Wiesbaden

In Wiesbaden gehen beide Direktmandate an die CDU

+
Astrid Wallmann (CDU) gewinnt zum vierten Mal das Direktmandat für den Wahlkreis 30.
  • schließen

Aber die Grünen sind erstmals mit zwei Abgeordneten im Landtag vertreten, die SPD bringt einen Vertreter ein.

Der Wiesbadener Grünen-Direktkandidat Mathias Wagner (49) hat es wieder nicht geschafft. Die Direktmandate der Landeshauptstadt bleiben fest in christdemokratischer Hand. Für den Wahlkreis 30 wird zum vierten Mal in Folge Astrid Wallmann, Verwaltungswirtin und Nichte des früheren hessischen Ministerpräsidenten Walter Wallmann, in den Landtag einziehen. Die 43-jährige Fachfrau für Inneres und Finanzen, seit 2022 Präsidentin des hessischen Landtags, erlangt mit Stand von 20 Uhr zehn Prozentpunkte mehr als Wagner.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag hatte sich im Vorfeld wegen des guten Ergebnisses 2018 Hoffnungen gemacht. Im Wahlkreis 31 gewinnt Kultusminister Alexander Lorz (57) mit etwa 35 Prozent das Direktmandat für den Wahlkreis 31 zum zweiten Mal. Gegen ihn waren außer Robert Lambrou (AfD), Mitglied des Landtags und ehrenamtlicher Stadtrat in Wiesbaden, weitgehend unbekannte Direktkandidatinnen von Grünen und SPD angetreten. Entsprechend groß ist der Jubel, der aus dem Fraktionszimmer der CDU im Rathaus dringt.

Trotz des allgemein enttäuschenden Ergebnisses für die Grünen versucht die Parteispitze sich Mut zuzusprechen. „Zum ersten Mal ist Wiesbaden mit zwei Grünen-Abgeordneten im Landtag vertreten“, sagt Wagner. Er zieht mit dem Listenplatz 4 und Lara Klaes (26) mit Platz 9 in den Landtag ein.

Alexander Lorz (CDU) erlangte das Direktmandat für den Wahlkreis 31 zum zweiten Mal.

So ähnlich sieht das auch die SPD. Nachdem die Wiesbadener Sozialdemokraten eine Legislaturperiode lang keine Person aus den eigenen Reihen im Landtag hatten, gilt nun der Einzug des Kandidaten Alexander Hofmann (31) als sicher. „An den Erst- und Zweitstimmen sehen wir, dass das Persönliche überwiegt und ein guter Wahlkampf gemacht wurde“, erklärt Parteivorsitzende Patricia Becher.

Dennoch sieht man bei den Sozialdemokraten lange Gesichter. Anders als im Hessentrend liegen in der Landeshauptstadt SPD und Grüne nicht so nah beieinander, sondern die SPD deutlich hinter den Grünen.

Die Linke erhält auch in Wiesbaden nur wenig Zustimmung. Weniger als fünf Prozent der Wähler und Wählerinnen votierten für sie. Die Freidemokraten schneiden in Wiesbaden traditionell etwas besser ab als im Landesschnitt. Stand 21 Uhr erhält die FDP zwischen sechs und sieben Prozent der Wählerstimmen. Dennoch ist die Stimmung verhalten, das Zittern um den Einzug hält an.

Die Freien Wähler erreichen auch in Wiesbaden keine fünf Prozent. Der lokale Parteivorstand war vor wenigen Tagen aus der Partei ausgetreten und hatte scharfe Kritik an der Landespartei geübt.

Landtagswahl in Hessen - Reaktionen

Hessen hat einen neuen Landtag gewählt. Die Frankfurter Rundschau bündelt ihre umfangreiche Berichterstattung in ihrem Onlinedossier zur Hessenwahl.

Die Ergebnisse aus Frankfurt im Überblick

Reaktionen aus Frankfurt:
- Trauer bei den Frankfurter Grünen hält sich in Grenzen
- CDU feiert fünf von sechs Direktmandaten in Frankfurt
- In der SPD wird Kritik an den Themen ihrer Kampagne laut
- FDP in Frankfurt über dem Schnitt - und dennoch unzufrieden
- Linke: Gründe für Minus auch in Frankfurt vielfältig

Reaktionen aus weiteren Städten:
- In Wiesbaden gehen beide Direktmandate an die CDU
- in Darmstadt holen die Grünen beide Direktmandate

Kommentare