Sicht der Landesregierung indes kein Zweifel.

In einem Punkt seien sich Flughäfen und Minister einig: Der Betrieb müsse so weit wie möglich ungestört stattfinden. Ansonsten laufe man Gefahr, dass sich die Verspätungen aufschaukeln. „Aus vielen Gesprächen habe ich aber auch mitgenommen, dass vieles noch unkalkulierbar ist“, so Krischer zu den Abgeordneten.

Air Defender: US-Botschafterin sieht in der Übung klares Signal an Putin

Update vom 7. Juni, 14 Uhr: Fünf Tage vor dem offiziellen Start der Air Defender-Übung haben Verantwortliche der Luftwaffe und weitere Beteiligte über das Luftwaffenmanöver informiert. Dabei bekräftigte der Inspekteur der Deutschen Luftwaffe, Ingo Gerhartz, dass sich Auswirkungen auf den zivilen Luftverkehr in Form von Verspätungen bei Air Defender so gering wie möglich halten sollen. „Das wird sich maximal im Minutenbereich bewegen“, so Gerhartz. Auch der Direktor der US-Nationalgarde, Michael Loh, rechnet nicht mit größeren Störungen des zivilen Flugverkehrs. „Wir erwarten minimale Unterbrechungen“, sagte er.

Auch die US-Botschafterin Amy Gutmann nahm an der Pressekonferenz teil. Sie sieht in dem bevorstehenden Luftwaffen-Manöver sowohl ein Signal der Stärke der Nato, als auch eine Botschaft an russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Es würde mich sehr wundern, wenn irgendein Staatsoberhaupt der Welt nicht zur Kenntnis nehmen würde, was dies (das Manöver) in Bezug auf den Geist dieses Bündnisses, das heißt die Stärke dieses Bündnisses, zeigt. Und das schließt Herrn Putin ein“, so Gutmann.

Air Defender: Flugsicherung rechnet mit massiven Verspätungen im Flugverkehr

Update vom 6. Juni, 17:11 Uhr: Bereits seit Wochen wurden Verspätungen im Flugverkehr durch Air Defender befürchtet, nun gibt es einen ersten konkreten Wert. Simulationen der Organisation Eurocontrol und der Deutschen Flugsicherung ergaben einen sehr hohen Zeitverlust für Linienflüge. Demnach soll es während der Nato-Großübung täglich zu einer Gesamtverspätung von 50.000 Minuten im Flugverkehr kommen. Das entspricht 833 Stunden oder 96 Mal der Flugdauer von Frankfurt nach New York.

Laut der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) müssten zu der Zeit auch noch Verzögerungen durch etwaige Gewitter oder anderen Unwetter, wie beispielsweise Starkregen, eingerechnet werden. Ob es zu Flugausfällen durch Air Defender kommt, bleibt dagegen nach wie vor offen.

F-15-Kampfjets am Fliegerhorst Hohn eingetroffen

Update vom 6. Juni, 09:21 Uhr: In sechs Tagen startet das gigantische Luftwaffen-Manöver Air Defender 2023, das von den Streitkräften der Bundeswehr geleitet wird. In diesen Tagen treffen immer mehr der an der Nato-Übung beteiligten Kampfjets in Deutschland ein. Zuletzt trafen am Sonntag (4. Juni) mehrere Flieger des Typs F-15 auf dem Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein ein.

Air Defender: Auswirkungen auf Flugverkehr „so gering wie möglich halten“

Update vom 5. Juni, 17:50 Uhr: Eine Woche vor der großen Militärübung Air Defender 2023 hat Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) die Bedeutung des Luftwaffenmanövers für die Sicherheit Deutschlands und der Verbündeten betont. Deutschland als Gastgeber beweise, „dass wir nicht nur von internationaler Verantwortung reden, sondern diese als logistische Drehscheibe in Europa und Führungsnation bei so einer großen Übung auch übernehmen“, sagte Pistorius der Deutschen Presse-Agentur (dpa) während seiner Asienreise in Jakarta.

Auch zu möglichen Auswirkungen im zivilen Flugverkehr äußerte sich Pistorius: „Natürlich tun wir alles, um die Auswirkungen für die Bevölkerung und den zivilen Luftverkehr so gering wie möglich zu halten. Dafür stimmen wir uns seit Monaten ganz eng mit allen Beteiligten ab“, so der SPD-Politiker.

Nachtflugverbot am Düsseldorfer Flughafen soll während Air Defender gelockert werden

Update vom 5. Juni, 13:20 Uhr: Am Flughafen Düsseldorf soll das Nachtflugverbot während der Air Defender-Übung gelockert werden. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur dpa unter Berufung auf Berichte der Rheinischen Post. Demnach soll die Bezirksregierung Düsseldorf vom NRW-Verkehrsministerium eine entsprechende Anweisung dazu erhalten. Durch die Auflockerung sollen Flugzeuge an NRWs größtem Flughafen auch nach Mitternacht noch landen können. Eine Auflockerung des Nachtflugverbots während Air Defender hatte es zuvor auch für den Flughafen Frankfurt gegeben.

Flughafen BER rechnet mit deutschlandweiten Auswirkungen im Flugverkehr durch Air Defender

Update vom 4. Juni, 11:30 Uhr: Seit Wochen wird immer wieder über die genauen Auswirkungen der Nato-Großübung Air Defender 2023 für den zivilen Luftverkehr diskutiert. Die Bundeswehr vertrat zuletzt die Meinung, zivile Flugzeuge werden sich durch die Übung mit Beteiligung der Nato maximal um wenige Minuten verspäten. Vertreter der Luftwaffe sahen die Verantwortung im Punkto Flugausfällen bei den Flughäfen. Diese könnten durch längere Öffnungszeiten besser auf etwaige Verspätungen durch die Air Defender-Übung reagieren.

An den Flughäfen selbst bereitet man sich derweil bereits auf Verspätungen im Reiseflugverkehr vor. Der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) rechnet für den Juni mit Verspätungen auf Passagierflügen durch zeitweise gesperrte Teile des Luftraums. „Infolgedessen ist mit deutschlandweiten Beeinträchtigungen des zivilen Luftverkehrs zu rechnen. Insofern gehen auch wir von verspäteten Flügen aus“, so der BER gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Ob etwaige Verspätungen durch eine Auflockerung des Nachtflugverbots aufgefangen werden können, steht indes noch nicht fest. Das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur werde zeitnah über das Nachtflugverbot während Air Defender beraten, hieß es.

Luftwaffe präsentiert Tornado-Kampfjet „Air Guardian“ mit besonderem Design

Update vom 3. Juni, 9:45 Uhr: Schon seit Monaten bereitet die deutsche Luftwaffe, Gastgeber bei Air Defender 2023, auf das gigantische Kampfjet Manöver vor. In diesen Tagen gehen die Vorbereitungen in die heiße Phase. Die ersten Kampfjets sind bereits auf deutschem Boden gelandet – viele weitere werden folgen.

Tornado, Eurofighter, F16: Fotos zur Kampfjet-Übung „Air Defender“

Ein A-10 Thunderbolt II-Erdkampfjet startet zu Beginn des internationalen Luftwaffenmanövers „Air Defender 2023“ am Fliegerhorst Schleswig/Jagel.
Ein A-10 Thunderbolt II-Erdkampfjet startet zu Beginn des internationalen Luftwaffenmanövers „Air Defender 2023“ am Fliegerhorst Schleswig/Jagel. © Gregor Fischer/dpa
Die Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe haben einem Tornado ein besonderes Design verpasst.
Die Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe haben einem Tornado ein besonderes Design verpasst. © Falk Bärwald
Auf dem Seitenruder des Tornado-Kampfjets prangt die amerikanische Flagge mit der Freiheitsstatue.
Auf dem Seitenruder des Tornado-Kampfjets prangt die amerikanische Flagge mit der Freiheitsstatue. © Falk Bärwald
Die Tornado-Kampfjets stehen am Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein für Air Defender 2023 bereit.
Die Tornado-Kampfjets stehen am Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein für Air Defender 2023 bereit. © Falk Bärwald
Auch der sonderfolierte Eurofighter „Eagle Star 2.0“ stand vor dem Start des Air Defender 2023 auf dem Fliegerhorst Rostock-Laage.
Auch der sonderfolierte Eurofighter „Eagle Star 2.0“ stand vor dem Start des Air Defender 2023 auf dem Fliegerhorst Rostock-Laage. © Bernd Wüstneck/dpa
Zwei Kampfjets des Typs F-18 der US-Streitkräfte landen auf dem Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein.
Zwei Kampfjets des Typs F-18 der US-Streitkräfte landen auf dem Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein. © Falk Bärwald
Im Gegensatz zu den meisten Kampfjets, die am Air Defender 2023 beteiligt sind, stammen die F-18 Kampfjets nicht aus dem Bestand einer klassischen Luftwaffe, sondern von der US Navy.
Dieser F-18 Kampfjet gehört zum Bestand der US Navy. © Falk Bärwald
Insgesamt sind acht der F-18-Kampfjets am Air Defender 2023 beteiligt, je vier aus den USA und Finnland.
Insgesamt sind acht der F-18-Kampfjets am Air Defender 2023 beteiligt, je vier aus den USA und Finnland. © Sherifa Kästner
Ein Kampfjet vom Typ A-10 Thunderbolt II der US-Air Force steht kurz vor Beginn der multinationalen Großübung Air Defender 2023 auf dem Stützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 in Jagel.
Ein Kampfjet vom Typ A-10 Thunderbolt II der US-Air Force steht kurz vor Beginn der multinationalen Großübung Air Defender 2023 auf dem Stützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 in Jagel.  © Nikito/Imago
Ein Flugzeug vom Typ Tornado der Luftwaffe mit einer Sonderlackierung steht während eines Medientags zur Luftwaffen-Übung "Air Defender 2023" über den Luftwaffenstützpunkt Jagel.
Ein Tornado der Luftwaffe mit Sonderlackierung anlässlich des „Air Defender“ steht am Luftwaffenstützpunkt Jagel. © Daniel Bockwoldt/dpa
Bundeswehrangehörige laufen bei einem Medientag zum Internationalen Luftwaffen-Manöver "Air Defender 2023" vor einem Kampfflugzeug F-16 der griechischen Luftwaffe entlang.
Eine F-16 der griechischen Luftwaffe. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ein türkischer Soldat steht kurz vor Beginn der multinationalen Großübung Air Defender 2023 auf dem Stützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 in Jagel neben einem Kampfjet vom Typ F-16 der türkischen Luftwaffe.
Ein türkischer Soldat steht kurz vor Beginn der Großübung Air Defender 2023 auf dem Stützpunkt des Taktischen Luftwaffengeschwader 51 in Jagel neben einem Kampfjet vom Typ F-16 der türkischen Luftwaffe. © Nikito/Imago
Angehörige der US-amerikanischen Luftwaffe stehen bei einem Medientag zum Internationalen Luftwaffen-Manöver "Air Defender 2023" vor einem Kampfflugzeug A10 der Airforce.
Vor Air Defender 2023: Angehörige der US-amerikanischen Luftwaffe stehen vor einem Kampfflugzeug A10 der Airforce. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ein Flugzeug vom Typ F-16 der US Air Force steht während eines Medientags zur Luftwaffen-Übung „Air Defender 2023“ auf dem Luftwaffenstützpunkt Jagel.
Ein Flugzeug vom Typ F-16 der US Air Force steht vor Beginn der Übung „Air Defender 2023“ auf dem Luftwaffenstützpunkt Jagel.  © Daniel Bockwoldt/dpa
Ein Flugzeug vom Typ Tornado der Luftwaffe fährt während eines Medientags zur Luftwaffen-Übung "Air Defender 2023" über den Luftwaffenstützpunkt Jagel.
Ein Kampfjet vom Typ Tornado der Luftwaffe auf dem Luftwaffenstützpunkt Jagel. © Daniel Bockwoldt/dpa
Ein Tornado-Kampfjet startet zu Beginn des internationalen Luftwaffenmanövers „Air Defender 2023“ am Fliegerhorst Schleswig/Jagel.
Ein Tornado-Kampfjet startet zu Beginn des internationalen Luftwaffenmanövers „Air Defender 2023“ am Fliegerhorst Schleswig/Jagel. © Gregor Fischer/dpa
Ein Kampfflugzeug A10 der US-Airforce überfliegt vor dem Kampfjet-Manöver Air Defender den Fliegerhorst.
Ein Kampfflugzeug des Typs A-10 der US-Airforce überfliegt drei Tage vor dem Beginn des Kampfjet-Manövers Air Defender den Fliegerhorst Schleswig. Es gehört zu den wichtigsten Erdkampfflugzeugen der amerikanischen Streitkräfte. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Brad Lynch, ein Pilot der US-Airforce, hält eine 30 Millimeter große Patrone in den Händen. Mit dieser ist der Kampfjet des Typs A-10 ausgestattet.
Brad Lynch, ein Pilot der US-Airforce, hält eine 30 Millimeter große Patrone in den Händen. Mit dieser ist der Kampfjet des Typs A-10 ausgestattet. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Zwei Kampfflugzeuge A10 der US-Airforce überfliegen vor dem internationalen Luftwaffen-Manöver „Air Defender 2023“ den Fliegerhorst Schleswig.
Insgesamt hat die US-Luftwaffe zehn der Kampfjets des Typs A-10 für die Luftwaffenübung Air Defender 2023 nach Deutschland entsandt.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Zwei Kampfflugzeuge A10 der US-Airforce rollen bei einem Medientag zum Internationalen Luftwaffen-Manöver „Air Defender 2023“ auf die Startbahn.
412462327.jpg © Karl-Josef Hildenbrand/Imago
Journalisten stehen bei einem Medientag zum Internationalen Luftwaffen-Manöver „Air Defender 2023“ um ein Kampfflugzeug F-16 der griechischen Luftwaffe herum.
Auch Kampfjets des Typs F-16 sind bereits auf dem Fliegerhorst Lechfeld in Bayern angekommen. Hier ein Exemplar der griechischen Luftwaffe, von denen insgesamt drei der Flieger an dem Manöver Air Defender beteiligt sind. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ein Flugzeug vom Typ F-16 der türkischen Luftwaffe startet während eines Medientags zur Luftwaffen-Übung Air Defender 2023 auf dem Luftwaffenstützpunkt Jagel.
Die Türkei hat genauso viele Kampfjets des Typs F-16 für Air Defender nach Deutschland verlegt. Diese sind auf dem Fliegerhorst Hohn in Schleswig-Holstein stationiert. © Daniel Bockwoldt/dpa
Ein Kampfflugzeug F-16 der griechischen Luftwaffe steht für das Internationale Luftwaffen-Manöver „Air Defender 2023“ bereit.
Die Allwetter-Mehrzweckflugzeuge F-16 waren und sind stark gefragt. Seit Beginn der Serienproduktion im Jahr 1976 wurden über 4.500 der Maschinen gebaut. Vor einigen Jahren wurde die Maschine von 25 Staaten eingesetzt, etwa 15 Prozent aller weltweit aktiven Kampfjets waren die Flieger des US-Herstellers Lockheed Martin. Kein Kampfjet wurde zu diesem Zeitpunkt häufiger verwendet. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
C17 beim Landeanflug auf Wunstorf
Am Dienstag (6. Juni) kam am Fliegerhorst in Wunstorf eine Transportmaschine des Typs Boeing C17 der US Air Force an. © Droese/Imago
A400M auf dem Fliegerhorst in Wunstorf
Ein weiterer Airbus A400M der Luftwaffe landete am Dienstag (6. Juni) auf dem Fliegerhorst in Wunstorf.  © Rainer Droese/Imago
C130 hercules in wunstorf
Auch eine Transportmaschine des Typs Lockheed C130 Hercules kam auf dem Fliegerhorst in Wunstorf an.  © Droese/imago
Mehrere C17 Maschinen am Fliegerhorst Wunstorf
Mehrere Transportmaschinen des Typs Boeing C17 aus den USA stehen nun bereits auf dem Fliegerhorst Wunstorf bereit.  © Droese/Imago
Flugzeuge und Militärfahrzeuge am Fliegerhorst Wunstorf
Parallel zu den ankommenden Flugzeugen laufen die Vorbereitungen zu Air Defender am Fliegerhorst auf Hochtouren. © Droese/Imago
Mitarbeiter der Bundeswehr am Feldtanklager in Wunstorf
Am Fliegerhorst Wunstorf wurde ein neues Feldtanklager für bis zu 2,4 Millionen Liter Kerosin eröffnet. © Julian Stratenschulte/dpa
Feuerwehr und Bundeswehr bei der Befüllung des Tanklagers
Mitarbeiter von Feuerwehr und Bundeswehr befüllten das neue Feldtanklager in Wunstorf. © Julian Stratenschulte/dpa
Soldaten betanken den A400M der Bundeswehr
Als erstes wurde der Airbus A400M der Bundeswehr mit Kerosin aus dem neuen Feldtanklager beliefert. © Droese/Imago
A400M landet in Wunstorf
Der Airbus A400M mit Sonderlackierung landete bereits mehrere Tage vor dem Start der Air Defender-Übung in Wunstorf. © Droese/Imago
F16-Kampfjets aus den USA für Luftwaffenübung landet in Jagel
Ein F-16-Kampfjet aus den USA kam gemeinsam mit weiten sechs Jets am Samstag (3. Juni) auf dem Fliegerhorst Jagel an.  © Georg Wendt/dpa
F16-Kampfjet aus den USA für Luftwaffenübung in Jagel gelandet
Die Flieger kamen am Samstag (3. Juni) auf dem Stützpunkt des taktischen Luftwaffengeschwaders 51 in Schleswig-Holstein an. © Georg Wendt/dpa
Drei F16-Kampfjets aus den USA fliegen in Formation
Drei F-16-Kampfjets flogen vor ihrer Landung am Samstag (3. Juni) am Fliegerhorst Jagel/Hohn noch in Formation. © Georg Wendt/dpa
Kampfjets des Typs „F-18“ sind für Air Defender 2023 auf dem Luftwaffenstützpunkt Hohn gelandet.
Anders als die meisten teilnehmenden Flugzeuge und Kampfjets bei Air Defender 2023, stammen die US-amerikanischen „F-18“-Flieger nicht aus dem Bestand einer klassischen Luftwaffe, sondern gehören zur Marine-Streitkraft, der US Navy.  © Markus Scholz/dpa
Kampfjets des Typs „F-18“ sind für Air Defender 2023 auf dem Luftwaffenstützpunkt Hohn gelandet.
Acht Kampfjets des Typs „F-18“ von McDonnell Douglas werden am Air Defender 2023 beteiligt sein, jeweils vier Flieger aus den USA und dem Nato-Neumitglied Finnland. Erste Maschinen sind am Mittwoch (31. Mai) auf dem Fliegerhorst Jagel/Hohn in Schleswig-Holstein gelandet. © Markus Scholz/dpa
Vier F-18-Kampfjets parken auf dem Flugfeld des Fliegerhorstes Hohn
Gleich mehrere F-18-Kampfjets parken nach ihrer Ankunft auf dem Flierghorst Hohn. © Markus Scholz/dpa
Eine A400M beim Medientag der Luftwaffe mit Air Defender-Logo
Von der deutschen Luftwaffe nimmt eine Transportmaschines des Typs Airbus A400M an der Air Defender-Übung teil. Sie wird in Wunstorf stationiert sein. © Droese/Imago
Der A400M der Luftwaffe auf dem Fliegerhorst in Wunstorf
Dem A400M wurde anlässlich von Air Defender eine Sonderlackierung verpasst. Neben dem Air Defender-Logo mit allen Teilnehmern finden sich am Heck der Airbus-Maschine auf je einer Seite die deutsche und amerikanische Flagge.  © Droese/Imago
A400M auf dem Fliegerhorst Wunstorf
Im Airbus A400M der Luftwaffe finden bis zu 116 Soldatinnen und Soldaten Platz. Außerdem verfügt der A400M über Windabweiser an den seitlichen Springertüren.  © Droese/Imago
Am Mittwoch (31. Mai) sind sieben US-amerikanische Transportflugzeuge des Typs „C-130 Hercules“ des Herstellers Lockheed für die Übung Air Defender auf dem Fliegerhorst Wunstorf gelandet.
Rund 20 Tonnen kann das Transportflugzeug „C-130 Hercules“ des Herstellers Lockheed an Transportlast tragen. Insgesamt sieben der US-Flieger sind am Mittwoch (31. Mai) auf dem Fliegerhorst Wunstorf gelandet, drei weitere werden noch erwartet.  © Droese/localpic/Imago
Am Mittwoch (31. Mai) sind sieben US-amerikanische Transportflugzeuge des Typs „C-130 Hercules“ des Herstellers Lockheed für die Übung Air Defender auf dem Fliegerhorst Wunstorf gelandet.
Bereits vor rund 70 Jahren hob erstmalig jemand mit dem Transportflugzeug ab, damals noch mit einer Basisversion. Nach zahlreichen Weiterentwicklungen gehört die „C-130 Hercules“ heutzutage zu den am längsten gebauten Flugzeugen der Welt. © Droese/localpic/Imago
Soldaten laden militärisches Gerät aus einer C-130 Hercules Maschine
Nach der Ankunft der C-130 Hercules Maschinen wurde am Fliegerhorst Wunstorf militärisches Gerät ausgeladen.  © Droese/Imago
Die ersten US-Transportmaschinen sind für Air Defender 2023 in Deutschland gelandet, hier eine McDonnell Douglas C-17A. Sie haben Personal und Material für die Übung der Luftwaffe an Bord.
Mit die ersten Flieger, die für die Militärübung Air Defender 2023 in Deutschland gelandet sind, sind US-Transportmaschinen des Typs „C-17A“ des Herstellers Boeing. Zwei der Flugzeuge sind am Dienstag (30. Mai) auf dem Fliegerhorst im niedersächsischen Wunstorf angekommen. © Droese/localpic/Imago
C17A auf dem Rollfeld des Fliegerhorsts Wunstorf
Vom Typ Boeing C-17A nehmen bei Air Defender 2023 insgesamt zwei Flieger aus den USA teil. Sie werden beide über die Dauer der Übung in Wunstorf (Niedersachsen) stationiert sein. © IMAGO/Droese
Die ersten US-Transportmaschinen sind für Air Defender 2023 in Deutschland gelandet, hier eine McDonnell Douglas C-17A. Sie haben Personal und Material für die Übung der Luftwaffe an Bord.
Die Transportflieger haben Personal und Material für Air Defender an Bord. Und davon passt einiges in die C-17A rein: Fast 80 Tonnen können ihn einem solchen Flieger zugeladen werden.  © Droese/localpic/Imago

Die Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland haben indes ihren „Air Guardian“ präsentiert – ein Tornado-Kampfjet mit einem besonderen Design, wie die Luftwaffe auf Twitter mitteilte. Auf dem Seitenruder ist auf der einen Seite eine Flagge der USA, die die meisten Flieger zum Manöver schickt – inklusive Freiheitsstatue. Auf der anderen Seite ist die deutsche Flagge zu sehen, mit einem Abbild der Quadriga, die auch auf dem Brandenburger Tor in Berlin zu finden ist. Bereits vor einigen Wochen gaben die Streitkräfte einem Airbus ein besonderes Design.

Flugausfall wegen Air Defender? Luftwaffe sieht Verantwortung bei Flughäfen

Update vom 2. Juni, 10:10 Uhr: Wie stark werden die Einschränkungen durch das Kampfjet-Manöver Air Defender 2023? Klar ist: Die über 250 Flugzeuge werden, für eine immense Geräuschkulisse in den Hauptübungsräumen sorgen. Doch bleibt es nur bei Fluglärm für die Anwohner oder müssen Urlauber auch um ihre Flugreise bangen?

Je nachdem, wen man fragt, gehen die Antworten dazu stark auseinander. Aus den Reihen der Bundeswehr hieß es zuletzt: Zivile Flugzeuge werden sich durch die Übung mit Beteiligung der Nato maximal um wenige Minuten verspäten. Doch es gibt einen Haken: Das funktioniert nur, wenn „alle Beteiligten alle ihre Möglichkeiten ausnutzen“, wie Matthias Boehnke, Sprecher der Luftwaffe, jetzt gegenüber 24RHEIN sagte. So müssten unter anderem die Öffnungszeiten der Flugplätze verlängert werden. „Dies liegt jedoch in den Händen der Bundesländer und natürlich der Flugplatzbetreiber“, so der Sprecher.

Die Beschwichtigung der Luftwaffe führte zuletzt zu heftigem Widerstand aus der Gewerkschaft der Fluglotsen: „Die Militär-Übung Air Defender wird natürlich massive Auswirkungen auf den Ablauf der zivilen Luftfahrt haben“, sagte GdF-Chef Matthias Maas. Die Deutsche Flugsicherung habe eine Simulation dazu durchgeführt. Das Ergebnis: Statt weniger Minuten müssten Reisende mit mindestens 50.000 Minuten Verspätung rechnen.

„Glaubwürdige Abschreckung“ Air Defender: Nato mit klarem Ziel bei Kampfjet-Manöver

Erstmeldung: Köln – Das gigantische Kampfjet-Manöver Air Defender 2023 rückt immer näher. Über 250 Flugzeuge und Kampfjets werden vom 12. bis zum 23. Juni im deutschen Luftraum unterwegs sein. Auch verschiedene Kampfjets der Bundeswehr, darunter Eurofighter und Tornados, werden an dem Manöver beteiligt sein. Zusätzlich machen sich etwa 10.000 Soldatinnen und Soldaten aus 25 Nationen auf den Weg in die Bundesrepublik. Auch durch die schiere Masse an Menschen und Kampfsystemen will die Nato ihre Verteidigungsfähigkeit demonstrieren. Die ersten Flieger sind bereits in Deutschland gelandet.

Air Defender: Nato will durch Übung „glaubwürdige Abschreckung“ demonstrieren

„So sieht für mich glaubwürdige Abschreckung aus“, sagte Generalleutnant Ingo Gerhartz, Luftwaffeninspekteur der Bundeswehr, zuletzt dem Berliner Tagesspiegel. Die Übung solle demnach zeigen, dass die Nato „im Ernstfall schnell handeln kann“. Rund 100 der beteiligten Flugzeuge stammen aus den USA: „Sie werden innerhalb von Stunden über Europa einsatzfähig sein. Das stärkt unsere transatlantische Verbindung im Krisenfall“, so Gerhartz. Dabei gehe es jedoch ausschließlich um „defensive Szenarien“.

Über 250 Kampfjets und Flugzeuge reisen für das Manöver Air Defender nach Deutschland. (Archivbild)

Zeitweise wird durch es zu Air Defender zu Flugverboten in den Hauptübungsräumen kommen. Die Luftwaffe befinde sich deshalb „in enger Abstimmung mit der Deutschen Flugsicherung, dem Verkehrsministerium und Eurocontrol, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten“, wie Gerhartz betonte. Auch der Fluglärm soll durch die Aufteilung auf verschiedene Regionen in Deutschland eingedämmt werden. Besonders im Umkreis der Bundeswehrstandorte muss mit dem Lärm der Flugzeuge von Bundeswehr und Co. gerechnet werden. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Rubriklistenbild: © Björn Trotzki/Imago

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