Geisel-Deal und Waffenruhe

47 Hamas-Geiseln nach 15 Monaten: Diese Menschen sollen ab Montag aus Gaza freikommen

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Nach mehr als einem Jahr Krieg in Gaza tritt eine Waffenruhe in Kraft. Bis Montag sollen alle noch lebenden israelischen Geiseln freikommen.

Jerusalem/Tel Aviv – In Gaza ist am Freitagmittag (10. Oktober) die erste Waffenruhe seit fast zwei Jahren in Kraft getreten. Israels Armee zog ihre Truppen auf neue Linien zurück, die zuvor in ägyptisch, katarisch und türkischer Vermittlung mit der Hamas abgestimmt worden waren. Laut Armee beginnt damit der 72-Stunden-Countdown: Bis Montagmittag sollen alle lebenden Geiseln freikommen – rund 20 Menschen, die noch in der Gewalt der Hamas sind.

Sie sollen bald frei sein: Gali und Ziv Berman aus Israel und der nepalesische Student Bipin Joshi (r.) gehören zu den letzten Geiseln in Gaza – ihre Freilassung ist für Montag geplant.

US-Präsident Donald Trump nannte das Abkommen „einen historischen Schritt hin zu einem dauerhaften Frieden“. Sein 20-Punkte-Plan, der von Israel und Hamas angenommen wurde, sieht eine Waffenruhe in dem langanhaltenden Krieg, einen teilweisen Abzug israelischer Truppen und den Austausch von Gefangenen vor. „Wir erleben eine Wende – einen echten Neuanfang für Israel, Gaza und den gesamten Nahen Osten“, sagte Trump laut AP News.

Diese Hamas-Geiseln sollen ab Montag aus Gaza freikommen

Innerhalb von drei Tagen sollen 47 Geiseln – darunter 20 lebende – aus Gaza freikommen oder übergeben werden. Israel will im Gegenzug 250 palästinensische Häftlinge und 1.700 während des Krieges Inhaftierte freilassen. Hochrangige Gefangene wie Marwan Barghouti bleiben ausgeschlossen, bestätigte das Justizministerium, schreibt The Times of Israel.

Parallel öffnet Israel seine Grenzübergänge für Hilfstransporte. Rund 600 Lkw täglich, berichtet Reuters, sollen Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff und Material zum Wiederaufbau in den Gazastreifen bringen. Eine internationale Beobachtertruppe mit etwa 200 Soldaten aus den USA sowie weiteren Kräften aus Ägypten, Katar, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten überwacht die Waffenruhe – alles koordiniert von den USA.

Wo Journalismus keine Chance hat

Zeichnung von Adel Zourob.
Adel Zourob, * Palästina / Gaza, getötet 2023 Adel Zourob war dafür bekannt, dass er sich für verwundete Kinder einsetzte. Freiberuflich arbeitete der palästinensische Journalist für mehrere Medien, darunter das der Terrororganisation Hamas nahestehende AL-AQSA VOICE RADIO. Seine Familie gehörte zu den wenigen Palästinensern im Gazastreifen, die in ihren eigenen Häusern geblieben waren. Mehr als 80 % der Bevölkerung waren bereits geflohen. Es sollen laut ASSOCIATED PRESS rund 1.9 Millionen Menschen sein. Adel Zorob postete Nachrichten zum Gaza-Krieg auf seiner Facebook-Seite und in WhatsApp-Nachrichtengruppen. Am 18.Dezember 2023 gab es einen israelischen Luftangriff auf das Haus seiner Familie in Rafah im südlichen Gazastreifen. Der Journalist wurde zusammen mit 25 Familienmitgliedern getötet. Die letzte Nachricht hatte er unmittelbar vor seinem Tod verschickt. © Patrick MacAllister / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Haneen Ali Al-Qashtan
Haneen Ali Al-Qashtan, * 1989 Palästina / Gaza, getötet 2023 in Gaza. Die Journalistin Haneen Ali Al-Qashtan arbeitete für den UKW-Radiosender SAWT AL WATAN. Am 17. Dezember 2023 wurde sie zusammen mit Familienangehörigen bei einem israelischen Bombenangriff auf das Flüchtlingslager Nuseirat im Gazastreifen getötet. Sie wurde 34 Jahre alt. Ali al-Qutshan war die 12. palästinensische Journalistin, die im Israel-Palästina-Konflikt getötet wurde. © Huriye Genc / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Saed Abu Nabhan
Saed Abu Nabhan, * 2000 Palästina / Gaza, getötet 2025 Palästina / Gaza Saed Abu Nabhan wurde während einer Reportage im Flüchtlingslager Nuseirat von einem israelischen Scharfschützen erschossen. Saed Abu Nabhan hatte Fotografie und Videobearbeitung an der Fachhochschule von Gaza studiert, denn er hatte eine Leidenschaft für Journalismus, berichtete sein Vater. Schließlich wurde er freiberuflicher Kameramann und Fotograf und arbeitete für den privaten Fernsehsender AL-GHAD TV und die türkische staatliche Agentur ANADOLU. Am 10. Januar 2025 wurde der 25-Jährige während einer Reportage im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum von Gaza von einem israelischen Scharfschützen erschossen.  © Maria von Stülpnagel / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Sari Mansur.
Sari Mansur, * Palästina, 2023 im Gazastreifen getötet Sari Mansur war ein palästinensischer Journalist bei QUDS NEWS, einer der Hamas angeschlossenen palästinensischen Nachrichtenagentur. Er wurde am 18. November 2023 bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen getötet. Er befand sich mit seinem Kollegen Hassouna Salim, einem Kameramann, in dem Flüchtlingslager al Bureij.  © Ernestine Kuger-Hoberg / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ahmed Mansour
Ahmed Mansour, *Palästina, 2025 in Gaza durch israelischen Angriff verbrannt Ahmed Mansour war Redakteur der lokalen Nachrichtenagentur PALESTINE TODAY. Er wurde am 7. April 2025 mitten in der Nacht bei dem Brand seines Zeltes, in dem mehrere Journalisten untergebracht waren, schwer verletzt. Der Brand wurde durch einen israelischen Angriff verursacht. In einem Video ist zu sehen, wie Ahmed Mansour bei lebendigem Leib verbrennt. Er erlag schließlich noch am selben Tag seinen schweren Verbrennungen.  © Beatrice Adloff / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Abdallah Alwan.
Abdallah Alwan, * Palästina / Gaza, getötet 2023 in Palästina / Gaza Abdallah Alwan war ein prominenter Radiokommentator und Nachrichtensprecher und arbeitete für mehrere Agenturen, darunter für die zu AL-JAZEERA gehörende Radio-Plattform MIDAN, das Magazin MUGTAMA und AL-JAZEERA. Auch war er als Radiomoderator tätig für das HOLY QURAN RADIO der Islamischen Universität. Am 30. November 2023 postete Alwan Fotos von den Schäden an seinem Haus in Jabalia in Nord-Gaza, die durch israelische Bombardierungen entstanden waren. Er erklärte, dass zwei seiner Nichten bei den Angriffen getötet worden waren. In seinem letzten Facebook-Post vom 17. Dezember 2023 schrieb Alwan: „An jedem Morgen sagen wir, dass die letzte Nacht die schlimmste Nacht des Krieges war… Alle Tage sind schlimmer als alle zuvor. Das beschreibt kurz und knapp den Krieg“. Einen Tag später, am 18. Dezember 2023 wurde er in seinem Haus getötet. © Lucia Makelis / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ramy al Refee
Ramy al Refee, *1997 Palästina / Gaza, getötet 2024 in Palästina / Gaza Ramy al Refee arbeitete als Kameramann für die lokale WATANIA MEDIA AGENCY und seit Ausbruch des Israel-Gaza-Krieges als Freelancer für AL JAZEERA ARABIC TV. Dort war er dem Reporter Ismail Al-Ghoul zugeteilt worden. Sie waren gemeinsam für Reportagen im Kriegsgebiet in Gaza unterwegs. Ramys Vater, Iyad al Refee, teilte mit, sein Sohn habe aus Sicherheitsgründen in Krankenhäusern übernachtet und sei jede Woche ein- bis zweimal zum Essen und Schlafen nach Hause gekommen. Am 31. Juli 2024 waren beide in Gaza-Stadt unterwegs, um vor dem Privathaus des Hamas-Führers Ismail Hanija zu drehen. Dieser war zuvor durch das israelische Militär im Iran getötet worden. Als ein Anschlag auf ein Nachbargebäude verübt wurde, verließen die beiden Reporter umgehend das Areal in einem Fahrzeug, um sich in Sicherheit zu bringen. Kurz darauf wurde ihr Wagen von einer israelischen Drohne getroffen. Der 27-jährige Ramy al Refee und sein Kollege Al-Ghoul waren sofort tot. Beide Leichen wurden zum Al-Ahli-Krankenhaus gebracht. © Carole Isler / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ahmed Bdeir.
Ahmed Bdeir, * 1994 Palästina/Gaza, getötet in Palästina/Gaza 2024 Der palästinensische Journalist Ahmed Bdeir (Ahmed Badir) arbeitete für die Zeitung AL-HADAF MEDIA NETWORK. Am 10.Januar 2024 wurde er bei einem israelischen Bombenangriff neben dem Krankenhaus „Al-Aqsa Märtyrer Hospital“ in Deir al Balah getötet. Er wurde nur 30 Jahre alt. © Angelika Wey-Bomhard / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Helmi Al-Faqaawi.
Helmi Al-Faqaawi, getötet 2025 in Palästina / Gaza Helmi Al-Faqaawi arbeitete als Reporter für PALESTINE TODAY. Er wurde am 7. April 2025 durch einen israelischen Luftangriff getötet. Mehrere Videos zeigen die Folgen dieses Luftangriffes auf ein von Journalisten genutztes Zelt im Eingangsbereich des Al-Nasser-Krankenhauses in Chan Yunis / Gaza. Umstehende versuchen, mit Wasser aus Plastikflaschen die meterhohen Flammen zu bändigen. Helmi Al-Faqaawi sowie ein weiterer Mann wurden getötet, insgesamt neun Medienschaffende verletzt. © Johannes Stahl / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ismail al-Ghoul.
Ismail al-Ghoul, * 1997 Palästina / Gaza, ermordet 2024 Ismail Al Ghoul arbeitete für den von Katar finanzierten arabischen Fernsehsender AL JAZEERA. Al Ghoul war einer der wenigen Reporter, die im nördlichen Gazastreifen während des Angriffs Israels verblieben waren. Er hatte mehr als 620.000 Instagram-Follower und war durch seine Auftritte bei AL JAZEERA bekannt.  © Achim Ripperger / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Said al-Tawil.
Said al-Tawil, * Palästina, getötet 2023 Palästina / Gaza Saeed Al-Taweel beendete 2012 sein Studium mit einem Bachelor-Abschluss an der Islamischen Universität von Gaza in Fach Medien und Journalismus. Seine Karriere begann er als Reporter für mehrere lokale und regionale Medien, die verschiedene Themen wie Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport behandelten. 2018 kam er als Korrespondent und Produzent in Gaza zu dem jordanischen Satellitenkanal ROYA TV. Er war darüber hinaus Chefredakteur des unabhängigen palästinensischen Nachrichtensenders AL-CHAMISA. © Huriye Genc / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ayat Khadoura.
Ayat Khadoura war eine palästinensische freiberufliche Journalistin. Sie hatte an der Al-Quds-Universität im Gazastreifen einen Abschluss in digitalen Medien gemacht und begann, für lokale Medien als freiberufliche Rundfunkjournalistin zu arbeiten. Die Vlogs der ausgebildete Synchronsprecherin waren in ganz Palästina beliebt. Die 27-jährige Journalistin wurde am 20. November 2023 bei einem israelischen Luftangriff auf ihr Haus in Beit Lahya im Norden des Gazastreifens getötet. Zusammen mit ihr starben vielen ihrer Familienmitglieder, darunter ihre Brüder Ayoub und Adham und ihre Schwester Souad. © Dzemail Demic / Wahrheitskämpfer

Die Gesichter hinter den Geisel-Zahlen – Zwillingsbrüder, Studenten, Soldaten

Zu den Geiseln gehören Menschen aus allen Teilen Israels – Zivilisten, Arbeiter, Musiker, junge Soldaten. Besonders bewegt viele das Schicksal der Zwillingsbrüder Ziv und Gali Berman (beide 28) aus dem Kibbuz Kfar Aza, schreibt CNN. Sie wurden am 7. Oktober 2023 verschleppt, ihre Mutter hörte zuletzt von überlebenden Geiseln, dass beide noch leben.

Auch der nepalesische Student Bipin Joshi gilt als am Leben. Er war laut New York Times erst wenige Wochen zuvor nach Israel gekommen, um auf einem landwirtschaftlichen Betrieb zu arbeiten. Seine Familie veröffentlichte jüngst ein Video aus Gaza, das ihn zeigt – ein seltenes Zeichen der Hoffnung.

Geplanter Gefangenenaustausch: Israelischen Geiseln, die ab Montag freikommen sollen

NameAlterHerkunftEntführungsort/-kontextBesonderheit
Gali & Ziv Berman28Kfar AzaWohnhausZwillingsbrüder, israelisch, voneinander getrennt festgehalten
David & Ariel Cunio35 / 28Nir OzMit FamiliePartnerinnen und Kinder früher freigelassen, Ariel getrennt festgehalten
Matan Zangauker25Nir OzMit PartnerinMutter wurde Aktivistin
Nimrod Cohen20IDF-SoldatNahal OzGilt als schwer verletzt
Avinatan Or32Tel AvivNova-FestivalPartnerin Noa Argamani wurde 2024 gerettet
Guy Gilboa-Dalal24Re’im (Region)Nova-FestivalMehrfach in Hamas-Videos gezeigt
Bipin Joshi24NepalKibbutz AlumimAusländischer Arbeiter, Lebenszeichen aus Nov 2023
Omri Miran48Nahal OzEigenes HausVater von zwei kleinen Kindern

(Quellen: BBC, CNN, New York Times, Times of Israel | Stand: 10. Oktober 2025, unvollständige Liste)

Junge Männer vom Nova-Festival – und israelische Soldaten in Gefangenschaft

Mehrere der Entführten waren Besucher des Nova-Musikfestivals. Guy Gilboa-Dalal und Evyatar David, beide 24, wurden dort gemeinsam verschleppt, so CNN. Die Hamas veröffentlichte im Februar ein Video, das sie zeigt, wie sie zusehen mussten, wie andere Geiseln freikamen – eine psychische Folter, wie Angehörige sagten.

Andere wurden in Kibbuzim im Süden Israels entführt. Darunter Eitan Horn, der mit seinem Bruder Iair in Nir Oz war. Iair wurde im Frühjahr 2025 freigelassen und berichtet, Eitan habe „allen Mut zugesprochen“ und sich trotz Hunger und Erschöpfung um andere Geiseln gekümmert. Auch der 22-jährige Soldat Matan Angrest gilt als lebend, wird jedoch laut Familie schwer verletzt und krank in Tunneln festgehalten, notiert die New York Times,

Hoffnung und Angst – Familien zwischen Erleichterung und Zweifel

In Tel Aviv herrscht vorsichtige Freude. Auf dem „Hostages Square“ zählten Angehörige am Freitag 733 Tage seit der Entführung. Viele halten Porträts in den Händen, Kerzen brennen unter einem großen Plakat mit der Aufschrift: „Bring Them Home Now.“

„Es ist ein Moment des Luftholens – aber es ist noch nicht vorbei“, sagte eine Sprecherin des Forums der Geiselfamilien gegenüber der BBC. Einige Angehörige befürchten, dass Hamas nicht alle Körper der Toten zurückgeben kann. Nach israelischen Angaben gelten 26 Geiseln als tot, bei zweien ist der Status unklar. Israels Geiselkoordinator Gal Hirsch erklärte, berichtet Reuters, ein internationales Team werde bei der Bergung helfen, da einige Grabstellen unbekannt seien.

Netanyahu unter Druck – Trumps Einfluss wächst

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem „nationalen Moment der Hoffnung“, betonte aber: „Hamas wird entwaffnet, Gaza wird entmilitarisiert – notfalls auf die harte Tour.“ Gleichzeitig steht er innenpolitisch unter starkem Druck. Rechte Koalitionspartner lehnen die Freilassung palästinensischer Gefangener ab, während die Öffentlichkeit auf die Rückkehr aller Geiseln drängt, konstatiert etwa der Independent.

Trump hingegen feiert den Deal als Erfolg seiner Diplomatie. Seine Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner führten die Gespräche in Ägypten. Der US-Präsident will laut Wall Street Journal in den kommenden Tagen persönlich in die Region reisen. In Washington sehen Beobachter in dem Abkommen einen politischen Triumph – kurz vor den Präsidentschaftswahlen.

Gaza zwischen Rückkehr und Ruinen – ungewisse Zukunft

Während in Israel gefeiert wird, kehren in Gaza Zehntausende Vertriebene zurück. Ganze Stadtviertel in Gaza-Stadt liegen in Trümmern. Reporterinnen und Reporter der BBC und Reuters schildern Szenen der Verwüstung: Familien, die auf Eselkarren ihr Hab und Gut transportieren, Kinder, die zwischen Ruinen spielen, und Lehrer, die sagen, sie würden auf den Schutt zurückkehren und wieder Zelte aufbauen.

Hilfsorganisationen warnen vor Hunger, Krankheiten und Seuchen. Nach UN-Angaben ist das Gesundheitssystem weitgehend kollabiert, viele Kliniken sind zerstört. „Wir müssen Gaza mit Nahrung und Medikamenten überfluten“, sagte ein UN-Humanitärchef gegenüber AP News.

Hamas-Geisel sollen nach Israel zurückkehren, wer Gaza zukünftig regiert ist unklar

Die Zukunft des Gazastreifens bleibt ungewiss. Laut Trumps Friedensplan soll die Verwaltung zunächst an eine Übergangsregierung aus palästinensischen Fachleuten gehen, die weder der Hamas noch der aktuellen Autonomiebehörde angehören. Diese Übergangsverwaltung soll von einer internationalen Aufsichtskommission begleitet werden, in der Vertreter der USA, Ägyptens, Katars und der Vereinten Nationen sitzen.

Später soll die Verantwortung schrittweise an eine reformierte Palästinensische Autonomiebehörde übergehen. Die Hamas soll keine politische oder militärische Rolle mehr spielen. Für die Familien der Entführten zählt vorerst jedoch nur eines: dass ihre Angehörigen lebend zurückkehren. Meirav Leshem Gonen, Mutter einer ehemaligen Geisel, sagte der BBC in Tel Aviv, sie könne sich „nicht auf das Glück vorbereiten, wenn jemand aus der Gefangenschaft zurückkehrt“ – am Ende werde es „kein Jubel, sondern ein Aufatmen“ sein. (Quellen: CNN, BBC, Reuters, AP News, The New York Times, The Wall Street Journal, Times of Israel, The Independent) (chnnn)

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