Metallische Fremdkörper

Deutschlandweiter Fisch-Rückruf bei Netto, Kaufland und Aldi – innere Verletzungen drohen

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Es kommt nicht selten vor, dass ein Produkt wegen möglicher Fremdkörper zurückgerufen wird. Jetzt warnt ein Hersteller vor mehreren Sorten eines Fisch-Produkts.

München – Neben Alaska-Seelach, Lachs und Thunfisch, zählt auch der Hering zum beliebten Speisefisch der Deutschen. Zwar enthalten Fische wie Lachs, Makrele oder Hering relativ viel Fett, versorgen den Körper aber auch mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D, schreibt die Verbraucherzentrale

Als Hauptgericht, als besondere Beilage oder auf dem Brot – der Hering ist vielseitig und bietet vielfältige Zubereitungsmöglichkeiten. Auch Heringssalate sind ein beliebter Klassiker. Wer gerne zu verzehrfertigen Heringsfilets und Heringssalaten aus dem Kühlregal greift, sollte jetzt aber vorsichtig sein. Denn wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) informiert, wird aktuell vor verschiedenen Heringsfilets in Joghurtsauce und Heringssalate in der 200- und 400-Gramm Packung gewarnt. Diese wurden deutschlandweit bei Netto, Kaufland, Aldi und Norma verkauft. Vor kurzem musste eine Bäckerei-Kette einen Rückruf für eine spezielle Brotsorte herausgeben. Ein Wurst-Produkt könnte indes Fieber, Erbrechen und Durchfall verursachen.

Bundesweiter Rückruf von Fisch-Produkt: Hersteller warnt vor Metallfäden

Wegen möglicher Metallfäden – Hersteller ruft mehrere Fisch-Produkte zurück

Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Firma Friesenkrone Feinkost Heinrich Schwarz & Sohn GmbH mehrere Fisch-Produkte zurück. Demnach sei die Information eines Zulieferers, dass „in gelieferten Zutaten möglicherweise vereinzelt kleine dünne Metallfäden enthalten sein könnten“. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. „Die Ursache beim Zulieferer wurde bereits identifiziert und behoben. Friesenkrone Feinkost Heinrich Schwarz & Sohn GmbH & Co. KG und die betroffenen Handelsunternehmen haben umgehend reagiert und die entsprechende Ware sofort aus dem Verkauf genommen“, heißt es in einer Mitteilung.

Metallische Fremdkörper, Glasscherben oder Glassplitter, wie auch Holz- und Kunststoffsplitter können, wie produktwarnung.eu schreibt, zu ernsthaften Verletzungen im Mund- und Rachenraum, sowie zu inneren Verletzungen oder Blutungen führen. Laut dem Medizinportal MSD Manual können Fremdkörper aber auch zu einer Perforation von Magen und Darm oder lebensbedrohlichen Entzündungen der Bauchhöhle führen, wenn die Speiseröhre verletzt wird. Daher wird von dem Verzehr der betroffenen Produkte abgeraten. Parallel läuft auch ein Rückruf von Käse, der auch in Frankreich aus dem Verkehr gezogen wird.

Rückruf von Fisch-Produkt – Alle Bundesländer betroffen

Alle 16 Länder sind vom Rückruf betroffen. Dabei geht es ausschließlich um nachfolgende Waren mit den aufgeführten Mindesthaltbarkeitsdaten:

ArtikelbezeichnungBetroffenes MHD
Fjordkrone Heringsfilets in Joghurtsauce, 400 g26.11.2024, 03.12.2024, 05.12.2024
ALMARE Heringsfilets in Joghurtsauce, 400 g01.12.2024, 02.12.2024, 05.12.2024
K-Classic Heringsfilets in Joghurtsauce, 400 g03.12.2024
SeaGold Heringsfilets in Joghurtsauce, 400 g28.11.2024, 29.11.2024, 02.12.2024, 03.12.2024, 05.12.2024
ALMARE Der Däne – Heringssalat mit Dill und Pfeffer, 200 g26.11.2024, 28.11.2024, 29.11.2024, 02.12.2024, 03.12.2024
ALMARE Der Rote – Heringssalat mit Apfel, Rote Beete, 200 g26.11.2024, 28.11.2024, 29.11.2024, 02.12.2024, 03.12.2024
ALMARE Der Schwede – Heringshappen Hong-Senf, 200 g26.11.2024, 28.11.2024, 29.11.2024, 02.12.2024, 03.12.2024

Andere Artikel sowie weitere Mindesthaltbarkeitsdaten seien laut Hersteller nicht vom Rückruf betroffen. Kunden, die eines der genannten Produkte bereits gekauft haben, können diesen gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben.

Feinkostsalate gehören zu leicht verderblichen Lebensmitteln

Feinkostsalate gehören laut dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) aufgrund ihrer Zusammensetzung zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. „Dabei ist für die Haltbarkeit und die einwandfreie mikrobiologische Beschaffenheit die hygienische Be-und Verarbeitung von frischen und einwandfreien Zutaten die wichtigste Grundvoraussetzung“.

Im Institut für Fische und Fischereierzeugnisse des LAVES in Cuxhaven werden Fischfeinkostsalate regelmäßig auf ihre Zusammensetzung, auf Zusatzstoffe und auch mikrobiologisch untersucht. Erst kürzlich musste ein bekannter Hersteller ebenfalls eine Rückruf-Aktion für mehrere Fertig-Salate starten.

Lebensmittel, die gesundheitsschädlich oder fehlerhaft gekennzeichnet wurden, dürfen laut Verbraucherschutz nicht in Umlauf gebracht werden. Schon bei einem Verdacht auf unsichere Lebensmittel müssen Unternehmen diese umgehend zurückrufen. (vw)

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/ Imago

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