„Altersarmut stoppen“

Rentenbombe tickt – auf diese drei Dinge musst du gefasst sein

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Eine Start-up-Gründerin warnt auf LinkedIn vor dem überlasteten Rentensystem und den Auswirkungen auf die „jüngere Generation“. Doch sie hat eine Lösung.

Wir alle fragen uns, wie hoch unsere Rente später mal ausfallen wird. Nicht hoch, prophezeien Expert:innen. Die „Rentenbombe tickt“, schreibt Catherine Leser am 2. August 2023 auf LinkedIn. Sie ist Co-Gründerin vom Start-up Penzilla, einer Anwendung für betriebliche Altersvorsorge und will mit deren Hilfe „Altersarmut stoppen“. Frauen holen bei der Rente zwar auf, sind jedoch immer noch besonders von Altersarmut betroffen, was auch als „Gender Pension Gap“ bezeichnet wird.

Erst vor kurzem gab das Bundesarbeitsministerium bekannt, wie niedrig die durchschnittliche Rente nach 45 Jahren ist. „Aufgrund des demografischen Wandels steigt die Zahl der Rentner:innen im Verhältnis zu den Arbeitnehmenden, was eine enorme Belastung für das System darstellt“, schreibt Leser auf LinkedIn. Schon jetzt müsse der Staat aushelfen – etwa ein Viertel des Bundeshaushalts fließe bereits in die Rentenkasse.

Eine Unternehmerin will die betriebliche Altersvorsorge revolutionieren, denn die Rentenbombe tickt.

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Dass das Rentensystem so belastet sei, habe Auswirkungen auf die jüngere Generation, so Leser. Denn um das System zu sichern, habe der Staat nur wenige Möglichkeiten und könne an folgenden drei Schrauben drehen:

1. Verlängerung der Lebensarbeitszeit

Eine längere Berufstätigkeit werde wohl unumgänglich sein, um den demografischen Herausforderungen zu begegnen, so Leser. Unsere Autorin findet das nicht okay – sie weiß schon jetzt, dass sie früh in Rente gehen will.

2. Erhöhung der Beiträge zur Altersvorsorge

Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber:innen müssen laut Leser gleichermaßen einen größeren Anteil für die Rente aufbringen, um die Rentenkassen auszugleichen.

3. Senkung des Rentenniveaus

Das Verhältnis der durchschnittlichen Rente zum durchschnittlichen Einkommen (hier erfährst du, wie du die Rentenlücke berechnest) könne weiter absinken, was bedeute, dass die Rente im Verhältnis zum vorherigen Einkommen geringer ausfalle, so die Start-up-Gründerin. Aktuell liege das Verhältnis bei 48 Prozent. Im Schnitt erhalten Rentner:innen heute 1543 Euro im Monat.

Eine Stellschraube wäre auch, für die Rente in Aktien zu investieren. Das muss Pflicht werden, findet unsere Autorin.

Lösung gegen die tickende Rentenbombe: Betriebliche Altersvorsorge

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir eine Kombination dieser Maßnahmen sehen werden“, so Leser. Es würde länger gearbeitet, mehr Beiträge würden gezahlt, und das Rentenniveau werde sinken. „Für die jüngere Generation bedeutet das, dass sie möglicherweise bis zum 70. Lebensjahr arbeiten müssen, um keine Abschläge bei der gesetzlichen Rente in Kauf nehmen zu müssen. Durch höhere Beiträge während des Erwerbslebens werden sie weniger Geld zur Verfügung haben, um selbst zusätzlich vorsorgen zu können.“

Deswegen seien Arbeitgeber:innen so wichtig und müssten Lösungen anbieten. „Eine attraktive Betriebsrente kann dazu beitragen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig an eure Unternehmen zu binden“, wendet sich Leser direkt an die Betriebe. Mit ihrer Anwendung Penzilla will sie ihnen ermöglichen, eine betriebliche Altersvorsorge einzuführen, die ihren Mitarbeiter:innen eine zusätzliche Einkommensquelle im Alter geben kann.

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Rubriklistenbild: © Addictive Stock/IMAGO

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