Gesund durch den Herbst

Neue Corona-Variante – wie Sie sich am besten schützen

  • schließen

Die XEC-Mutation trägt derzeit zur Zunahme der Infektionsfälle in Deutschland bei. Fünf Tipps, um eine Infektion zu verhindern.

Die XEC-Variante des Coronavirus rückt in Deutschland immer mehr in den Mittelpunkt, da sie einen erheblichen Anteil am aktuellen Anstieg der Infektionszahlen hat. Die Symptome ähneln denen einer Grippe, auch Magen-Darm-Beschwerden wurden schon beschrieben. Trotz der schnellen Ausbreitung von XEC wird die Gefahr für die öffentliche Gesundheit nicht als alarmierend angesehen. „Die Zahl schwer verlaufender Atemwegsinfektionen liegt auf dem Niveau der Vorjahre“, wie es aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Mediziner empfehlen, das Immunsystem zu stärken, um einen besseren Schutz gegen Infektionen zu gewährleisten. Ihre Abwehrkräfte können Sie beispielsweise mit bestimmten Lebensmitteln ankurbeln.

Vitamine und Spurenelemente für ein starkes Immunsystem

Wer positiv auf Corona getestet wurde, sollte den Kontakt zu anderen Personen so weit wie möglich minimieren und sich vollständig erholen.

Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für ein starkes Immunsystem, so die Krankenkasse AOK. Obwohl die genetische Veranlagung bestimmt, wie gut der Körper gegen Viren und Bakterien gewappnet ist, können bestimmte Nährstoffe erheblichen Einfluss nehmen. Sie wirken beispielsweise als Radikalfänger und unterstützen wichtige Immunreaktionen. Vitamine und Spurenelemente wie Vitamin A, B, C, D, E sowie Zink und Selen sind besonders hilfreich für die Stärkung des Immunsystems.

Nicht verpassen: Alles rund ums Thema Gesundheit finden Sie im regelmäßigen Newsletter unserer Gesundheitsexperten von 24vita.de.

Folgende saisonale Lebensmittel sind reich an Vitaminen und Spurenelementen, die das Immunsystem im Herbst stärken:

  • Karotten enthalten reichlich Beta-Carotin, das im Körper in Vitamin A umgewandelt wird – essenziell für gesunde Haut und ein starkes Immunsystem.
  • Grünkohl ist eine wahre Nährstoffbombe und punktet mit Vitamin A, C, E sowie verschiedenen B-Vitaminen. Zudem ist das Gemüse auch Zinklieferant, das für das Immunsystem unverzichtbar ist.
  • Hokkaido-Kürbis ist eine ausgezeichnete Quelle für Beta-Carotin und versorgt den Körper zusätzlich mit Vitamin C sowie B-Vitaminen.
  • Pilze, insbesondere Champignons, bieten Vitamin D, das in den sonnenarmen Monaten besonders wichtig ist, und enthalten auch B-Vitamine und Selen.
  • Rosenkohl punktet mit Vitamin C, K und Folsäure sowie Zink.
  • Rotkohl ist reich an Vitamin C, B-Vitaminen und Vitamin E, das antioxidative Eigenschaften im Körper übernimmt.
  • Walnüsse versorgen den Körper mit wertvollem Vitamin E sowie Zink und Selen, die beide eine wichtige Rolle für die Schilddrüsenfunktion spielen.
  • Rote Bete bietet reichlich B-Vitamine, Vitamin C sowie Zink und Selen, die gemeinsam das Immunsystem stärken.

Vorsicht bei der Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel

Mediziner raten von einer Einnahme hochdosierter ACE-Vitamine und Multivitamin-Präparate ab, wenn kein nachgewiesener Mangel besteht. Studien weisen darauf hin, dass manche der erhältlichen Vitaminpräparate keine signifikanten Vorteile mit sich bringen, vielmehr mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung gebracht werden können.

Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln

Frau hält Glas Wasser in der Hand.
Wer ausreichend trinkt, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht. Das ist wichtig, weil diese die erste Schutzbarriere des Körpers gegen Viren und Bakterien darstellen. Trocknen die Schleimhäute aus, können Viren leichter andocken und sich einen Weg in den Körper bahnen. Auch das Lutschen von Bonbons hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.  © Tanya Yatsenko/Imago
Korb voll mit Gemüse und Obst
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse sorgt dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Immunsystem besteht, denn ein Großteil der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich im Darm, informiert das Portal München Klinik, der Gesundheitsversorger der Stadt München. © Oleksandr Latkun/Imago
Frau krault im Schwimmbad
Auch Bewegung macht uns weniger anfällig für Krankheitserreger. Mitverantwortlich ist die antientzündliche Wirkung von Sport und Bewegung auf unseren Körper. Davon profitiert auch unser Immunsystem, so Professor Karten Krüger von der Justus-Liebig-Universität in Giessen im Interview mit der Krankenkasse BKK Provita. Sein Forschungsgebiet: Die Wirkung von Bewegung auf unser Immunsystem. Ihm zufolge wird man seltener krank und übersteht eine Erkrankung besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, gut schläft, sich ausgewogen ernährt und ein gutes Stressmanagement pflegt.  © Imago
Hand, die Weinglas und Zigarette hält
Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch und Alkohol blockieren die körpereigene Abwehr und machen uns so anfälliger für Krankheiten. Nach einer durchzechten Nacht kann das Immunsystem Studien zufolge sogar bis zu 24 Stunden lang nicht wie gewohnt arbeiten, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch Rauchen fördert wie Alkohol Entzündungsprozesse im Körper, was eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zur Folge haben kann. Zudem trocknet Zigarettenrauch die Schleimhäute aus, was deren Abwehrkraft abschwächt.  © macondo/Imago
Frau öffnet das Fenster zum Lüften
Vor allem im Herbst und im Winter sollten Sie regelmäßig lüften. Denn trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Mund und Nase aus. Diese stellen die erste Barriere für Viren und Bakterien dar. Im ausgetrockneten Zustand sind die Schleimhäute weniger widerstandsfähig. © Roman Möbius/Imago
Wanderweg im Bergischen Land nahe der Müngstener Brücke
Bewegung an der frischen Luft stärkt unsere Atemwege. Auch das Immunsystem profitiert, weil über die Haut durch Kontakt mit Sonnenlicht Vitamin D produziert wird. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Auch zeigen Studien, dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung.  © Olaf Döring/Imago
Gestresste Frau im Büro
Stress ist ein wahrer Immunkiller. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen verlieren die Immunzellen die Fähigkeit, sich zu vermehren, um Krankheitserreger abzutöten. Auch die Menge an Antikörpern in unserem Speichel verringert sich, so eine Information des Universitätsspitals Zürich.  © Joseffson/Imago
Frau schaltet den Wecker aus
Ausreichend Schlaf zählt zu den Grundpfeilern eines intakten Immunsystems. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck konnten dem ärztlichen Journal zufolge zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der T-Zellen beeinträchtigt war. „T-Zellen zirkulieren ständig im Blutkreislauf und suchen nach Erregern. Die Adhäsion (Anmerkung der Redaktion: bedeutet so viel wie „Haftkraft“) an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen“, sagt Erstautor Stoyan Dimitrov.  © Oleksandr Latkun/Imago

Erholung und ausreichend Schlaf als Schlüssel zu einem starken Immunsystem

Stress kann das Immunsystem beeinträchtigen, da das Stresshormon Cortisol die Abwehrkräfte hemmt. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können dazu beitragen, den Stresspegel zu senken. Ausreichender Schlaf ist ebenfalls unerlässlich für ein gut funktionierendes Immunsystem. „Kurzfristiger Schlafmangel beeinträchtigt beispielsweise die Funktion der sogenannten T-Zellen, die infizierte Körperzellen beseitigen und auf diese Weise verhindern, dass sich etwa ein Virus zu stark im Körper ausbreitet“, so die AOK. Experten raten Erwachsenen im Durchschnitt mindestens 7,5 Stunden pro Nacht zu schlafen.

Bewegung und Ausdauertraining für ein starkes Immunsystem

Regelmäßige körperliche Aktivität, insbesondere Ausdauertraining, kann das Immunsystem stärken. Sportarten wie Laufen oder Walken bringen den Kreislauf in Schwung und fördern die Immunabwehr. Bewegung an der frischen Luft unterstützt zudem die Lungenfunktion, was besonders in der kalten Jahreszeit ab Herbst wichtig ist. Achten Sie darauf, sich den Außentemperaturen entsprechend angemessen zu kleiden, um den Körper durch Kälte nicht zusätzlich zu schwächen, was das Risiko von Infektionen wiederum erhöht.

Richtige Hygiene zur Vorbeugung von Infektionen

Einfache Hygienemaßnahmen können das Risiko einer Ansteckung erheblich verringern. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen, am besten 20 bis 30 Sekunden lang, ist eine effektive Methode, um Viren und Bakterien fernzuhalten. In öffentlichen Verkehrsmitteln und bei großen Menschenansammlungen ist das Tragen einer gut sitzenden FFP2-Maske empfehlenswert.

Saunagänge, Wechselbäder und Verzicht auf schädliche Substanzen

Weitere Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems sind Saunagänge und Wechselduschen, die den Kreislauf anregen und die Wärmeregulation trainieren. Verzicht auf Alkohol und Zigaretten ist ebenfalls ratsam, da diese Stoffe die Abwehrkräfte schwächen. Eine gesunde Lebensweise kann die Anfälligkeit für Infektionen verringern.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © lev dolgachov/Imago

Kommentare