- VonLea Bornerschließen
Die Bundestagswahl 2025 findet am kommendem Sonntag statt. Dann gilt es wieder, sich zu entscheiden. Diese Direktkandidaten und Parteien stehen im Wahlkreis 35 „Rotenburg – Heidekreis“ zur Wahl.
Rotenburg – Am kommenden Sonntag, 23. Februar, ist es so weit, dann steht die vorgezogene Bundestagswahl 2025 an. Nach dem Ampel-Aus im November des vergangenen Jahres einigten sich die zerstrittenen Fraktionen auf diesen Termin. So endet eine konfliktreiche Legislaturperiode. Der harte Ton im aktuellen Wahlkampf weckt jedoch Zweifel, ob die Parteien nach der Wahl wieder kompromissbereit zusammenfinden.
Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Klingbeil und Tauschwitz?
Freundlicher geht es im Wahlkampf der lokalen Direktkandidaten in und um Rotenburg vor Ort zu. Das hat sich vergangene Woche auch bei unserem „Bundestalk am Tresen“ mit den Kandidaten Vivian Tauschwitz (CDU) und Lars Klingbeil (SPD) gezeigt. Der Wahlsonntag verspricht in Rotenburg und um zu in diesem Jahr spannend zu werden, laut Prognosen wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem SPD-Platzhirsch und der CDU-Newcomerin geben.
Insgesamt stehen im Wahlkreis 35 „Rotenburg I – Heidekreis“ sieben Direktkandidaten und 16 Parteien auf dem Wahlzettel. Es werden also insgesamt zwei Kreuze gemacht. Mit der Erststimme wird ein Direktkandidat gewählt, mit der Zweitstimme eine Partei. Das sind die sieben Kandidaten:
Erststimme: Sieben Direktkandidaten für den Wahlkreis 35
Lars Klingbeil (SPD) ist vor rund drei Jahren zum jüngsten Parteivorsitzender der deutschen Sozialdemokraten gewählt worden. Sein Direktmandat hat der Munsteraner bei der Bundestagswahl 2021 mit einem deutschlandweiten Topergebnis verteidigt. Er steht hinter seinem Parteikollegen, Bundeskanzler Olaf Scholz.
Vivian Tauschwitz (CDU) ist laut Prognosen die größte Konkurrenz für Klingbeil. Sie ist Berufssoldatin und kommt aus Bispingen und macht lieber Vor-Ort-Termine als auf Online-Portalen auf Fragen zu antworten. Selbst beschreibt sie sich sicherheitspolitisch als konservativ, im Sozialen dagegen als eher links. Es sei wichtig, dass zum Beispiel Alleinerziehende unterstützt werden.
Canina Ruzicka (Grüne) ist Studentin der Wirtschaftswissenschaft. Die Scheeßelerin setzt auf die ökologische Transformation, aber tritt auch für den Schutz vor Diskriminierung und für Vielfalt ein. Sie ist in einem SPD-Haushalt aufgewachsen, habe sich aber lange davor gedrückt, politisch aktiv zu werden. Weil es aus ihrer Sicht zu wenige junge Menschen im Bundestag gibt, will sie die Zukunft nun mitgestalten.
Gurdan Kerti (FDP) kommt ursprünglich aus Thüringen und lebt seit sechs Jahren in Munster. Kerti hat eine Offizierausbildung bei der Bundeswehr durchlaufen und arbeitet jetzt in der Energiebranche. Sein Einsatz gelte einer grünen, aber bezahlbaren Politik. Er fordert eine Kehrtwende in der Migrationspolitik, um gegen illegale Migranten vorzugehen.
Malte Büch (Volt) tritt für die junge Partei Volt an, für ihn gehören Hausbesuche im Wahlkreis zum festen Programm. Er wohnt in Bad Fallingbostel, war als Pflegeassistent tätig und arbeitet jetzt in einem Café. Büch will „raus aus dem Oppositionssprech“ und pragmatische Lösungen finden. Mit seiner Partei steht er für Klimaschutz, eine Stärkung Europas und ein bezahlbares Leben für alle Bürger ein.
Günter Scheunemann (Freie Wähler) ist zum vierten Mal mit von der Partie. Der Rotenburger ist Mitbegründer des niedersächsischen Landesverbands und kandidierte schon für unzählige Ämter. Ein Aufgeben gibt es für ihn nicht. Er ist mittlerweile Rentner, arbeitet aber einen Großteil seines Lebens für die Feuerwehr der Bundeswehr in Visselhövede.
Omid Najafi (AfD) sieht seine Partei als einzige, die für „Wirtschaftswachstum“ steht. Der Börsenhändler aus Hannover ist seit 2022 Landtagsabgeordneter und leiht der AfD sein Gesicht für den Wahlkampf im hiesigen Wahlkreis. Auf den sogenannten sozialen Medien vertritt er steile Thesen, zum Beispiel bezeichnet er die Corona-Maßnahmen als „ein Verbrechen“ und schreibt, dass Donald Trump nicht zum Sturm des Capitols angestiftet habe.
Zweitstimme für eine der 16 Parteien
Mit der Zweitstimme kann eine Partei gewählt werden. Diese Parteien sind wählbar, in der Reihenfolge, wie sie auf dem Stimmzettel aufgeführt sind:
SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands), CDU (Christlich Demokratische Union Deutschlands), Grüne, FDP (Freie Demokratische Partei), AfD (Alternative für Deutschland), die Linke, Tierschutzpartei, dieBasis, die Partei, Freie Wähler, Piraten, Volt, PdH (Partei der Humanisten), MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands), Bündnis Deutschland und BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht). Detaillierte Informationen gibt es auch auf landeswahlleiter.niedersachsen.de oder auf bundeswahlleiterin.de.







