VonJonah Reuleschließen
Mit den ersten Sonnenstrahlen wird es wärmer in NRW. Das Ausflugswetter kehrt langsam zurück. Im Ruhrgebiet gibt es da einiges zu entdecken.
Essen – Der Mai steht vor der Tür, die Sonne scheint und die Pflanzen fangen an zu blühen. So langsam lässt sich der Frühling in NRW blicken. Auch im Ruhrgebiet wird es an den Wochenendtagen frühlingshaft warm. Da bietet sich ein Ausflug zu einer historischen Altstadt oder ein Spaziergang an einem See an. Hier kommen fünf Ideen, wie man das Frühlingswetter am Wochenende im Ruhrgebiet nutzen kann.
Frühling im Ruhrgebiet: Altstadt von Kettwig hat bis heute Fachwerkhäuser zu bieten
Fans, die sich für schöne Altstädte interessieren, können das Wochenende für einen Ausflug nach Kettwig nutzen. Die Gemeinde ist seit 1975 ein Stadtteil von Essen. Da Kettwig im Zweiten Weltkrieg von Bombenangriffen weitgehend verschont blieb, sind bis heute viele Teile der Altstadt erhalten. So gibt es in Kettwig zahlreiche Fachwerkhäuser. Zudem steht dort auch das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Martin-Luther-Platz. Darüber hinaus gibt es auch das Kettwiger Rathaus, die evangelische Marktkirche, das Schloss Hugenpoet, das Alte Zollhaus und die Rindsberger-Mühle am Rinderbach zu sehen.
- Was? Altstadt von Essen-Kettwig
- Wo? Stadtteil Kettwig in Essen
- Besonderheiten? Fachwerkhäuser, Kettwiger Rathaus, evangelische Marktkirche
Ausflugsziele am Wochenende: Halde Rungenberg in Gelsenkirchen zeigt eine Pyramide aus Schutt
Wer es am Wochenende etwas ruhiger haben möchte, kann sich auch die Halde Rungenberg in Gelsenkirchen ansehen. Auf rund 56 Hektar gibt es dort weite grüne Flächen. In der Mitte der Halde befindet sich am höchsten Punkt eine Pyramide aus Schutt, die in der Mitte einmal geteilt ist. Um das Kunstwerk aus der Nähe sehen zu können, müssen Besucher rund 300 Stufen einer Treppe hinaufsteigen. Einige Wege der Halde Rungenberg eignen sich zudem auch für Spaziergänge und Radtouren.
- Was? Halde Rungenberg
- Wo? In Gelsenkirchen
- Besonderheiten? Pyramide aus Schutt in der Mitte der Halde
Ausflugsziele im Ruhrgebiet: Landschaftspark Duisburg Nord erinnert an die Zeit der Industrie
Etwas tiefer können Besucher im Landschaftspark Duisburg Nord in die Geschichte des Ruhrgebiets eintauchen – genauer gesagt in die Zeit der Industrie. Im Landschaftspark stehen im Duisburger Norden bis heute noch mehrere Hochöfen aus der Zeit der Industrialisierung. Im 20. Jahrhundert wurde dort im ehemaligen Thyssen-Hochofenwerk Duisburg-Meiderich Roheisen für die Stahlindustrie produziert. Seit 1994 ist das 180 Hektar große Gelände rund um die Hochöfen in Form eines Landschaftsparks frei zugänglich. Neben Hochöfen laden auch Grünflächen im Landschaftspark zum Spazierengehen und Radfahren ein.
- Was? Landschaftspark Duisburg Nord
- Wo? Im Norden Duisburgs
- Besonderheiten? Hochöfen des ehemaligen Thyssen-Hochofenwerk Duisburg-Meiderich
Ausflüge im Frühling: In der Kirchheller Heide gibt es viele Seen für einen Spaziergang
Ruhiger als im Landschaftspark wird es dagegen in der Kirchheller Heide. Die grüne Landschaft liegt zwischen den Städten Bottrop, Oberhausen und Dinslaken und erinnert an manchen Stellen an die Natur Skandinaviens. In der Kirchheller Heide liegen gleich mehrere Seen, an denen Besucher spazieren gehen können. Dazu zählen der Heidhofsee, der Heidsee und der Elsbachsee, auch Pfingstsee genannt. Einen guten Überblick über die Kirchheller Heide bekommt man von der nahe gelegenen Halde Haniel.
- Was? Kircheller Heide
- Wo? Zwischen Bottrop, Oberhausen und Dinslaken
- Besonderheiten? Zahlreiche Seen und Wege zum Spazierengehen, Radfahren und Wandern
Ausflugsziele im Ruhrgebiet: Zeche Zollverein in Essen gilt als der Eiffelturm des Ruhrgebiets
Wer sich für die Zeit des Bergbaus im Ruhrgebiet interessiert, kann das Wochenende auch für einen Ausflug zur Zeche Zollverein in Essen nutzen. Diese gilt als die ehemals größte Steinkohlezeche der Welt. Zudem gehört die Zeche Zollverein zum Unesco Weltkulturerbe. Im Laufe der Zeit erhielt die Zeche Zollverein auch einige Spitznamen, wie etwa „Eiffelturm des Ruhrgebiets“.
Auf dem Gelände der Zeche können sich Besucher sowohl den Förderturm der Zeche als auch Ausstellungen zur Zeit des Bergbaus anschauen. Zudem steht die größte frei stehende Rolltreppe Deutschlands auf dem Gelände der Zeche Zollverein.
- Was? Zeche Zollverein
- Wo? In Essen-Stoppenberg
- Besonderheiten? Förderturm, Museen und die höchste frei stehende Rolltreppe Deutschlands
Neben diesen fünf Ausflugszielen bieten sich noch weitere schöne Orte im Ruhrgebiet für einen Ausflug am Wochenende an. So gibt es im Ruhrgebiet bis heute noch einige Schlösser und Burgen. Darüber hinaus finden sich in der Natur des Ruhrgebiets auch einige interessante Orte, die einen Ausflug wert sind. Dazu zählen unter anderem eine Talsperre und eine malerische Wasserburg. (jr)
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