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Sturmtief Zoltan wütet auch am Freitag in Norddeutschland. An vielen Orten ist der Bahnverkehr weiterhin schwer beeinträchtigt. Alle Ereignisse im Live-Ticker.
- Bremen-Vegesack versinkt wegen Zoltan teilsweise im Weser-Hochwasser
- Sturmtief führt zu Schulausfall und weiteren Ausfällen bei Bahn und Fähren
- Sturm beeinträchtigt Bahnverkehr in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein
- Orkan Zoltan wütet über Niedersachsen: Hochwasser-Warnung für Freitagvormittag
Update vom Freitag, 22. Dezember, 13:20 Uhr: Reisende, die im Norden mit der Bahn unterwegs sein möchten, müssen kurz vor Weihnachten flexibel sein. Auf vielen Strecken fallen Verbindungen auch am Freitag aus. Grund sind die Auswirkungen von Sturmtief Zoltan. Wie lange die Beeinträchtigungen noch andauern, ist bislang nicht abzusehen.
Bahnreisende können ihre für Donnerstag und Freitag gültigen Tickets auch in anderen Zügen, auf anderen Strecken und zu späteren Zeiten nutzen. Das große Problem: Durch die Weihnachtstage geht die Bahn auch ohne die Sturm-Umbuchungen davon aus, dass viele Züge besonders stark ausgelastet sein werden. Auch Stornierungen bereits gebuchter Tickets sind daher im Rahmen der Fahrgastrechte möglich.
Update vom Freitag, 22. Dezember, 9.35 Uhr: In Bremen besteht wegen des Sturms am Freitag an manchen Orten Ausnahmezustand. Ab 9.30 Uhr werden in einigen Bereichen auch außerhalb der sogenannten Hauptdeichschutzlinien Überflutungen erwartet. Bereits seit Donnerstagabend bereitete die Feuerwehr Bremen eine Räumung dieser Bereiche durch die Polizei vor. „Wem es möglich ist, bei Verwandten oder Freunden unterzukommen, der/die sollte die betroffenen Bereiche vorsorglich schon frühzeitig verlassen“, riet Feuerwehr-Sprecher Christian Patzelt am Donnerstagabend.
In Bremen-Vegesack hat das Hochwasser am Freitagvormittag Teile der Innenstadt und weite Bereiche der Fußgängerzone unter Wasser gesetzt. Fluttore mussten geschlossen werden, die Weser-Fähre stellte zeitweise ihren Betrieb ein. Die Situation dort sei aber keinesfalls außer Kontrolle, berichtete Feuerwehr-Sprecher Michael Richartz auf Nachfrage. In der Nacht sei die Feuerwehr Bremen 50-mal wegen des Sturms ausgerückt, am Freitagvormittag gegen 9 Uhr liefen keine unwetterbedingten Einsätze.
Hochwasser-Scheitelpunkt wird in Bremen für 9:50 Uhr erwartet – Feuerwehr und Polizei gut vorbereitet
Stattdessen seien am Vormittag mehrere Deich-Gutachter im Einsatz, um mögliche Schäden an den Deichen zu erkennen und zu melden. Die Feuerwehr selbst ist am Morgen noch nicht in großem Maße im Hochwasser-Einsatz, der Scheitelpunkt der Flut um 9.50 Uhr könne aber noch mehr Wasser bringen, so Richartz. Problematisch sei es, dass das Wasser der Weser in Bremen derzeit von der Nordsee und vom Land her gleichermaßen in großen Mengen ankommt.
Sturm und Hochwasser im Norden: Fotos zeigen drastisches Folgen von Tief Zoltan




Gemeinsam mit der Polizei sei die Feuerwehr gut vorbereitet, weitere mögliche Hochwasser-Schäden in Bremen entgegenzuwirken. Für den Bereich am Weserstadion – in der Pauliner Marsch – rechnen die Experten damit, dass Wasser in nicht dafür vorgesehene Bereiche dringen könnte.
Sirenen und Warnungen auf dem Handy in Hamburg wegen Sturmflut an der Elbe
An der Elbe in Hamburg wiederum tönten am Freitagmorgen die Sirenen, dort hat der Katastrophenstab der Hamburger Innenbehörde den Dienst aufgenommen: Sturm Zoltan führte zu besonderer Alarmbereitschaft in der Hansestadt. „Es wird ein Wasserstand von 5,20 Meter erwartet, das entspricht Wasserstandsstufe 1 und damit nimmt der Katastrophenstab seinen Dienst auf“, sagte ein Sprecher der Innenbehörde der Deutschen Presse-Agentur.
Die Bevölkerung wurde bereits kurz nach 7 Uhr mittels Sirenen und in der Folge mit Nachrichten auf Smartphones vor der Sturmflut gewarnt. „Bis 11 Uhr ist nicht mehr so lange hin. Da fangen wir jetzt schon an“, sagte der Behördensprecher. In den Warnungen wird davor gewarnt, sich in Elbe-nahen Bereichen aufzuhalten.
Zudem beginnen nun die Flutschutzmaßnahmen im Elbegebiet. Dazu gehörten das Schließen der Flutschutztore sowie das Evakuieren und Sperren bestimmter Bereiche. Das betreffe keine bewohnten, sondern vor allem Industrie- und Gewerbegebiete, so der Sprecher weiter. Wer dort arbeitet, kommt bis in den Mittag nicht an seinen Arbeitsplatz. „Es wird im kompletten Bereich der Elbe bis Mittag zu Einschränkungen kommen. Das kann man schon sagen.“ Es werde jedoch nicht der gesamte Hafen gesperrt, sondern immer nur punktuell. (Mit Material der dpa)
Orkan Zoltan in Niedersachsen: Schulausfall und weiter viele Probleme im Bahnverkehr
Update vom Freitag, 22. Dezember, 7:30 Uhr: Sturm und Sturmflut beeinträchtigen auch am Freitagmorgen vor allem den Norden Deutschlands. Verspätungen und Zugausfälle im Fernverkehr der Deutschen Bahn sind weiterhin vielerorts vorhanden. „Teilweise können Beschädigungen erst bei Tageslicht abschließend beurteilt werden“, teilte ein Bahn-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend mit. Im gesamten Landkreis und der Stadt Cuxhaven fällt der Unterricht an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen wegen des Unwetters aus.
Die Weserfähre zwischen Bremerhaven und Nordenham ist auch am Freitag wegen Hochwasser vorerst nicht unterwegs. Das teilte das Unternehmen mit. Am Morgen sollte die Fähre ursprünglich im Halbstundentakt verkehren. Wann die Schiffe wieder fahren können, war zunächst noch nicht bekannt. Auch die Fähre Harlesiel-Wangerooge ist weiterhin vom Sturm betroffen und fährt mit geänderten Abfahrtzeiten.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sagt für die deutsche Nordseeküste sowie Hamburg eine schwere Sturmflut voraus. Während die Hochwasser-Situation in der Nacht eher moderat bliebt, gilt nun eine Warnung wegen schwerer Sturmflut für den Vormittag. Begleitet wird das Hochwasser von starken Gewittern, die am Vormittag auch über das Binnenland Niedersachsens hinwegziehen.
Das Wetter der vergangenen Tage und der Sturm haben bei Hamburg die Autobahn 1 unterspült. Zwischen den Anschlussstellen Lensahn und Neustadt i.H.-Pelzerhaken muss die Strecke in Richtung Süden deswegen bis Freitagmittag gesperrt werden. Es gelte, den Mittelstreifen im Rahmen einer Sofortmaßnahme zu stabilisieren. „Durch anhaltend starke Regenfälle und der geschmolzenen Schneemassen resultieren extreme Wassermassen, die eine dringende Sofortmaßnahme zur Entlastung der Entwässerungseinrichtung nach sich ziehen“, teilte die Autobahn GmbH des Bundes mit. Eine Umleitung ist eingerichtet worden.
Sturm im Norden: Fehmarnsundbrücke gesperrt, Bahnverkehr stark beeinträchtigt
Update vom Donnerstag, 21. Dezember, 20:35 Uhr: Die Sturmflut hat die Nordsee-Küste und die Flüsse in Niedersachsen erreicht. Der Wind drückt das Wasser derzeit stetig die Mündungen hinauf, unter anderem in Cuxhaven hat das die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Im Landkreis Oldenburg sind die Einsatzkräfte damit beschäftigt, Keller leerzupumpen und Bäume oder Äste von Straßen zu räumen. Während mehrere tausend Sandsäcke zur Verfügung stünden, bestehe derzeit auch an den Ufern der Hunte keine Gefahr für Menschen aufgrund von Hochwasser.
Wegen des anhaltend starken Windes bitten nicht nur die Einsatzkräfte aus dem Kreis Oldenburg, das Haus nur im Notfall zu verlassen und Wälder zu meiden. Es bestehe die Gefahr entwurzelter Bäume und beschädigter Dächer. Die Feuerwehr Bremerhaven wurde unterdessen am Donnerstag seit 12 Uhr zu acht unwetterbedingten Einsätzen alarmiert. Personen wurden bei den Unwettereinsätzen nicht verletzt, heißt es in einer Meldung der Einsatzkräfte.
Landkreis Northeim in Niedersachsen warnt vor Sturm und Unwetter
In Südniedersachsen ist es bis zum frühen Abend ebenfalls zu Schäden durch Sturmtief Zoltan gekommen. So warnt zum Beispiel der Landkreis Northeim seine Einwohner aktuell eindringlich vor den Wetterverhältnissen in der Region und rät dazu, das eigene Heim nicht zu verlassen.
Die Fehmarnsundbrücke an der Ostsee ist aufgrund des Sturmtiefs vollständig gesperrt worden. Das teilte die Polizei am Donnerstagabend mit. Zuvor waren im Norden bereits auch viele Fähren, wie etwa zwischen Föhr und Amrum oder den Halligen und dem Festland ausgefallen.
Update vom Donnerstag, 21. Dezember, 18 Uhr: Für ganz Niedersachsen gilt derzeit eine Hochwasserwarnung – für Küsten und Flüsse. Vielerorts würden erste Flüsse über die Ufer treten und forst- und landwirtschaftliche Flächen überschwemmen, teilte der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit.
Aufgrund des niederschlagsreichen Herbstes seien die Böden stark gesättigt und könnten kaum noch Wasser aufnehmen, heißt es weiter. Nach derzeitiger Wettervorhersage sei mit einer Verschärfung der Lage über die Weihnachtsfeiertage zu rechnen. Ein großes Hochwasser mit Überschwemmungen von Grundstücken, Straßen oder Kellern sei möglich. Das Wetter ist derzei und wohl auch über Weihnachten geprägt von Dauerregen.
Niedersachsen-Wetter von Sturm, Hochwasser und viel Regen geprägt
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sagte zudem Sturmfluten unter anderem für Hamburg vorher. Der Höhepunkt könnte am frühen Freitagvormittag erreicht werden. Entlang der drei großen Flüsse Elbe, Weser und Ems wurden bis zum Donnerstagnachmittag laut dem länderübergreifenden Hochwasserportal allerdings noch keine Warnstufen erreicht.
Die Niedersächsischen Landesforsten warnten vor dem Betreten von Wäldern. „Wen es trotz Wind und Regen vor die Tür zieht, sollte Waldgebiete und die Nähe zu Bäumen meiden“, sagte ein Sprecher. Es könnten jederzeit Äste herabfallen und Baumkronen auseinanderbrechen. Wegen des aufgeweichten Bodens könnten auch ganze Bäume umstürzen. Das gelte auch für die Tage nach dem Sturm. (Mit Material der dpa)
Sturm und Sturmflut in Niedersachsen: Zoltan legt Bahnverkehrs teilweise lahm
Update von Donnerstag, 21. Dezember, 15.45 Uhr: Sturmtief Zoltan schüttelt den Norden durch und hat mittlerweile den Bahnverkehr in Niedersachsen und Schleswig-Holstein schwer in Mitleidenschaft gezogen. Auf mehreren Strecken geht nichts mehr, sowohl für Fernverkehr als auch für den Regionalverkehr. Seit 14.30 Uhr wird der Fernverkehr der Bahn „geordnet heruntergefahren“.
Auf der Strecke zwischen Hamburg, Bremen und Osnabrück ist der Betrieb auf den Gleisen eingestellt worden. Reisende zwischen Hamburg und NRW bittet die Bahn, die ICE-Verbindungen mit Umstieg in Hannover zu nutzen und warnt vor einer daraus resultierenden erhöhten Auslastung.
Auch von Hamburg in den Norden sieht es für viele Reisende mitten im Sturm derzeit nicht gut aus: Auch in Richtung Kiel, Kopenhagen und Sylt sind Sperrungen eingerichtet worden. Von Bremen wiederum ist auch die Strecke nach Norddeich Mole gesperrt. Bäume liegen unter anderem bei Buchholz, Bassum (Landkreis Diepholz) und Wrist (Kreis Steinburg).
Sturm beeinträchtigt Bahnverkehr in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein
Zugausfälle und Verspätungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn (Stand: Freitag, 6.30 Uhr)
ICE-/IC-Züge Hamburg/Hannover - Kassel - Frankfurt/Stuttgart/Basel entfallen
ICE-Züge Hamburg/Hannover - Kassel - Würzburg - München entfallen
ICE-Züge Berlin/Leipzig/Erfurt - Frankfurt werden zwischen Erfurt und Frankfurt umgeleitet und verspäten sich um etwa eine Stunde. Vereinzelt kommt es darüber hinaus zu (Halt-) Ausfällen.
ICE-/EC-Züge von und nach Kiel wenden vorzeitig in Hamburg. Die Halte in Neumünster und Kiel Hbf entfallen.
EC-Züge von und nach Flensburg wenden vorzeitig in Hamburg. Die Halte in Neumünster, Rendsburg, Schleswig und Flensburg entfallen.
EC-Züge Hamburg - Kopenhagen beginnen und enden in Padborg. Die Halte in Hamburg, Rendsburg und Schleswig entfallen.
ICE-/IC-Züge von und nach Norddeich Mole wenden vorzeitig in Emden Hbf. Die Halte in Marienhafe, Norden, Norddeich und Norddeich Mole entfallen.
ICE-/IC-Züge Köln - Hamm - Paderborn - Kassel - München/Gera entfallen zwischen Köln und Kassel.
Im Regionalverkehr sind neben den Linien der Deutschen Bahn auch die Züge der Nordwest-Bahn (NWB) betroffen. So fährt die RS 2 zwischen Bremerhaven und Twistringen derzeit erst ab Syke. Ein Schienenersatzverkehr könne leider nicht eingerichtet werden, heißt es bei der NWB. Bremerhaven und Twistringen seien aktuell wegen Bäumen in der Oberleitung nicht anfahrbar. Für die RE9-Linie wiederum werden auf der Strecke Busse zwischen Syke und Bassum bereitgestellt und ein Ersatzverkehr eingerichtet.
Regionalverkehr in Niedersachsen wegen Sturm auf mehreren Strecken unterbrochen
Auf der Linie RS4 der Nordwestbahn werde laut NWB-Angaben voraussichtlich im Verlauf des Nachmittags Nordenham aufgrund der Sturmflut nicht mehr erreichbar sein. Auf allen noch befahrbaren Strecken werde die Geschwindigkeit der Züge bis Betriebsschluss herabgesetzt.
Betroffene Linien im Nahverkehr der Deutschen Bahn (Stand: 20:17 Uhr)
RE 1 (Norddeich(Mole) - Bremen Hbf – Hannover Hbf): Die Züge verkehren mit verminderter Geschwindigkeit. Infolge kommt es zu Verspätungen und Teilausfällen.
RE 8 (Bremerhaven-Lehe – Hannover Hbf): Die Streckensperrung zwischen Bremerhaven-Lehe und Bremen Hbf ist beendet. Erster durchfahrender Zug RE4428 ab Hannover (18:20 Uhr). Erster durchfahrender Zug RE4437 ab Bremerhaven-Lehe (21:23 Uhr)
RE 9 (Osnabrück Hbf – (Bremen Hbf) – Bremerhaven-Lehe): Streckensperrung zwischen Bremerhaven-Lehe und Bassum. Aktuell kein Zugverkehr möglich. Ein Ersatzverkehr kann nicht eingerichtet werden.
RB 40 (Braunschweig Hbf – Helmstedt): Streckensperrung zwischen Helmstedt und Braunschweig Hbf. Aktuell kein Zugverkehr möglich.
RB 46 (Braunschweig Hbf – Herzberg(Harz): Die Züge verkehren mit verminderter Geschwindigkeit. Infolge kommt es zu Verspätungen und Teilausfällen.
RB 80/81 (Göttingen/Bodenfelde – Nordhausen): Die Züge verkehren mit verminderter Geschwindigkeit. Infolge kommt es zu Verspätungen und Teilausfällen.
RB 82 (Göttingen – Kreiensen – Bad Harzburg): Die Züge verkehren mit verminderter Geschwindigkeit. Infolge kommt es zu Verspätungen und Teilausfällen.
RB 86 (Einbeck Mitte – Göttingen): Die Züge verkehren mit verminderter Geschwindigkeit. Infolge kommt es zu Verspätungen und Teilausfällen.
Es kommt zu einer Reisezeitverlängerung von bis zu 90 Minuten.
Auf der Strecke zwischen Bremen und Hamburg ist der Metronom-Bahnverkehr zum Erliegen gekommen. Wegen eines Baums im Gleis kommt es laut Angaben des Unternehmens zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Tostedt in beiden Richtungen zu Ausfällen. Die Strecke zwischen Hamburg-Harburg und Tostedt ist gesperrt, heißt es dort. Ein Busnotverkehr wurde eingerichtet. Ab Hamburg-Harburg sollten Reisende auf die S-Bahn oder die Regio-Bahnverbindung RE3/RB31 ausweichen.
Sturm Zoltan in Bremen: Baum stürzt unweit von Bushaltestelle auf die Straße
Update, 15 Uhr: Der Sturm hat am späten Donnerstagmittag in Bremen einen Baum umgeworfen – unweit mehrerer Personen, die an einer Bushaltestelle gewartet hatten. Tief Zoltan bestimmt derzeit nicht nur das Wetter in Niedersachsen, sondern hat somit auch schon Auswirkungen in der Bremer Vahr. Der Baum war dort an der Bürgermeister-Spitta-Allee entwurzelt worden.
„Es regnet ordentlich und der Wind nimmt zu. Zum Glück wurden hier heute keine Personen getroffen“, kommentiert Feuerwehrmann Christian Wolters von der Feuerwehr Bremen gegenüber einem Reporter von Nord-West-Media TV.
Bereits in der Nacht hatte das Sturmtief über Niedersachsen einen Baum unweit von Bremen entwurzelt: Eine stattliche Buche war im Landkreis Oldenburg bei Dötlingen auf eine Straße gefallen. Die Feuerwehr war mitten in der Nacht damit beschäftigt, das Hindernis zu entfernen. Verletzt wurde auch bei diesem Vorfall niemand – ein Autofahrer war allerdings gegen den Baum gefahren.
Update, 14:30 Uhr: Bremerhaven – Aufgrund des herannahenden Sturmtiefs Zoltan wird der Schulbetrieb in Bremerhaven am Freitag eingestellt. Die Stadt kündigte am Donnerstag lediglich eine Betreuungsmöglichkeit an. Insbesondere bei Grundschulkindern wurde den Eltern nahegelegt, ihre Sprösslinge sicher zur Schule zu bringen und wieder abzuholen.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie prognostiziert Sturmfluten für die norddeutschen Flüsse Elbe, Weser und Ems. Der Höhepunkt könnte am Freitagvormittag eintreten, so die Mitteilung des Bundesamtes am Donnerstag. Parallel dazu erwartet der Deutsche Wetterdienst für den Donnerstag heftige Sturmböen im Inland und möglicherweise orkanartige Böen an der Küste. Zusätzlich sind Gewitter und anhaltender Regen, insbesondere in der Harzregion, vorhergesagt.
Sturm im Norden: Orkan Zoltan wütet – Fährverbindungen eingestellt
Update, 12:00 Uhr: Ab Donnerstagnachmittag werden die Fährverbindungen nach und von Norderney eingestellt. Dies ist auf das prognostizierte Unwetter mit Sturmfluten zurückzuführen, informierte die Reederei Norden-Frisia am Donnerstag. Die Fahrten vom Festland in Norden sowie von Norderney um 16.45 und 18.15 Uhr am Donnerstag sind davon betroffen. Am Freitagmorgen werden zudem die Abfahrten um 6.15 und 7.30 Uhr ausgesetzt.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie prognostiziert Sturmfluten für Elbe, Weser und Ems in Norddeutschland. Der Höhepunkt könnte am Freitagvormittag eintreten, teilte das Bundesamt am Donnerstag mit. Der Deutsche Wetterdienst erwartet gleichzeitig für den Donnerstag schwere Sturmböen im Inland und teilweise orkanartige Böen an der Küste.
Weihnachtsmärkte in Bremen bleiben wegen Unwetter geschlossen
Update, 11:20 Uhr: Bremen – Aufgrund des herannahenden Sturmtiefs Zoltan bleibt der Weihnachtsmarkt in Bremen diesen Donnerstag geschlossen, so die Veranstalter auf ihrer Webseite. Auch in Bremerhaven werden die Marktstände laut offizieller Mitteilung nicht öffnen.
Die Marketingabteilung von Bremerhaven erklärte, dass ein sicherer Besuch des Weihnachtsmarktes nicht gewährleistet werden könne. Dennoch sei geplant, den Markt in den nächsten zwei Tagen wieder regulär zu öffnen. Informationen über die Planung der kommenden Tage seitens der Bremer Veranstalter stehen noch aus.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie prognostiziert Sturmfluten für die Flüsse Elbe, Weser und Ems in Norddeutschland. Der Höhepunkt könnte am Freitagvormittag eintreten, teilte das Bundesamt am Donnerstag mit. Der Deutsche Wetterdienst erwartet parallel dazu für den Donnerstag schwere Sturmböen im Inland und teils orkanartige Böen an der Küste.
Orkan Zoltan wütet im Norden: Experten warnen vor schwerer Sturmflut
Update, 10:40 Uhr: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat für Freitagvormittag für Elbe, Weser und Ems in Norddeutschland schwere Sturmfluten vorhergesagt. In den Flüssen werden die Wasserstände zwischen 8.00 und 12.00 Uhr voraussichtlich auf mehr als 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser steigen, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Donnerstag mitteilte. Schwere Sturmflut gilt ab einem Wasserstand von 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser. Betroffen sind Hamburg, Bremen und Niedersachsen.
Eine amtliche Warnung vor einer schweren Sturmflut ist das jedoch noch nicht, sagte Jennifer Brauch von den BSH-Vorhersagediensten für Nord- und Ostsee dazu. Die werde erst gegen Mitternacht herausgegeben, wenn die für Donnerstagabend erwartete Sturmflut durch ist, vor der bereits gewarnt wird.
Wir sehen mittlerweile die Tendenz [...] einer schweren Sturmflut.
Diese für die Nordseeküsten und die Flüsse erwartete Sturmflut am Donnerstagabend hat indes auch das Potenzial, auf das Niveau einer schweren Sturmflut zu steigen. „Wir sehen mittlerweile die Tendenz, dass es am Donnerstagabend zu einer schweren Sturmflut kommen kann“, sagte Brauch weiter. Genaueres werde die Vorhersage am Mittag zeigen. Sollte der Wind stark bleiben, könne es eine schwere Sturmflut werden.
Für die Nordseeküste werden schon jetzt Wasserstände erwartet, die 1,5 bis 2,0 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen werden. Im Elbe- und Wesergebiet können sie auf 2,0 bis 2,5 Meter über das mittlere Hochwasser klettern.
Erstmeldung vom Donnerstag, 21. Dezember, 10:30 Uhr: Hamburg/Bremen/Cuxhaven – Orkan-Böen, Regenfälle und Sturmflut-Gefahr. Das Sturmtief Zoltan sorgt vor den Weihnachtstagen noch einmal für viel Wetter-Chaos. An der Nordseeküste rechnet der Wetterdienst stellenweise mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h. Dazu fällt ergiebig Regen – das Rezept für eine Sturmflut. Erste Kreuzfahrtschiffe brachen sogar ihre Reise ab.
Besonders betroffen sind laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) neben der Nordsee-Region die großen Flüsse, Weser und Elbe. Zoltan soll im Laufe des Donnerstags zunehmen, am Nachmittag seine volle Kraft entfalten. Auch in der Nacht zu Freitag kann es im Norden nochmal richtig stürmisch werden. Dann soll das Orkan-Tief Richtung Osten abziehen.
Orkan Zoltan wütet im Norden: Erste Uferwege überflutet
In Cuxhaven sorgten starke Winde und viel Regen für überflutete Uferpromenanden. Bereits am frühen Morgen, gegen 7 Uhr, wurden deutlich höhere Wasserstände gemessen. Starkregen peitschte durch den Hafen, der Wind nahm langsam zu. Noch sind es „nur“ erste Sturmböen, die durch die Stadt fegen und Tannenbäume und Lichterketten wackeln lassen, doch im Laufe des Tages soll Cuxhaven von Orkanböen der Stärke 12 heimgesucht werden.
Für den Abend wird eine schwere Sturmflut erwartet. Vorsorglich wurden sämtliche Fährverbindungen zwischen Cuxhaven und Helgoland abgesagt. Auch anderswo an der Küste bleiben die Fähren heute im Hafen.
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