Ukraine will Dorf im Süden zurückerobert haben: Selenskyj verkündet mit Video von der Front
VonRobert Wagner
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Bona Hyun
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15 Mal griff Russland ukrainische Stellungen im Osten des Landes an. Die Ukraine konnte ihre Offensive in Richtung der Krim dennoch fortsetzen. Der News-Ticker.
Die verarbeiteten Informationen zum Ukraine-Krieg stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber teils auch von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine sowie deren Verbündeten. Einige Angaben lassen sich deshalb zum Teil nicht unabhängig überprüfen.
Hinweis der Redaktion: Dieser Ticker ist beendet. Die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg können Sie in unserem neuen Ticker verfolgen.
Update vom 27. Juli, 22.20 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium behauptet, Russland habe ernste Probleme mit der Moral in seinen Streitkräften. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN. Demnach habe die stellvertretende Ministerin Anna Malyar auf Telegram geschrieben, dass sich in den Besatzungstruppen „weiterhin Panik ausbreitet“. Fälle von Desertion und Selbstverstümmelung, um dem Kriegsdienst zu entgehen, hätten zugenommen.
Das betreffe vor allem Armeeeinheiten, die in Belarus ausgebildet wurden und nun in Russland auf den Einsatz in der Ukraine warten. Gleichzeitig gebe es eine Zunahme der „Informations- und Aufklärungsarbeit“ durch die russische Militärführung unter Militärangehörigen - also Einschüchterung. Androhungen von Inhaftierungen und Hinrichtungen würden die Soldaten zusätzlich demoralisieren.
Ukrainischer Präsident Selenskyj verkündet Rückeroberung von Dorf
Update vom 27. Juli, 20.55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf Twitter ein Video veröffentlicht, mit dem er die Rückeroberung des ukrainischen Dorfes Staromaiorske im Südosten des Landes verkündete. Unter den knappen, auf Englisch verfassten Worten „Unser Süden! Unsere Jungs! Ruhm der Ukraine!“ postete er das Video, in dem ukrainische Soldaten der 35. Brigade und des Freiwilligenbataillons „Arei“ mitteilen würden, das Dorf „befreit“ zu haben.
Militärexperte befürchtet gezielte Provokationen durch Wagner-Söldner in Belarus
Update vom 27. Juli, 20.30 Uhr: Der ukrainische Militärexperte Roman Svitan sieht in der Exilierung von Tausenden Söldnern der Wagner-Gruppe nach Belarus ein Kalkül des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die „Wagneriten“ stellten aufgrund ihrer relativ geringen Zahl keine militärische Bedrohung für die baltischen Länder oder Polen dar. Allerdings könnten sie für Provokationen gegen diese Staaten eingesetzt werden, sagte er dem ukrainischen Nachrichtensender News 24.
„Höchstwahrscheinlich wurden sie dorthin versetzt, um Provokationen auszulösen“, sagte er. Jede Bewegung der 5.000 bis 10.000 Wagner-Söldner in Richtung der Grenze werde eine entsprechende Gegenreaktion oder sogar einen Präventivschlag provozieren, führte er aus. Und ein solcher Angriff könne von Putin als ein „Schlag des schrecklichen Westens gegen die harmlosen Wagner-Söldner“ dargestellt werden, um die Moral der russischen Gesellschaft zu heben, führte er aus. Erst jüngst wurde bekannt, dass die Wagner-Söldner mittlerweile sogar eigene Panzer nach Belarus verlegen. Polen hat bereits angekündigt, seine militärische Präsenz an der Grenze zu Belarus zu erhöhen.
Ukraine wehrt russischen Angriff ab und vernichtet zwei Kompanien
Update vom 27. Juli, 18.35 Uhr: Die Ukraine hat einen massiven Angriff der russischen Streitkräfte im Osten des Landes erfolgreich abgewehrt. Wie die ukrainische Nachrichtenagentur UNIAN berichtete, griffen russische Truppen in den vergangenen 24 Stunden 15 Mal ukrainische Stellungen in der Nähe der Kleinstädte Marjinka und Awdijiwka in der Oblast Donezk an. Die russischen Vorstöße zielten nach Südwesten in Richtung der besetzten Halbinsel Krim. Laut UNIAN fokussieren sich die Bemühungen der russischen Armee auf dieses Gebiet und diese Richtung.
Die Russen setzten Panzer, Mehrfachraketensystem sowie schwere Artillerie ein und feuerten 500 Mal auf die gegnerischen Stellungen. Die ukrainischen Verteidiger haben wohl zwei Kompanien russischer Angreifer getötet oder verwundet. Gleichzeitig haben ukrainische Truppen ihre Offensive in Richtung der Städte Melitopol und Berdjansk nördlich der Krim mit über 1000 Artillerieangriffen fortgesetzt. Angaben von Kriegsparteien lassen sich nur selten unabhängig verifizieren.
Russland nimmt eigenen Matrosen wegen angeblicher Anschlagspläne fest
Update vom 27. Juli, 16.35 Uhr: Russland hat am Donnerstag (27. Juli) wegen angeblicher Sabotagepläne einen Matrosen der russischen Marine festgenommen. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB wirft dem Seemann vor, einen Terroranschlag auf eines der Schiffe der Schwarzmeerflotte, „die hochpräzise Raketenwaffen tragen“, geplant zu haben, wie The Moscow Times berichtet. Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax beschuldigte der FSB den inhaftierten Matrosen auch, Staatsgeheimnisse mit Kiew geteilt zu haben. Dem Mann droht als Höchststrafe eine lebenslange Haft. Bei seiner Festnahme soll er zwei improvisierte Sprengsätze bei sich gehabt haben.
Zerstörung und Vernichtung: Bilder aus Kiew, Butscha und Borodjanka
Update vom 27. Juli, 14.20 Uhr: Laut Wladimir Putin hat die Ukraine ihre Angriffe in den vergangenen Tagen verschärft. Betroffen sei vor allem die Frontlinie in der Region Saporischschja, sagte er dem russischen Fernsehen am Rande des Russland-Afrika-Gipfels in St. Petersburg. Die Ukraine habe dabei an keinem Frontabschnitt Erfolge erzielt. Eine ukrainische Stellungnahme liegt nicht vor.
Russischer Geheimdienst will „Spuren von Sprengstoff“ auf Frachtschiff entdeckt haben
Update vom 27. Juli, 11.25 Uhr: Der russische Geheimdienst FSB hat eigenen Angaben zufolge „Spuren von Sprengstoff“ an einem Frachtschiff im Schwarzen Meer entdeckt. Die Spuren seien „im Frachtraum“ und „auf der Oberfläche eines Rettungsbootes“ eines aus dem türkischen Sinop kommenden Frachters gefunden worden, teilte der FSB am Donnerstag (27. Juli) mit. Dem Frachter, der für einen „Verladen von Getreide“ den Hafen im südrussischen Rostow am Don ansteuerte, sei daher der Zugang zu russischen Gewässern verwehrt worden.
„Das ausländische Schiff könnte früher dafür genutzt worden sein, explosive Substanzen in die Ukraine zu transportieren“, hieß es weiter. Laut FSB hatte das Schiff zuvor den ukrainischen Hafen Reni in der Region Odessa angefahren. Ein Getreidelager in dem Donau-Hafen nahe der rumänischen Grenze war kürzlich von russischen Drohnen angegriffen worden.
Russland verliert Dutzende Kampfhubschrauber
Update vom 27. Juli, 10.25 Uhr: Nach Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums hat Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine Dutzende Kampfhubschrauber verloren, mit ihnen allerdings auch erhebliche Schäden angerichtet. „Russland hat seit der Invasion höchstwahrscheinlich etwa 40 Ka-52 verloren, aber dieser Typ hat der Ukraine auch einen hohen Preis abverlangt“, schrieben die Briten am Donnerstag (27. Juli) in ihrem täglichen Update bei Twitter.
In den vergangenen Monaten habe Russland seine Streitkräfte im Süden sehr wahrscheinlich – zumindest mit einer kleinen Anzahl – brandneuer Ka-52M-Varianten erweitert, einem stark modifizierten Fluggerät, das auf den Erfahrungen der Russen in Syrien beruhe, schrieben die Briten. Ihre Einschätzung beruht demnach auf Fotos in sozialen Medien, auf denen Besatzungen neben den neuen Hubschraubern posieren.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland
Update vom 27. Juli, 9.45 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben ihre Gegenoffensive verstärkt und einen neuen Vorstoß im Süden des Landes unternommen. Ukrainische Truppen rücken dabei näher an die heftig umkämpfte östliche Stadt Bachmut heran. Die ukrainische Armee schickt Tausende von westlich ausgebildeten und ausgerüsteten Soldaten in eine vermeintliche Schwachstelle der russischen Verteidigungsanlagen in der Region Saporischschja, wie der Guardian berichtet. Die Ukraine versucht außerdem, Bachmut teilweise einzukesseln, indem sie von Norden und Süden weiter vorrückt.
Update vom 27. Juli, 9.00 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben in der Nacht zu Donnerstag erneut Hafenanlagen in der Region Odessa beschossen. Es seien Raketen auf die Anlagen abgefeuert worden, teilte Oleh Kiper, der Gouverneur der im Süden der Ukraine gelegenen Region, mit. Ein Wachmann sei getötet worden. Zudem sei ein Frachtterminal beschädigt worden. Seit Russland am Montag vergangener Woche das Getreideabkommen ausgesetzt hat, haben seine Truppen wiederholt die Häfen der Ukraine am Schwarzen Meer angegriffen.
Ukraine schießt russische Marschflugkörper ab
Update vom 26. Juli, 23.05 Uhr: Die Luftabwehr der Ukraine hat heute (26. Juli) 36 Marschflugkörper abgeschossen, die von russischem Territorium aus auf die Ukraine abgefeuert wurden. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrajinska Prawda unter Berufung auf einen Kommandeur der ukrainischen Luftwaffe. Mykola Oleshchuk berichtete in einem Telegram-Beitrag von zwei Angriffen auf die Ukraine. Dabei sollen zunächst am Nachmittag drei russische Raketen vom Typ „Kalibr“ und gegen 17 Uhr 33 von insgesamt 36 gestarteten Raketen vom Typ Kh-101/Kh-555 zerstört worden sein.
Update vom 26. Juli, 21.05 Uhr: Die Ukraine soll Marschflugkörper über den Regionen Kiew, Charkiw und der Stadt Dnipro abgeschossen haben. Das berichtet die Online-Zeitung Ukrajinska Prawda unter Berufung auf eine Stellungnahme von Juri Ihnat, Sprecher der Luftverteidigung. Es soll sich wohl unter anderem um russische Kinschal-Raketen gehandelt haben, fügte er hinzu. Es sei noch zu früh, um Entwarnung zu geben.
Russische Seeblockade: Ukraine hofft auf Nato-Hilfe
Update vom 26. Juli, 19.25 Uhr: Die Ukraine sucht zum Durchbrechen der russischen Seeblockade gegen Getreideexporte die Hilfe der Nato. Auf Bitten von Präsident Wolodymyr Selenskyj tagte der neue Nato-Ukraine-Rat am Mittwoch erstmals auf Botschafter-Ebene in Brüssel. „Die Welt weiß, dass die Sicherheit der Schwarzmeerhäfen der Schlüssel zu Frieden und Stabilität auf dem globalen Lebensmittelmarkt ist“, sagte Selenskyj im Vorfeld in einer Videoansprache in Kiew. Größere Ankündigungen oder Beschlüsse wurden vom Treffen der 31 Nato-Staaten indes nicht erwartet.
Prag empört: Moskau wirft Tschechien zunehmende Russophobie vor
Update vom 26. Juli, 16.00 Uhr: Mit Empörung in sozialen Netzwerken hat das tschechische Außenministerium auf einen kritischen Menschenrechtsbericht Russlands reagiert. In einer Twitter-Nachricht warf das Moskauer Außenamt den Prager Behörden unter anderem zunehmende Russophobie vor. Das tschechische Außenministerium reagierte darauf mit einer harsch formulierten Gegenwehr: „Die chronischen Probleme Tschechiens: Wir entführen keine Kinder, bombardieren keine Krankenhäuser und besetzen keine Nachbarländer. Verschwindet aus der Ukraine!“
Update vom 26. Juli, 14.00 Uhr: Kremlchef Wladimir Putin hat vor dem zweiten russischen Afrika-Gipfel einen Ausbau der Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten angekündigt. Es sollten Handel und Investitionen sowie engere Kooperationen bei Problemen wie dem Kampf für Ernährungssicherheit, gegen Armut und Klimawandel angestoßen werden, schrieb Putin in einem Grußschreiben an die Teilnehmer des Gipfels. Putin wird selbst auch bei dem bis Freitag in St. Petersburg angesetzten Treffen der Staats- und Regierungschefs der Mehrheit der afrikanischen Staaten erwartet.
FDP-Politiker für militärischen Schutz ukrainischer Getreideschiffe
Update vom 26. Juli, 11.45 Uhr: Vor der Sitzung des neuen Nato-Ukraine-Rats kommt aus der FDP die Forderung nach militärischem Schutz für ukrainische Getreideschiffe auf dem Schwarzen Meer. „Das ist etwas, was ich für realistisch halte“, sagt der Verteidigungspolitiker Marcus Faber gegenüber RTL/ntv. Zu klären sei, welche Länder die Schiffe für mögliche Geleitzüge stellen könnten. Die Türkei habe erklärt, dass sie sich das unter Umständen vorstellen könne.
„Ich finde, andere Schwarzmeernationen müssten sich da bekennen: Bulgarien, Rumänien.“ Sie würden für die Getreideschiffe ja auch ihre Hoheitsgewässer zur Verfügung stellen und hätten ohnehin Schiffe zu Kontrollen der eigenen Grenzen vor Ort. Bulgarien und Rumänien sind beide in EU und Nato. Einen Einsatz unter dem Dach der Nato hält Faber nicht für realistisch. Auch Deutschland könne sich nicht mit eigenen Schiffen beteiligen, da die Marine an der Grenze des Leistbaren sei. Die Anrainerstaaten seien zuerst in der Pflicht.
Russische Schwarzmeerflotte bringt sich in Stellung
Update vom 26. Juli, 9.45 Uhr: Die russische Schwarzmeerflotte bringt sich nach Angaben britischer Militärexperten nach Aufkündigung des Getreideabkommens für eine Blockade ukrainischer Häfen in Stellung. Das geht aus dem Geheimdienstbericht zum Krieg in der Ukraine des Verteidigungsministeriums in London am Mittwoch (26. Juli) hervor.
Demnach patrouilliert die moderne russische Korvette „Sergej Kotow“ bereits die Route zwischen dem Bosporus und der ukrainischen Hafenstadt Odessa. Es gebe eine realistische Möglichkeit, dass die Korvette Teil einer Gruppe sein werde, die Handelsschiffe auf dem Weg Richtung Ukraine abfangen solle, hieß es in der Mitteilung.
Offensive der Ukraine geht offenbar in die nächste Phase
Erstmeldung: Kiew – Nach mühsamen Kämpfen wird offenbar die nächste entscheidende Phase der Gegenoffensive im Ukraine-Krieg eingeleitet. Bisher sei man sehr vorsichtig vorgegangen, sagte jüngst der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Jetzt könnten die „dazugehörigen Aktionen“ beginnen. Die ukrainische Armee befindet sich seit nunmehr 17 Monaten im Ausnahmezustand und zeigt weiterhin starken Widerstand gegenüber den Invasoren. Für die nächste Phase ihres Vorgehens sollen die ukrainischen Truppen bereits Reserven parat haben.
Nach den stürmischen ersten Tagen der Gegenoffensive, in denen Kiew herbe Verluste erlitt, konzentrierten sich die Streitkräfte darauf, die russischen Verteidigungsreihen zu schwächen. Vor allem die Verluste bei Artilleriesystemen auf Moskaus Seite sind in diesen Tagen immens. Laut der Moscow Times versucht Russland derzeit verzweifelt, die Artillerieverluste auszugleichen.
Zusammen mit den Angriffen auf Kommandostützpunkte und Munitionsdepots im Hinterland hat diese Taktik dazu geführt, dass die Ukraine an vielen Stellen der Front mittlerweile die Feuerüberlegenheit hat – und die Verteidigungsreihen der Russen ausgedünnt sind.
Offensive im Ukraine-Krieg: Kiew hat mehr als 30.000 Soldaten zur Verfügung
Die nächste Phase könnte laut dem Militärhistoriker Phillips O´Brien darin bestehen, dass die Angriffe auf die russischen Verteidigungsstellungen selbst stark zunehmen. Es könnte also wieder zu einem Szenario kommen wie in den ersten Tagen der Gegenoffensive: Dabei griff eine vergleichsweise hohe Zahl an Infanteristen, Panzern und Schützenpanzern die Stellungen der Russen an.
Ist diese Phase erfolgreich abgeschlossen, würde ein Angriff mit den verbleibenden Einheiten am schwächsten Punkt der Front erfolgen, so O´Brien. Die Ukraine habe dafür wohl noch mehr als 30.000 Soldaten zur Verfügung und den größten Teil des aus dem Westen gelieferten Geräts.
Minenfelder bleiben für Ukrainer eine Herausforderung bei der Offensive
Ein großes Problem bleiben die großflächigen Minenfelder, die die Russen immer wieder neu auslegen und die sich für die ukrainischen Truppen als gefährliche Fallen herausstellen. Die Truppen können sich nur langsam durchkämpfen. Die einzige Hoffnung: „Einen Korridor zu finden, durch den eine große Zahl an Einheiten brechen kann. Wo das sein wird, deutet sich aktuell noch nicht an“, sagte unlängst die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre.
Auch Brigadegeneral der Bundeswehr, Christian Freuding, sieht die größte Herausforderung für die Ukraine im Minenfeld. „Unser Grundsatz ist ja: Auftreffen auf Minensperre, ausweichen, umgehen. Bei dem Ausmaß der Minensperren, die in neun Monaten da angelegt wurden, ist dieser Grundsatz gar nicht zu befolgen“, sagte Freuding laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Die Ukraine muss sich wirklich jeden Meter Geländegewinn dadurch erarbeiten, dass sie Minensperren unter Feuer öffnet. Und das ist das Schwierigste, das Blutigste, das Dramatischste, was man sich überhaupt vorstellen kann.“
Ukraine-Krieg: Putin und Lukaschenko versuchen Gegenoffensive kleinzureden
Trotz hoher russischer Verluste versucht Präsident Wladimir Putin stets, die Offensive der Ukraine kleinzureden. Bei einer Begrüßung durch Putin zu einem Treffen in St. Petersburg sagte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko laut russischen Nachrichtenagenturen: „Es gibt keine Gegenoffensive.“ Putin entgegnete: „Es gibt sie, aber sie ist gescheitert.“ US-Generalstabschef Mark Milley hatte kürzlich erklärt, die ukrainische Offensive sei „weit von einem Misserfolg entfernt“, werde aber lang, hart und blutig sein. (Mit Agenturen)