12 Milliarden Euro?

Bundesregierung berät über Aktienrente – was ist das überhaupt?

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Der Bundestag berät, ob kommendes Jahr mehr Geld für das sogenannte „Generationenkapital“ drin ist. Was dahinter steckt.

Die Bundesregierung diskutiert nicht nur über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (übrige Gelder aus der Pandemie dürfen nicht für Klimaschutz ausgegeben werden), sondern auch darüber, wie viel Geld 2024 wofür zur Verfügung steht.

Am 16. November 2023 beraten Politiker:innen des Haushaltsausschusses bis lange in die Nacht hinein, ob kommendes Jahr Geld für Dinge wie die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer der Gastronomie oder auch eine erneute Aufstockung der Aktienrente da ist.

Was ist Aktienrente? Wir erklären es dir.

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Was steckt hinter der „Aktienrente“?

Eine Aktienrente ist im Grunde genommen eine Form der Rente, die nicht durch einen Generationenvertrag entsteht, sondern durch Generationenkapital. Es findet also keine Umlagefinanzierung statt, bei der Arbeitnehmer:innen für Rentner:innen zahlen, sondern Geld wird für die Rente in Aktienfonds investiert und Gewinne daraus finanzieren die Rentner:innen.

In Schweden oder Norwegen ist die Aktienrente Teil des gesetzlichen Rentensystems und macht dort etwa fünf Prozent der Rentenzahlungen aus. Sinnvoll sei sie auch in Deutschland, wo die Rentenbombe tickt und nicht genug junge Menschen da sind, um die Rente vieler Rentner:innen zu zahlen, findet Finanzminister Christian Lindner (FDP).

Er kündigte im Januar 2023 an, 15 Jahre lang zehn Milliarden jährlich für die Aktienrente ausgeben zu wollen. Werden diese zehn Milliarden am Aktienmarkt investiert und werfen (optimistisch betrachtet) acht Prozent Gewinne ab, so wären das 800 Millionen Euro an zusätzlicher Rente im Jahr.

Wenn du privat mit Aktien für deine Rente investieren willst, solltest du Folgendes beachten.

Aktienrente als weitere Baustein im deutschen Rentensystem

Die Aktienrente könnte so einen weiteren Baustein darstellen, um das deutsche Rentensystem langfristig zu stabilisieren. 800 Millionen Euro im Jahr reichen jedoch nicht aus – diese Summe ist nur ein Bruchteil dessen, was der Bund pro Jahr ausgibt, um das umlagefinanzierte Rentensystem am Laufen zu halten (100 Milliarden Euro).

Im August 2023 beschloss die Bundesregierung, die Aktienrente deutlich zu vergrößern. Ab 2024 wollte der Bund zwölf Milliarden Euro in das sogenannte Generationenkapital einzahlen. Diese Summe sollte in den Folgejahren jeweils um drei Prozent jährlich erhöht werden. Bis 2035 wollte der Bund so ein Generationenkapital von 200 Milliarden Euro erreichen.

Es bleibt spannend, ob diese Erhöhung nun auch tatsächlich im Bundeshaushalt für 2024 festgelegt wird.

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(Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © Pond5 Images/IMAGO

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