Höhere Wahlbeteiligung

Hochrechnung zur Bremen-Wahl 2023: Bovenschulte zum Wahlsieger gekürt

  • schließen

Erst die Prognose, dann die Hochrechnung: Nach langem Wahlkampf endet die Bremen-Wahl 2023. Bovenschulte kann sein Amt behaupten. Hier die Ergebnisse.

Update vom 14. Mai, 22:24 Uhr: Jetzt ist auch die erste amtliche Hochrechnung da. Die SPD hat demnach die Bremen-Wahl 2023 mit 29,2 Prozent deutlich gewonnen. Zweitstärkste Kraft wurde die CDU mit 25,6 Prozent, wie die Landeswahlleitung am Sonntag nach ersten Auszählungsergebnissen mitteilte. Die Grünen können demnach mit 12 Prozent der Stimmen rechnen, die Linke kommt auf 12,1 Prozent. Für die Bürger in Wut wurden bislang 9,3 Prozent ermittelt, für die FDP 5,2 Prozent. Die Auszählung werde fortgesetzt, bis eine repräsentative Stichprobe erreicht sei, hieß es weiter. Dies ist den Angaben zufolge wohl erst nach Mitternacht der Fall. Das vorläufige amtliche Endergebnis soll nach Abschluss der komplizierten Auszählung erst Mitte der Woche vorliegen.

Amtliche Hochrechnung zur Bremen-Wahl: Wahlleiter bestätigt bisherigen Trend bei Wahlergebnissen

Update vom 14. Mai 2023, 18.48 Uhr: Die ersten Hochrechnungen zur Bremen-Wahl sind da. Laut der aktuellen Prognose von infratest dimap bleibt die SPD mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte die stärkste Kraft mit 29,5 Prozent. Platz zwei holt die CDU mit Frank Imhoff (25,5 Prozent). Grüne (12,5), Linke (10,5), Bürger in Wut (10,5) und die FDP folgen danach.

Hochrechnung zur Bremen-Wahl: Andreas Bovenschulte macht SPD zur stärksten Kraft

Erstmeldung vom 14. Mai 2023, 17:24 Uhr:Bremen - Andreas Bovenschulte gegen Frank Imhoff, SPD gegen CDU: Wer ist der Sieger bei der Bremen-Wahl 2023? Nach einem wochenlangen Wahlkampf lauern die Kontrahenten auf das Ergebnis. Bereits in den ersten Hochrechnungen wird man eine Tendenz erkennen können. Doch wo wird gejubelt und gefeiert? Und wo gibt es lange Gesichter?

Bremen-Wahl 2023 Hochrechnung: Wann steht der Sieger fest?

In den aktuellen Umfragen zur Bremen-Wahl 2023 hatte sich zuletzt immer ein Vorteil für die SPD um Bürgermeister Andreas Bovenschulte abgezeichnet. Doch sein Vorsprung auf seinen Herausforderer Frank Imhoff (CDU) war mit drei Prozentpunkten nur hauchdünn. Deshalb zeigte sich der amtierende Rathauschef in den vergangenen Tagen auch noch betont zurückhaltend über die Erfolgsaussichten seiner Wiederwahl. Gewählt werde bis zum Schluss, sagte Bovenschulte zu kreiszeitung.de von IPPEN.MEDIA. Und Umfragen seien keine Hochrechnungen.

Wartet gespannt auf die erste Hochrechnung zur Bremen-Wahl 2023: Andreas Bovenschulte (SPD).

Wann kommen die aktuellen Hochrechnungen bei der Bremen-Wahl?

Doch wann kommen die aktuellen Hochrechnungen? Die Wahllokale werden am Sonntag (14. Mai) bis 18 Uhr geöffnet sein. Wenige Minuten danach werden die ersten Prognosen zum Ausgang der Bremen-Wahl vorliegen. Diese fußen auf Daten der Meinungsforschungsinstitute wie infratest dimap oder der Forschungsgruppe Wahlen. Eine offizielle Hochrechnung vom Wahlleiter der Bürgerschaftswahl soll erst gegen 21:30 Uhr erfolgen, welche im Unterschied zu den TV-Prognosen auf einer ersten Teilauszählung basiert. Bis zu endgültigen Auszählung aller Stimmen in Bremen und Bremerhaven wird es aber dauern. Frühestens am Montag soll es dann ein vorläufiges Endergebnis geben.

Schlechte Nachricht vor Hochrechnung: Wahlbeteiligung bei Bremen-Wahl 2023 niedriger als 2019

Insofern brauchen die Wahlkämpfer um Bovenschulte und Imhoff ein wenig Geduld. Erste schlechte Nachrichten gibt es bereits vor der ersten Hochrechnung: Bei der Bürgerschaftswahl in Bremen 2023, die Sie in unserem Live-Ticker zur Bremen-Wahl verfolgen können, scheint die Wahlbeteiligung leicht gefallen zu sein. So haben in den ersten sechs Stunden nach Öffnung der Wahllokale etwas weniger Wählerinnen und Wähler ihren Stimmzettel abgegeben als 2019. Um 16.00 Uhr lag die Beteiligung bei 44,9 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Bei der Wahl vor vier Jahren lag der Wert um diese Zeit bei 46,9 Prozent. Der Anteil der Briefwähler ist noch nicht eingerechnet. Ihr Anteil soll in diesem Jahr sehr hoch sein.

Bremen-Wahl: Das Spitzenpersonal der Parteien im Überblick

Für die SPD geht bei der Bremen-Wahl der amtierende Bürgermeister Andreas Bovenschulte als Spitzenkandidat ins Rennen. Der Jurist wurde am 11. August 1965 in Hildesheim geboren.  Seit 1984 Mitglied der SPD, wurde er im Juni 2010 vom Parteitag zum Landesvorsitzenden der SPD Bremen gewählt. Er ist als Parteilinker bekannt, gilt parteiübergreifend aber auch als pragmatischer Politiker. So wurde er bei der Wahl zum Bürgermeister von Weyhe im Jahr 2014 auch von der CDU unterstützt.
Für die SPD geht bei der Bremen-Wahl der amtierende Bürgermeister Andreas Bovenschulte als Spitzenkandidat ins Rennen. Der Jurist wurde am 11. August 1965 in Hildesheim geboren. Seit 1984 Mitglied der SPD, wurde er im Juni 2010 vom Parteitag zum Landesvorsitzenden der SPD Bremen gewählt. Er ist als Parteilinker bekannt, gilt parteiübergreifend aber auch als pragmatischer Politiker. So wurde er bei der Wahl zum Bürgermeister von Weyhe im Jahr 2014 auch von der CDU unterstützt.  © Sina Schuldt/dpa
Während seines Studiums wohnte Bovenschulte in einer gemeinsamen WG mit Carsten Sieling, seinem Vorgänger im Amt des Bremer Bürgermeisters. Als Sieling auf eine weitere Amtszeit verzichtet, wurde Bovenschulte am 15. August 2019 zum Bremer Bürgermeister gewählt. Privat ist Bovenschulte ein begeisterter Fan von Werder Bremen, der als Dauerkartenbesitzer regelmäßig zu den Spielen ins Stadion geht.
Während seines Studiums wohnte Bovenschulte in einer gemeinsamen WG mit Carsten Sieling, seinem Vorgänger im Amt des Bremer Bürgermeisters. Als Sieling auf eine weitere Amtszeit verzichtet, wurde Bovenschulte am 15. August 2019 zum Bremer Bürgermeister gewählt. Privat ist Bovenschulte ein begeisterter Fan von Werder Bremen, der als Dauerkartenbesitzer regelmäßig zu den Spielen ins Stadion geht. © Imago
Als Herausforderer geht CDU-Spitzenkandidat Frank Imhoff in die Bremen-Wahl. Imhoff, am 23. Oktober 1968 in Bremen geboren, gehört schon seit Juni 1999 als Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft an. Nachdem die CDU aus der Bürgerschaftswahl in Bremen am 26. Mai 2019 erstmals in der Geschichte des Landes als stärkste Kraft hervorgegangen war, wurde Imhoff am 3. Juli 2019 zum Präsidenten der Bürgerschaft gewählt.
Als Herausforderer geht CDU-Spitzenkandidat Frank Imhoff in die Bremen-Wahl. Imhoff, am 23. Oktober 1968 in Bremen geboren, gehört schon seit Juni 1999 als Abgeordneter der Bermischen Bürgerschaft an. Nachdem die CDU aus der Bürgerschaftswahl in Bremen am 26. Mai 2019 erstmals in der Geschichte des Landes als stärkste Kraft hervorgegangen war, wurde Imhoff am 3. Juli 2019 zum Präsidenten der Bürgerschaft gewählt. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Imhoff absolvierte nach dem Abschluss der Realschule eine Ausbildung zum Landwirt. Von 1990 bis 1995 arbeitete er in einem landwirtschaftlichen Betrieb und absolvierte parallel eine Ausbildung zum Landschaftspfleger. 1996 übernahm er den elterlichen Hof mit Milchviehhaltung im Bremer Ortsteil Strom, den er seitdem als selbständiger Landwirt gemeinsam mit seiner Familie in fünfter Generation führt. Imhoff ist verheiratet und hat drei Kinder.
Imhoff absolvierte nach dem Abschluss der Realschule eine Ausbildung zum Landwirt. Von 1990 bis 1995 arbeitete er in einem landwirtschaftlichen Betrieb und absolvierte parallel eine Ausbildung zum Landschaftspfleger. 1996 übernahm er den elterlichen Hof mit Milchviehhaltung im Bremer Ortsteil Strom, den er seitdem als selbständiger Landwirt gemeinsam mit seiner Familie in fünfter Generation führt. Imhoff ist verheiratet und hat drei Kinder. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Für die Grünen ist Maike Schaefer bei der Bremen-Wahl wie schon 2019 erneut als Spitzenkandidatin am Start. Die Biologin, die am 2. Juni 1971 in Schwalmstadt geboren wurde, ist seit Januar 2002 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen Bremen. Von Juni 2015 bis August 2019 war sie Fraktionsvorsitzende ihrer Partei in der Bremischen Bürgerschaft, der sie als Abgeordnete von 2007 bis 2019 angehörte.
Für die Grünen ist Maike Schaefer bei der Bremen-Wahl wie schon 2019 erneut als Spitzenkandidatin am Start. Die Biologin, die am 2. Juni 1971 in Schwalmstadt geboren wurde, ist seit Januar 2002 Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen Bremen. Von Juni 2015 bis August 2019 war sie Fraktionsvorsitzende ihrer Partei in der Bremischen Bürgerschaft, der sie als Abgeordnete von 2007 bis 2019 angehörte.  © Focke Strangmann/dpa
Bis 2019 war Schaefer umweltpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Seit August 2019 ist sie Stellvertreterin des Präsidenten des Senats und Bürgermeisterin von Bremen sowie Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. In dieser Funktion verantwortet Schaefer die Umgestaltung des Innenstadtverkehrs in Bremen mit Präferenz für ÖPNV und Fahrrad.
Bis 2019 war Schaefer umweltpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Seit August 2019 ist sie Stellvertreterin des Präsidenten des Senats und Bürgermeisterin von Bremen sowie Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau. In dieser Funktion verantwortet Schaefer die Umgestaltung des Innenstadtverkehrs in Bremen mit Präferenz für ÖPNV und Fahrrad. © Eckhard Stengel/Imago
Kristina Vogt tritt erneut als Spitzenkandidatin der Linken bei der Bremen-Wahl an – so wie auch schon 2011, 2015 und 2019. Vogt ist seit 2008 Mitglied der Linken und war von 2010 bis 2011 Mitglied im Landesvorstand ihrer Partei. Seit 2011 saß sie als Abgeordnete in der Bremischen Bürgerschaft. Im August 2019 übernahm sie den Posten als Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. Damit schied sie aus der Bürgerschaft aus.
Kristina Vogt tritt erneut als Spitzenkandidatin der Linken bei der Bremen-Wahl an – so wie auch schon 2011, 2015 und 2019. Vogt ist seit 2008 Mitglied der Linken und war von 2010 bis 2011 Mitglied im Landesvorstand ihrer Partei. Seit 2011 saß sie als Abgeordnete in der Bremischen Bürgerschaft. Von 2011 bis 2019 war sie Vorsitzende und Sprecherin ihrer Fraktion für Bildung und Inneres.  © Karsten Klama/dpa
Im August 2019 übernahm Vogt den Posten als Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. Damit schied sie aus der Bürgerschaft aus. Vogt wurde am 3. Juni 1965 in Münster geboren und hat ein Kind. Bevor sie in die Politik einstieg, absolvierte sie eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten.
Im August 2019 übernahm Vogt den Posten als Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. Damit schied sie aus der Bürgerschaft aus. Vogt wurde am 3. Juni 1965 in Münster geboren und hat ein Kind. Bevor sie in die Politik einstieg, absolvierte sie eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Für die FDP tritt Thore Schäck als Spitzenkandidat bei der Bremen-Wahl an. Zu Beginn seiner politischen Laufbahn engagierte er sich kurzzeitig für die SPD Bremen, ehe er zur FDP wechselte. Bei der Bundestagswahl 2017 kandidierte er erfolglos für die FDP auf Platz 5 der Landesliste. Im Mai 2019 wurde er Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Er ist bau-, verkehrs- und finanzpolitischer Sprecher der FDP.
Für die FDP tritt Thore Schäck als Spitzenkandidat bei der Bremen-Wahl an. Zu Beginn seiner politischen Laufbahn engagierte er sich kurzzeitig für die SPD Bremen, ehe er zur FDP wechselte. Bei der Bundestagswahl 2017 kandidierte er erfolglos für die FDP auf Platz 5 der Landesliste. Im Mai 2019 wurde er Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Er ist bau-, verkehrs- und finanzpolitischer Sprecher der FDP.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Im Oktober 2020 wurde Schäck zum Landesvorsitzenden der FDP Bremen gewählt. Die Wahl zum Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl fiel mit 91,6 Prozent deutlich aus. Jetzt gilt es noch, die Wahlberechtigten zu überzeugen. Mit der Botschaft „Who the heck is Thore Schäck?“ (Wer zum Teufel ist Thore Schäck) will die FDP ihren Kandidaten populär machen. Überall ist seine Telefonnummer zu finden, per QR-Code kann man auch seine Homepage aufrufen.
Im Oktober 2020 wurde Schäck zum Landesvorsitzenden der FDP Bremen gewählt. Die Wahl zum Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl fiel mit 91,6 Prozent deutlich aus. Jetzt gilt es noch, die Wahlberechtigten zu überzeugen. Mit der Botschaft „Who the heck is Thore Schäck?“ (Wer zum Teufel ist Thore Schäck) will die FDP ihren Kandidaten populär machen. Überall ist seine Telefonnummer zu finden, per QR-Code kann man auch seine Homepage aufrufen. © Sina Schuldt/dpa

Der Zweistädte-Staat mit Bremen und Bremerhaven wird bislang von einer Koalition aus SPD, Grünen und Linken geführt. In Bremen wird alle vier Jahre das Landesparlament gewählt - anders als in den anderen Bundesländern, wo die Wahlperiode fünf Jahre beträgt. (jkf)

Rubriklistenbild: © Hans-Christian Dietrich/Bernd von Jutrczenka/dpa/Montage

Kommentare