Waffenruhe wackelt

Sorge um Trumps Gaza-Plan: Macron warnt vor Hamas – „Wir wissen, wie es bei Terrorgruppen läuft“

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Trumps Friedensplan für Gaza wackelt. Er brachte Geiseln frei und ließ die Waffen schweigen – doch das Verhalten der hamas sorgt für Misstrauen.

Scharm el-Scheich – Der historische Moment ist da: Nach zwei Jahren Krieg im Gazastreifen schweigen die Waffen, und die letzten lebenden Geiseln sind zurück in Israel. Gleichzeitig beginnen Hilfslieferungen in größerem Umfang, erste Truppenbewegungen ändern die militärische Lage in der Enklave. All das nährt die Hoffnung, dass Donald Trumps 20-Punkte-Plan tatsächlich mehr ist als ein diplomatisches Strohfeuer. Doch hinter der Fassade der Erleichterung bleiben viele Fragen offen – vor allem, ob die Hamas die Bedingungen der nächsten Phasen akzeptiert und wie belastbar die neuen Sicherheitsarrangements wirklich sind.

Emmanuel Macron, Bahrains König Hamad bin Isa Al Khalifa und US-Präsident Donald Trump bei der Unterzeichnung der Friedenserklärung in Scharm el-Scheich am 13. Oktober 2025. Während Trump den Erfolg seines Gazaplans feiert, bleibt Macron zurückhaltend – er warnt vor anhaltender Gefahr durch die Hamas.

Schon der Auftakt zeigt Risse: Während Israels Armee den Rückzug auf eine vereinbarte Linie meldet und die Waffenruhe seit Freitag hält, sorgt die Rückführung der getöteten Geiseln für Streit. Hamas übergab zunächst nur vier Leichname, obwohl laut Abkommen alle sterblichen Überreste bis Montagmittag hätten geliefert werden sollen. Israels Regierung spricht laut der BBC von einem „Verstoß gegen die Vereinbarungen“, Vermittlerstaaten mahnen zur raschen Erfüllung aller Punkte.

Sorge um Trumps Gaza-Plan: Macron warnt vor Hamas

Am Roten Meer setzten die USA, Ägypten, Katar und die Türkei eine feierliche Signatur unter eine Erklärung zur Waffenruhe – getragen von Trumps 20-Punkte-Plan. Der Deal koppelt die Freilassung der letzten 20 lebenden Geiseln an die Entlassung hunderter palästinensischer Gefangener und eine erste militärische Umgruppierung in Gaza.

Parallel dazu liefen in Ägypten Gespräche über die „Phase zwei“, die heikelsten Punkte also: Demilitarisierung, politische Führung und die Rolle einer internationalen Stabilisierungstruppe. Rund 200 US-Soldaten sind zur Überwachung der Waffenruhe in Israel stationiert, vor Ort soll eine arabisch geführte Mission Sicherheit mit aufbauen und palästinensische Polizeikräfte schulen.

Wo Journalismus keine Chance hat

Zeichnung von Adel Zourob.
Adel Zourob, * Palästina / Gaza, getötet 2023 Adel Zourob war dafür bekannt, dass er sich für verwundete Kinder einsetzte. Freiberuflich arbeitete der palästinensische Journalist für mehrere Medien, darunter das der Terrororganisation Hamas nahestehende AL-AQSA VOICE RADIO. Seine Familie gehörte zu den wenigen Palästinensern im Gazastreifen, die in ihren eigenen Häusern geblieben waren. Mehr als 80 % der Bevölkerung waren bereits geflohen. Es sollen laut ASSOCIATED PRESS rund 1.9 Millionen Menschen sein. Adel Zorob postete Nachrichten zum Gaza-Krieg auf seiner Facebook-Seite und in WhatsApp-Nachrichtengruppen. Am 18.Dezember 2023 gab es einen israelischen Luftangriff auf das Haus seiner Familie in Rafah im südlichen Gazastreifen. Der Journalist wurde zusammen mit 25 Familienmitgliedern getötet. Die letzte Nachricht hatte er unmittelbar vor seinem Tod verschickt. © Patrick MacAllister / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Haneen Ali Al-Qashtan
Haneen Ali Al-Qashtan, * 1989 Palästina / Gaza, getötet 2023 in Gaza. Die Journalistin Haneen Ali Al-Qashtan arbeitete für den UKW-Radiosender SAWT AL WATAN. Am 17. Dezember 2023 wurde sie zusammen mit Familienangehörigen bei einem israelischen Bombenangriff auf das Flüchtlingslager Nuseirat im Gazastreifen getötet. Sie wurde 34 Jahre alt. Ali al-Qutshan war die 12. palästinensische Journalistin, die im Israel-Palästina-Konflikt getötet wurde. © Huriye Genc / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Saed Abu Nabhan
Saed Abu Nabhan, * 2000 Palästina / Gaza, getötet 2025 Palästina / Gaza Saed Abu Nabhan wurde während einer Reportage im Flüchtlingslager Nuseirat von einem israelischen Scharfschützen erschossen. Saed Abu Nabhan hatte Fotografie und Videobearbeitung an der Fachhochschule von Gaza studiert, denn er hatte eine Leidenschaft für Journalismus, berichtete sein Vater. Schließlich wurde er freiberuflicher Kameramann und Fotograf und arbeitete für den privaten Fernsehsender AL-GHAD TV und die türkische staatliche Agentur ANADOLU. Am 10. Januar 2025 wurde der 25-Jährige während einer Reportage im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum von Gaza von einem israelischen Scharfschützen erschossen.  © Maria von Stülpnagel / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Sari Mansur.
Sari Mansur, * Palästina, 2023 im Gazastreifen getötet Sari Mansur war ein palästinensischer Journalist bei QUDS NEWS, einer der Hamas angeschlossenen palästinensischen Nachrichtenagentur. Er wurde am 18. November 2023 bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen getötet. Er befand sich mit seinem Kollegen Hassouna Salim, einem Kameramann, in dem Flüchtlingslager al Bureij.  © Ernestine Kuger-Hoberg / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ahmed Mansour
Ahmed Mansour, *Palästina, 2025 in Gaza durch israelischen Angriff verbrannt Ahmed Mansour war Redakteur der lokalen Nachrichtenagentur PALESTINE TODAY. Er wurde am 7. April 2025 mitten in der Nacht bei dem Brand seines Zeltes, in dem mehrere Journalisten untergebracht waren, schwer verletzt. Der Brand wurde durch einen israelischen Angriff verursacht. In einem Video ist zu sehen, wie Ahmed Mansour bei lebendigem Leib verbrennt. Er erlag schließlich noch am selben Tag seinen schweren Verbrennungen.  © Beatrice Adloff / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Abdallah Alwan.
Abdallah Alwan, * Palästina / Gaza, getötet 2023 in Palästina / Gaza Abdallah Alwan war ein prominenter Radiokommentator und Nachrichtensprecher und arbeitete für mehrere Agenturen, darunter für die zu AL-JAZEERA gehörende Radio-Plattform MIDAN, das Magazin MUGTAMA und AL-JAZEERA. Auch war er als Radiomoderator tätig für das HOLY QURAN RADIO der Islamischen Universität. Am 30. November 2023 postete Alwan Fotos von den Schäden an seinem Haus in Jabalia in Nord-Gaza, die durch israelische Bombardierungen entstanden waren. Er erklärte, dass zwei seiner Nichten bei den Angriffen getötet worden waren. In seinem letzten Facebook-Post vom 17. Dezember 2023 schrieb Alwan: „An jedem Morgen sagen wir, dass die letzte Nacht die schlimmste Nacht des Krieges war… Alle Tage sind schlimmer als alle zuvor. Das beschreibt kurz und knapp den Krieg“. Einen Tag später, am 18. Dezember 2023 wurde er in seinem Haus getötet. © Lucia Makelis / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ramy al Refee
Ramy al Refee, *1997 Palästina / Gaza, getötet 2024 in Palästina / Gaza Ramy al Refee arbeitete als Kameramann für die lokale WATANIA MEDIA AGENCY und seit Ausbruch des Israel-Gaza-Krieges als Freelancer für AL JAZEERA ARABIC TV. Dort war er dem Reporter Ismail Al-Ghoul zugeteilt worden. Sie waren gemeinsam für Reportagen im Kriegsgebiet in Gaza unterwegs. Ramys Vater, Iyad al Refee, teilte mit, sein Sohn habe aus Sicherheitsgründen in Krankenhäusern übernachtet und sei jede Woche ein- bis zweimal zum Essen und Schlafen nach Hause gekommen. Am 31. Juli 2024 waren beide in Gaza-Stadt unterwegs, um vor dem Privathaus des Hamas-Führers Ismail Hanija zu drehen. Dieser war zuvor durch das israelische Militär im Iran getötet worden. Als ein Anschlag auf ein Nachbargebäude verübt wurde, verließen die beiden Reporter umgehend das Areal in einem Fahrzeug, um sich in Sicherheit zu bringen. Kurz darauf wurde ihr Wagen von einer israelischen Drohne getroffen. Der 27-jährige Ramy al Refee und sein Kollege Al-Ghoul waren sofort tot. Beide Leichen wurden zum Al-Ahli-Krankenhaus gebracht. © Carole Isler / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ahmed Bdeir.
Ahmed Bdeir, * 1994 Palästina/Gaza, getötet in Palästina/Gaza 2024 Der palästinensische Journalist Ahmed Bdeir (Ahmed Badir) arbeitete für die Zeitung AL-HADAF MEDIA NETWORK. Am 10.Januar 2024 wurde er bei einem israelischen Bombenangriff neben dem Krankenhaus „Al-Aqsa Märtyrer Hospital“ in Deir al Balah getötet. Er wurde nur 30 Jahre alt. © Angelika Wey-Bomhard / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Helmi Al-Faqaawi.
Helmi Al-Faqaawi, getötet 2025 in Palästina / Gaza Helmi Al-Faqaawi arbeitete als Reporter für PALESTINE TODAY. Er wurde am 7. April 2025 durch einen israelischen Luftangriff getötet. Mehrere Videos zeigen die Folgen dieses Luftangriffes auf ein von Journalisten genutztes Zelt im Eingangsbereich des Al-Nasser-Krankenhauses in Chan Yunis / Gaza. Umstehende versuchen, mit Wasser aus Plastikflaschen die meterhohen Flammen zu bändigen. Helmi Al-Faqaawi sowie ein weiterer Mann wurden getötet, insgesamt neun Medienschaffende verletzt. © Johannes Stahl / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ismail al-Ghoul.
Ismail al-Ghoul, * 1997 Palästina / Gaza, ermordet 2024 Ismail Al Ghoul arbeitete für den von Katar finanzierten arabischen Fernsehsender AL JAZEERA. Al Ghoul war einer der wenigen Reporter, die im nördlichen Gazastreifen während des Angriffs Israels verblieben waren. Er hatte mehr als 620.000 Instagram-Follower und war durch seine Auftritte bei AL JAZEERA bekannt.  © Achim Ripperger / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Said al-Tawil.
Said al-Tawil, * Palästina, getötet 2023 Palästina / Gaza Saeed Al-Taweel beendete 2012 sein Studium mit einem Bachelor-Abschluss an der Islamischen Universität von Gaza in Fach Medien und Journalismus. Seine Karriere begann er als Reporter für mehrere lokale und regionale Medien, die verschiedene Themen wie Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport behandelten. 2018 kam er als Korrespondent und Produzent in Gaza zu dem jordanischen Satellitenkanal ROYA TV. Er war darüber hinaus Chefredakteur des unabhängigen palästinensischen Nachrichtensenders AL-CHAMISA. © Huriye Genc / Wahrheitskämpfer
Zeichnung von Ayat Khadoura.
Ayat Khadoura war eine palästinensische freiberufliche Journalistin. Sie hatte an der Al-Quds-Universität im Gazastreifen einen Abschluss in digitalen Medien gemacht und begann, für lokale Medien als freiberufliche Rundfunkjournalistin zu arbeiten. Die Vlogs der ausgebildete Synchronsprecherin waren in ganz Palästina beliebt. Die 27-jährige Journalistin wurde am 20. November 2023 bei einem israelischen Luftangriff auf ihr Haus in Beit Lahya im Norden des Gazastreifens getötet. Zusammen mit ihr starben vielen ihrer Familienmitglieder, darunter ihre Brüder Ayoub und Adham und ihre Schwester Souad. © Dzemail Demic / Wahrheitskämpfer

Macron über Hamas: „Eine Terrorgruppe zerschlägt man nicht über Nacht“

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bremste nach dem Gipfel den Überschwang. „Ich bin noch immer besorgt, weil wir wissen, wie es bei terroristischen Gruppen läuft“, sagte er gemäß dem Schweizer Portal bluewin in Scharm el-Scheich. Eine Organisation mit Tausenden Kämpfern und Tunneln werde „zerschlägt man nicht über Nacht“ – nötig sei „eine äußerst strenge internationale Überwachung“.

Paris will gleichzeitig das humanitäre Engagement hochfahren und zügig eine internationale Hilfskonferenz organisieren. Frankreich koordiniert die nächsten Schritte mit den USA und Israel, um Hilfslieferungen „ununterbrochen“ und sicher in die Enklave zu bringen, berichtet die türkische Anadolu-Nachrichtenagentur. Nach Angaben des Élysée-Palasts soll die Konferenz bereits in den kommenden Wochen stattfinden, um Gelder für den Wiederaufbau zu mobilisieren und eine langfristige Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Trumps 20-Punkte-Plan für Gaza – die wichtigsten Phasen

PhaseZentrale InhalteZiel / Bedeutung
Phase 1: Waffenruhe & FreilassungenSofortige Feuerpause / Freilassung aller lebenden Geiseln und Übergabe der Toten / Freilassung von rund 2000 palästinensischen Gefangenen / Teilweiser Rückzug der israelischen Truppen auf eine neue LinieVertrauensbildung, humanitäre Entlastung, Startpunkt des Friedensprozesses
Phase 2: Sicherheit & EntwaffnungVernichtung von Hamas-Tunneln und Waffenlagern / Bildung einer internationalen Sicherheitsmission (arabisch-europäisch geführt) / Schulung einer neuen palästinensischen PolizeieinheitBeginn der schrittweisen Demilitarisierung und Stabilisierung
Phase 3: Verwaltung & WiederaufbauBildung eines Übergangskomitees aus palästinensischen Technokraten / Aufsicht durch ein internationales „Board of Peace“ unter Leitung Trumps / Milliardenhilfen für Wiederaufbau und Infrastruktur / Vorbereitung auf spätere WahlenPolitische Neuordnung Gazas und Beginn eines langfristigen Friedensprozesses

Streit über Rolle der Hamas in Gaza

Brisant ist, was unmittelbar nach Beginn der Waffenruhe geschah: Laut Sicherheitskreisen, schreibt Reuters, setzte Hamas in Gaza wieder stärker eigene Kräfte ein und ging gewaltsam gegen rivalisierende Gruppen vor. Nach Angaben eines Sicherheitsvertreters wurden dabei Dutzende Menschen getötet. Trump deutete auf dem Flug nach Ägypten an, so ABC News, Hamas habe „für eine gewisse Zeit“ grünes Licht erhalten, als Polizeikraft aufzutreten – um ein Sicherheitsvakuum zu verhindern.

Hamas selbst betont, man werde „keine Sicherheitslücke“ zulassen und öffentliche Ordnung gewährleisten. Das steht allerdings im Spannungsfeld zu Trumps Plan, der Hamas aus der künftigen Gaza-Verwaltung ausschließt und eine internationale Übergangsaufsicht vorsieht.

Israels Waffenstillstand mit Risiko: Hamas verweigert Abrüstung

Kernkonflikt bleibt die Entwaffnung. Israels Regierung erklärte nach Zustimmung zum Plan, schreibt CBS News, Gaza werde „demilitarisiert“ – wenn nötig „auf die harte Tour“. Hamas lehnt eine vollständige Abrüstung ab und sprach zuletzt lediglich davon, Waffen für einige Jahre „einzufrieren“, bemerkt der Tagesspiegel.

Auch der Umfang und die Taktung weiterer israelischer Rückzüge sind strittig. Aktuell kontrollieren israelische Kräfte nach Angaben aus Jerusalem rund 53 Prozent des Gebiets. Spätere Phasen sähen Reduktionen auf etwa 40 und dann 15 Prozent vor – als „Sicherheitsperimeter“ ohne klare Endfrist, so BBC.

Fachleute warnen vor Macht-Vakuum und Gewalt in Gaza

Analysten sehen in der Tunnelinfrastruktur den Hebel der Hamas, um Einfluss zu bewahren. Ohne überprüfbare Schritte – etwa eine lange Feuerpause, Stopp der Waffenproduktion sowie Kartierung und Schließung definierter Tunnel – werde es keine belastbare Entschärfung geben, warnt der Sicherheitsexperte Andreas Krieg gemäß Tagesspiegel.

Laut Hugh Lovatt vom Thinktank European Council on Foreign Relations (Europäischen Rat für Außenbeziehungen), schreibt Al Jazeera, zeigt sich Hamas in vertraulichen Gesprächen zwar offener für eine kontrollierte Abrüstung offensiver Waffen, will aber kleine Waffen und das eigene Tunnelsystem nicht preisgeben. Genau hier könnte die Waffenruhe scheitern – und Israel militärische Operationen wieder aufnehmen.

Trump zwischen Druck und politischem Kalkül

Politisch schreibt die Episode derweil Trumps Narrativ als „Friedensstifter“ fort. In Tel Aviv und Jerusalem wird er für die Rückkehr der Geiseln gefeiert, während Premier Benjamin Netanjahu die Vereinbarung als strategischen Erfolg verkauft – Geiseln heimgekehrt, Israels Armee (IDF) hält Terrain, Hamas geschwächt.

Gleichzeitig lässt der Plan Netanjahu Spielräume, bemerkt CNN: Ein vollständiger IDF-Abzug wird an die Abrüstung der Hamas geknüpft – eine bewusst vage Bedingung, die einerseits Washingtons Druck kanalisiert, andererseits Israels Option auf militärisches Nachfassen offen hält.

Israel und Hamas: Europas Skepsis wächst

Aus Berlin kommen verhaltene Zuversicht und klare Bedingungen: Außenminister Johann Wadephul spricht laut Tagesspiegel von der Notwendigkeit, dass sich die Palästinenser „von der Hamas lossagen“ und diese entwaffnet werde. Europa prüft flankierend einen Beitrag an der Grenze – die EU will EUBAM Rafah, die Genzüberwachungsmission der Europäischen Union am Grenzübergang Rafah, die seit 2007 ausgesetzt ist, wiederbeleben und vor Ort selbst aktiv werden.

Gleichzeitig mahnt Macron, notiert der Tagesspiegel, vor „Anschlägen und Destabilisierung in den kommenden Wochen und Monaten“. Dass Hamas bislang nur vier statt aller zugesagten Leichname übergab, gilt Diplomaten als erster ernster Belastungstest des Abkommens.

Trumps Gaza-Plan: Frieden zwischen Israel und Hamas auf Abruf

Trumps Gaza-Plan hat eine historische Öffnung erzeugt: lebende Geiseln frei, Waffenruhe in Kraft, Hilfen rollen an. Doch das Fundament bleibt fragil, weil die entscheidenden Punkte – Abrüstung, Verwaltung, Sicherheitsgarantien – erst verhandelt werden.

Ob die zweite Phase trägt, hängt an messbaren, verifizierten Schritten und einer robusten internationalen Überwachung. Bis dahin gilt Macrons Mahnung als Leitlinie der Skeptiker: Eine Terrororganisation wird nicht „über Nacht“ entmachtet – und die Waffenruhe bleibt Frieden auf Abruf. (Quellen: BBC, Tagesspiegel, Reuters, CNN, CBS News, ABC News, Euronews, Al Jazeera, bluewin.ch, aa.com.tr) (chnnn)

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