Frankfurter-Rundschau-Interview

Putins „imperiales Reich auflösen“: Kiesewetter fordert Russland-Strategie – und rügt Merz-„Trugschluss“

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Vier Jahre nach Russlands Invasion hat Deutschland keine Ziele formuliert, warnt Roderich Kiesewetter. Er fordert im Interview reinen Wein von „politisch Hochverantwortlichen“.

Der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter gehört zu den entschlossensten Unterstützern der Ukraine. Vor fast genau einem Jahr warnte er Europa im Interview vor „Schwäche“ – und rügte, Deutschland mute seinen Bürgern nicht die Wahrheit zu. Seitdem hat Wladimir Putins Krieg einerseits weitere ungezählte Opfer gefordert, andererseits hat die Bundesregierung die Zeitenwende 2.0 eingeleitet. Kiesewetter sieht beim Treffen am Rande der Ukraine-Konferenz „Cafe Kyiv“ aber keine großen Fortschritte. Dafür neue Probleme.

Friedrich Merz‘ Russland-Kurs stößt in CDU-Reihen auf Kritik – beim Verteidigungs- und Außenexperten Roderich Kiesewetter.

So hätten die USA Europa in den eigenen Prioritäten weiter zurückgestuft. Und der Kontinent habe es versäumt, eigene Schwerpunkte entgegenzusetzen. Der wichtigste aus Kiesewetters Sicht: Die Ukraine müsse „diesen Krieg mit einem würdigen Frieden gewinnen“ – und in „Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung“ bestehen, betont der Oberst a.D.. Er vermisst aber die „nötigen Maßnahmen“ – und klare politische Ziele. Scharfe Kritik übt Kiesewetter an Friedrich Merz. Nicht nur, weil die Kanzlerrede zur Konferenzeröffnung ihn sichtlich verärgert.

Kiesewetter warnt vor Russlands „Reichsgedanken“

Herr Kiesewetter, Sie kritisieren die deutsche Russland- und Ukraine-Politik – darunter einen Mangel an konkreten Zielen. Welche bräuchte es denn aus Ihrer Sicht?
Erstens: Russland muss das Existenzrecht seiner Nachbarstaaten anerkennen. Zweitens: Die Ukraine muss befähigt werden, diesen Krieg zu gewinnen. Nicht nur militärisch, sondern auch in den Köpfen der Menschen. All das ist nicht passiert. Die Folgen sehen wir jetzt.
Welche sind das?
Die eine: Russland und die USA fordern die Ukraine auf, Gebiete abzutreten – dann sei Frieden. Die andere: Die Ukraine entwickelt militärisch jetzt sehr viel selbst, weil sie nicht genügend Unterstützung bekommt. Europa hat nun die Wahl, ob die Ukraine Mitglied von EU und NATO sein wird, oder nicht. Aber im Bewusstsein der Europäer ist noch nicht angekommen, dass es ein Riesennachteil wäre, wenn die kriegserfahrenste Armee Europas außerhalb von EU und NATO verbliebe.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP
Ich habe zuletzt mit der Sicherheitsexpertin Jana Puglierin gesprochen – sie mahnt eine „Russland-Strategie“ an. Sehen Sie Bedarf? Wenn ja, was müsste in dieser Strategie stehen?
Zunächst müsste man in einer Bestandsaufnahme ganz klar festhalten: Russland ist ein imperiales Land. Es hat einen „Reichsgedanken”, der weiter greift als das Territorium der Russischen Föderation. Zugleich ist Russland ein Kolonialstaat. Viele Völker leben dort unter russischer Einflussnahme, haben aber kaum Autonomie. Daraus muss man folgern: So wie Deutschland bis 1945 erkennt auch Russland das Existenzrecht seiner Nachbarn nicht an. Aber erst wenn es das tut, wird Frieden herrschen.
Aber was heißt das praktisch?
Eine Russland-Strategie muss den Willen beinhalten, dieses imperiale Reich aufzulösen. Demokratien müssen diesen Krieg gewinnen wollen, den Russland militärisch gegen die Ukraine, hybrid gegen die Ukraine und uns sowie kognitiv führt – mit Zerstörung, Sabotageakten, Informationsverfälschung und so weiter.

„Wir stellen bislang keine Forderungen an Russland – Forderungen gehen nur an die Ukraine“

Was wäre aus Ihrer Sicht der erste Schritt?
Wir müssen uns ehrlich machen und sagen: Unsere Forderung an Russland ist, das Existenzrecht all seiner Nachbarn anzuerkennen. Daraus kann man dann Ableitungen treffen. Zum Beispiel Rüstungskontrolle in Kaliningrad oder einen Abzug von Nuklearwaffen einzufordern. Daraus kann man auch ableiten, dass die prorussisch geführte Region Transnistrien vollständig in die Republik Moldau gehört, und dass Georgien eine Perspektive in der EU hat, wenn Russland die Dreiteilung des Landes beendet. Aber wir stellen bislang keine Forderungen an Russland. Forderungen gehen nur an die Ukraine.
Die Entwicklung in den USA erleichtert selbstbewusstes Auftreten nicht. Trumps Außenminister Marco Rubio hat Europa in München eigentlich gedroht – Experten meinen aber auch, die NATO brauche auf Sicht weiter die Fähigkeiten der Vereinigten Staaten.
Wir sollten uns den Amerikanern nicht um jeden Preis anbiedern, unter Preisgabe der Ukraine beispielsweise. Wir müssen uns klarmachen, dass Trump wie Putin und Xi Jinping die Welt in Interessenszonen aufteilen will – und uns Rubio in seiner unnachahmlichen Art überlassen hat, ob wir zur russischen oder amerikanischen Einflusszone zählen wollen. Er hat ja noch etwas anderes ganz Gravierendes gemacht.
Und zwar?
Er hat erklärt: Er will ein Europa, das sich von Schuld und Verantwortung befreit, also die Lehren der Vergangenheit überwindet. Das wäre ein riesiger Fehler! Und wir müssen begreifen, dass diese USA keine Regulierung wollen – und deshalb Institutionen wie die EU, die Regulierung schaffen, scharf angreifen. Sie wollen nur mit „Vaterländern“ sprechen, sie wollen kein vereintes Europa, das sich Frieden und Freiheit als Maßgabe gegeben hat. Das erklärt auch, warum die AfD plötzlich so amerikafreundlich ist.
CDU-Politiker Roderich Kiesewetter beim Interview am Rande des „Cafe Kyiv“ in Berlin.
Die EU ringt aber auch mit sich selbst. Müssen es kleinere Koalitionen richten?
Kritisch ist tatsächlich, dass die klassischen Koalitionen wie NATO und EU nicht mehr funktionieren. Die EU ist durch Ungarn und die Slowakei gelähmt. Die NATO durch die missliche Lage mit der Türkei und Ungarn auf der einen Seite und durch die Rolle der USA: Washington will zwischen NATO und Russland „vermitteln“, was auch immer das heißen soll. Deswegen gibt es Koalitionen der Willigen, die aber für kleinere Staaten hochschwierig sind. Trotzdem sind sie jetzt die Hilfslösungen.
In dieser Gesamtlage und mit Donald Trump auf dem Präsidentensessel: Lassen sich Ihrer Meinung nach „echte” Friedensverhandlungen erreichen? Wenn ja, wie?
Nein. Es finden keine ernsthaften Verhandlungen mehr statt, es läuft eine Simulation von Verhandlungen. In Dschiddah ging es im Herbst 2025 im ersten Tagesordnungspunkt noch um die Freilassung der von Russland entführten Kinder. Um die Frage von Reparationen und Sühne von Kriegsverbrechen. Das ist vom Tisch. Es wird gar nicht mehr im Interesse der Ukraine verhandelt – sondern die Ukraine ist aufgefordert, auf das Stichwort von Steve Witkoff oder Jared Kushner russische Narrative zu bedienen. Und Europa hat sich nicht einmal einen Platz am Tisch erkämpft. Diese Simulation müssen wir womöglich noch sehr teuer bezahlen.
Wie meinen Sie das?
Wenn die Ukraine scheitern sollte, drohen Massenflucht und eine Ausweitung des Krieges. Das müssen wir den Menschen in Deutschland klarer machen, als manche Hochverantwortliche im politischen Berlin das tun – die weder klare Kritik an den Amerikanern äußern, noch rote Linien für Putin ziehen. Die Sanktionen sind alle schön und gut. Aber sie sind sowas von löchrig.

Scharfe Kritik an Merz‘ Russland-Rede: Kiesewetter attestiert Kanzler „Trugschluss“

Wo fordern Sie denn Nachbesserung?
Wir übernehmen keine Luftverteidigung über der Westukraine. Das Russische Haus in Berlin, ein Spionagehub, wird nicht geschlossen. Die sogenannten Diplomaten Russlands haben völlige Reisefreiheit – in anderen Ländern nicht. Die Schattenflotte wird nicht aufgehalten. Wir finden Platinen aus deutscher Produktion in russischen Raketen, noch aus den Jahren 2024 oder 2025. Und hier passiert nichts. Es werden viele gute Worte gefunden, aber Russland muss sich nicht einschränken. Man sollte auch denjenigen gegenüber sehr vorsichtig sein, die aus 200 Jahre alten Büchern zitieren und sagen, Russland sei einerseits ungeheuer barbarisch, habe aber auch eine stark ausgeprägte Kultur.
Das hat Kanzler Friedrich Merz gesagt.
Das verklärt und rechtfertigt eine Ambivalenz. Man darf nicht suggerieren, dass Russland eine große Kulturnation sei, wenn es nicht einmal das Existenzrecht der Ukraine anerkennt. Große Kulturnationen überfallen ihre Nachbarn nicht. Das ist der Trugschluss, dem das politische Berlin an hochverantwortlicher Stelle auch hier und heute erliegt.
Aus Russland kamen zuletzt wieder scharfe Drohungen gen Europa. Kreml-Berater Sergej Karaganow hat zugleich im Interview bei Tucker Carlson ein paar der MAGA-Bewegung sehr genehme Worte gewählt. Muss man so etwas ernst nehmen – jedenfalls als Strategie?
Definitiv. Russland nutzt jeden Weg, den ihm die westlichen Medien bereiten. In Deutschland ist es die Berliner Zeitung, in den USA sind es Tucker Carlson und andere. Ich kenne Karaganow. Das sind hochgeschulte Leute – die wissen, wie sie gefallen, aber auch, wie sie Angst machen. Ich war lange Jahre im Deutsch-Russischen Forum und Russland-Berichterstatter meiner Fraktion. Ich hab diese Russland-Romantik in Deutschland nie verstanden. Dass man noch nach 2007 und 2014 diesen Fehlern anhing und zum Beispiel Nord Stream 2 beschlossen hat, das spielt solchen Leuten in die Hände.
Wie große Sorgen muss uns eine Verbindung zwischen MAGA und Kreml machen?
Diese MAGA-Bewegung birgt eine riesige Gefahr – weil sie ganz eng mit der AfD zusammenarbeitet. Plötzlich werden die AfD-Leute zu Transatlantikern. Und irgendwann wird aus russischem Gas „amerikanisches” und schon ist Nord Stream wieder ein „bilaterales Projekt”. Wir müssen aufpassen. (Interview: Florian Naumann)

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