Balance in Asien wackelt

Kim und Putin im Ukraine-Konflikt: Xi Jinping muss Nachdenken

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Nur noch ziemlich beste Freunde? Nordkoreas Diktator Kim Jong-un (links) und Chinas Staatschef Xi-Jinping in Korea 2019. Beide Nationen sind durch die geopolitischen Notwendigkeiten aneinander geschweißt. Kims Engagement in Russlands Ukraine-Krieg könnte zu einem raueren Ton zwischen beiden Partnern führen.
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Die Vasallen Chinas rebellieren. Trotz der Tatsache, dass Russland und Nordkorea wichtige Verbündete bilden, sind sie nur noch ziemlich beste Freunde.

Pjöngjang – „Ohne Lippen sind die Zähne kalt“, soll Mao Zedong gesagt haben, als er Anfang der 1950er-Jahre chinesische Truppen in den Korea-Krieg entsandt hatte. Jetzt ist Nordkorea erneut Kriegspartei im Ukraine-Krieg, und China wieder gezwungen sich gegenüber der Welt zu positionieren. Wie der britische Guardian analysiert, zwinge Nordkoreas Engagement an der Seite von Diktator Wladimir Putin Chinas Machthaber Xi Jinping zu einer heiklen Balance.

Während die Lunte des Weltenbrandes offen liegt, spiele Nordkoreas Diktator Kim Jong-un mit dem Feuer, orakelt aktuell das Magazin Newsweek: „Der nordkoreanische Führer Kim Jong-un könnte die Truppen seines Landes, die für Wladimir Putin gegen die Ukraine kämpfen, als Druckmittel gegenüber den Provokationen Pjöngjangs in Ostasien einsetzen“, schreibt Newsweek-Autor Brendan Cole. Für die Großzügigkeit der nordkoreanischen Regierung gegenüber Russland, mit mindestens 10.000 kämpfenden Kräften seine Invasion in der Ukraine durchzufechten, wird sie über kurz oder lang die Rechnung präsentieren.

Putin und Kim teilen ihre Sicht der Welt: „Sie haben uns einfach zu einer Reaktion gezwungen.“

Vorsichtige Vermutungen gehen dahin, dass sich Nordkorea mit Flugzeugen wird auszahlen lassen wollen. Die in die Ukraine entsandten rund 13.000 Truppen soll Putin vergelten mit zwei bis drei Dutzend Suchoi Su-35-Kampfflugzeugen, wie Boyko Nikolov schreibt – der Autor der Plattform Bulgarian Military stützt sich allerdings auf ungenannte Quellen. Ende vergangenen Jahres hatte die Zeitschrift Flugrevue gemeldet, dass der Iran Su-35-Maschinen erhalten würde –möglicherweise hat sich der nordkoreanische Armeeführer dadurch inspirieren lassen, das Alteisen seiner Korean People‘s Army Air and Anti-Air Force (KPAF) ebenfalls auszutauschen.

„Obwohl die Chinesen es sicherlich vorziehen würden, wenn Nordkorea keine Atomwaffen hätte, ist ihre größte Angst ein Zusammenbruch des Regimes.“

Jennifer Lind auf CNN

„Zwar verfügt die KPAF theoretisch über mehr als 400 einsatzfähige taktische Kampfflugzeuge, doch handelt es sich dabei fast ausschließlich um Modelle aus der Sowjetzeit oder chinesische Versionen davon aus den 1950er und 1960er-Jahren. Darüber hinaus reichen die Flugstunden der Besatzung kaum aus, um ihre Kenntnisse in den Grundlagen des Fliegens aufrechtzuerhalten“, schreibt beispielsweise Haena Jo vom Thinktank International Institute for Strategic Studies (IISS).

Kims Hoffnungen werden anscheinend durch Putin genährt – nach Äußerungen von Wladimir Putin wollen offenbar zwei Nebendarsteller der Weltgeschichte ihren Platz auf der großen Bühne freikämpfen; laut Newsweek hat Putin die Schuldzuweisung für den Ukraine-Krieg an die Nato auch auf Ost-Asien projiziert: „Sie haben uns einfach zu einer Reaktion gezwungen. In diesem Sinne haben sie erreicht, was sie wollten. Mir scheint, dasselbe passiert in Asien, auf der koreanischen Halbinsel.“

Ukraine-Krieg schwappt auf Asien über: Südkorea will Zurückhaltung gegenüber Putin aufgeben

Mit Lieferungen von Munition, Waffen und jetzt auch Menschen wolle sich Kim Rückendeckung verschaffen für seinen Einfluss auf Südkorea, vermutet Sang Hun Seok laut Newsweek. Der Geopolitikanalyst am britischen Thinktank Royal United Services Institute (RUSI) prognostiziert, „Pjöngjang könnte noch abenteuerlustiger werden, da es erwartet, dass die russische Unterstützung eine heftige Reaktion sowohl von Seoul als auch von Washington verhindern würde.“ Der britische Independent hat kürzlich berichtet, dass offenbar Südkorea seine Zurückhaltung gegenüber Wladimir Putin aufgeben beziehungsweise zumindest überdenken will.

Laut dem Blatt lägen aktuell alle Optionen auf dem Tisch. Anfang November hatte auch der täglich über den Ukraine-Krieg berichtende US-Thinktank Institute for the Study of War (ISW) gemutmaßt, dass der Beistandspakt zwischen Russland und Nordkorea die militärische Balance auf der koreanischen Halbinsel erschüttern könnte.

„Pjöngjang hofft wahrscheinlich, dass das nordkoreanische Militärpersonal Kampferfahrung unter den Bedingungen eines gegenwärtigen Krieges sammelt – Erfahrung, die es möglicherweise in zukünftigen Konflikten anwenden kann. Die Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Russland birgt die deutliche Möglichkeit, die langfristige Stabilität der koreanischen Halbinsel und der weiteren asiatisch-pazifischen Region zu gefährden“, schreiben deren Autoren. Nordkorea könnte als Kriegspartei angesehen werden und somit Asien stärker in den europäischen Konflikt hineinziehen. Der Ukraine-Krieg bildete damit einen Funken, der den Schwelbrand zwischen China und den USA zu einem offenen Feuer entfachen würde.

Putins und Kims Allianz: „Auch China bereitet dies erhebliche Kopfschmerzen“

„Auch China bereitet dies erhebliche Kopfschmerzen, denn als asiatische Macht will das Land die Stabilität in der Region aufrechterhalten und die USA und ihre Verbündeten in Schach halten, während es gleichzeitig mit einer schwächelnden Wirtschaft im eigenen Land zu kämpfen hat“, schreibt Brendan Cole für den Guardian. Das Blatt hatte dazu Matthew Miller zitiert. Demnach habe Washington Peking mitgeteilt, die Anwesenheit nordkoreanischer Truppen im russischen Kriegseinsatz „sollte für China Anlass zur Sorge sein“, wie sich der Sprecher des US-Außenministeriums geäußert habe.

Auch Carla Freeman und Naiyu Kuo sehen Xi Jinping durch Kims Vorstoß in die Bredouille manövriert. „Wird China in der Lage sein, die Distanz zu dem Konflikt, die es zu wahren versucht hat, aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Moskau zu unterstützen?“, fragen die beiden Analysten des US-Thinktanks United States Institute of Peace. Möglicherweise könnte China sogar einen seiner beiden Vasallen-Staaten fallenlassen, um sich geopolitisch Ruhe zu verschaffen. Diese Option scheint denkbar anhand der Vermutungen von Viktor Cha. Dem Analysten des Thinktank Center for Strategic and International Studies (CSIS) ist China die Nähe der beiden Staaten mittlerweile suspekt – sie entwickeln ein Eigenleben und könnten beginnen, sich als Verbündete eigen- und übermächtig zu fühlen.

Kims offen ausgesprochene Haltung zu Südkorea als feindlicher Nation könnte Cha zufolge eine noch stärkere US-Militärpräsenz in der Region als Folge der latenten Aggression aus dem Norden nach sich ziehen. Das widerspricht den chinesischen Interessen eklatant. Dennoch, so Cha: „Bislang ist Chinas Reaktion auf Nordkoreas Unterstützung Russlands irgendwo zwischen Lähmung und Inkompetenz gefangen. Es mangelt ihm entweder an politischem Willen oder politischem Einfallsreichtum, um eine der beiden Parteien abzuschrecken.“ Cha schlägt vor, dass China den Nordkoreanern den Hahn an Petrolkoks zudreht, das offenbar notwendig ist zur Produktion von Munition.

Peking in Bedrängnis: Moskau könnte so weit gehen, Pjöngjangs Atomprogramm zu unterstützen

Allerdings will das CSIS belegen können, dass sich Nordkorea als Handelspartner ohnehin weniger als zuvor gen China richte als vielmehr inzwischen nach Russland, und Kim Putin deshalb großzügig entgegenkomme: „Er wird höchstwahrscheinlich nicht nur auf mehr Nahrungsmittel und Treibstoff drängen, sondern auch auf hoch entwickelte Militärtechnologie, die die Sowjetunion historisch nur ungern zur Verfügung stellte“, schreibt Cha. Würde sich das ändern, geriete die chinesische Regierung tatsächlich in Zugzwang.

Nordkorea – Kim Jong-uns abgeschottete Diktatur

Menschen an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea
Nordkorea ist das wohl geheimnisvollste Land der Erde: eine totalitäre Diktatur, in der der Einzelne nichts zählt, ohne Freiheiten und Menschenrechte, abgeschottet vom Rest der Welt. Schätzungsweise 26 Millionen Menschen leben in dem Land, das im Norden an China und Russland grenzt und im Süden an das freiheitliche, demokratische Südkorea. Nordkoreas Grenzen sind für die meisten Menschen unüberwindbar – kaum einer kommt rein, noch weniger Menschen kommen raus.  © Ed Jones/afp
Die Skyline von Pjöngjang
Hauptstadt sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes ist Pjöngjang. Rund drei Millionen Menschen leben in der nordkoreanischen Metropole, die so anders ist als die anderen Mega-Städte Asiens. Pjöngjang ist grau, geprägt von Hochhäusern, gesichtslosen Wohnblöcken und gigantischen Monumenten, die der herrschenden Kim-Familie huldigen sollen. Wer in der Hauptstadt leben darf, ist privilegiert: Hier ist die Stromversorgung besser als auf dem Land, die Regale der Geschäfte sind voller, es gibt Freizeitparks, Kinos, Theater. © Olaf Schuelke/Imago
Kim Jong-un auf einem Pferd
Beherrscht wird Nordkorea seit 2011 von Kim Jong-un, einem Diktator, der skrupellos vor allem ein Ziel verfolgt: den eigenen Machterhalt und den seiner Sippe. Nordkorea ist das einzige kommunistische Land der Welt mit einer Erb-Monarchie, in der die politische Macht vom Vater auf den Sohn übergeht. Die sogenannte „Paektu-Blutlinie“ kontrolliert das Land seit dessen Gründung im Jahr 1948. Die Macht der Kims ist unanfechtbar, Aufstände gab es nie, dafür sorgt die lückenlose Überwachung und Kontrolle der gesamten Gesellschaft. © KCNA via KNS/afp
Sowjetische Soldaten in Pjöngjang
Korea war über Jahrhunderte ein geeintes Land. Die Geschichte der Teilung beginnt erst im 20. Jahrhundert: Von 1910 bis 1945 ist Korea eine japanische Kolonie, nach der Niederlage der Japaner besetzen sowjetische Truppen den Norden des Landes, der Süden wird von amerikanischen Truppen besetzt. Weil Verhandlungen über eine Vereinigung der beiden Landesteile scheitern, gründen sich 1948 auf der koreanischen Halbinsel zwei Staaten. © Jacob Gudkov/Imago
Szene des Koreakriegs
Zwei Jahre später dann die Tragödie: Der Korea-Krieg bricht aus. Kim Il-sung, Machthaber im Norden, schickt seine Truppen in den Südteil des Landes, um Korea mit Gewalt zu vereinen. Wenige Wochen später greifen die UN-Truppen unter Führung der USA den Norden an, stoßen bis an die chinesische Grenze vor. Das beunruhigt Peking – das nun auf der Seite von Nordkorea in den Krieg eingreift. 1953 wird ein Waffenstillstand verhandelt, das Land bleibt entlang des 38. Breitengrades geteilt. Ein Friedensvertrag wurde bis heute nicht unterzeichnet. © Imago
Familie Kim
Kim Il-sung, der Gründer und erste Präsident Nordkoreas, ist ein Machthaber von Stalins Gnaden. Geboren 1912, ist er als junger Mann im Widerstand gegen die japanische Besatzungsmacht aktiv. 1940 geht er ins Exil in die Sowjetunion, wo er schließlich zum späteren Machthaber Nordkoreas aufgebaut wird. Ab 1948 etabliert Kim einen auf ihn zugeschnittenen Personenkult. Mit brutalen Säuberungsaktionen entledigt er sich seiner Gegner. Politisch pendelt sein Land zwischen China und der Sowjetunion, vor allem, nachdem sich die beiden kommunistischen Führungsmächte ab Ende der 50er-Jahre zunehmend voneinander entfremden. © Imago
Kim Il-sung und Kim Jong-il
Schon in den 1970ern beginnt Kim Il-sung, seinen Sohn Jong-il zu seinem Nachfolger aufzubauen. Als er 1994 stirbt, übergibt er Kim Jong-il ein verarmtes Land. Mit dem Untergang der Sowjetunion wenige Jahre zuvor hat Nordkorea seinen wichtigsten und engsten Partner verloren, es stürzt in eine wirtschaftliche Krise, auf die eine fatale Hungersnot folgt. Hunderttausende Menschen verhungern. Unter Kim Jong-il, der 1941 oder 1942 geboren wurde, verschlechtern sich die Beziehungen zwischen Nordkorea und dem Rest der Welt, das Land schottet sich immer mehr ab. Vor allem die USA sowie Südkorea – das sich seit den 80ern zur Demokratie gewandelt hat – werden zu Feindbildern. © KCNA via KNS/afp
Fernsehbilder vom ersten nordkoreanischen Atomtest 2006
Unter Kim Jong-il beginnt die beispiellose Aufrüstung des bettelarmen Landes. Wichtigstes Ziel Kims ist es, Nordkorea zur Atommacht zu machen. 2006 gelingt ihm das, Nordkorea testet erstmals eine Atombombe. Die Welt ist geschockt, die Vereinten Nationen erlassen Strafmaßnahmen, denen insgesamt neun weitere Sanktionsrunden folgen. Heute ist Nordkorea eine Atommacht, die wohl Dutzende Sprengkörper besitzt. © Jung Yeon-Je/afp
Kim Jong-un beobachtet einen Raketentest
Zudem testet das Land regelmäßig ballistische Raketen, auf denen die nuklearen Sprengköpfe montiert werden können. So kann das Regime mit seinen Atomwaffen sogar die USA erreichen – zumindest in der Theorie, denn noch ist unklar, wie leistungsfähig die Raketen tatsächlich sind. © KCNA via KNS/afp
Donald Trump und Kim Jong-un an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea
Kim Jong-il stirbt 2011. Ihm folgt einer seiner Söhne nach: Kim Jong-un. Der treibt das Raketen- und Nuklearprogramm seines Vaters weiter voran. Als Hauptfeinde hat er Südkorea und die USA ausgemacht, die sein Regime regelmäßig mit drastischen Beleidigungen überzieht. Unter US-Präsident Donald Trump sieht es für einen kurzen Moment so aus, als könnten sich die Spannungen zwischen Nordkorea und dem Westen abkühlen – dreimal treffen sich Kim und Trump, auch Südkoreas damaliger Präsident kommt mit Kim zu einem Gipfeltreffen zusammen. © Brendan Smialowski/afp
Passanten in Pjöngjang währen der Corona-Pandemie
Doch die diplomatischen Initiativen scheitern 2019. Ein Jahr später sucht die Corona-Pandemie die Welt heim. Auch Nordkorea schließt seine Grenzen – und schottet sich gegen das Virus so hermetisch ab wie kein anderer Staat weltweit. Trotzdem meldet das Regime im Mai 2022 erste Corona-Fälle. Auch nach dem Ende der Pandemie bleibt Nordkorea ein international isoliertes Land. © Imago
Putin und Kim in Russland
Enge Beziehungen unterhält das Regime in Pjöngjang heute vor allem zu seinen beiden nördlichen Nachbarn China und Russland. Zu Wladimir Putin pflegt Kim ein besonders gutes Verhältnis, denn Russlands Präsident benötigt Nordkoreas Unterstützung für seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine – als Lieferant von Waffen und Munition. Im Herbst 2023 treffen Putin und Kim in Russlands Fernem Osten zusammen, es ist Kims erste Auslandsreise seit der Pandemie. © KCNA via KNS/afp
Kim Jong-un und seine Tochter Ju-ae
Kim Jong-un wurde 1982, 1983 oder 1984 geboren, hat also möglicherweise noch viele Jahre vor sich. Nordkoreas Diktator ist allerdings bei schlechter Gesundheit. Er gilt als Kettenraucher und Alkoholiker und ist sichtbar übergewichtig. Was, wenn er stirbt? Experten glauben, dass Kim seine Tochter Ju-ae zu seiner Nachfolgerin aufbauen will. Seit November 2022 zeigen Staatsmedien das Mädchen, das wohl 2012 oder 2013 zur Welt gekommen ist, regelmäßig an der Seite ihres mächtigen Vaters. © KCNA via KNS/afp
Kim Yo-jong
Aber auch Kims Schwester Kim Yo-jong gilt als mögliche Erbin auf den Thron. Die Macht, die die Kims seit bald 80 Jahren innehaben, dürften sie jedenfalls so schnell nicht aus der Hand geben. © Jorge Silva/afp

Sollte Moskau so weit gehen, Pjöngjangs Atomprogramm zu unterstützen, wäre dies eine ernsthafte Herausforderung für das internationale Nichtverbreitungsregime, an dem China maßgeblich beteiligt ist“, sagt Tong Zhao. Der Guardian zitiert damit den Analysten des US-Thinktanks Carnegie Endowment for International Peace. Das Dilemma bestehe ihm zufolge darin, dass China die strategische Koalition sowohl mit Russland als auch mit Nordkorea aufrechterhalten wolle, andererseits kaum tolerieren könne, wenn mindestens einer der Partner die USA mitsamt ihrer Verbündeten durch eine radikalere Außenpolitik düpiere; und China damit entweder die Kontrolle entgleite oder ein Partner wegbräche.

Allerdings kann sich China auch schwer leisten, Kim offensiv zurechtzustutzen, weil dann wieder Südkorea mitsamt der nordamerikanischen Militärpräsenz eine zu gewichtige Rolle in der Region zuwachsen würde, wie bereits 2017 Jennifer Lind geschrieben hat – laut der US-amerikanischen Politikwissenschaftlerin seien China und Nordkorea schon sei Jahren lediglich ziemlich beste Freunde, wie sie gegenüber dem US-Sender CNN geäußert hatte: „Obwohl die Chinesen es sicherlich vorziehen würden, wenn Nordkorea keine Atomwaffen hätte, ist ihre größte Angst ein Zusammenbruch des Regimes.“

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