Wohl mehrere Versionen im Umlauf

Ukraine-Plan: Putin-„Wunschliste“ oder Trumps Strategie? Ex-US-Botschafter äußert sich

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Der öffentlich bekannte 28-Punkte-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs stößt in Kiew auf Ablehnung. Nachverhandlungen laufen. Doch auf welcher Basis?

Washington – Die Ukraine dürfte sich derzeit zweifach in die Defensive gedrängt fühlen. Auf dem Schlachtfeld, wo Russland weiterhin erbarmungslos um mehr Landgewinne kämpft. Aber auch am Verhandlungstisch. Denn an diesen scheint die Regierung um Präsident Wolodymyr Selenskyj durch den 28-Punkte-Plan für ein Ende des Ukraine-Kriegs gezwungen zu sein.

Wer hat welchen Anteil an dem Friedensplan für die Ukraine? US-Präsident Donald Trump (l.) hat sich offenbar von Kreml-Chef Waldimir Putin reinreden lassen.

Offiziell trägt dieser Plan die Handschrift der Administration von US-Präsident Donald Trump. Doch nicht wenige der Vorschläge lassen vermuten, dass Russland bei der Ausarbeitung ein erhebliches Wörtchen mitzusprechen hatte. So sollen neben der Krim künftig auch die Oblaste Luhansk und Donezk zu Russland gehören, die Oblaste Cherson und Saporischschja an der aktuellen Kontaktlinie aufgeteilt werden. Hinzu kommt eine Obergrenze von 600.000 Soldaten für die ukrainischen Streitkräfte und das Land müsste seine Ambitionen auf eine Aufnahme in die NATO begraben.

Friedensplan für Ukraine: Laut Ex-US-Botschafter hat Russland eine Version an Medien durchgestochen

Trumps vermeintlicher Masterplan klang also an einigen Stellen mehr nach einer „Wunschliste“ direkt aus dem Kreml. Der Aufschrei in Europa und speziell Kiew war entsprechend groß. Es folgten Gespräche zwischen Delegationen der USA, der Ukraine und mehrerer europäischer Länder wie Deutschland in Genf. US-Außenminister Marco Rubio sprach auf einer Pressekonferenz dabei von „enormen Fortschritten“. Selenskyj lobte, es seien „äußerst sensible Punkte“ eingebracht worden, „aber für einen echten Frieden braucht es mehr, viel mehr“.

Dennoch lässt sich raushören, dass die Ukraine und ihre Unterstützer die Verhandlungen als positive Entwicklung wahrnehmen. Und sich gehört fühlen. Allerdings schwebte über dem Treffen eben auch die Frage, wie ein vermeintlich ausformulierter Friedensplan an die Öffentlichkeit geraten konnte, der für das überfallene Land so nicht hinnehmbar war.

Vermutet russischen Einfluss auf den US-Friedensplan für den Ukraine-Krieg: William Taylor war US-Botschafter der Ukraine und nimmt Präsident Donald Trump in die Pflicht.

William Taylor hat da eine Vermutung. „Ganz klar, die Russen haben einen 28-Punkte-Plan verfasst und ihn Witkoff (dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, d. Red.) gegeben – und haben ihn dann an die Medien durchgestochen. Und das ist der Plan, der in der Presse war“, zitiert die Tagesschau den einstigen US-Botschafter in der Ukraine. Er geht davon aus, dass Ukrainer und Europäer ein anderes Papier von den USA erhalten hätten, das als Verhandlungsgrundlage herhalten solle.

Diese Theorie würde die unterschiedlichen Interessen Moskaus und Washingtons unterstreichen. Kreml-Chef Wladimir Putin würde öffentlich Druck auf die Ukraine aufbauen wollen, Trump wohl zunächst die Interessen beider Seiten möglichst in Einklang bringen. Womöglich war die öffentlich kursierende Version also nie als finales Dokument gedacht.

Verwirrung um Trumps 28-Punkte-Plan: „Sehr einseitig, sehr russland-freundlich“

Auch in der CBS-Sendung „The Takeout“ äußerte sich Taylor im Gespräch mit Moderator Major Garrett zu dem vieldiskutierten Papier. Der Reporter wollte wissen, wie er zu den Berichten stehe, dass der US-Plan vor allem auf Konsultationen mit Russland und kaum auf Diskussionen mit der Ukraine beruhe. Seine Antwort: „Das ist genau das, was wir auch hören.“

Weiter betonte Taylor: „Wir haben verschiedene Versionen des 28-Punkte-Plans gesehen. Ich weiß nicht, ob es sich um die finale handelt oder nur um die, die Selenskyj vorgelegt wurde. Aber es ist sehr einseitig, sehr russland-freundlich. Es wirkt, als hätten die Russen um vieles gebeten und vieles bekommen.“ Auf Nachfrage erwähnte der Diplomat, es könne sich um eine Taktik von Trump handeln, um letztlich in der Mitte zu landen.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Große Sorgen bereitet Taylor, dass sich die Ukraine nicht mehr selbst verteidigen könnte, sollte sie die öffentlich kursierende Version annehmen. Diese versperre ihr den Weg in die NATO und schreibe Obergrenzen hinsichtlich der eigenen Soldaten und der Unterstützung durch die Verbündeten fest. Daher erwarte er Gegenvorschläge aus Kiew.

Druck auf Trump wegen Ukraine-Krieg: Ex-Botschafter fordert Europäer zum Handeln auf

Auch die Aufteilung der umkämpften Gebiete sei nicht schlüssig. Denn der Plan verlange von der Ukraine, „sich aus Territorium zurückzuziehen, das sie kontrolliert, das die Russen seit zwei Jahren erobern wollen und das von der Ukraine verteidigt wird“. Auf beiden Seiten seien viele Soldaten gestorben, „und dieses Dokument schreibt vor, dass sie es aufgeben müssen“.

Auch von europäischen Staatenlenkern erwartet Taylor, dass sie zum Telefon greifen, um Trump klarzumachen, dass der Friedensplan nachverhandelt werden muss. Europa würde Selenskyj beistehen, weil er und sein Land letztlich Europa verteidigen würden.

Führte die US-Delegation in Genf an: Außenminister Marco Rubio (r.) sprach an der Seite von Andrij Jermak, Leiter des Präsidialamts der Ukraine, über die Fortschritte bei den Friedensbemühungen.

Der Weg zum Waffenstillstand müsse über Trump führen. Dabei sollte er die Taktik nutzen, die auch die Europäer bereits seit Jahren fahren: Sanktionen gegen Russland verhängen und die Ukraine mit Lieferungen in die Lage versetzen, sich selbst zu verteidigen. Mit diesen beiden Optionen könne der Republikaner letztlich Putin dazu bringen, einen deutlich besseren Deal für die Ukraine einzugehen.

Trump-Minister über Deadline für Frieden: „Sehr bald ans Ziel kommen“

Rubio verbreitete derweil Zuversicht, dass der Friedensplan zeitnah stehen wird. Bei dem schon erwähnten Termin vor Reportern auf die ausgerufene Deadline an Thanksgiving (27. November) angesprochen, sagte er: „Die Deadline ist, dass wir es so schnell wie möglich fixiert haben wollen. Offensichtlich, würden wir uns freuen, wenn das am Donnerstag der Fall wäre.“

Auf eine weitere Nachfrage ergänzte Trumps Chef-Diplomat: „Ich bin sehr optimistisch, dass wir in einem sehr angemessenen Zeitraum ans Ziel kommen, sehr bald. Ob das dann Donnerstag, Freitag, Mittwoch, kommende Woche Montag ist, wir wollen es bald umsetzen, denn während wir uns damit befassen, sterben noch mehr Menschen.“ Noch brauche es aber etwas Zeit. (Quellen: Weißes Haus, Tagesschau, CBS) (mg)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/AP/dpa, Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

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