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Totale Mondfinsternis mit „Blutmond“ elektrisiert Deutschland – nächstes Spektakel wartet schon

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Die totale Mondfinsternis über Deutschland ist Geschichte, doch die Himmelsmechanik zaubert in zwei Wochen das nächste Highlight an den Himmel.

Update vom 8. September, 9.10 Uhr: Die Mondfinsternis mit Blutmond zog am Sonntagabend zahlreiche Himmelsgucker in Deutschland in ihren Bann. Spannend: Die Erde warf dabei ihren Schatten ins Weltall und der bedeckte den Mond. Am 21. September 2025 folgt das nächste Spektakel: Eine Sonnenfinsternis steht an, die man aus Deutschland allerdings wohl nur im Livestream verfolgen kann.

Update vom 7. September, 22.50 Uhr: Mittlerweile hat sich auch der Halbschatten der Erde weitestgehend vom Vollmond zurückgezogen. Mit bloßem Auge wird man die letzten Reste kaum noch erkennen können, deshalb machen wir es schon einmal offiziell: Die totale Mondfinsternis vom 7. September 2025 ist beendet – doch das nächste Himmelsspektakel folgt schon bald. Aus Gründen der Himmelsmechanik folgt nämlich in den zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis immer eine Sonnenfinsternis. Am 21. September 2025 ist es so weit – doch leider ist sie nicht in Deutschland zu sehen. Hauptsächlich Neuseeland kommt in den Genuss der Sonnenfinsternis am Tag der Tagundnachtgleiche.

Der Blutmond ist hinter dem Engel „Fama“ auf der Kunstakademie in Dresden zu sehen.

Auf die nächste totale Mondfinsternis mit „Blutmond“ muss man in Deutschland leider noch etwas länger warten: Sie wird erst im Dezember 2028 erwartet. Davor kann man in Deutschland aber noch eine recht beeindruckende Sonnenfinsternis erleben – am 12. August 2026 wird die Sonne zu einem großen Teil (aber leider nicht ganz) verfinstert, allerdings recht kurz vor Sonnenuntergang.

Update vom 7. September, 22.04 Uhr: So, jetzt ist es vorbei, der Vollmond dürfte bei Ihnen wieder hell strahlend am Himmel zu sehen sein. Nur, wenn Sie ganz genau hinschauen oder sehr genau wissen, wie der Mond eigentlich aussieht, dürften Sie erkennen, dass sich noch ein ganz leichter Grauschleier auf dem Mond befindet. Es handelt sich um den Halbschatten der Erde, der noch bis kurz vor 23 Uhr auf dem Mond liegt. Erst dann ist der Vollmond wieder ganz frei.

Totale Mondfinsternis mit „Blutmond“: Die schönsten Bilder – Himmelsspektakel rund um die Welt

Der „Blutmond“ war der Höhepunkt der totalen Mondfinsternis, die am Abend des 7. September 2025 fast überall auf der Welt zu sehen war.
Der „Blutmond“ war der Höhepunkt der totalen Mondfinsternis, die am Abend des 7. September 2025 fast überall auf der Welt zu sehen war. © IMAGO/Vladimir Smirnov
Bei einer Mondfinsternis schiebt sich der Schatten der Erde vor den Vollmond – der erscheint während der totalen Phase rot verdunkelt und wird „Blutmond“ genannt.
Bei einer Mondfinsternis schiebt sich der Schatten der Erde vor den Vollmond – der erscheint während der totalen Phase rot verdunkelt und wird „Blutmond“ genannt. © IMAGO/Ayhan Mehmet
Verantwortlich für die rote Färbung ist die sogenannte Rayleigh-Strahlung, die die rote Wellenlänge des Lichts bevorzugt und kurzwelliges blaues Licht ausfiltert. So leuchtet der Mond rot.
Verantwortlich für die rote Färbung ist die sogenannte Rayleigh-Strahlung, die die rote Wellenlänge des Lichts bevorzugt und kurzwelliges blaues Licht ausfiltert. So leuchtet der Mond rot. © IMAGO/Andreas Franke
Die verschiedenen Phasen der totalen Mondfinsternis bis zur Totalität, fotografiert in Indien.
Die verschiedenen Phasen der totalen Mondfinsternis bis zur Totalität, fotografiert in Indien.  © IMAGO/David Talukdar
Die Mondfinsternis war in großen Teilen der Erde sichtbar – insgesamt konnten mehr als sieben Milliarden Menschen das Spektakel verfolgen. Unter anderem in den USA war der Himmel während der Mondfinsternis jedoch hell und der Mond war nicht zu sehen.
Die Mondfinsternis war in großen Teilen der Erde sichtbar – insgesamt konnten mehr als sieben Milliarden Menschen das Spektakel verfolgen. Unter anderem in den USA war der Himmel während der Mondfinsternis jedoch hell und der Mond war nicht zu sehen. © IMAGO/Andreas Stroh
Der „Blutmond“ über Bukarest.
Der „Blutmond“ über Bukarest. © IMAGO/VLAD BEREHOLSCHI
Der Blutmond steht neben dem Fernsehturm in Braunschweig.
Der Blutmond steht neben dem Fernsehturm in Braunschweig. © IMAGO/Norbert Neetz
Der Blutmond ist hinter dem Engel „Fama“ auf der Kunstakademie in Dresden zu sehen.
Der Blutmond ist hinter dem Engel „Fama“ auf der Kunstakademie in Dresden zu sehen. © Robert Michael/dpa
Nicht überall konnte man den Blutmond so schön sehen wie auf diesem Bild. In Deutschland ging er total verfinstert auf und versteckte sich vielerorts hinter den Wolken.
Nicht überall konnte man den Blutmond so schön sehen wie auf diesem Bild. In Deutschland ging er total verfinstert auf und versteckte sich vielerorts hinter den Wolken. © IMAGO/VLAD BEREHOLSCHI
Der Blutmond in Leipzig, beobachtet von einer Parkbank aus.
Der Blutmond in Leipzig, beobachtet von einer Parkbank aus. © Jan Woitas/dpa
Vom Blutmond wurden sicherlich viele Fotos gemacht.
Vom Blutmond wurden sicherlich viele Fotos gemacht. © Robert Michael/dpa
Neben dem Blutmond konnte man mit etwas Glück auch Sterne am Himmel sehen.
Neben dem Blutmond konnte man mit etwas Glück auch Sterne am Himmel sehen. © Patrick Pleul/dpa
Der Erdschatten gibt einen Teil des Vollmondes wieder frei.
Der Erdschatten gibt einen Teil des Vollmondes wieder frei. © Jens Büttner/dpa
Unter dem Blutmond sind einige Sterne zu sehen.
Unter dem Blutmond sind einige Sterne zu sehen. © Patrick Pleul/dpa
Trotz wolkigem Himmel war die Mondfinsternis auch über der US-Metropole New York gut zu sehen.
Trotz wolkigem Himmel war die Mondfinsternis auch über der US-Metropole New York gut zu sehen. © Spencer Platt/AFP
Bestens ausgerüstet gingen Blutmond-Fans in Indonesien auf die Straße, um das Himmelsereignis zu beobachten.
Bestens ausgerüstet gingen Blutmond-Fans in Indonesien auf die Straße, um das Himmelsereignis zu beobachten. © Juni Kriswanto/AFP
Spektakuläre Bilder des Blutmonds auch aus Indien.
Spektakuläre Bilder des Blutmonds auch aus Indien. © Arun Sankar/AFP
In der Türkei war der Himmel teils trüb, die Mondfinsternis aber dennoch gut zu erspähen.
In der Türkei war der Himmel teils trüb, die Mondfinsternis aber dennoch gut zu erspähen. © Kemal Aslan/AFP
Der Blutmond hier über einer Airbase im portugiesischen Sintra.
Der Blutmond hier über einer Airbase im portugiesischen Sintra. © Henrique Casinhas/picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire
Das war es erst einmal mit dem Blutmond – die nächste totale Mondfinsternis ist in Deutschland erst im Dezember 2028 zu sehen.
Das war es erst einmal mit dem Blutmond – die nächste totale Mondfinsternis ist in Deutschland erst im Dezember 2028 zu sehen. © Patrick Pleul/dpa

Update vom 7. September, 21.41 Uhr: Wenn Sie jetzt zum Himmel schauen, können Sie die letzten Züge der Mondfinsternis noch sehen. Doch wenn man ganz ehrlich ist, sieht der Mond wie ein relativ normaler Mond aus. Doch schauen Sie gegen 22 Uhr nochmal hin, ist der helle Vollmond wieder da.

Update vom 7. September, 21.05 Uhr: Können Sie sich das vorstellen, was Sie da sehen? Die Erde wirft ihren Schatten ins Weltall und der bedeckt den Mond. Beziehungsweise gibt er ihn jetzt langsam wieder frei. Faszinierend!

Update vom 7. September, 20.52 Uhr: Jetzt ist die Totalität vorbei — der Mond wird langsam wieder vom Erdschatten freigegeben. Das ist eigentlich der eindrucksvollste Teil der totalen Mondfinsternis, den man heute über Deutschland sehen kann.

Der Vollmond, kurz vor dem Ende der totalen Mondfinsternis am 7. September 2025.

Update vom 7. September, 20.39 Uhr: Um 20.52 Uhr ist die Totalität der Mondfinsternis vorbei. Derzeit steht der „Blutmond“ am Himmel über Deutschland.

Update vom 7. September, 20.18 Uhr: Falls Sie noch keinen Mond sehen: keine Sorge, er wird noch auftauchen. Es ist noch recht hell und der Mond ist dunkel – da kann es eine Weile dauern, bis er auftaucht. Dazu kommen vielleicht auch Wolken am Horizont. Also: Geduld!

Die totale Mondfinsternis am 7. September 2025.

Update vom 7. September, 19.52 Uhr: In Kürze geht der Mond im Rhein-Main-Gebiet auf. Dann kann man den „Blutmond“ auch über Deutschland sehen. Falls Sie sich fragen, wo Sie hinschauen müssen: Der Mond geht im Osten auf (das ist die Richtung, in der morgens auch die Sonne aufgeht). Zu Beginn kann man den Mond eventuell nicht gleich sehen, denn er ist recht dunkel und der Himmel noch hell. Aber spätestens eine halbe Stunde nach Mondaufgang sollte der „Blutmond“ zu sehen sein.

Update vom 7. September, 19.31 Uhr: Jetzt ist es passiert: Der Vollmond ist komplett im Erdschatten verschwunden. Könnten Sie ihn jetzt schon am Himmel sehen, wäre er leicht rötlich. Doch in Deutschland ist der Mond immer noch nicht aufgegangen. Das kann aber nicht mehr lange dauern.

Update vom 7. September, 19.00 Uhr: Die Mondfinsternis ist mittlerweile in vollem Gang und die Mondscheibe ist bereits zur Hälfte im Erdschatten verschwunden. Um 19.30 Uhr verschwindet der Mond komplett im Erdschatten – dann ist der rote „Blutmond“ am Himmel zu sehen. In Deutschland geht er erst kurze Zeit später auf, in Frankfurt beispielsweise gegen 19.53 Uhr.

Der Höhepunkt einer totalen Mondfinsternis ist der rötlich leuchtende „Blutmond“. (Archivbild)

Update vom 7. September, 18.30 Uhr: Jetzt beginnt die sichtbare Phase der Mondfinsternis: Der Erdschatten beginnt, sich von links über den Mond zu schieben. Der wirkt „angeknabbert“ und wird erst zu einer Sichel. In Deutschland muss man jedoch immer noch Geduld haben – der Mond geht erst auf, wenn er bereits komplett verfinstert ist.

Update vom 7. September, 18.10 Uhr: In Deutschland müssen wir noch eine Weile warten, bis der Mond aufgeht – auf Zypern kann man ihn bereits sehen. Wenn Sie es also gar nicht erwarten können, die totale Mondfinsternis zu sehen, können Sie schon einmal die ersten Phasen der Mondfinsternis im Livestreams beobachten:

Um 18.27 Uhr beginnt die partielle Phase der Mondfinsternis – der Vollmond scheint dann vom Erdschatten „angeknabbert“ zu werden.

Update vom 7. September, 17.15 Uhr: In wenigen Minuten beginnt die totale Mondfinsternis mit der ersten Phase: Der Halbschatten der Erde zieht langsam über die Mondscheibe. Doch danach brauchen Sie noch nicht Ausschau zu halten – der Mond ist in Deutschland noch nicht am Himmel zu sehen, er geht je nach Standort erst zwischen 19.35 Uhr und 20.05 Uhr auf. Und selbst wenn die Halbschattenfinsternis zu sehen wäre: Viel erkennen kann man davon sowieso nicht, da sich nur ein leicht grauer Schatten über den Mond legt. Haben wir also noch etwas Geduld, bald geht es los!

Erstmeldung vom 7. September 2025, 14.45 Uhr: Frankfurt – Heute ist es so weit – in Deutschland ist die erste totale Mondfinsternis seit 2022 zu sehen. Damals war es allerdings kaum möglich, den rot gefärbten „Blutmond“ zu erblicken, bevor der Mond in Deutschland unterging. Dieses Mal ist die Situation besser: Der Vollmond geht bereits total verfinstert auf und bleibt noch einige Zeit komplett im Erdschatten, bevor die totale Phase der Mondfinsternis beendet ist.

Eine Aufnahme von der totalen Mondfinsternis im Mai 2022. Der Erdschatten legt sich dabei auf den Mond – er scheint zu verschwinden, bis er plötzlich als rötlich leuchtender „Blutmond“ am Himmel zu sehen ist. (Archivbild)

Doch der Reihe nach: Die totale Mondfinsternis am 7. September 2025 beginnt um 17.28 Uhr, wenn der Halbschatten der Erde erstmals die Mondscheibe berührt. Das kann man mit bloßem Auge nur schwer erkennen, denn es handelt sich nur um einen leichten Grauschleier, der sich über den Mond legt. In Deutschland können Sie sich übrigens so sehr anstrengen wie Sie wollen – diesen Teil der Mondfinsternis können Sie nicht sehen, da der Mond hierzulande noch gar nicht aufgegangen ist. Hier finden Sie den gesamten Zeitplan der totalen Mondfinsternis.

Der Vollmond geht erst gegen 19.45 Uhr auf – die genaue Zeit variiert je nach Beobachtungsstandort zwischen etwa 19.37 Uhr ganz im Osten Deutschlands und 20.04 Uhr ganz im Süden. Frankfurt liegt mit einem Mondaufgang um 19.53 Uhr etwa in der Mitte. Geht der Mond auf, kann es sein, dass man ihn gar nicht direkt am Himmel findet – aus zwei Gründen: Erstens ist es beim Mondaufgang noch relativ hell und zweitens ist der Mond total verfinstert und deshalb lange nicht so hell wie sonst. Bis zu einer halben Stunde nach Mondaufgang kann es dauern, bis man den Vollmond am Himmel erblickt, hat Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde IPPEN.MEDIA verraten.

Bis 20.52 Uhr bleibt der Mond komplett im Kernschatten der Erde – es bleibt also verhältnismäßig viel Zeit, um den rot gefärbten „Blutmond“ zu beobachten und zu fotografieren (egal ob mit Smartphone oder Kamera). Dass der Vollmond zur Totalität rot wird, hat übrigens denselben physikalischen Hintergrund wie farbenprächtige Sonnenuntergänge oder ein blauer Himmel. Apropos blauer Himmel: Ein wolkenfreier Himmel und ein unverstellter Blick nach Osten sind die besten Voraussetzungen, um die Mondfinsternis heute gut zu beobachten. Denn der Mond wird lange relativ tief im Osten am Himmel stehen – da sind Häuser oder Bäume nur im Weg.

Das passiert bei einer Mondfinsternis

Mehrmals im Jahr kann man auf der Erde eine Mondfinsternis beobachten. Doch was passiert bei diesem Himmelsereignis eigentlich? Und wie kann man eine Mondfinsternis sehen?
Mehrmals im Jahr kann man auf der Erde eine Mondfinsternis beobachten. Doch was passiert bei diesem Himmelsereignis eigentlich? Und wie kann man eine Mondfinsternis sehen?  © IMAGO/LausitzNews.de/Felix Leda
Damit eine Mondfinsternis entsteht, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Zuerst muss ein Vollmond am Himmel stehen. Mit dem Vollmond ist automatisch auch die zweite Bedingung erfüllt…
Damit eine Mondfinsternis entsteht, müssen verschiedene Bedingungen erfüllt sein. Zuerst muss ein Vollmond am Himmel stehen. Mit dem Vollmond ist automatisch auch die zweite Bedingung erfüllt… © Marios Lolos/dpa
… denn die ist, dass die Erde zwischen Sonne und Mond stehen muss. Beim Vollmond ist das der Fall: Die Sonne strahlt die komplette “Mondscheibe” an und die Erde hat einen freien Blick darauf.
… denn die ist, dass die Erde zwischen Sonne und Mond stehen muss. Beim Vollmond ist das der Fall: Die Sonne strahlt die komplette “Mondscheibe” an und die Erde hat einen freien Blick darauf. © Victoria Jones/dpa
Die dritte Bedingung für eine Mondfinsternis ist etwas komplizierter: Sonne, Erde und Mond müssen so positioniert sein, dass der Mond durch den Schatten wandert, den die Erde ins Weltall wirft. Diese Bedingung wird nicht bei jedem Vollmond erfüllt – sonst gäbe es 12 bis 13 Mondfinsternisse pro Jahr.
Die dritte Bedingung für eine Mondfinsternis ist etwas komplizierter: Sonne, Erde und Mond müssen so positioniert sein, dass der Mond durch den Schatten wandert, den die Erde ins Weltall wirft. Diese Bedingung wird nicht bei jedem Vollmond erfüllt – sonst gäbe es 12 bis 13 Mondfinsternisse pro Jahr. © Axel Seidemann/dpa
Stattdessen gibt es jedes Jahr mindestens zwei Mondfinsternisse – immer dann, wenn der Vollmond durch den Schnittpunkt zwischen Mondbahn und Erdbahn wandert, durch einen der sogenannten Drachenpunkte.
Stattdessen gibt es jedes Jahr mindestens zwei Mondfinsternisse – immer dann, wenn der Vollmond durch den Schnittpunkt zwischen Mondbahn und Erdbahn wandert, durch einen der sogenannten Drachenpunkte. © Christophe Gateau/dpa
In den zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis kann man irgendwo auf der Erde auch immer eine Sonnenfinsternis sehen. Das hängt mit den Bewegungen von Erde, Sonne und Mond zusammen.
In den zwei Wochen vor oder nach einer Mondfinsternis kann man irgendwo auf der Erde auch immer eine Sonnenfinsternis sehen. Das hängt mit den Bewegungen von Erde, Sonne und Mond zusammen. © Jair Cabrera Torres/dpa
Eine Mondfinsternis ist ganz einfach zu beobachten: Überall dort, wo man den Mond am Himmel stehen sieht, während die “Mofi” stattfindet, ist das Himmelsereignis zu sehen.
Eine Mondfinsternis ist ganz einfach zu beobachten: Überall dort, wo man den Mond am Himmel stehen sieht, während die “Mofi” stattfindet, ist das Himmelsereignis zu sehen. © Victoria Jones/dpa
Eine Mondfinsternis wird in mehrere Phasen unterteilt. Zuerst schiebt sich langsam der Halbschatten der Erde über den Mond.
Eine Mondfinsternis wird in mehrere Phasen unterteilt. Zuerst schiebt sich langsam der Halbschatten der Erde über den Mond. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Dieses Phänomen ist mit bloßem Auge nur zu sehen, wenn man genau hinschaut. Der Halbschatten ist nämlich nur ein heller grauer Schatten, der sich über den Vollmond legt.
Dieses Phänomen ist mit bloßem Auge nur zu sehen, wenn man genau hinschaut. Der Halbschatten ist nämlich nur ein heller grauer Schatten, der sich über den Vollmond legt. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Nach dem Halbschatten kommt der Kernschatten. Dieser ist deutlich dunkler und man kann mit bloßem Auge gut erkennen, wie er sich über den Mond legt. Es scheint, als würde der Vollmond von einer Seite “angeknabbert” werden.
Nach dem Halbschatten kommt der Kernschatten. Dieser ist deutlich dunkler und man kann mit bloßem Auge gut erkennen, wie er sich über den Mond legt. Es scheint, als würde der Vollmond von einer Seite “angeknabbert” werden. © Boris Roessler/dpa
Der Kernschatten der Erde schiebt sich nach und nach über den Mond und lässt den Vollmond immer mehr wie eine Mondsichel aussehen.
Der Kernschatten der Erde schiebt sich nach und nach über den Mond und lässt den Vollmond immer mehr wie eine Mondsichel aussehen. © Sven Hoppe/dpa
Handelt es sich um eine totale Mondfinsternis, schiebt sich der Kernschatten über die gesamte Mondscheibe. Dadurch verschwindet der Mond jedoch nicht vollständig – stattdessen entsteht ein etwas überraschendes Phänomen.
Handelt es sich um eine totale Mondfinsternis, schiebt sich der Kernschatten über die gesamte Mondscheibe. Dadurch verschwindet der Mond jedoch nicht vollständig – stattdessen entsteht ein etwas überraschendes Phänomen. © Uli Deck/dpa
Ist der Vollmond komplett vom Erdschatten verfinstert, kann man den „Blutmond” sehen. Statt komplett zu verschwinden, ist der gesamte Vollmond in rötlichem Licht wieder am Himmel zu sehen.
Ist der Vollmond komplett vom Erdschatten verfinstert, kann man den „Blutmond” sehen. Statt komplett zu verschwinden, ist der gesamte Vollmond in rötlichem Licht wieder am Himmel zu sehen. © Marcus Brandt/dpa
Das Phänomen entsteht, weil das Sonnenlicht durch die Luftschichten der Erdatmosphäre gebrochen wird. Kurzwelliges blaues Licht wird dadurch geschwächt, während das rote Licht bis zum Mond durchdringt. Der Mond wird also weiter vom langwelligen roten Licht erreicht – und bleibt so schwach sichtbar.
Das Phänomen entsteht, weil das Sonnenlicht durch die Luftschichten der Erdatmosphäre gebrochen wird. Kurzwelliges blaues Licht wird dadurch geschwächt, während das rote Licht bis zum Mond durchdringt. Der Mond wird also weiter vom langwelligen roten Licht erreicht – und bleibt so schwach sichtbar. © Marcel Kusch/dpa
Bei einer partiellen Mondfinsternis wird der Mond dagegen nur teilweise verfinstert. Den „Blutmond” kann man dann nicht sehen.
Bei einer partiellen Mondfinsternis wird der Mond dagegen nur teilweise verfinstert. Den „Blutmond” kann man dann nicht sehen. © Robert Michael/dpa
Eine wissenschaftliche Tatsache, die bei jeder Mondfinsternis aufs Neue bewiesen wird, ist übrigens, dass die Erde eine Kugel ist. Das kann man erkennen, wenn man sich anschaut, wie der Schatten geformt ist, der über den Mond zieht: Er ist gebogen – wie bei einer Kugel, die einen Schatten wirft.
Eine wissenschaftliche Tatsache, die bei jeder Mondfinsternis aufs Neue bewiesen wird, ist übrigens, dass die Erde eine Kugel ist. Das kann man erkennen, wenn man sich anschaut, wie der Schatten geformt ist, der über den Mond zieht: Er ist gebogen – wie bei einer Kugel, die einen Schatten wirft. © Peter Kneffel/dpa
Im Gegensatz zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis benötigt man für die Mondfinsternis keinen Schutz für die Augen.
Im Gegensatz zur Beobachtung einer Sonnenfinsternis benötigt man für die Mondfinsternis keinen Schutz für die Augen.  © Francisco Canedo/dpa
Man kann den Mond mit bloßem Auge beobachten, mit einem Fernglas oder Teleskop und nach Herzenslust Bilder machen, ohne das eigene Augenlicht zu gefährden.
Man kann den Mond mit bloßem Auge beobachten, mit einem Fernglas oder Teleskop und nach Herzenslust Bilder machen, ohne das eigene Augenlicht zu gefährden. © Uwe Anspach/dpa
Der Grund dafür ist ganz einfach: Der Mond reflektiert das Licht der Sonne. Das wird dadurch aber so sehr „entschärft”, dass es die Augen nicht mehr gefährdet.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Der Mond reflektiert das Licht der Sonne. Das wird dadurch aber so sehr „entschärft”, dass es die Augen nicht mehr gefährdet. © Robert Michael/dpa
Aus diesem Grund kann man den Mond gefahrlos beobachten und auch fotografieren – allerdings ist es nicht einfach, gute Aufnahmen des Mondes zu machen.
Aus diesem Grund kann man den Mond gefahrlos beobachten und auch fotografieren – allerdings ist es nicht einfach, gute Aufnahmen des Mondes zu machen. © Frank Molter/dpa
Der Mond erscheint dem menschlichen Auge nämlich größer, als er in Wirklichkeit ist – das heißt: auf Fotografien erscheint der Mond immer deutlich kleiner als man es erwarten würde.
Der Mond erscheint dem menschlichen Auge nämlich größer, als er in Wirklichkeit ist – das heißt: auf Fotografien erscheint der Mond immer deutlich kleiner als man es erwarten würde. © Angelika Warmuth/dpa
Bei einer Mondfinsternis kommt noch dazu, dass der dunkler werdende Mond am dunklen Himmel steht – eine echte fotografische Herausforderung.
Bei einer Mondfinsternis kommt noch dazu, dass der dunkler werdende Mond am dunklen Himmel steht – eine echte fotografische Herausforderung. © Maurizio Gambarini/dpa
Wer sein Handwerk jedoch versteht, kann solche Aufnahmen von der Mondfinsternis machen: Der teilweise verfinsterte Mond am 16. Mai 2022 neben der Frauenkirche in Dresden.
Wer sein Handwerk jedoch versteht, kann solche Aufnahmen von der Mondfinsternis machen: Der teilweise verfinsterte Mond am 16. Mai 2022 neben der Frauenkirche in Dresden. © Robert Michael/dpa
Der „Blutmond” neben einem angestrahlten Hochofen im Landschaftspark Duisburg am 21. Januar 2019.
Der „Blutmond” neben einem angestrahlten Hochofen im Landschaftspark Duisburg am 21. Januar 2019. © Marcel Kusch/dpa
Alle Phasen einer Mondfinsternis in der Übersicht.
Alle Phasen einer Mondfinsternis in der Übersicht. © Thomas Rensinghoff/dpa

Um das Himmelsspektakel zu bewundern, benötigen Sie übrigens keine technische Ausrüstung – Ihre Augen reichen völlig aus. Aber natürlich macht der Blick durch ein Fernglas oder Teleskop die Mondfinsternis noch viel eindrücklicher – dann kann man nämlich direkt sehen, wie sich der Erdschatten über die Mondscheibe bewegt. Und wussten Sie, dass eine Mondfinsternis beweisen kann, dass die Erde tatsächlich eine Kugel ist?

UhrzeitPhase der Mondfinsternis
17.28 Uhr:Halbschattenfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar).
18.27 Uhr:partielle Mofi beginnt (in Deutschland nicht sichtbar).
19.09 Uhr:Der Mond erreicht seine Vollmond-Position.
19.30 Uhr:Die totale Mondfinsternis beginnt (in Deutschland nicht sichtbar).
19.39 Uhr:Der Vollmond geht in München auf.
19.53 Uhr: Der Vollmond geht in Frankfurt auf.
20.11 Uhr: Maximale Verdunklung des Mondes.
20.52 Uhr:Die totale Phase der Mondfinsternis endet.
21.56 Uhr: Die partielle Phase der Mondfinsternis endet.
22.55 Uhr: Die Halbschattenfinsternis endet.
Quelle: timeanddate.de

Falls Sie nun Interesse bekommen haben, die totale Mondfinsternis durch ein Teleskop zu beobachten: Die Vereinigung der Sternfreunde hat auf ihrer Website zahlreiche Sternwarten und Vereine aufgelistet, die die Beobachtung der Mondfinsternis anbieten. Aber auch ohne technisches Hilfsmittel lohnt sich der Blick zum Mond, versprochen! Und falls Wolken den Blick blockieren, gibt es immer noch Mondfinsternis-Livestreams aus anderen Teilen der Welt. (tab)

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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