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Alina Schröder- Carmen Mörwald
Martina Lippl
Julian Mayr
Moritz Bletzinger
Karolin Schaefer
Die ganze Welt blickt zum Vatikan: Nach dem vierten Wahlgang im Konklave wurde ein neuer Papst gewählt. Alle Details live im News-Ticker.
Update vom 9. Mai, 9.41 Uhr: Den neuen Live-Ticker zum neuen Papst Leo XIV. finden Sie hier.
Update vom 9. Mai, 9.30 Uhr: Der neue Papst Leo XIV. hat seinem Bruder zufolge schon als Kind Priester werden wollen. So wie andere Kinder mit Puppen spielen oder sich im Spiel als Soldaten ausgeben, habe sein Bruder „Priester“ spielen wollen, so sein älterer Bruder John Prevost gegenüber den US-Sendern CBS und ABC. „Und so nahm er das Bügelbrett unserer Mutter und legte ein Tischtuch darüber, und wir mussten zur Messe gehen“, führte er im Interview aus. Er habe das sehr ernst genommen und Gebete sowohl auf Latein als auch auf Englisch gekannt.
Prevost berichtete zudem, dass eine Frau, die in derselben Straße wie seine Familie gewohnt hatte, schon in der ersten Klasse zu seinem Bruder gesagt habe, dass er der erste US-amerikanische Papst werde. Dass er jetzt tatsächlich Papst geworden ist, habe ihn geschockt. Zugleich sei er sehr stolz gewesen, so Prevost weiter. Es sei eine „großartige Verantwortung“. Nach eigenen Angaben werde er am Freitag nach Rom reisen, um an den Feierlichkeiten im Vatikan teilzunehmen.
Update vom 9. Mai, 6.20 Uhr: Am heutigen Freitag (9. Mai) findet um 11 Uhr die erste Messe unter dem neuen Papst Leo XIV. statt. Dazu kehrt das Kirchenoberhaupt noch einmal in die Sixtinische Kapelle zurück, wo er gewählt wurde. Im Unterschied zum Konklave ist bei der Messe nun auch wieder die Öffentlichkeit in der Sixtinischen Kapelle zugelassen. Mit Spannung wird erwartet, wie sich der Papst kleiden wird. Bei seinem ersten Auftritt auf dem Balkon des Petersdoms trug er – anders als sein Vorgänger Franziskus, der ein vergleichsweise schlichtes Outfit wählte – wie frühere Päpste Schulterumhang und Stola.
Die Betroffeneninitiative „Eckiger Tisch“ erwartet vom neuen Papst Leo XIV. strukturelle Veränderungen in der katholischen Kirche. Der Verein setzt sich für die Aufarbeitung und Prävention sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche ein. „Die Herausforderungen sind groß. Die notwendigen strukturellen Veränderungen reichen von der Reform des Kirchenrechts, die Einführung von klaren Verfahren und transparenten Prozessen, wenn es um den Umgang mit Verdachtsfällen geht, hin zu einer veränderten Haltung der katholischen Kirche zur menschlichen Sexualität“, so der Sprecher Matthias Katsch.
Neuer Papst soll nicht progressiv, aber politisch sein
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem neuen Papst gratuliert und sich hoffnungsvoll auf eine fortdauernde Unterstützung des Vatikans im russischen Angriffskrieg gezeigt. Die Ukraine schätze die konsequente Haltung des Heiligen Stuhls zur Wahrung des Völkerrechts, zur Verurteilung der russischen Aggression gegen die Ukraine und zum Schutz der Rechte unschuldiger Zivilisten sehr, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.
Während die USA ihre Beziehungen zum Vatikan mit dem Amtsantritt von Leo XIV. weiter ausbauen möchten, wie US-Außenminister Marco Rubio zu verstehen gab, lehnt der neue Papst den aktuellen Kurs unter Präsident Trump ab. Als Kardinal übte er wiederholt Kritik an Trump und dessen Stellvertreter J.D. Vance – insbesondere an deren Haltung zu Migrationsfragen. So teilte der gestern zum 267. Pontifex gewählte US-Amerikaner am 3. Februar auf der Plattform X einen Artikel mit der Überschrift: „JD Vance liegt falsch: Jesus verlangt von uns nicht, unsere Liebe zu anderen abzustufen.“
Update vom 8. Mai, 22.55 Uhr: Auch beim deutschen Kardinal Reinhard Marx löste die Wahl des neuen Papstes Leo XIV. Freude aus. Er ist „sehr glücklich“ über die Entscheidung beim Konklave, sagte der Erzbischof von München und Freising im „heute journal“ im ZDF. Marx erhoffe sich nun, dass der US-Amerikaner zuhört und auch die Situation in Deutschland genau betrachtet. „Da bin ich eigentlich durch seine Art, wie ich ihn kennengelernt habe, sehr, sehr zuversichtlich“, so der Kardinal weiter.
Update vom 8. Mai, 21.58 Uhr: Ein Detail fiel am Donnerstagabend bei der Vorstellung des neuen Papstes auf: Leo XIV. hat seine Rede nicht etwa wie seine Vorgänger auf dem Petersplatz spontan gehalten. Er hatte sie im Vorhinein verschriftlicht und vor der jubelnden Menge dann vorgelesen. Angesichts der Tatsache, dass Prevost eher als Außenseiter bei dem Konklave galt, eine Überraschung.
Leo XIV. ist der neue Papst – Vatikan zeigt erste Fotos kurz nach der Wahl




Update vom 8. Mai, 21.14 Uhr: Wenige Stunden im Amt, warten auf den neuen Papst schon wichtige Termine: Morgen um 11 Uhr wird Leo XIV. mit allen Kardinälen in der Sixtinischen Kapelle eine Messe feiern. Dies gab der Direktor des vatikanischen Pressebüros, Matteo Bruni, bekannt. Am Sonntag wird er um 12 Uhr von der zentralen Loggia aus das Gebet „Regina Coeli“ sprechen, am Montag trifft er sich um 10 Uhr mit Medienvertretern zu einer Audienz in der Aula Paul VI.
Update vom 8. Mai, 20.33 Uhr: Kirchen auf der ganzen Welt verkünden den neuen Papst: In vielen Ländern haben nach der Wahl des neuen Papstes die Kirchenglocken geläutet. Auch zahlreiche Nutzer der Plattform X berichteten, dass in ihrer Nachbarschaft nach der Papstwahl Glocken zu hören gewesen seien. Entsprechende Berichte gab es auch aus Deutschland.
Update vom 8. Mai, 20.17 Uhr: Auch hat US-Präsident Donald Trump bereits Leo XIV. gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an Kardinal Robert Francis Prevost, der gerade zum Papst ernannt wurde. Es ist eine große Ehre, zu wissen, dass er der erste amerikanische Papst ist. Was für eine Freude und was für eine große Ehre für unser Land“, schreibt Trump auf der Plattform Truth Social.
Erster Papst aus den USA: Prevost galt im Konklave als Außenseiter
Update vom 8. Mai, 19.45 Uhr: Leo XIV. heißt der neue Papst, der aus den USA kommt. Robert F. Prevost hatte kaum einer für die Nachfolge von Franziskus‘ auf dem Zettel. Sein Name könnte er mit Bedacht gewählt haben. Der namentliche Vorgänger Leo XIII., von 1878 bis 1903 Papst, galt als „Arbeiterpapst“ und als besonders sozial. Prevost selbst wird als progressiv beschrieben und teilt ähnliche Ansichten wie der verstorbene Franziskus.
Update vom 8. Mai, 19.36 Uhr: Der neue Papst schenkt den Segen „Urbi et orbi“. Anschließend schaut er gerührt in die applaudierende Menge vor dem Dom.
Update vom 8. Mai, 19.24 Uhr: Und da ist er: Leo XIV. tritt unter tosendem Applaus auf den Balkon des Petersdoms. Er winkt in die Menge. Der 69-Jährige wird vor Zehntausenden Menschen in Rom und Millionen vor den Fernsehern in Kürze den Segen „Urbi et orbi“ sprechen.
Update vom 8. Mai, 19.14 Uhr: Der neue Papst wird den Namen Leo XIV tragen, heißt es. Es handelt sich um den US-Amerikaner Robert Francis Prevost. Eine „Sensation“, wie eine Expertin der ARD sagt. Prevost seien beim Konklave lediglich Außenseiterchancen eingeräumt worden. Er gelte als Mann der Mitte.
Update vom 8. Mai, 19.12 Uhr: Der Vorhang öffnet sich. „Habemus Papam“, verkündet Dominique Mamberti. Die Menge klatscht und jubelt.
Update vom 8. Mai, 19.08 Uhr: In diesen Augenblicken wird der neue Papst von seinem Zeremonienmeister, Monsignore Diego Ravelli, begleitet. Dieser hilft ihm bei seiner Einkleidung im Tränensaal neben der Sixtinischen Kapelle, wo sich neue Päpste nach dem Konklave zudem zum stillen Gebet zurückziehen können.
Anschließend tritt er auf den Balkon des Petersdoms vor die jubelnde Menschenmenge. Kardinalprotodiakon Dominique Mamberti wird den Namen verkünden.
Update vom 8. Mai, 18.35 Uhr: Nach dem Ritus der katholischen Kirche wird der neue Papst jetzt in Weiß eingekleidet. Alle Kardinäle schwören ihm Gehorsam. Nach einem gemeinsamen Gebet geht es zur Mittelloggia des Petersdoms. Dort wird das Habemus Papam (Wir haben einen Papst) verkündet – und auch der Name.
Erst dann tritt der 267. Pontifex selbst hinaus und präsentiert sich der Öffentlichkeit. Der Petersplatz wird jetzt immer voller. In Rom machten sich viele Einwohner und auch Touristen in größter Eile auf den Weg zum zentralen Platz des kleinen Kirchenstaats im Herzen der italienischen Hauptstadt.
Update vom 8. Mai, 18.20 Uhr: Großer Jubel auf dem Petersplatz: Zehntausende Menschen liegen sich nach dem weißen Rauch und dem obligatorischen Glockenläuten in den Armen, schwenken Fahnen und warten gespannt, wer der neue Papst sein wird. Rund eine Stunde kann es dauern, bis dieser auf den Balkon tritt und sich der Menge zeigt.
Update vom 8. Mai, 18.08 Uhr: Weißer Rauch ist über der Sixtinischen Kapelle zu sehen – ein neuer Papst ist gewählt! Nach dem vierten Wahlgang stieg das erlösende Rauchsignal auf und verkündete der Welt: Das Konklave ist beendet, die katholische Kirche hat ein neues Oberhaupt. In Kürze wird der Name des 267. Pontifex auf dem Balkon des Petersdoms verkündet.
Update vom 8. Mai, 17.43 Uhr: Das Warten auf den weißen Rauch: Noch hat sich auf dem Dach der Sixtinischen Kappelle nichts geregt. Die Zeichen stehen auf einen weiteren gescheiterten Wahlgang. Allerdings könnte es auch wieder zu einer Verzögerung gekommen sein, wie am gestrigen Abend, als der Rauch statt 19 Uhr erst um 21 Uhr aufstieg.
Update vom 8. Mai, 17 Uhr: Die vierte Abstimmung müsste in diesen Momenten laufen. Gläubige haben sich auf dem Petersplatz versammelt. Den Livestream mit Blick auf den Kamin auf die Sixtinischen Kapelle sehen Sie hier. Der nächste Rauch könnte etwa gegen 17.30 Uhr aus dem Kamin in den Himmel steigen. Allerdings nur, wenn sich die Kardinäle auf den 267. Papst in der Geschichte der katholischen Kirche geeinigt haben. Papst Benedikt XVI. wurde im Jahr 2005 in dieser Runde gewählt.
Historischer Tag mit weißem Rauch und neuem Papst – die Bilder vom Konklave im Vatikan




Papstwahl geht weiter – wann nächster Rauch zu sehen ist
Update vom 8. Mai, 16.35 Uhr: Nach einer Mittagspause haben sich die 133 Kardinäle wieder in der Sixtinischen Kapelle versammelt. Zwei weitere Wahlgänge sind an diesem Nachmittag vorgesehen. Die erste Abstimmung vermutlich gegen 17.30 Uhr. Falls dann kein weißer Rauch aus dem Schornstein aufsteigt – und sich die Kardinäle auf einen Pontifex geeinigt haben – ist eine weitere gegen 19 Uhr geplant.
Update vom 8. Mai, 15.50 Uhr: Top-Favorit Kardinal Pietro Parolin hat nach Ansicht eines Experten keine Chance mehr. „Das Terrain für ihn war eigentlich bereitet, er war tagelang Topfavorit“, sagte Jesuit und Publizist Andreas R. Batlogg bei ZDFheute. „Wenn er es da bis jetzt nicht geschafft hat, die nötigen Stimmen zusammenzubekommen, zeigt das, dass die Kardinäle jemand anderen suchen. Dann ist Parolin jetzt wohl raus.“
Ähnlich hatten es Vatikan-Experte Tillmann Kleinjung in den Tagesthemen vom Mittwochabend erklärt: Wenn sich die Kardinäle nicht schnell einigen würden, „schlägt die Stunde der Außenseiter“.
Mythos „Pasta del Conclave“ – Stärkung bei der Papstwahl
Update vom 8. Mai, 14.34 Uhr: „Pasta del Conclave“ besteht aus wenigen Zutaten: Pasta, etwas Butter und Parmesan, dazu vielleicht eine Prise Pfeffer. Ob das Gericht tatsächlich auf dem Speiseplan der Kardinäle steht, bleibt, wie fast alles um das Konklave, geheim. Bei dem Rezept handelt es sich laut der Expertin Mila Fumini um einen „echten Mythos“. Es gäbe keine offizielle Bestätigung in vatikanischen Dokumenten, zitiert skytg24.it die Historikerin.
Papstwahl live: Konklave 2013 dauerte zwei Tage
Update vom 8. Mai, 13.46 Uhr: Die Papstwahl geht weiter. Noch steht der Name des 267. Bischofs von Rom nicht fest. Das letzte Konklave im März 2013 dauerte zwei Tage. Der damalige Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio, trat nach fünf Wahlgängen und drei Rauchzeichen am 13. März als Papst Franziskus auf dem Balkon.
Update vom 8. Mai, 12.18 Uhr: Medienberichten zufolge befinden sich derzeit 11.000 Gläubige auf dem Petersplatz. Wenn sie noch die mögliche Wahl des künftigen Papstes miterleben wollen, müssen sie mindestens bis Spätnachmittag warten.
Update vom 8. Mai, 11.51 Uhr: Schwarzer Rauch steigt auf. Um kurz vor 12 Uhr gab es erstmals am heutigen Donnerstag ein Rauchsignal aus der Sixtinischen Kapelle. Damit wurde sich weiterhin nicht auf einen neuen Papst geeinigt. Die Kardinäle werden sich nun voraussichtlich für eine Mittagspause zurück ins Gästehaus Santa Maria begeben. Erst gegen 15.45 Uhr geht es für sie dann wieder zurück zum Apostolischen Palast. Wenn dann ein neuer Papst gewählt wird, steigt um 17.30 Uhr weißer Rauch auf – wenn nicht, wird wieder nichts zu sehen sein. Um 19 Uhr entscheidet sich dann final, ob es heute einen neuen Pontifex geben wird.
Langes Papst-Konklave 2025? Koffer für „fünf, sechs Tage“ packen lassen
Update vom 8. Mai, 11.20 Uhr: Auch am zweiten Tag des Konklaves strömen Gläubige aus aller Welt auf den Petersplatz, um das Konklave hautnah miterleben zu können. Gestern haben Schätzungen zufolge mehr als 40.000 Menschen das Geschehen vor Ort live verfolgt. Weiter ist kein Rauch am Schornstein zu sehen. Ein mögliches Indiz, dass es wohl mindestens eines weiteren Wahlganges bedarf, um den neuen Papst zu finden.
Über den 267. Pontifex entscheiden auch drei Deutsche mit und sind damit selbst im Rennen. Der ehemalige Präfekt der Vatikan-Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller, hatte kurz vor Konklave-Beginn gesagt, er habe sich den Koffer für „fünf, sechs Tage“ packen lassen. „Man muss schon vorbereitet sein. Aber jeder hofft natürlich, dass es nicht so lange dauert. Jeder will nach Hause.“ Wahlberechtigt sind auch die Kardinäle Reinhard Marx aus München und Rainer Maria Woelki aus Köln.
Konklave 2025: Zweiter Wahlgang wohl nicht erfolgreich
Update vom 8. Mai, 10.40 Uhr: Noch ist kein Rauch zu sehen, was darauf schließen lässt, dass die Kardinäle auch diesmal nicht zu einer Einigung gekommen sind. Damit wird der erste Rauch für den heutigen Donnerstag voraussichtlich erst um 12 Uhr zu sehen sein. Ob er weiß oder schwarz ist, wird sich zeigen. Allerdings hat es beim ersten Wahlgang am Mittwoch auch länger gedauert. Die gute Nachricht: Auch heute halten abwechselnd Möwen Wache auf dem Dach mit dem berühmten Schornstein.
Papstwahl: Drei Erklärungen für den späten Rauch
Update vom 8. Mai, 10.20 Uhr: Die ZDF-Redaktion führt drei Hypothesen auf, warum es so lange bis zum ersten schwarzen Rauch gedauert hat. Ein Grund könnte demnach sein, dass vor dem Wahlgang noch Verfahrungsfragen geklärt werden mussten. . „Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin musste als Leiter des Konklaves vor der Abstimmung erfragen, ob es noch offene Fragen zum Prozedere gibt“, erklärt Jürgen Erbacher aus der ZDF-Redaktion Religion und Leben. „Da es für viele Kardinäle das erste Konklave ist, könnte es noch Gesprächsbedarf gegeben haben.“
Aber auch die schiere Anzahl der Kardinäle kann den Wahlgang in die Länge gezogen haben. „Bei diesem Konklave wählen so viele Kardinäle wie nie zuvor“, sagt ZDF-Kirchenexperte Erbacher. Jeder Kardinal tritt mit seinem Stimmzettel einzeln vor den Altar, spricht eine Eidesformel und legt den Zettel in die Urne. Anschließend müssen die Stimmen ausgezählt werden. Bei 133 wahlberechtigen Kardinälen könnte das mehr Zeit in Anspruch genommen haben als erwartet.
Ein weiterer Grund könnte demnach sein, dass die Mediation Kardinal Raniero Cantalamessa länger gedauert hat. Laut Erbacher sei dieser für seine längeren Predigten bekannt. Dass dies allein die lange Zeit bis zum ersten schwarzen Rauch erklärt, hält der Experte aber für unwahrscheinlich.
Update vom 8. Mai, 9.50 Uhr: In knapp einer halben Stunde könnte weißer Rauch aus dem Schornstein des Petersdoms emporsteigen. Wird dagegen die nötige Zweidrittelmehrheit verfehlt, wird nichts zu sehen sein. Nur nach dem zweiten und vierten Wahlgang soll es schwarzen Rauch geben, der durch das Verbrennen der Wahlzettel und mithilfe von Schwefel erzeugt wird.
Allerdings spricht einiges dafür, dass der nächste Papst noch heute gewählt wird. Die Kardinäle sind zuversichtlich, dass sie eine schnelle Einigung erzielen können. Und in der jüngeren Kirchengeschichte war es so: Papst Franziskus wurde 2013 im fünften Wahlgang gewählt, Papst Benedikt XVI. 2005 sogar schon im vierten. Also beide am zweiten Tag des Konklaves. Wenn der Fall der Fälle eintritt, wird ein französischer Kardinal die berühmten Worte „Habemus Papam“ sprechen.
Dagegen spricht, dass es dieses Mal 18 Kardinäle mehr als beim vergangenen Konklave sind. Dazu kommen sie aus mehr Ländern – um genau zu sein aus 71 statt 45. Dementsprechend ist die Sprachbarriere höher. Aus diesen Gründen soll die gestrige Verkündung auch so lange gedauert haben. Allerdings gibt keine offizielle Erklärung, warum der schwarze Rauch erst um 21 Uhr kam.
Überraschungsgast: Möwe wird bei Konklave weltberühmt
Update vom 8. Mai, 8.19 Uhr: Am ersten Konklave-Tag schauten Millionen von Menschen gespannt auf den Schornstein, der im Vatikan verkündet, ob es einen neuen Papst gibt. Dabei entdeckten zahlreiche Zuschauer vor allem vor den Livestreams zum Schornstein einen heimlichen Star, der ein wenig den ernüchternden ersten Wahltag, der mit schwarzem Rauch endete, überragte. Eine Möwe hatte es sich auf dem Dach hinter dem Schornstein bequem gemacht.
Die Möwe saß teils lange regungslos im Bild. Zwischendrin flog sie weg, nur um wenig später dann wieder an Ort und Stelle auf dem Dach zu landen. Auch auf den großen Bildschirmen im Vatikan war das Tier bestens zu erkennen. Online feierten zahlreiche Beobachter die Möwe für ihre regelmäßigen Comebacks. Offenbar eine willkommene Abwechslung für die Gläubigen in der zähen Wartezeit, denn es dauerte mehr als drei Stunden nach Schließung der Tore, bis der erste Rauch aus dem Schornstein kam.
Update vom 8. Mai, 7.32 Uhr: In wenigen Stunden könnte weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufsteigen. Das zumindest soll der Corriere della Sera von Vatikan-Insidern erfahren haben. Doch was passiert, wenn sich Kardinäle beim Konklave nicht einig werden? Sollte drei Tage in Folge keine Einigung erzielt werden, kann ein Ruhetag zum Nachdenken eingelegt werden. Zudem besteht die Möglichkeit einer Stichwahl.
Obwohl die Favoriten für die Nachfolge von Papst Franziskus feststehen, ist die Entscheidung keine einfache. Wie Dr. Nino Galetti von der Konrad-Adenauer-Stiftung gegenüber IPPEN.MEDIA betont, sind die Anforderungen an den Pontifex hoch. „Er muss ein guter Theologe sein und klare Botschaften an das Kirchenvolk richten, er muss die Kirche mit ihren 1,4 Milliarden Mitgliedern zusammenhalten und einen Sinn für die Administration haben, er muss ein politischer Akteur und Verständnis für internationale Zusammenhänge haben – und am besten mehrere Sprachen sprechen“, so der Experte.
Update vom 8. Mai, 5.30 Uhr: Am heutigen Donnerstag (8. Mai) sind bis zu vier Wahlgänge geplant. Bei jeder Abstimmung gilt: Erzielen die Kardinäle nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit, werden die Stimmzettel mit einer chemischen Substanz verbrannt, sodass schwarzer Rauch aus dem Schornstein über der Sixtinischen Kapelle aufsteigt. Weißer Rauch hingegen signalisiert die erfolgreiche Wahl eines neuen Papstes. Zudem läuten in diesem Fall die Kirchenglocken.
Der Ablauf beginnt um 7.45 Uhr: Nach der Übernachtung im Gästehaus Santa Marta machen sich die Kardinäle auf den Weg in den Apostolischen Palast. Um 8.15 Uhr findet dort eine Messe in der Paulinischen Kapelle statt. Anschließend beginnt um 9.15 Uhr der erste Wahlgang in der Sixtinischen Kapelle, gefolgt von einer weiteren Abstimmung. Die Entscheidung für weißen oder schwarzen Rauch naht also.
Entsprechend könnten gegen 10.30 Uhr und 12 Uhr Rauchsignale zu sehen sein. Sollte bis dahin kein neuer Papst gewählt worden sein, folgen nach der Mittagspause zwei weitere Wahlgänge am Nachmittag. Auf den Schornstein zu blicken lohnt sich dann wieder nach 17.30 Uhr und 19 Uhr.
Papst-Konklave live: Rauch bei erstem Wahlgang nach drei Stunden
Update vom 7. Mai, 22.28 Uhr: Stundenlang harrten Menschen auf dem Petersplatz aus und warteten auf das symbolträchtige Rauchsignal aus dem Vatikan-Schornstein. Drei Stunden nach Beginn des Konklaves war es dann so weit: schwarzer Rauch stieg auf. Zeitweise bestand sogar die Möglichkeit, dass gar kein Rauch zu sehen ist – das wäre ein historisches Ereignis gewesen. Ursache für die Verzögerung dürfte die Größe des Kardinalskollegiums von 133 gewesen sein. Normalerweise sind nur 120 wahlberechtigte Kardinäle vorgesehen. Allerdings hatte Papst Franziskus noch vor seinem Tod zahlreiche Kardinäle ernannt. Für 108 Geistliche sind die Papstwahl und deren Abläufe also neu.
Schon am Nachmittag zum Start des Papst-Konklaves kam es zu Verzögerungen. So verging bei der Vereidigung mehr Zeit als gewöhnlich. Laut dem italienischen Sender Sky TG24 würden einige Kardinäle kein oder nur wenig Italienisch sprechen. Auch das könnte den Abstimmungsprozess verzögert haben. Zudem sei die Meditation von Kardinal Raniero Cantalamessa mit 45 Minuten recht lang gewesen.
Update vom 7. Mai, 21.45 Uhr: Drei Stunden nachdem die Türen der Sixtinischen Kapelle geschlossen wurden, wurde die erste Wahl-Entscheidung zum Konklave verkündet – deutlich später als erwartet. Bei der Papstwahl 2013, bei der Franziskus gewählt wurde, war bereits nach zwei Stunden schwarzer Rauch zu sehen gewesen.
Zum ersten Konklave-Tag hatten sich laut Vatican News rund 45.000 Menschen auf dem Petersplatz versammelt. Kurz nach Verkündung der Wahl-Entscheidung löste sich die Menge auf. Im Livestream sind nur noch vereinzelt Besucher auf dem beleuchteten Platz zu sehen.
Update vom 7. Mai, 21.02 Uhr: Es ist so weit: Das erste Ergebnis der Papstwahl ist da. Schwarzer Rauch steigt aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle. Das war bereits zu erwarten. Für das aktuell laufende Konklave bedeutet das: Die erste Abstimmung war nicht erfolgreich. Kein Kandidat konnte die erforderliche Zweidrittelmehrheit erreichen. Wie geht es jetzt weiter? Die 133 Kardinäle werden am Donnerstag (8. Mai) die Wahl fortsetzen. Im Live-Video sehen Sie den Rauch aus dem Vatikan-Schornstein als Erstes.
Papst-Konklave live: Warten auf den ersten Rauch – plötzlich historisches Wahl-Szenario denkbar
Update vom 7. Mai, 20.45 Uhr: Wir erreichen Stefan von Kempis, den Leiter der deutschen Abteilung von Vatican News, auf dem Petersplatz. Auch der Vatikan-Mitarbeiter wird langsam ungeduldig, wann denn das erwartete erste Rauchsignal aus dem Schornstein kommt.
Dass es heute überhaupt kein Signal mehr geben könnte, wäre durchaus möglich, aber historisch. Die Rauchzeichen sind nicht in der Konklaveordnung festgeschrieben, die Kardinäle dürfen entscheiden, wie sie wollen. Aber: „Das hat es seit der Einführung der Rauchzeichen im Jahr 1914 nicht gegeben“, sagt von Kempis.
Update vom 7. Mai, 20.40 Uhr: Die Menschen warten gespannt auf ein Rauchsignal vom Vatikan-Schornstein. Noch immer ist kein Rauch zu sehen. Die Türen der Sixtinischen Kapelle wurden vor fast drei Stunden geschlossen. Im Livestream zum Papst-Konklave von Vatican News hieß es, dass auch die Möglichkeit besteht, dass heute kein Rauchsignal mehr zu sehen sein wird. Das könnte etwa an Verfahrensfragen zum Konklave liegen, die noch geklärt werden mussten. Schließlich ist es für 108 Kardinäle die erste Papstwahl. Womöglich verzögert sich das Ergebnis der ersten Abstimmungsrunde auch nur.
Papst-Konklave live: Rund 30.000 Menschen warten auf Rauchsignal vor dem Petersdom
Update vom 7. Mai, 20.14 Uhr: Die Sonne geht langsam unter. Noch ist kein Rauch aus dem Vatikan-Schornstein zu sehen. Doch noch immer befinden sich zahlreiche Pilger und Gläubige auf dem Petersplatz, die gespannt auf das erste Ergebnis der Papstwahl warten. Wie Rainews unter Berufung auf die örtliche Polizei berichtet, haben sich rund 30.000 Menschen zum Konklave vor dem Petersdom versammelt.
Update vom 7. Mai, 19.43 Uhr: Die Welt wartet auf aktuell auf schwarzen oder weißen Rauch aus dem Vatikan-Schornstein. Dabei stieg am Mittwoch über Rom bereits rosafarbener Rauch auf. Aktivistinnen erzeugten mit Fackeln den Qualm auf einem Hügel mit Blick auf den Petersdom. Mit der Aktion wollten sie ein Zeichen für mehr Rechte für Frauen in der katholischen Kirche setzen. „Wir senden den Kardinälen die Botschaft, dass sie nicht weiterhin 50 Prozent der katholischen Bevölkerung ignorieren können“, sagte die Aktionsteilnehmerin Miriam Duignan.
News zur Papstwahl in Rom: Wann wird das Ergebnis zum Konklave erwartet?
Update vom 7. Mai, 18.12 Uhr: Die Türen der Sixtinischen Kapelle sind geschlossen. Bevor die Kardinäle zu den Stimmzetteln greifen und einen neuen Papst wählen, wird noch die letzte Meditation abgehalten. Danach beginnt der erste Wahlgang. Dabei schreiben die 133 wahlberechtigten Kardinäle ihren Favoriten auf einen Stimmzettel. Das aktuelle Ergebnis im Konklave wird noch heute erwartet. Die Öffentlichkeit blickt dann bespannt zum Schornstein der Sixtinischen Kapelle: Bei weißem Rauch steht ein neues Kirchenoberhaupt fest, bei schwarzem Rauch geht die Papstwahl am Donnerstag (8. Mai) weiter.
Update vom 7. Mai, 17.43 Uhr: Das Konklave für die Wahl des 267. Papstes in der Geschichte der katholischen Kirche beginnt. Der Ruf „Extra omnes“ wurde gesprochen. Die Türen der Sixtinischen Kapelle, geschlossen.
Update vom 7. Mai, 17.16 Uhr: Latein ist die Sprache in Sixtinischen Kapelle. Die Hymne, Gebete, der Eid, sowie wie der Ruf „Extra Omnes“ (auf Deutsch: Alle hinaus) wird in lateinisch gesprochen. Noch sind Kameras live in der Sixtinischen Kapelle dabei. Doch wenn der „Extra Omnes“ erfolgt, müssen alle Nicht-Beteiligten die Kapelle verlassen. Die 133 Kardinäle sind dann von der Außenwelt abgeschottet.
Update vom 7. Mai, 17 Uhr: Kardinal Pietro Parolin spricht die Eidesformel der Kardinäle. Nach Parolin legen alle 133 Kardinäle einzeln ihren Eid mit der Hand auf dem Evangelium ab. Sie nennen ihren Namen und die lateinische Formel, die bedeutet: „Ich gelobe, ich verspreche und ich schwöre“.
Mit Kardinal Puljic sind 133 Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle anwesend
Update vom 7. Mai, 16.50 Uhr: Bevor das Konklave zur Wahl des 267. Papstes offiziell beginnt, legen die Kardinäle ihren Eid ab. Der bosnische Kardinal Vinko Puljic, emeritierter Erzbischof von Sarajevo ist laut italienischen Medien unter den versammelten Kardinälen dabei. Seine Teilnahme am Konkave und auch an der Stimmabgabe wäre bis vor kurzem ungewiss gewesen.
Update vom 7. Mai, 16.40 Uhr: Die 133 Kardinäle sind in der Sixtinischen Kapelle angekommen. Ihre Plätze sind mit Namen gekennzeichnet. Für das Konklave wurde die Kapelle eigens mit einem neuen Boden versehen. Damit es auf dem Weg zur Stimmabgabe zum Hochaltar nur eine Stufe zu überwinden gilt.
Konklave-Riten beginnen – Kardinäle treffen sich in der Paulinischen Kapelle
Update vom 7. Mai, 16.18 Uhr: Die 133 wahlberechtigten Kardinäle sitzen noch in der angrenzenden Paulinischen Kapelle zur Meditation und zum Gebet. Im übertragenen Livestream von Vatican News ist kaum ein Ton zu hören. Gleich ziehen die Kirchenmänner gemeinsam in die Sixtinischen Kapelle zum Konklave ein.
Update vom 7. Mai, 15.50 Uhr: Alles ist für das Konklave bereit. Der Zeitplan für den ersten Tag sieht um 16.30 Uhr den Einzug der 133 wahlberechtigten Kardinäle in die Sixtinische Kapelle vor. Dort legen die Kardinäle einzeln ihren Eid ab, um über alles Geheimhaltung zu wahren. Die Worte „Extra omnes“ werden voraussichtlich gegen 17.30 Uhr vom Zeremonienmeister Diego Ravelli ausgerufen. Dann schließen sich die Türen der Kapelle. Die Schweizergarde bezieht vor dem Portal Stellung. Eine erste Rauchabgabe wird am Mittwochabend zwischen 19 und 19.30 Uhr erwartet.
Sicherheitsmaßnahmen vor Konklave verschärft – Mobilfunknetze im Vatikan deaktiviert
Update vom 7. Mai, 15.20 Uhr: Ab 15 Uhr werden „alle auf dem Gebiet des Staates Vatikanstadt vorhandenen Mobilfunk-Signalübertragungssysteme deaktiviert“, teilt das Büro des Gouvernements mit. „Das Signal wird mit der Bekanntgabe der Wahl des Papstes wiederhergestellt.“ Keine Wahl ist so geheim wie die Papstwahl. Auch in der Küche gibt es absolute Geheimhaltung.
Um den Fokus auf die Wahl zu lenken, ist der Speiseplan während des Konklaves auf eine spezielle Diät abgestimmt, berichtet Rainews. Dieser soll Energie liefern, den Geist wach halten – aber den Magen nicht überfordern, sagte demnach Vatikan-Sprecher Matteo Bruni. Zum Frühstück gibt es Kaffee, Tee und etwas Marmelade. Das Mittagessen besteht aus Pasta, Fisch und weißem Fleisch, Gemüse und Obst. Dazu gibt es nur Wasser und Wein.
Countdown für Papst-Konklave: Experten werfen neuen Favorit in den Raum
Update vom 7. Mai, 14.20 Uhr: Der Zeitplan auf dem Weg zum Konklave ist straff. Die Uhr tickt. Bevor die Türen in der Sixtinischen Kapelle mit den Worten „extre omnes“ geschlossen werden, überraschen jetzt zwei Wirtschaftswissenschaftler mit einer Analyse der aussichtsreichen Kandidaten. Die beiden ungarischen Experten hatten schon die Wahl von Papst Franziskus vorhergesagt. Ein Kardinal aus Kanada könnte laut der Prognose die Nachfolge antreten.
Update vom 7. Mai, 13.36 Uhr: Im Hinblick auf die Wahl des neuen Papstes dürfen auch Meinungen aus der Politik nicht fehlen. Zuletzt sorgte US-Präsident Donald Trump mit einem KI-generierten Foto von sich als Pontifex für Aufregung unter Katholiken. Weit weniger polemisch meldete sich nun Angela Merkel zu Wort. Sie wünscht sich vom neuen Papst, dass dieser den Kurs von Franziskus fortführe. „Es wäre schön“, so die ehemalige Bundeskanzlerin in einem Podcast des Kölner Domradios, wenn „dieser Faden, den er gesetzt hat, eines menschennahen Papstes fortgesponnen wird“.
Franziskus sei ein sehr politischer Papst gewesen, habe aber auch eine „ursprüngliche Frömmigkeit“ ausgestrahlt und es Menschen ganz einfach gemacht, Gottvertrauen zu entwickeln, sagte Merkel (70). Er sei mit offenen Armen auf alle zugegangen, und das habe etwas sehr Beruhigendes gehabt. Er habe „die Menschen als Menschen genommen“.
Update vom 7. Mai, 12.54 Uhr: Noch steigt kein Rauch auf vom famosen Schornstein an der Sixtinischen Kapelle, derweil erkunden ihn lediglich neugierige Möwen. Es ist aber alles vorbereitet für den Start der Papstwahl in der Sixtinischen Kappelle. Live-Bilder aus dem Vatikan zeigen, wie sich am Petersplatz mehr und mehr Menschen einfinden. Viele davon dürften Medienvertreter sein, die bereits vier Stunden vor dem Beginn der Wahl ihre Stellung beziehen, um den besten Blick auf den Schornstein zu haben.
Update vom 7. Mai, 12.05 Uhr: Mit einem letzten Gottesdienst im Petersdom haben sich die Kardinäle auf das Konklave eingestimmt. An der Messe nahmen auch Kardinäle teil, die wegen Überschreitens der Altersgrenze von 80 Jahren bei den Abstimmungen in der Sixtinischen Kapelle später nicht mehr dabei sein dürfen. Der Beginn für das Konklave ist für 16.30 Uhr anberaumt, natürlich streng abgekapselt von der Außenwelt. Schon am ersten Tag ist ein erster Wahlgang geplant. Dass aber heute schon weißer Rauch aufsteigt, und somit auch ein neuer Pontifex vor die am Petersplatz versammelten Gläubigen tritt, gilt als wenig wahrscheinlich.
Papst-Konklave beginnt heute: Vatikan-Insider prophezeit „schwierigstes Konklave der letzten 50 Jahre“
Update vom 7. Mai, 11.45 Uhr: Die Messe im Petersdom zur Papstwahl ist vorbei. Das Warten auf das eigentliche Konklave geht weiter. Während einige Kardinäle und katholische Würdenträger im Vorfeld des Konklaves eine recht kurze Papst-Wahl prognostiziert hatten, zeichnet der Vatikan-Experte Marco Politi im Interview mit der Zeit im Bild 2 (ZIB 2) des ORF ein düsteres Bild: „Es ist das schwierigste Konklave der letzten 50 Jahre.“ Ändere Päpste hätten keine derart zerrissene Lage in der Kirche hinterlassen, so Buchautor Politi.
Er spricht von einem „Problem, die gespaltenen Teile der Kirche wieder zusammenzubringen“. Weiter sei es das erste „globale Konklave“, führt der Experte aus. Vertreter aus Europa hätten zwar noch Einfluss. „Jetzt muss man den Papst finden, der die bunte Situation der Kirche zusammenhalten kann.“ Man höre dem Vatikan-Insider zufolge schon Kardinäle sagen, dass es wohl drei oder vier Tage brauche, bis ein neuer Pontifex steht.
Update vom 7. Mai, 11.13 Uhr: Persönliche Überlegungen beiseitschieben, stattdessen den Heiligen Geist um Rat bitten. Das ist der Appell, Giovanni Battista Re, Dekan des Kardinalskollegiums, in seiner Predigt an die anwesenden Kardinäle richtet. Die Messe „Pro eligendo Romano Pontifice“ ist der letzte Gottesdienst, bevor die 133 stimmberechtigten Würdenträger nach 16 Uhr in die sixtinische Kapelle einziehen werden um dort den neuen Papst zu bestimmen.
„Das Gebet, die Berufung auf den Heiligen Geist, ist die einzig richtige und angemessene Haltung, da sich die Kardinalwahlen auf einen Akt von höchster menschlicher und kirchlicher Verantwortung und eine Wahl von außergewöhnlicher Bedeutung vorbereiten“, sagt Battista Re.
Letzte Messe vor dem Papst-Konklave: Wie lange dauert die Papstwahl?
Update vom 7. Mai, 10.50 Uhr: Noch bevor die Papst-Wahl ihren Anfang nimmt, stellen sich viele Gläubige die Frage, wie lange es dauern wird, bis die katholische Kirche ein neues Oberhaupt hat? Ein Blick zurück in die jüngste Geschichte zeigt, dass es in der Regel kaum länger als drei Tage dauerte, bis sich die nötige Kardinalsmehrheit auf einen Pontifex einigen konnte. Von den letzten sieben Päpsten benötigte allein Johannes XXIII. 1958 einen vierten Konklavetag, bevor er zum Papst wurde.
Die längste Papstwahl der Geschichte war jene aus dem Jahre 1269. Sie zog sich über 33 Monate bis ins Jahr 1271, ehe mit Gregor X. ein Kompromisskandidat als Papst auserkoren wurde.
Update vom 7. Mai, 10.01: Während die letzte Messe vor dem Konklave begonnen hat, zementieren sich laut italienischen Medien auf den letzten Metern die Favoritenverhältnisse. Der als einer der heißesten Kandidaten gehandelte Pietro Parolin geht demnach weiter als „Papst“ in die Wahl. Laut Repubblica könnte der Italiener heute mit 40 Stimmen und mehr zu seinen Gunsten rechnen.
Für die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit bedarf es allerdings 89 Stimmen. Geht am morgigen Donnerstag (8. Mai) weißer Rauch auf, dann dürfte wohl Parolin der neue Papst sein, berichtet die römische Tageszeitung. Dasselbe prognostiziert der Vatikan-Experte Andreas Englisch gegenüber IPPEN.MEDIA.
Update vom 7. Mai, 9.47 Uhr: Bevor die Kardinäle sich heute um 16.30 Uhr in die Sixtinische Kapelle zurückziehen werden, kommen sie um 10 Uhr im Petersdom zur „Missa pro eligendo romano pontifice“ zusammen. Geleitet wird der Gottesdienst zur Papstwahl von Giovanni Battista Re, der bereits der Trauerfeier von Papst Franziskus vorgestanden hatte. Im Gegensatz zum Konklave, nehmen an der abschließenden Messe zur Papst-Wahl auch über 80-jährige Kardinäle noch teil.
Update vom 7. Mai, 8.15 Uhr: Im Vatikan wird es langsam ernst: Heute beginnt in der Sixtinischen Kapelle das Konklave zur Wahl des Nachfolgers von Papst Franziskus. Der 267. Pontifex der katholischen Kirche könnte dann eigentlich noch diese Woche feststehen - aber wer wird es? Die Liste der Kardinäle, denen Chancen eingeräumt werden, ist in den vergangenen Tagen immer länger geworden. Doch ein Kardinal stört die Ruhe vor der Papstwahl. Trotz Verbot erscheint Cipriani in Kardinalsrobe. Ein Vatikan-Experte findet dafür deutliche Worte.
Papst-Konklave live: Ab heute wird ein neuer Papst gewählt – Kardinäle ziehen in Kürze in Kapelle ein
Update vom 7. Mai, 6.15 Uhr: Nun ist es soweit: am heutigen Mittwoch ziehen 133 Kardinäle in die Sixtinische Kapelle ein, wo sie dann strengstens abgeschottet von der Außenwelt das neue Oberhaupt der katholischen Kirche bestimmen. Auch drei deutsche Kardinäle dürfen mitwählen, darunter der frühere Präfekt der Vatikan-Glaubenskongregation Gerhard Ludwig Müller.
Der deutsche Kardinal richtet sich auf ein Konklave von mehreren Tagen zur Wahl des neuen Papstes ein. Vor dem Einzug in die Sixtinische Kapelle sagte der ehemalige Erzbischof von Regensburg der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Rom, er habe sich den Koffer für „fünf, sechs Tage“ packen lassen. Die Wahl des Nachfolgers von Papst Franziskus könne schnell vorbei sein, sich aber auch hinziehen. „Man muss schon vorbereitet sein“, sagte der 77-Jährige. „Aber jeder hofft natürlich, dass es nicht so lange dauert. Jeder will nach Hause.“
Bilder zu Konklave-Favoriten als Papst-Nachfolger – drei neue Namen kursieren und ein Deutscher




Seit den 1960er Jahren waren alle Konklave nach zwei oder drei Tagen vorbei. Erforderlich ist eine Zweidrittelmehrheit – also 89 Stimmen. Müller sagte der dpa, möglicherweise werde es bereits nach einem oder zwei Tagen eine Entscheidung geben. Das Konklave könne aber auch „14 Tage dauern oder vier Wochen oder so was“. Wichtig sei, sich der Bedeutung des Geschehens bewusst zu sein und sich „nicht unter Zeitstress setzen“ zu lassen. „Es muss doch alles gut überlegt sein. Am Ende müssen halt 90 Kardinäle überzeugt sein und nicht einfach nur ein Kreuzchen machen, damit sie es bequemer haben und nach Hause können.“
Drei weitere Kardinäle befinden sich nun im Aufwind
Update vom 6. Mai, 22.52 Uhr: Bei der letzten Zusammenkunft der Kardinäle vor Beginn des Konklaves am Mittwoch standen laut italienischen Medienberichten Themen zur Lösung der Kriege in der Ukraine und dem Nahen Osten sowie Reformen der Missbrauchsgesetzgebung im Fokus. Der neue Papst solle „ein Brückenbauer“ werden.
Eine Beschreibung, die so schon oft für Pierbattista Pizzaballa, Patriarch von Jerusalem, genutzt wurde. Er geht neben Kardinal Pietro Parolin als größter Favorit in die Papstwahl.
Neben bekannten Namen wie Matteo Zuppi, Luis Antonio Tagle oder dem konservativen Péter Erdő befinden sich laut der Nachrichtenagentur Ansa jetzt auch drei weitere Kardinäle im Aufwind. Das sind: Der US-Amerikaner Robert Francis Prevost, der philippinische Kardinal Pablo Virgilio Siongco David und der kongolesische Erzbischof von Kinshasa, Fridolin Ambongo Besungu.
Update vom 6. Mai, 21.43 Uhr: Die größte Frage vor dem Konklave ist natürlich: Wer wird der Nachfolger von Papst Franziskus? Als absoluter Top-Favorit gilt der italienische Kardinal Pietro Parolin, der die Papstwahl auch leiten wird. Doch nur wenige Tage vor Beginn werden Vorwürfe gegen den Papst-Kandidaten laut. Der Vatikan-Geheimpakt könnte die „Achillesferse“ des großen Favoriten sein.
Erstmeldung vom 6. Mai, 21.11 Uhr: Rom – Die Papstwahl, eines der geheimnisvollsten Rituale der Welt, wird weltweit aufmerksam verfolgt. Nach dem Tod von Papst Franziskus treten am Mittwoch (7. Mai) 133 wahlberechtigte Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle zusammen, um das neue Oberhaupt der katholischen Kirche zu wählen.
Die Kardinäle legen einen Eid ab, die Wahlvorschriften zu respektieren und die Ergebnisse nicht nach außen zu tragen. Anschließend beginnt der erste Wahlgang. Zum Konklave sind alle Augen auf den Schornstein der Kapelle gerichtet: Können sich die Kardinäle nicht einigen, steigt schwarzer Rauch auf. Die Wahl wird weltweit live verfolgt.
Das heißt: In den kommenden Tagen finden weitere Abstimmungen statt – zwei am Vormittag, zwei am Nachmittag. Der symbolträchtige Rauch steigt ab Donnerstag (8. Mai) aber erst auf, wenn zwei Abstimmungen erfolglos waren. Erlangt einer der Kandidaten die erforderliche Zweidrittelmehrheit, ist weißer Rauch zu sehen. Dann heißt es: „Habemus Papam“ – wir haben einen Papst.
Aktuelle News zur Papstwahl live: Wie lange dauert das aktuelle Konklave?
Die Kardinäle sind bei der Wahl strengstens von der Außenwelt abgeschirmt. Ein Zeitlimit gibt es zwar nicht, allerdings waren die Konklave in der Vergangenheit meist nach zwei oder drei Tagen vorbei. Der verstorbene Papst Franziskus wurde nach fünf Wahlgängen gewählt. Vatikan-Experten legen sich bereits auf die Anzahl der Tage fest.
Zu den potenziellen Papst-Nachfolgern zählen prominente Namen wie Matteo Zuppi, Pietro Parolin und Luis Antonio Tagle. Jeder dieser Kardinäle bringt unterschiedliche Perspektiven und Visionen für die Zukunft der Kirche mit. Wer am Ende die aktuelle Papstwahl für sich entscheiden kann, bleibt abzuwarten. Um Papst zu werden, sind nur fünf Voraussetzungen nötig. (kas/dpa)
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